Kitten als Zweitkatze?

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SelinaLpz

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Hallo Ihr Lieben,
Ich melde mich nach drei Wochen mal wieder...

Traudel ist mittlerweile super angekommen und scheint sich wirklich wohl zu fühlen, Gott sei Dank ich hatte zwischenzeitlich wirklich Angst, es würde an mir liegen dass sie sich anfangs so viel versteckt hat, aber Ihr hattet Recht, sie brauchte einfach etwas Zeit. Danke nochmal an Alle, die mir mit Rat und Tipps zur Seite standen! :pink-heart:

Jetzt beschäftigt mich aber ein neues Thema und wieder mal bitte ich Euch, mich nicht zu verurteilen :(...

Traudel ist Ende Juli Zwei Jahre alt geworden und mittlerweile merkt man sehr, dass sie noch sehr jung ist. Sie hat öfters am Tag ihre fünf minuten in denen sie quer durch die Wohnung springt und rennt. Auch mit mir spielt sie viel, die hört gut und sie kommt auch oft zum kuscheln...
Allerdings überlege ich tatsächlich, ob ich ihr noch einen Spielgefährten holen soll. Ich wusste natürlich schon vorher, dass man Katzen zu zweit halten sollte, vorfallen wohnungskatzen (sie ist eine). Aber ich dachte, sie kennt es von ihren Vorbesitzern nicht anders und ist alos Einzelprinzessin glücklich.
Es ist nun nicht so als macht sie einen unzufriedenen Eindruck, aber aufgrund ihres Alters und dem dazugehörigen Spielverhalten, spiele ich wirklich mit dem Gedanken, ob sie noch glücklicher wäre, wenn es noch einen Artgenossen gäbe.

Es stellen sich mir nun einige Fragen...
Es sollte eine jüngere Katze sein, besser sogar ein Kitten?
Traudels Mama ist eine Maine Coon und ihr Papa eine norwegische Waldkatze. Sollte ihr neuer Freund auch eine dieser Rassen sein?
Kater oder Katze? - Traudel ist kastriert, das spielt sicherlich auch eine Rolle, oder?
Sollte es wirklich dazu kommen, dass ich ein kleines Kätzchen dazu hole, sollte ich mir einige Tage Urlaub nehmen, richtig?
Für Traudels Eingewöhnung hatte ich zwei Wochen Urlaub, die könnte ich dem Baby nicht bieten, allerdings könnte es eine Woche werden...
Gibt es noch mehr zu bedenken, bevor ich mich auf die „Suche“ mache?... Platz, Betreuung, Kosten und Zeitaufwand sind für mich geklärt

Wie gesagt, bitte verurteilt mich nicht für meine vielleicht „blöden“ Fragen. Ich möchte mir nur mehrere Meinungen einholen, von Menschen die mehr Erfahrung haben als ich, ich zähle auf euch!

Vielen lieben Dank und einen angenehmen Sonntag noch!
bleibt gesund!:)
 
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Margitsina

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Deine Katze benötigt eine etwa gleich alte Freundin.
Auf keinen Fall ein Kitten.
 
Gigaset85

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Verurteilen? sicher nicht aber nimm Rat, den du hier bekommst bitte wirklich an.....

Neuere Erfahrungen besagen gleiches Alter, Geschlecht und in dieser Sache sollte die neue Freundin auch kastriert sein....ich gehe sogar so weit,dass die "gleiche" Rasse so mental gesehen gut wäre, also Norweger oder Cooni. Auch das Temperament ist wichtig. Wie ist sie denn sonst so?
 
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SelinaLpz

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Verurteilen? sicher nicht aber nimm Rat, den du hier bekommst bitte wirklich an.....

Neuere Erfahrungen besagen gleiches Alter, Geschlecht und in dieser Sache sollte die neue Freundin auch kastriert sein....ich gehe sogar so weit,dass die "gleiche" Rasse so mental gesehen gut wäre, also Norweger oder Cooni. Auch das Temperament ist wichtig. Wie ist sie denn sonst so?
Die Vorbesitzer haben mir tatsächlich empfohlen, ein Kitten zu holen.
Aber natürlich würde ich gerne einer gleichaltrigen Katze die Chance geben, ein Neues zu Hause bei uns zu finden.

Traudel ist wie gesagt sehr verspielt, sehr freundlich, neugierig, anfangs aber eher schüchtern.
 
bohemian muse

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Toll, dass du überlegst nach einer Zweitkatze zu suchen, damit Traudel nicht länger allein bleiben muss. Einzelhaltung für junge Wohnungskatzen ist wirklich nicht artgerecht.

Ich würde dir allerdings in jedem Fall von einem Kitten abraten.

Erstens weil es für ein Kitten wichtig ist mit gleichaltrigen Artgenossen aufwachsen zu können. Kitten spielen und agieren ganz anders miteinander als erwachsene Katzen und selbst wenn Traudel noch jung und verspielt ist, wird sie nicht so mit dem kleinen Zwerg spielen wie es ein anderes Kitten könnte. Du kannst dir dazu ja auch einfach mal ein paar Videos von spielenden Kitten auf YouTube anschauen. Dann sollte der Unterschied recht schnell klar werden.

Zweitens sind Kitten immer Wundertüten. Man kann in einem so jungen Alter nie sicher sagen, wie sich der Charakter im Laufe der Zeit noch entwickeln wird. Es wird also sehr schwer eine Katze auszusuchen, die auch später noch gut zu Traudel passt.

Ich würde euch empfehlen nach einer weiblichen und etwa gleichaltrigen Katze zu suchen, die sehr sozial und ähnlich verspielt wie Traudel ist. Die Rasse spielt keine Rolle solange der Charakter passt.

Am besten informierst du dich im Vorfeld schon mal über eine langsame Zusammenführung. Zu diesem Thema findest du hier im Forum viele Informationen und Tipps. Ein paar Tage Urlaub wären sicherlich auch nicht verkehrt, damit du die Zusammenführung zumindest am Anfang begleiten kannst.
 
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SelinaLpz

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Deine Katze benötigt eine etwa gleich alte Freundin.
Auf keinen Fall ein Kitten.
Tatsächlich eäre es mir sogar lieber eine gleichaltrige Katze zu adoptieren. Wie schon erwähnt haben die Vorbesitzermir zu einem Baby geraten aber wenneine Gleichaltrige besser wäre, dann werde ich mich mal umschauen. 😊
 
Gigaset85

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Die Vorbesitzer haben mir tatsächlich empfohlen, ein Kitten zu holen.
Aber natürlich würde ich gerne einer gleichaltrigen Katze die Chance geben, ein Neues zu Hause bei uns zu finden.

Traudel ist wie gesagt sehr verspielt, sehr freundlich, neugierig, anfangs aber eher schüchtern.
Naja, der "Vermehrer" ist da schon offensichtlich....keine Ahnung von nix aber davon viel. Bitte nicht nachmachen...

Auf jeden Fall sollte es ein ähnlicher Charakter sein...außer vll. nicht so schüchtern.
 
merteuille

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Ich bin überzeugt davon, dass deine Traudel noch sehr gut vergesellschaftet werden kann und von einer Freundin sehr profitieren würde.

Allerdings sollte es bitte auf keinen Fall ein Kitten sein!
Das wäre weder für Traudel noch für das Kitten gut.

Eine Katze im ungefähr gleichen Alter und mit ähnlichem Charakter - danach solltest du suchen.
Die Rasse ist IMHO relativ egal.
 
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SelinaLpz

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Toll, dass du überlegst nach einer Zweitkatze zu suchen, damit Traudel nicht länger allein bleiben muss. Einzelhaltung für junge Wohnungskatzen ist wirklich nicht artgerecht.

Ich würde dir allerdings in jedem Fall von einem Kitten abraten.

Erstens weil es für ein Kitten wichtig ist mit gleichaltrigen Artgenossen aufwachsen zu können. Kitten spielen und agieren ganz anders miteinander als erwachsene Katzen und selbst wenn Traudel noch jung und verspielt ist, wird sie nicht so mit dem kleinen Zwerg spielen wie es ein anderes Kitten könnte. Du kannst dir dazu ja auch einfach mal ein paar Videos von spielenden Kitten auf YouTube anschauen. Dann sollte der Unterschied recht schnell klar werden.

Zweitens sind Kitten immer Wundertüten. Man kann in einem so jungen Alter nie sicher sagen, wie sich der Charakter im Laufe der Zeit noch entwickeln wird. Es wird also sehr schwer eine Katze auszusuchen, die auch später noch gut zu Traudel passt.

Ich würde euch empfehlen nach einer weiblichen und etwa gleichaltrigen Katze zu suchen, die sehr sozial und ähnlich verspielt wie Traudel ist. Die Rasse spielt keine Rolle solange der Charakter passt.

Am besten informierst du dich im Vorfeld schon mal über eine langsame Zusammenführung. Zu diesem Thema findest du hier im Forum viele Informationen und Tipps. Ein paar Tage Urlaub wären sicherlich auch nicht verkehrt, damit du die Zusammenführung zumindest am Anfang begleiten kannst.
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort! Dann werde ich mal schauen, ob ich einer anderen Katze auch ein schönes zu Hause bieten kann.

Eine Tierheimkatze mit dem von Dir beschriebenen Charakter wäre ja sicherlich nicht verkehrt.
 
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SelinaLpz

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  • #10
Ich bin überzeugt davon, dass deine Traudel noch sehr gut vergesellschaftet werden kann und von einer Freundin sehr profitieren würde.

Allerdings sollte es bitte auf keinen Fall ein Kitten sein!
Das wäre weder für Traudel noch für das Kitten gut.

Eine Katze im ungefähr gleichen Alter und mit ähnlichem Charakter - danach solltest du suchen.
Die Rasse ist IMHO relativ egal.
Es fällt mir ein Stein von Herzen, so schnell so hilfreiche Antworten zu bekommen, vielen lieben Dank!
 
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  • #11
Es ist schön, dass du deiner Katze eine Gefährtin holen möchtest! :)

Und ich finde es wirklich toll, dass du hier im Forum Rat suchst und ihn gern umsetzen möchtest. Das ist vorbildlich (y)

Eine Katze aus dem Tierschutz wäre auch meine Empfehlung. Es gibt so viele großartige Katzendamen, die auf einen Traumplatz bei dir warten und der Vorteil ist, dass die Katzen bereits gut eingeschätzt werden können in puncto Persönlichkeit und Verhalten, Temperament usw.

Hast du vielleicht einen Verein mit Pflegestellen in deiner Nähe? Dort leben die Katzen im Familienverband und man kann ziemlich genau sagen, wie sie sich anderen Katzen gegenüber verhalten, ob sie scheu sind oder gern Kontakt suchen, verspielt oder eher ruhig sind.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück bei deiner Suche nach der passenden Freundin für deine Traudel 😻
 
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bohemian muse

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  • #12
Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort! Dann werde ich mal schauen, ob ich einer anderen Katze auch ein schönes zu Hause bieten kann.

Eine Tierheimkatze mit dem von Dir beschriebenen Charakter wäre ja sicherlich nicht verkehrt.
Ich bin sicher, dass du im Tierheim oder auch bei einem Tierschutz-Verein ein Katzenmädchen finden wirst, das gut zu Traudel passt :)

Vielleicht magst du auch mal im Vermittlungsbereich hier im Forum vorbei schauen. Dort inserieren verschiedene Vereine/Pflegestellen ihre Schützlinge und die Vermittlung erfolgt in vielen Fällen auch deutschlandweit: https://www.katzen-forum.net/forums/wohnungskatzen-in-not.90/
 
Ankaa

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  • #13
Ja, es wird immer empfohlen, bei Vergesellschaftung auf gleiches Alter zu achten, aber imho sind das Generalisierungen, die im Durchschnitt passen, man aber trotzdem nicht so absolut denken muss. Das gleiche bezüglich des Geschlechts.

Und Traudel ist mit 2 nun wirklich noch nicht alt!!!

Wir haben dreimal ein Kitten zu einer bereits "älteren" (älter, nicht alt!) geholt. Beim ersten mal hat es nicht funktioniert, die "Alt"katze (zu dem Zeitpunkt glaube 3-4) hatte einfach bereits die kätzische Kommunikation verlernt. Man hat jedoch trotzdem miteinander gerauft und sich 12 Jahre lang, bis Katerle verstarb, toleriert. Altkatze hat auch alle nachfolgenden Einzüge akzeptiert und toleriert - sie hat lediglich halt nicht die Nähe zu ihnen gesucht, hätte sie aber auch nicht mit einer erwachsenen Katze, die wir dazu geholt hätten.

Zweimal hat es absolut problemlos geklappt. Inklusive Katze zu Kater. Die zwei haben sich besser verstanden und waren mehr gebondet als Katze jetzt mit unserer jüngsten. Die verstehen sich auch, spielen, putzen .... aber lange nicht auf dem Niveau wie Kira und Taiga. Zwischen Kira und Skadi liegen 6 Jahre, und trotzdem wird gespielt als wären sie gleich alt ... übrigens von Anfang an.

Es kommt auf den Charakter an. Ist die erwachsene Katze eher ein ruhigerer Typ, würde ich kein Kitten dazu holen. Aber ein Jungspund voller Energie? Da ist doch ein Kitten genau das richtige. In der freien Natur spielen Kitten auch mit anderen Kitten und mit erwachsenen. Ich seh da ehrlich kein grundlegendes Problem.

Versucht man zwei erwachsene Katzen zu vergesellschaften, kann das klappen, man hat aber höhere Chancen, dass die Charaktere schon zu gefestigt sind, dass kätzische Kommunikation bereits verlernt ist etc. Es besteht ein höheres Risiko, dass es eben nicht klappt. Bei Kitten zu Katze reduziert man den Faktoir um 1.

Das ist nur meine Meinung (und persönliche Erfahrung) und ich weiß, dass ich mit ihr hier im Forum eher alleine dastehe.
 
Poldi

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  • #14
Toll, dass du überlegst nach einer Zweitkatze zu suchen, damit Traudel nicht länger allein bleiben muss. Einzelhaltung für junge Wohnungskatzen ist wirklich nicht artgerecht.

Ich würde dir allerdings in jedem Fall von einem Kitten abraten.

Erstens weil es für ein Kitten wichtig ist mit gleichaltrigen Artgenossen aufwachsen zu können. Kitten spielen und agieren ganz anders miteinander als erwachsene Katzen und selbst wenn Traudel noch jung und verspielt ist, wird sie nicht so mit dem kleinen Zwerg spielen wie es ein anderes Kitten könnte. Du kannst dir dazu ja auch einfach mal ein paar Videos von spielenden Kitten auf YouTube anschauen. Dann sollte der Unterschied recht schnell klar werden.

Zweitens sind Kitten immer Wundertüten. Man kann in einem so jungen Alter nie sicher sagen, wie sich der Charakter im Laufe der Zeit noch entwickeln wird. Es wird also sehr schwer eine Katze auszusuchen, die auch später noch gut zu Traudel passt.

Ich würde euch empfehlen nach einer weiblichen und etwa gleichaltrigen Katze zu suchen, die sehr sozial und ähnlich verspielt wie Traudel ist. Die Rasse spielt keine Rolle solange der Charakter passt.

Am besten informierst du dich im Vorfeld schon mal über eine langsame Zusammenführung. Zu diesem Thema findest du hier im Forum viele Informationen und Tipps. Ein paar Tage Urlaub wären sicherlich auch nicht verkehrt, damit du die Zusammenführung zumindest am Anfang begleiten kannst.
Ja, es wird immer empfohlen, bei Vergesellschaftung auf gleiches Alter zu achten, aber imho sind das Generalisierungen, die im Durchschnitt passen, man aber trotzdem nicht so absolut denken muss. Das gleiche bezüglich des Geschlechts.

Und Traudel ist mit 2 nun wirklich noch nicht alt!!!

Wir haben dreimal ein Kitten zu einer bereits "älteren" (älter, nicht alt!) geholt. Beim ersten mal hat es nicht funktioniert, die "Alt"katze (zu dem Zeitpunkt glaube 3-4) hatte einfach bereits die kätzische Kommunikation verlernt. Man hat jedoch trotzdem miteinander gerauft und sich 12 Jahre lang, bis Katerle verstarb, toleriert. Altkatze hat auch alle nachfolgenden Einzüge akzeptiert und toleriert - sie hat lediglich halt nicht die Nähe zu ihnen gesucht, hätte sie aber auch nicht mit einer erwachsenen Katze, die wir dazu geholt hätten.

Zweimal hat es absolut problemlos geklappt. Inklusive Katze zu Kater. Die zwei haben sich besser verstanden und waren mehr gebondet als Katze jetzt mit unserer jüngsten. Die verstehen sich auch, spielen, putzen .... aber lange nicht auf dem Niveau wie Kira und Taiga. Zwischen Kira und Skadi liegen 6 Jahre, und trotzdem wird gespielt als wären sie gleich alt ... übrigens von Anfang an.

Es kommt auf den Charakter an. Ist die erwachsene Katze eher ein ruhigerer Typ, würde ich kein Kitten dazu holen. Aber ein Jungspund voller Energie? Da ist doch ein Kitten genau das richtige. In der freien Natur spielen Kitten auch mit anderen Kitten und mit erwachsenen. Ich seh da ehrlich kein grundlegendes Problem.

Versucht man zwei erwachsene Katzen zu vergesellschaften, kann das klappen, man hat aber höhere Chancen, dass die Charaktere schon zu gefestigt sind, dass kätzische Kommunikation bereits verlernt ist etc. Es besteht ein höheres Risiko, dass es eben nicht klappt. Bei Kitten zu Katze reduziert man den Faktoir um 1.

Das ist nur meine Meinung (und persönliche Erfahrung) und ich weiß, dass ich mit ihr hier im Forum eher alleine dastehe.
bohemian muse hat in ihrem Post doch sehr gut erklärt, warum es kein Kitten sein sollte, sondern eine Katze in ähnlichen Alter.
 
merteuille

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  • #15
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  • #16
Ich habe auch schon 4x Kitten zu erwachsenen Katzen dazu geholt:

1x, weil ich es damals nicht besser wusste (meine Minnie, 4 Monate jung, hat meine alte Gina sekkiert, Minnie fand das unglaublich lustig, Gina eher weniger, ideal war das nicht. Mit den beiden damals 2 Jahre alten Schwestern Lara und Luna kam sie hingegen gut aus, sie war so etwas wie die kleine Schwester für die beiden.

1x ein Notfellchen: Lotti, 4 Monate, die gemeinsam mit der erwachsenen Liserl zu mir zog, weil sie als unvermittelbar galt und keine Chance gehabt hätte, sie wurde von meiner alten Gina erstaunlicherweise akzeptiert, von der längst erwachsenen Minnie hingegen nicht, Minnie hatte Angst vor dem Kitten.

1x die Zwillinge Suzi und Sally, damals 8 Monate. Dies war die einzige bewusste Entscheidung, 2 Katzenkinder zu 2 erwachsenen Katzen dazu zu setzen und es gab auch einen triftigen Grund für diese meine Entscheidung. Hat gut geklappt, wohl aber auch deshalb, weil sie zu zweit eingezogen sind und von meiner erwachsenen Liserl gleich am 1. Tag abgerichtet wurden. Liserl spielt auch von Beginn an mit den beiden.

1x wieder ein Notfellchen, meinen Pflegekater Emil, ca. 5 Monate jung. Hätte ich bewusst und in voller Absicht niemals gemacht - aber Notfellchen halt... und außerdem Pflegi, d.h., mit dem Ziel der Vermittlung.

Emil geht den erwachsenen Katzen (überdies alles Mädels) ordentlich am Socken, er hat keinen gleichaltrigen Katerkumpel und mag so gern raufen, die Mädels wollen aber nicht. Von allen bisherigen Konstellationen mit Kitten zu erwachsenen Katzen wohl die schlechteste Variante.
 
Okami

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  • #17
In welcher freien Natur lebst du, dass du das beobachten konntest?
Recht hat sie schon. https://katzen-verstehen.at/wp-content/uploads/2013/04/social-organization-of-the-cat.pdf (vor allem S. 5 der PDF) Allerdings gibts einen entscheidenden Unterschied: Kolonien haben in der Regel mehrere Kitten/halbstarke zur gleichen Zeit und eine menge erwachsene Tiere von denen ein Teil mit den Jungspunden spielt und draußen gibt es für die von den Kitten genervten Erwachsen natürlich sehr viel mehr Möglichkeiten um sich aus der Schusslinie der Ernergiebündel zu ziehen. Das sind ganz andere Voraussetzungen als daheim in der Zweier oder Kleingruppenhaltung.

Wir hatten hier den Altersunterschied 7 Monate zu 1 1/2 Jahre. Ich fand das allein schon Kräftemäßig hart an der Grenze. Auch vom Energielevel fand ich es gerade noch so passend.Viel älter hätte Sam nicht sein dürfen bzw. Tom hätte nicht viel jünger sein dürfen.
 
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  • #18
@Okami
Ich will jetzt darüber keinen ausufernden Diskurs anfangen.
Aber wohl ist es in größeren Streunerpopulationen mit fertilen/potenten Tieren so, dass Katzenmütter sich durchaus bei der Aufzucht der Jungen gegenseitig unterstützen.
So weit ich weiß, kommt es auch vor, dass Mütter ihren bereits geschlechtsreifen weiblichen Nachwuchs nicht vertreiben und diese Tiere dann durchaus - samt dem weiteren Nachwuchs - recht stabile Familienverbände bilden können.
Männliche potente Tiere spielen dabei aber keine bis bestenfalls eine sehr untergeordnete Rolle.

Das alles ist aber mit dem "Spielen" domestizierter, kastrierter Tiere in keinster Weise vergleichbar oder dafür relevant.
 
Okami

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  • #19
@Okami
Ich will jetzt darüber keinen ausufernden Diskurs anfangen.
Einen Diskurs werde ich da auch nicht anfangen. Ich halte diesen Fachartikel (erschienen in Journal of Feline Medicine and Surgery (2004) 6 ) für sehr umfangreich und wissenschaftlich seriös gearbeitet und gehe davon aus, dass die genannten Rückschlüsse zum Aufbau einer Kolonie daher korrekt sind. Anders gesagt: Ich vertraue da den Fachleuten, die sich jahrelang mit der Thematik eingehend beschäftigt haben.
 
merteuille

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  • #20
Einen Diskurs werde ich da auch nicht anfangen. Ich halte diesen Fachartikel (erschienen in Journal of Feline Medicine and Surgery (2004) 6 ) für sehr umfangreich und wissenschaftlich seriös gearbeitet und gehe davon aus, dass die genannten Rückschlüsse zum Aufbau einer Kolonie daher korrekt sind. Anders gesagt: Ich vertraue da den Fachleuten, die sich jahrelang mit der Thematik eingehend beschäftigt haben.
Nur hat eine Kolonie von fertilen/potenten Tieren in "freier Wildbahn" rein gar nix mit domestizierten, kastrierten Katzen in Haustierhaltung zu tun.
DA liegt der Denkfehler!
 
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