Klaut die neue Katze der alten das Revier?

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Ailan

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13. November 2018
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Hallo Zusammen,

Ich brauche etwas Rat.

Wir haben eine 3 Jährige Katze- die Mimi- und haben uns eine "neue" 11 Jährige Katze Cindy dazu geholt, damit sie noch ein "fröhliches" letzte Lebenstage hat.
Beide Frauen sind Freigänger (obwohl Cindy jetzt für ne Zeit drin bleiben muss).
Wir haben eine 3 1/2 Zimmer Wohnung. Ein Wohnzimmer (wo die Katzenklappe ist, aber sie kann nur programmiert werden um zu verhindern das Katzen reinkommen können, aber jede kann raus). Ein Schlafzimmer, und ein Arbeitszimmer.

Unsere Mimi konnte sich frei bewegen, und meistens liegt sie auf dem Bett im Arbeitszimmer und schläft dort. Ab und zu wenn wir die Zimmer Tür zumachen, kommt sie am Abend zu uns ins Bett.

Was bis jetzt geschah.
Wir haben Cindy geholt, und an diesem Abend konnte sie unsere Wohnung frei erkunden da Mimi draussen war. Die erste Nacht haben wir Mimi im Wohnzimmer eingesperrt, damit sie in der Nacht rein und raus kann. Cindy war bei uns im Schlafzimmer auf dem Boden auf Ihre Decke.
Am nächsten Tag konnten sie sich der ganze Tag durch die Wohnzimmer Türe beschnuppern. Am zweiten Abend, haben wir die Tür etwas geöffnet, und sie konnten sich beschnuppern. Cindy hat aggressive reagiert und recht böse gefaucht. Mimi war ruhig.

Wir haben jetzt ein grosses "Laufgitter". Gestern haben wir das Gitter so aufgestellt das sich Cindy von unserem Schlafzimmer in den Flur/zwischen raum bewegen kann, und Mimi vom Arbeitszimmer in den Flur/zwischen raum und Wohnzimmer (für durch die Katzenklappe). Gestern kam es zu gefauche, geknurre von Cindy Seite. Mimi verhält sich ruhig und bleibt vor Ort. Cindy ist diejenige die sich immer im Schlafzimmer verkriecht.

Ich weiss das wir Geduld brauchen.
Aber was mir Sorge macht ist, ich möchte das sich Beide Katzen sich freibewegen können, und ich möchte das sie miteinander auskommen. Ich möchte nicht, das Mimi nicht mehr zu uns ins Schlafzimmer kommen kann, weil Cindy jetzt das Schlafzimmer beschlagnahmt hat. Klar momentan geht es nicht anders, und wir müssen immer schauen das Cindy nicht durch die Katzenklappe abhaut.
Aber wenn es dann soweit ist, und Cindy auch raus darf, möchte ich nicht das Mimi nicht mehr ins Schlafzimmer kommt weil es jetzt Cindy's Revier ist.

Hat jemand mit dem Erfahrung? Oder ähnliche Geschichten?
Was sollen wir machen?
Ich dachte mir heute, vielleicht das Gitter so umzustellen das Mimi einen durch gang hat zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer und Cindy, den Flur/Zwischenraum und Arbeitszimmer bekommt und immer etwas Abwechslung.
Was meint Ihr?

Sorry für die Lange Nachricht.

Gruss
 
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Istaaz

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11. August 2018
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Hallo Ailan,

kennt die neue Katze Cindy eigentlich andere Katzen? Hast du da evtl. Infos zur Vorgeschichte? Und wie lange ist Cindy schon bei euch?

Generell sagt man ja, soll man die neue Katze ein paar Tage oder vllt. bei einer etwas älteren Dame auch länger (das kommt auf die Katze an) erst mal im neuen Heim ankommen lassen. Ein Umzug ist schon eine ziemlich große Sache für so manche Katze, je nach dem auch was sie so vorher erlebt hat. Fremde Umgebung, fremde Menschen, fremde Gerüche und CIndy riecht mit Sicherheit, dass sie in einem Revier einer anderen Katze ist.

Das Schonenste wäre, die neue Katze erst einmal in Ruhe in einem separaten Raum ohne Sichtkontakt ankommen zu lassen, bevor man mit den Begegnungen am Gitter beginnt. Falls du das Gefühl hast, Cindy ist sehr angespannt und nervös oder auch ängstlich/unsicher, dann schadet es sicher nichts, nochmal einen Gang zurück zu schalten und das Gitter abzuhängen. Ich gestehe aber, ich konnte jetzt nicht ganz rauslesen, wie lange Cindy eigentlich schon bei euch ist. Sollte sie schon was länger da sein und sich eingewöhnt haben, dann ist es bestimmt sinnvoll, das Gitter erst mal stehen zu lassen (ich würde hier das Gitter auch an einem festen Ort lassen und da nicht die Bereiche wechseln. Abwechslung ist mMn gerade das, was die Katzen am wenigsten brauchen. Es bringt eher Unruhe rein und macht es auch Cindy schwerer sich richtig einzugewöhnen. )

Es klingt so, als wäre Cindy angespannt und muss erst mal mit der neuen Situation zurecht kommen. Daher ist ein fester Rückzugsort, also sozusagen ihr eigenes Zimmer wichtig für sie und dann kann man schauen, wie sie sich so eingewöhnt. Das dauert ja auch von Katze zu Katze unterschiedlich lang.

Das frei-bewegen kann später noch kommen. Mir persönlich wäre wichtiger, dass die alteingesessene Katze, deren Revier ja gerade eingeschränkt wird, dass diese nicht auf Freilauf und all die Dinge die sie kennt, verzichten muss. Damit diese nicht missmutig auf den Neuankömmling reagiert. Auch wenn das mit dem Schlafzimmer natürlich etwas schade für Mimi ist, in irgendeinem Raum muss die Neue Katze sich aber eingewöhnen.

Fauchen ist auch meist harmloser, als es sich für uns Menschen anhört. Fauchen heißt meist "Komm mir nicht zu Nahe". Wenn es bei Fauchen bleibt, ist das also erst mal normal und der Situation entsprechend passend. Und wenn es dabei bleibt, läuft es wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht ;-) Es kommt ja auch drauf an, wie eure Mimi reagiert. Starrt sie Cindy an? Ist sie neugierig oder desinteressiert?

Das Gitter sollte dann einfach mal ne Weile stehen bleiben. Das kann 1-2 Wochen oder aber vllt. auch viel länger brauchen, je nach dem wie die Begegnungen verlaufen. Man macht das ja alles so langsam und behutsam, damit die Katzen möglichst viel Zeit haben sich an diese erzwungene Situation zu gewöhnen und auch den anderen einschätzen zu lernen, damit das echte Zusammentreffen später entsprechend vorbereiteter verläuft.

Vom reinen Gefühl, würde ich erst mal 1-2 Wochen abwarten und schauen, dass man positives am Gitter verbindet, wie Futter geben, oder spielen wenn das möglich ist - beim füttern dann vllt. versuchen den Abstand zu verringern. Damit die Katzen sich sehen und damit einander kennenlernen können, ohne dass sie sich gleich zu nah kommen können. Insgesamt würde ich lieber langsamer vorgehen, als wenn man dann negative Erlebnisse forciert, die dann das Vergesellschaften vllt. am Ende schwieriger machen. Das Gitter würde ich auch erst entfernen, wenn Cindy weniger besser gar nicht mehr faucht, wenn sie Mimi sieht.

Das mit dem Rauslassen wäre dann ähnlich, auch hier würde ich Cindy erst raus lassen, wenn die beiden sich in der Wohnung über mehrere Wochen verstehen. Also es keine Aggressionen beim Zusammensein gibt, keiner den anderen jagt oder mobbt etc. Das muss man dann einschätzen, wenn es mal ohne Gitter soweit ist. Man sagt aber nicht umsonst, dass so Katzenvergesellschaftungen bis zu einem halben Jahr oder länger dauern können. Ich glaub, wenn man sich auf so eine Zeitspanne einstellt, merkt man, dass 1 Woche oder 3-4 Tage manchmal gar nix aussagt. Es kann auch mal ne Woche gut und dann die nächste Woche wieder gefühlt schlechter laufen. Es kann natürlich aber auch alles sehr viel schneller und unkomplizierter gehen, je nach Katze eben. Ich hoffe, es hilft euch trotzdem etwas weiter. Vielleicht haben hier ja noch andere, erfahrenere Leute Tipps für euch :)

Ich wünsch euch jedenfalls ne große Packung Geduld und viel Erfolg.

LG
 
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Ailan

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13. November 2018
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Hallo Istaaz,

Die Cindy ist jetzt eine Woche bei uns. Sie lebte mit ihrem Bruder zusammen vorher aber sie haben sich konstant gezankt.

Wir füttern beide katzen am Gitter und es gibt kein Frauchen mehr. Beide wirken etwas desinteresiert obwohl Mimi ist neugieriger.
Ich habe nicht das Gefühl das sie unter Stress steht. Sie Sitz nur ab und zu unter dem Bett. Sie sitzt mehr auf der Decke vor dem Bett. Wenn wir rein kommen können wir sie ausgiebig kraulen und sie ist zufrieden.
Sie kommt raus um das Klo zu benutzen, fressen schaut gelangweilt herum und geht dann wieder zurück ins Zimmer. Wir haben sie gestern ins Wohnzimmer genommen und auf dem Sofa gekrault und sie blieb und gieng wieder.
Die Pflege Mutter hat gesagt als sie bei ihr war kam sie an, raus aus der kiste und stolzierte herum wie sie zuhause wäre.
Manchmal habe ich das Gefühl sie wär lieber alleine und nicht mit anderen zusammen.

LG
 

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