Katzenbabys aufziehen und wie weiter?

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Hallo zusammen,

ich habe gleich mehrere brennende Fragen und fange am besten mal an, die Situation zu schildern.

Vor einer Woche brachte meine Freundin 3 kleine Katzenbabys mit nach hause. Sie arbeitet in einer Tierklinik und ein Mann brachte diese dort hin, da die Mutter wohl eines zerbissen hat. Der Mann, alkoholisiert und nicht gerade sozial, meinte er will die Katzen nicht und würde diese „anderweitig entsorgen“, wenn die sie nicht in der Klinik behalten würden.

Also gab man ihm die Abtretungserklärung und da meine Freundin ab einem Tag später Urlaub hatte, nahm sie die kurzerhand mit, da in der Klinik kaum noch Platz war.
Sie ist ein echter Tiernarr – 2 Collies, 8 Kanninchen und 2 Mäuse gehören zur Basisausstattung der Guten. Sie hat sich mit Tipps von den Ärzten der Klinik, sowie Schwestern eingedeckt, gute Muttermilch (oder diesen Ersatz dafür) besorgt – Wärmeflasche, Decken, Spritzen, Fläschchen – eben alles was man so brauchte.

Die Kätzchen leben nun seit über einer Woche bei ihr und es macht den Anschein, dass es ihnen prächtig geht. Alle 2-3 Stunden gibt’s Futter, die Bäuchlein werden von uns im Akkord gekrault und dann mit Tuch schön getupft bis kleines und großes Geschäft verrichtet sind. Anschließend noch was Kuscheln beim TV schauen und dann wieder ins Bettchen.

So weit so gut, ich glaube das meine Freundin das echt top drauf hat. In meiner Wohnung wollte ich eigentlich keine Tiere haben, aber die haben es mir doch sehr angetan, so dass ich nun doch eins haben will. Aber halt – bevor ich sowas mache, lese ich erst mal alles wissenswerte. Schnell war klar, dass ich eins nicht alleine nehmen kann, also werden es nun 2. Als Vollzeitbeschäftigter ist das wohl die beste Wahl. Meine Freundin würde dann das eine noch übrige nehmen. Da die mit den Hunden aufwachsen, dürfte das kein Ding sein.

Nun stellen sich mir aber einige Fragen.

1.Es sind 2 Jungs und 1 Mädchen. Macht es einen Unterschied ob ich dann die 2 Jungs nehme oder 1 Jungen und das Mädchen? Habe gelesen, dass Männchen anders spielen als Weibchen – eher rabiater. Mit der Kastration müsste man sich dann ja auch sputen bei gemischten oder? Eigentlich dachte ich mir wir schauen wer von denen dreien am ehesten alleine sein könnte – der bei meiner Freundin wäre ein Freigänger und meine zwei wären reine Hauskatzen, da ich mitten in der City lebe und dort viel Verkehr ist.

2.Damit kommen wir zur zweiten Frage: Kann man die beiden Hausmietzen dann regelmäßig zum Besuch des Freigänger Geschwisterchens nehmen? Oder sollten man die lieber nach der Trennung auch getrennt lassen? Wir hoffen auf ein wenig Wiedersehensfreude und so.

3.Da die Kätzchen sich nichts von Ihrer Mama abschauen können, wie bringt man Ihnen das Wichtigste am besten bei? Was ist überhaupt das Wichtigste? Sowas offensichtliches wie pinkeln im Klo ist mir klar, da gibt es aber sicher noch mehr, dass wir nicht bedenken oder? Gibt’s hilfreiche Links?

4.Ich habe mir zwar schon einige Gedanken gemacht, aber es gibt sicherlich noch Tipps von den Profis hier, was man noch zu beachten hätte und vorauf ich vielleicht jetzt noch nicht gestoßen bin, was aber später mal akkut werden dürfte. Wäre dankbar für eure Gedanken.

Uff, danke wer das bis hier her gelesen hat :) Und danke schon im Voraus für alle Antworten.

Gruß
Dom
 
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Seraphin

Seraphin

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Wow Dom,

du hast dich ja schon ordentlich informiert-Respekt!

Die Kleinen lernen von ihren Geschwistern,wenn die Mutter nicht da ist,deshalb lasst sie bitte bis mindestens zur 12.Woche zusammen eher noch länger.

Bitte keine Besuche nach der Trennung,die Tiere erkennen sich nicht mehr als "Familie" und das wäre nur purer Stress.

Zur Geschlechtskonstellation kann ich nicht viel sagen,denn ich habe 2 Katzen und 2 Kater,die spielen zusammen oder getrennt-eben wie sie grade Lust haben.

Ach,zu dem "Einzelkind",bitte schaut doch ob ihr nicht noch ein Kleines dazu nehmen könnt,denn die Hunde sind kein Ersatz für einen kätzischen Spielgefährten.
 
Dom

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Hey,

danke für die schnelle Antwort.

Das mit einem weiteren Kätzchen wird sicher nichts. Das Haus meiner Freundin platzt schon vor Tieren und sie kann froh sein, wenn sie das eine überhaupt behalten darf. Das mit den Collies war nicht als Ersatz gemeint, sondern eher, dass es keine Schwierigkeiten geben wird, da sich alle von vorn herein aneinander gewöhnt haben und die Katze somit akueptieren werden.

Da diese ein Freigänger werden wird, dachten wir es wäre ggf. nicht so arg schlimm für sie die einzige Mietze zu sein. Es ist dort auch, anders als bei mir, immer jemand zuhause, außer wenn man alle gleichzeitig essen oder bei Familienfesten sind. Die Hunde wäre ja auch immer da. Ist zwar kein hunder pro Ersatz, aber besser als komplett allein zu sein doch allemal oder?
 
Seraphin

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Stimmt,sorry ich hatte überlesen das die andere Miez ein Freigänger werden soll.Dann ist es kein Problem,denn sie kann sich ja draussen Gesellschaft suchen wenn ihr danach ist.
 
Katie O'Hara

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Es ist für ein Baby-Kätzchen sehr sehr schlimm, ganz allein zu sein! Allein heisst in diesem Fall: kein Artgenosse vorhanden.
Es ist ein seelisches Trauma, welches sich in körperlichen Krankheiten manifestieren kann.
Katzen, die in den ersten Lebensmonaten bis zu ihrem Erwachsensein (welches mit ca. 3 bis 4 Jahren eintritt) allein waren, haben immense Kommunikationsprobleme mit anderen Katzen. Dies zeigt sich in Unverträglichkeiten bis zu blutigen Beissereien - immer wieder und wieder. Sei es mit Katzen, die neu ins Haus kommen, oder mit Artgenossen, die sie draussen treffen. Solche Tiere sind kreuzunglücklich, auch wenn Mensch meint, daß sie alles haben, was sie brauchen!

Katzen haben ein sehr ausgprägtes Sozialverhalten; sie kuscheln, toben, putzen sich gegenseitig. Dafür benötigen sie zwingend einen Artgenossen, am Besten ein gleichgeschlechtliches Geschwisterchen.

Meine Empfehlung für Euch: behalte alle drei! Wobei ich grundsätzlich dafür bin, Katzen Freigang zu gewähren; also bitte bitte nicht in eine Wohnung einsperren, das ist nicht artgerecht.
Alternative, wenn Du wirklich nur zwei nehmen möchtest: nimm die beiden Jungs und vermittelt das Mädchen an einen Platz, wo bereits ein junges Kätzchen lebt.
Die Geschwister sollten keinesfalls vor der 12.Woche getrennt werden, besser wäre, sie blieben bis 16 Wochen beisammen.
 
Katie O'Hara

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Stimmt,sorry ich hatte überlesen das die andere Miez ein Freigänger werden soll.Dann ist es kein Problem,denn sie kann sich ja draussen Gesellschaft suchen wenn ihr danach ist.


So ein Schwachsinn! :mad:
Wenn Anfänger solche (falschen) Ratschläge bekommen, braucht man sich nicht zu wundern, daß in der Katzenhaltung noch sooo viiiieles im Argen liegt...

Ein junges Kätzchen von einigen Monaten hat allein gegen die bereits erwachsenen Katzen im Revier erstmal die A***karte gezogen, wird gejagt/verjagt, gemobbt, geprügelt usw.
Junge Katzen erobern IMMER gemeinsam ihr Revier, wenn sie Freigang bekommen; schließen sich zusammen, weil man gemeinsam stark ist und sich besser fühlt.

Weiteres zum Zusammenleben und Sozialverhalten von Katzen steht in meinem ersten Posting.
 
Dom

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Auch dir Danke für die Antwort Katie.


Irgendwie klingt es bei dir nun so, als ob es das beste wäre die Katzen gar nicht erst zu behalten, denn ich könnten denen wohl in deinen Augen keine artgerechte Haltung bieten. Wenn die bei rausgehen, überleben die den ersten Spaziergang sicher nicht.

3 Katzen wäre allein von der finanziellen Belastung eine Sache die ich mir nicht antun möchte.

Eine Alternative wäre die 3 gemeinsam einem Bauern zu geben, der sich bereit erklärt hat diese zu nehmen. Dort wären sie Freigänger, aber würden eben in erster Linie als Mäusefänger gehalten. Wäre das ein besseres Schicksal?

Die eine Mietze bei meiner Freundin zu lassen wäre demnach also ziemlich falsch?

Das alle 3 bis zur 12. Woche zusammen bleiben ist kein Problem denke ich. Die müssten ja nicht sofort zu mir "umziehen".
 
Katie O'Hara

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Schwierige Sache: einerseits das Leben der Kleinen gerettet, was ja schonmal viel wert ist.
Andererseits leben Katzen i. d. R. 20 Jahre, und man möchte ja, daß es ein glückliches Leben wird.
Daher bin ich absolut gegen reine Wohnungshaltung.
Katzen brauchen die frische Luft, den Freilauf, die Millionen Erlebnisse, Düfte, Kontakte, das Jagen/Fangen, Sand/trockene Erde zum Wälzen, Bäume zum Hochklettern, Wald zum Durchstreifen, Felder u. Wiesen zum Rennen, Heu u. Stroh zum drin spielen, verstecken, schlafen, kuscheln.
Das alles hat eine Wohnungskatze nicht. Trotzdem wird jeder Wohnungskatzen-Halter vehement seine Haltungsform verteidigen und behaupten, daß die jeweilige Katze/n glücklich sind und es ihnen an nichts fehle....

Wie alt sind die Kleinen jetzt? Ihr habt sicherlich noch viele Wochen Zeit, neue Pläne zu machen. Vielleicht ergibt sich ja doch noch das Non-Plus-Ultra für die drei Kleinen :)
 
Tigerlilly94

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naja, eventuell wäre es für das einzelne kitten sinnvoll, wenn sie sogar etwas länger zusammen bleiben würden. wobei ich auch einzelkitten vermittel und das ok finde, auch wenn sie allein in der wonung leben. ich seh das ganze nicht so kritisch wie die meisten hier und glaube, dass ihr den beiden kitten ein sehr schönes zuhause bieten könnt. sie mit ihrem geschwisterchen ab und zu zusammen zu bringen finde ich auch nicht richtig, da sie eben dann jeweils in ein fremdes revier eindringen, was eher stress ist. laß dich nicht so verrückt machen.
 
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  • #10
Die Würmer sind gerade mal 14 oder 15 Tage alt - haben vor 2 Tagen die Äuglein langsam begonnen zu öffnen.

Ja sicher ist da noch was Zeit bis dahin, nur wenn man sich damit anfreundet (so wie ich es derzeit tue) nun doch endlich mal Haustiere zu haben, dann ist man sicher irgendwann kaum noch davon abzubringen. Ich wäre auch sonst glaub ich nie auf die Idee gekommen. Wenn man die Zwerge aber so hochpäppelt und täglich das Wachsen beobachtet - da wachsen die eben einem ans Herz und man denkt einfach dass sie kein anderer jemals so lieb haben kann ... ;) Ich bin sicher viele wissen was ich meine.

Mir ist klar, dass es nicht das perfekte Leben sein würde, aber es gibt mit Sicherheit viel viel schlechtere Situationen in die sie kommen könnten bzw. weitaus schlimmere Haltungsbedingungen.
 
Katie O'Hara

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  • #11
naja, eventuell wäre es für das einzelne kitten sinnvoll, wenn sie sogar etwas länger zusammen bleiben würden. wobei ich auch einzelkitten vermittel und das ok finde, auch wenn sie allein in der wonung leben. ich seh das ganze nicht so kritisch wie die meisten hier und glaube, dass ihr den beiden kitten ein sehr schönes zuhause bieten könnt. ...

Tigerlilly sieht nichts kritisch, was mit der sinnlosen Dauervermehrung von freilaufenden, ungeimpften Katzen sowie dem daraus folgenden Verschenken der mindestens halbjährlich produzierten Kitten in irgendwelche Hände zu tun hat.:mad::mad::mad:

Dom, bitte lasse Dich von dieser Person, welche mit ihrer Meinung zu diesem Thema allein auf weiter Flur steht (nicht nur in diesem, sondern in allen anderen Katzenforen ebenfalls), nicht in Deinen Bemühungen um die Kätzchen verunsichern.
Man sollte immer nach dem Besseren und nicht nach dem Schlechteren streben.

Auch TSV's geben keine Katzen in Einzelhaltung ab, das tun sie nicht ohne Grund. Obwohl sie bei dem hohen Vermittlungsdruck durch die immer wiederkehrende Kittenschwemme (zu der solche Menschen wie Tigerlilly immer wieder gerne beitragen) froh sein müßten um jede vermittelte Katze.

Natürlich wäre es noch immer besser, Du nähmest zwei in Wohnungshaltung, als daß sie auf der Straße landen.
Ihr könntet auch schonmal Fotos von den Kleinen machen und in der Notfellchen-Rubrik posten. Vielleicht findet sich ja genau der richtige Platz?
 
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Municat

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  • #12
Das ist ganz sicher nicht ganz so drastisch, wie es hier manchmal rüber kommt.

Es gibt viele Arten Katzen glücklich zu machen, und davon ist keine die allein selig-machende, auch wenn das hier leider manchmal so klingt.

Wir haben ein Einzelgänger-Freigänger-Katerchen (inzwischen ein knappes Jahr alt, aber er kam sehr jung zu uns), der weder Verhaltensstörungen, noch irgendwelche stressbedingten Krankheiten hat. (es hat seine Gründe, warum er alleine ist, aber diese Diskussion gehört nu hier nicht hin)

Ich selbst bin ein großer Freund davon, Katzen nach draußen zu lassen, weil ich es für natürlich halte. Wenn ich sehe, wie Pauli Schmetterlingen nachjagt, in der Sonne döst oder gespannt wie eine Drahtfeder vor einem nicht sichtbaren Mäuseloch wartet, geht mir das Herz auf.

Ich verstehe aber auch die Dosis, die ihre Katzen in der Wohnung halten, entweder, weil sie wie DU in der City wohnen, oder weil sie ihre Katzen vor den Gefahren der großen weiten Welt bewahren wollen. UND ich kenne auch sehr glückliche WOhnungskatzen. Die führen eben ein anderes Leben als Pauli.

WOhnungskatze oder Freigänger, EInzelkatze oder Chaostruppe ... es gibt nicht DAS richtige und DAS falsche Katzenleben. Tatsache ist allerdings, dass sich Indoor-Maunzerchen naturgemäß alleine öfter langweilen und dass Kitten viel voneinander lernen.

Das, was Ihr vorhabt, ist bestimmt einer der guten Wege: Beobachten, welche der Fellbündel am meisten aneinander hängen, die beiden bei Dir zusammen lassen und das andere Maunzerchen bei Deiner Freundin auf die große weite Welt loslassen.

EIne echte Alternative wäre aber, dass DU alle 3 behältst *ggg* - ans Herz gewachsen sind Dir die Süßen ja eh schon. Und der Unterschied in der Pflege und Versorgung zwischen 2 und 3 Katzen ist nicht mehr wirklcih groß. Bleibt ja "in der Familie" und Deine Freundin hat 3 Gründe mehr, sich auf Besuche bei Dir zu freuen.

ediTier
achja ... in vielen DIngen steht Tigerlilli hier nicht ganz allein auf weiter Flur
 
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Katie O'Hara

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  • #13
nur wenn man sich damit anfreundet (so wie ich es derzeit tue) nun doch endlich mal Haustiere zu haben, dann ist man sicher irgendwann kaum noch davon abzubringen. Ich wäre auch sonst glaub ich nie auf die Idee gekommen. Wenn man die Zwerge aber so hochpäppelt und täglich das Wachsen beobachtet - da wachsen die eben einem ans Herz und man denkt einfach dass sie kein anderer jemals so lieb haben kann ... ;) Ich bin sicher viele wissen was ich meine.

:pink-heart::pink-heart::pink-heart:

Mir ist klar, dass es nicht das perfekte Leben sein würde, aber es gibt mit Sicherheit viel viel schlechtere Situationen in die sie kommen könnten bzw. weitaus schlimmere Haltungsbedingungen.

Da hast Du allerdings VÖLLIG Recht!!! :)
 
Tigerlilly94

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  • #15
Tigerlilly sieht nichts kritisch, was mit der sinnlosen Dauervermehrung von freilaufenden, ungeimpften Katzen sowie dem daraus folgenden Verschenken der mindestens halbjährlich produzierten Kitten in irgendwelche Hände zu tun hat.:mad::mad::mad:

Dom, bitte lasse Dich von dieser Person, welche mit ihrer Meinung zu diesem Thema allein auf weiter Flur steht (nicht nur in diesem, sondern in allen anderen Katzenforen ebenfalls), nicht in Deinen Bemühungen um die Kätzchen verunsichern.
Man sollte immer nach dem Besseren und nicht nach dem Schlechteren streben.

Auch TSV's geben keine Katzen in Einzelhaltung ab, das tun sie nicht ohne Grund. Obwohl sie bei dem hohen Vermittlungsdruck durch die immer wiederkehrende Kittenschwemme (zu der solche Menschen wie Tigerlilly immer wieder gerne beitragen) froh sein müßten um jede vermittelte Katze.

Natürlich wäre es noch immer besser, Du nähmest zwei in Wohnungshaltung, als daß sie auf der Straße landen.
Ihr könntet auch schonmal Fotos von den Kleinen machen und in der Notfellchen-Rubrik posten. Vielleicht findet sich ja genau der richtige Platz?

ich mache dich hier auch nicht schlecht, auch wenn ich deine meinung nicht teile. also wäre ich dir sehr dankbar, wenn du nicht versuchst, mich hier zu verunglimpfen, auch wenn meine ansichten nicht deinen entsprechen.

und ich kenne auch TSV-katzen, die einzeln vermittelt wurden, ganau wie es auch züchter gibt, die so etwas tun. und wie zu lesen wird die einzelkatze freigänger, was das problem vereinfachen dürfte.
 
Seraphin

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  • #16
Ich finde auch eine reine Wohnungshaltung unter bestimmten Vorraussetzungen artgerecht (was in Katies Augen sicher nicht möglich ist).

Nicht jeder wohnt ländlich und kann seinen Katzen Freigang ermöglichen,meine vier kennen keinen FG und sind trotzdem glücklich!
 
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Gwion

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  • #17
Es ist nicht so kompliziert, wie es scheint.

2 Kätzchen in der Wohnung behalten.
1 Kätzchen zur Freundin geben, Freundin holt noch 1 Kätzchen dazu.
Sind beide kastriert, dürfen sie raus.
Geht 2. Kätzchen bei der Freundin aber nicht, dann sollte das 1 Kätzchen auf einen Platz vermittelt werden, wo es ein anderes Kätzchen als Kumpel findet.

1.Es sind 2 Jungs und 1 Mädchen. Macht es einen Unterschied ob ich dann die 2 Jungs nehme oder 1 Jungen und das Mädchen?
Ich würde die Jungs zusammenlassen.
Sie passen besser zueinander und es gibt keine Probleme bezügl. rechtzeitiger Kastration.

2.Damit kommen wir zur zweiten Frage: Kann man die beiden Hausmietzen dann regelmäßig zum Besuch des Freigänger Geschwisterchens nehmen?
Absolut nein.
Nicht nur, daß sie in ein fremdes Revier kommen, was ihnen nicht sonderlich gefallen wird, sie haben auch keine Bindung ans Ex-Geschwisterchen. Eher sehen sie einander als Rivalen und gehen daran ihre Stellung zu klären.
Wenn es sein muß blutig. Da ist nichts mit Wiedersehensfreude.
Freigang probeweise für kurze Zeit ist für Wohnungskatzen auch nicht ratsam.

3.Da die Kätzchen sich nichts von Ihrer Mama abschauen können, wie bringt man Ihnen das Wichtigste am besten bei?
Das wichtigste, nämlich das Sozialverhalten können sie bis zu einem gewissen Grad voneinander lernen.
Viel beibringen kannst du ihnen ohnehin nicht, höchstens noch Richtung Sauberkeitserziehung.

4.Ich habe mir zwar schon einige Gedanken gemacht, aber es gibt sicherlich noch Tipps von den Profis hier, was man noch zu beachten hätte
Bei so jungen Tieren fällt mir da spontan die Ernährung ein.
Dazu solltest du dich schlaulesen, es gibt viele Seiten, die dir weiterhelfen.

Für die kommenden Zähne sind nicht TroFu-Bröckchen, sondern rohes Fleisch und Knochen das Beste.
Bei hochwertigen Futter brauchst du später kein Kittenfutter.

Bezügl. notwendiger Vitamine und Ernährung von so jungen Würmern kan ich dir nichts konkret sagen, da mußt du die Päppler und Fachleute hier fragen.

Vergiß nicht den Impfschutz, das eher späte Abgabealter (12 Wochen kommt mir fast etwas zu früh vor) und falls die Kleine in fremde Hände geht, ev. sogar die Frühkastration.

Ein wichtiger Punkt - vor allem wenn bald kleine Pfoten rumwuseln - ist die Sicherheit.
Unbedingt die Spalten und Verstecke prüfen und ev. anfangs verschließen.
Die Kätzchen anfangs nicht einfach irgendwo rumkullern lassen, sondern einen Katzenstall einrichten.
Fenster, Balkon, Terrasse usw. sichern.
Auf Giftpflanzen (auch auf dem Balkon) achten.
 
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Katie O'Hara

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  • #18
ich mache dich hier auch nicht schlecht, auch wenn ich deine meinung nicht teile. also wäre ich dir sehr dankbar, wenn du nicht versuchst, mich hier zu verunglimpfen, auch wenn meine ansichten nicht deinen entsprechen.

Das tu ich nicht, ich schildere lediglich die Tatsachen Deiner Katzenhaltung, die Du uns allen hier nur zu gerne immer wieder vermittelst: Deine Katzen sind nicht geimpft, nicht entwurmt, nicht kastriert und bekommen somit mindestens zweimal jährlich Nachwuchs. Lediglich die "alte" Katze muß nun nicht mehr dauernd werfen und Junge aufziehen, weil Du sie nach über zehn Jahren endlich hast kastrieren lassen. Dafür sorgen die Jüngeren für reichlich Nachwuchs. Dieser wird ebenfalls weder tä untersucht noch entwurmt oder geimpft. Die Kitten werden verschenkt, Ansprüche an die Haltung gibt es keine, auch mit reiner Wohnungshaltung eines einzelnen Babies hast DU keine Probleme. Alles Tatsachen, keine Verunglimpfung!

und wie zu lesen wird die einzelkatze freigänger, was das problem vereinfachen dürfte.

Fragt sich, wo die Vereinfachung ist. Das Baby ist dann erstmal allein. Frühestens, wenn es kastriert und die Fäden gezogen sind sowie komplett grundimmunisiert ist, kann es in den Freigang. Also wird es wohl mindestens drei bis vier Monate völlig allein und von Artgenossen isoliert sein. Während einer Zeit, in welcher andere Katzen ihr Sozialverhalten lernen, festigen usw.
Das ist auf jeden Fall ein Problem. Zumindest für die betroffene und somit einsame Katze.
 
Tigerlilly94

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  • #19
es ging mir eher darum, dass du dem TE rätst, nichts auf meine meinung zu geben, da ich ja alles falsch mache und mit meiner meinung allein auf weiter flur stehe.
und meine meinung ist genauso viel wert wie deine.
 
Municat

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  • #20
Zitat:
Frühestens, wenn es kastriert und die Fäden gezogen sind sowie komplett grundimmunisiert ist, kann es in den Freigang. Also wird es wohl mindestens drei bis vier Monate völlig allein und von Artgenossen isoliert sein.


Pauli durfte auch schon vor der kastra raus ... nach der Kastra musste er halt dann 2 Tage drinnen bleiben.
 
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