Kitten mit „Chihuahua“-Look

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apfli

apfli

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Ich importiere das mal aus dem Tonfallfaden hierher.


Ich habe keine Rassekatzen (du hast den Begriff "Zuchtkatzen" im Tonfallfaden verwendet, aber Zuchtkatzen sind Tiere, mit denen ein Züchter weiter züchtet und die kosten noch mal eine Stange Geld mehr und werden selbstredend unkastriert verkauft), lege aber gern mal dar, welche Vorstellungen ich persönlich von einem Züchter und seinen Katzen habe. Da der Züchtersumpf sehr tief und schmutzig ist und sehr auf monetäre Aspekte ausgerichtet ist, lege ich da die Meßlatte recht hoch, zumal es keine Notwendigkeit zur Rassekatzenzucht gibt, sie also Luxus ist.

Und vorweg, mit dem Kauf einer Rassekatze finanziere ich ein Hobby mit. Das Hobby Katzenzucht; ich finanziere also direkt das Interessengebiet einer Person und darf dafür auch Ansprüche haben. Jedes Hobby kostet Geld. Bin ich Langstreckenläufer und bin so richtig gut, wofür ich natürlich, laufe ich Wettkämpfe, ganz schön investieren muß, bekomme ich dann und wann mal ein kleines Preisgeld. Und so sehe ich es auch bei Rassekatzenzucht; der Verkauf der Katzen, die aus verschiedenen Gründen nicht weiter zur Zucht eingesetzt werden können, sollten einen kleinen Obolus einbringen, nicht mehr, nicht weniger. Halt wie auch TS-Katzen.

Als erstes achte ich auf das Übliche. Zuchtverein, Stammbaum, Gesundheitschecks der Ahnen auf alle möglichen Erbkrankheiten, Sauberkeit im Haushalt, wie verhält es sich mit dem Deckkater, werden alle Kriterien des Vereins eingehalten (Anzahl der Würfe etc).
Sind die Katzen bei Abgabe entwurmt, zwei- oder dreimal geimpft, gechipt, kastriert und 15 bis 16 Wochen alt? Haben sie eine Abschlußuntersuchung mit allem Pipapo?

Es darf sich nicht um eine Qualzucht handeln und auch die Linie darf nicht in Richtung Qualzucht und nicht in Richtung Extrem gehen.
(Z.B. keine Orientalen mit übergroßen Ohren, keine XL-Maine Coon, keine glubschäugigen, kurznasigen BKH, also alles in diese Richtungen). Dann hätte ich gern gewußt, warum sich der Züchter genau DIESER Rasse verschrieben hat. Gute Marktlage ist ja oft DER Grund, wenn viele Züchter ehrlich sind, den finde ich aber daneben.
Und dann hätte ich gern gewußt, was an der ganz speziellen Linie, die der Züchter verfolgt, so Besonderes ist, wohin das Ziel geht, mit welchen Vorstellungen, welchen Verbesserungen dieser Rasse. Die Erklärungen hier müssen für mich nachvollziehbar sein. Also um ein besonders ausgefallenes Tier mit besonders niedlichem, kulleräugigem Gesicht zu erzielen, würde bei mir mit Pauken und Trompeten durchfallen.

Dann müßte der Züchter natürlich auch daran interessiert sein, wohin sein Nachwuchs geht. Also Hausbesuch bei den potenziellen Käufern finde ich wünschenswert im Interesse der Katzen.
Als Züchter hätte ich auch gern gewußt, aus welchen Motiven heraus der Kunde meine Katzen kaufen möchte. Ob aus Renomier- und Profilierungsgründen? Warum möchte er gerade genau diese Rasse? Wie kam er bei seiner Suche genau auf mich als Züchter? Was imponiert dem Käufer genau an der Linie, die ich mit meiner Zucht verfolge?
Als Züchter sollte ich also ein Interesse daran haben, warum sich jemand Außenstehender so sehr für genau MEIN Hobby interessiert, daß er sich ihm für die nächsten 20 Jahre verschreiben will.

Bei der Auswahl meiner Katzen von der Straße und aus dem TS hab ich auch hohe, wenngleich natürlich gänzlich andere, Maßstäbe gesetzt und sehr gut überlegt, ob ich genau dieses Tier aufnehme oder nicht, denn wenn man mehrmals wöchentlich mit solchen armen Socken zu tun hat, gerät man leicht in Versuchung, übers Ziel hinaus zu schießen, und schwups, hat man sein eigenes Messi-Heim.

edit
Vielleicht habe ich jetzt noch den einen oder anderen Punkt vergessen, ist schließlich noch sehr früh am Morgen. ;)
Inzuchtfaktor in den Stammbäumen z.B. kam nicht zur Sprache.
Danke. Da war vieles dabei, worauf ich niemals kommen würde.
 
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