Kochen für Hunde- und Katzenpatienten

Noci

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Kochen für Hunde- und Katzenpatienten

Viele Hunde- und Katzenhalter stellen sich ab und zu extra für ihren Vierbeiner noch etwas länger in die Küche und schwingen den Kochlöffel, um ihm besonders leckere, gesunde Nahrung zu servieren. Wenn Hund und Katze krank sind, ist dies besonders sinnvoll.

Bello hat es ordentlich erwischt, er hat Bauchweh, Durchfall, und ihm ist übel. Nachdem der Tierarzt geklärt hat, ob es sich dabei um den derzeit grassierenden Magen-Darm-Virus handelt, und ihn mit Antibiotika versorgt hat, ist erst mal eine kleine Diät angesagt, um das Verdauungssystem wieder ins Lot zu bringen. Und was füttert man Bello, wenn er Bauchweh hat? Da muss leichtere Kost her. Und die kann man auch selber kochen.

Ein paar Tage lang Schonkost

Die Zutaten sind simpel: Man nehme einen Beutel Reis, ein Gläschen Babynahrung Marke „Frühjahrskarotten“ und einen Becher körnigen Hüttenkäse. Zuerst wird der Reis gekocht, als nach Packungsanweisung zubereitet. Gut abkühlen lassen und in den Napf füllen. Dann das Karottengläschen untermischen. Und zum Schluss kommt noch der Hüttenkäse hinzu. Wie viel davon? Auf drei Esslöffel Reis kommt ein Esslöffel Hüttenkäse (hier kann auch Magerquark verwendet werden). Alles gut durchmischen – und guten Appetit!

Dieses „Menü“ servieren Sie Ihrem Hund mindestens drei, besser noch vier Tage lang. Danach können Sie Fleisch darunter mischen, und zwar fettarmes: Geflügel wie Truthahn, Pute oder Hühnchen, oder Sie können auch Lammfleisch nehmen. Dieses wird gekocht (und zwar am besten im gleichen Topf wie der Reis, dann nimmt er auch den Geschmack des Fleisches an – Bello wird es lieben!) und darf nicht gewürzt werden. Es wird zerkleinert unter die Reis-Käse-Karotten-Mischung gemengt.

Im Anschluss an die acht Tage, an denen das Reis-Fleisch-Gemisch serviert wird, wird das normal verwendete Futter tee- bzw. esslöffelweise unter die Diätnahrung gemischt. Und dann sollte es Bellos Bauch bald wieder gut gehen!

Auch die Katze hat hin und wieder Magengrummeln? Da lässt sich ebenfalls ganz leicht Abhilfe schaffen. Auch für den schnurrenden Hausgenossen sind Reis und Hüttenkäse, genauso zubereitet wie beim Hund, die richtige Nahrung. Dazu gibt es gekochtes Hühnerfleisch oder Fisch und ein wenig klein gehobelte, gedünstete Möhren. Wenn sich Miezes Magen wieder beruhigt hat, kann man trotzdem noch eine Zeit lang diese leckere Mahlzeit servieren und/oder Variationen einführen: Mais, Erbsen, Gurke, Kohlrabi oder ein wenig gekochten Paprika statt Möhren. Einzig wichtiger Punkt beim Kochen für die Katze: Der Anteil an tierischem Eiweiß muss hoch genug sein, währen d man sich beim Kohlenhydratanteil zurückhalten muss.


Quelle: Tiermagazin „Ein Herz für Tiere“, April 2008
 
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Catzchen

Gast
So, nachdem Domino heute immernoch Durchfall hat, werde ich mich wohl mal daran trauen müssen. :(
Werde dann berichten, ob es gefressen wird. :oops:
 
Uli

Uli

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Auch die Katze hat hin und wieder Magengrummeln? Da lässt sich ebenfalls ganz leicht Abhilfe schaffen. Auch für den schnurrenden Hausgenossen sind Reis und Hüttenkäse, genauso zubereitet wie beim Hund, die richtige Nahrung. Dazu gibt es gekochtes Hühnerfleisch oder Fisch und ein wenig klein gehobelte, gedünstete Möhren. Wenn sich Miezes Magen wieder beruhigt hat, kann man trotzdem noch eine Zeit lang diese leckere Mahlzeit servieren und/oder Variationen einführen: Mais, Erbsen, Gurke, Kohlrabi oder ein wenig gekochten Paprika statt Möhren. Einzig wichtiger Punkt beim Kochen für die Katze: Der Anteil an tierischem Eiweiß muss hoch genug sein, währen d man sich beim Kohlenhydratanteil zurückhalten muss.


Quelle: Tiermagazin „Ein Herz für Tiere“, April 2008


Ein wenig Bauchgrummeln ist normal bei Katzen, dafür sorgt die Darmperestaltik (richtig geschrieben???), also die Muskulatur, die dafür sorgt das der Darminhalt transportiert wird. Viel Gemüseanteil ist auch eher belastend für den Darm, Katzen sind Fleischfresser, Gemüse wirkt störend, wenigstens bei erhöhtem Anteil im Futter.

Ist unter dem Artikel vermerkt wer das geschrieben hat, am liebsten mit Qualifikationsnachweis oder Berufsbezeichnung. Ich würde das jetzt nicht widerlegen wollen, aber so ganz anfreunden kann ich mich damit auch nicht.
 
Plum

Plum

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Quelle: Tiermagazin „Ein Herz für Tiere“, April 2008

Mal eine Frage: Du zitierst in vielen Threads (wörtlich?) Texte aus diversen Zeitschriften. Ist das mit den einzelnen Zeitschriften abgesprochen? Falls ja, ok. Falls nein könnten die Forenbetreiber und du üble Schwierigkeiten bekommen in Zeiten des Abmahnwahns.
 
S

Stoepsel

Gast
Falls nein könnten die Forenbetreiber und du üble Schwierigkeiten bekommen in Zeiten des Abmahnwahns.


Ja, wollte ich auch gerade ganz vorsichtig anmerken. Kenne mich zwar rechtlich nicht so besonders gut aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Zeitschrift nicht gerade begeistert ist, wenn ihre Artikel "geklaut" werden.

Noch was:

Wenn sich Miezes Magen wieder beruhigt hat, kann man trotzdem noch eine Zeit lang diese leckere Mahlzeit servieren und/oder Variationen einführen: Mais, Erbsen, Gurke, Kohlrabi oder ein wenig gekochten Paprika statt Möhren.

Gerade wenn das Tier erst Verdauungsprobleme hatte, sind Erbsen, Kohlrabi und Paprika so ziemlich das Letze, was ich füttern würde. Gerade Paprika ( die Haut vor allem ) ist für Katzen wirklich schwer verdaulich, und Erbsen und Kohlrabi blähen heftig.
Auch Gurke wird nicht von jeder Katze vertragen - vor allem, wenn der Darm diese Nahrung noch gar nicht kennt, reagiert er darauf vermutlich erst mal mit Durchfall, den man ja eigentlich bekämpfen will.

Meiner Meinung nach wirklich keine geeignete Nahrung, um wieder auf die Beine zu kommen, das würde ich meinen nicht mal füttern, wenn sie gesund sind.

Reis, mageres Fleisch und in Maßen ( wegen dem Fettanteil ) Hüttenkäse sind da sicher die bessere Diät. ;)


PS: Meine Joey ( Neufundländerhündin ) hat wirklich einen "Gummimagen", der offensichtlich alles verträgt und verdaut ( die dicksten Knochen, und jede Menge "Müll" ) - aber Paprika kommt nach einigen Minuten wieder retour. ( egal ob roh oder gekocht ).

Wenn selbst ein Hund mit einer intakten Verdauung, der gebarft wird und Gemüse gut kennt, Paprika nicht verdauen kann, dann gibt mir das heftig zu denken, ob ich einer Katze damit etwas Gutes tue ( wenn sie es überhaupt frisst ).
 
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