Katze war verschwunden und nun...

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Rontou

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Hallo ihr Lieben,
wie so viele habe ich öfters hier mitgelesen. Wenn was war bin ich immer wieder auf euer Forum gestoßen. Meist reichten mir schon Tipps aus ähnlichen Fällen.

Nun aber bin ich total ratlos. Möchte vorweg nehmen, das ich Tierheilpraktiker bin.

Ich habe eine 12 Jahre alte Main Coon Katze die vor einem Jahr für 10 Tage verschwunden war. Mein Hund fand sie in einem leerstehenden Haus. Sie wurde dort eingesperrt. Das offensichtlich da durch war, weil das kaputte Kellerfenster extra mit einen Brett verbarrikadiert war und noch ein Stock dagegen geklemmt wurde, damit sie nicht mehr raus kam. Ob sie solange da drin war bezweifelte der TA. Dann hätte sie schlimmer aussehen müssen.

Sie war daraufhin seelisch sehr angeschlagen. Wollte nur ihre Ruhe, die wir ihr auch geben. Haben extra ein Zimmer für sie hergerichtet, wo die anderen Tiere nicht rein durften. Ich schlief dann in diesem Zimmer und sie kam nachts immer kuscheln. Nach einigen Monaten kam sie dann schon öfters zu uns runter ins Wohnzimmer. Wir dachten jetzt hat sie es geschafft. Bald ging sie kurz auch wieder in den Garten. Dann als wir dachten jetzt ist sie wieder die Alte, verschwand sie plötzlich. Insgesammt habe ich sie 3x aus diesem Haus, indem sie eingesperrt war, rausgeholt. Beim letzten Mal kam sie nicht mehr zu mir, sondern rannte in diesen verkommenem schimmeligen Haus vor mir weg.
Daraufhin wollte ich sie nicht mehr aus dem Haus lassen. Aber das war nicht nötig, sie traute sich nicht mehr, hatte offensichtlich Angst. Sie richtete sich im Treppenhaus ein, wo ich sie dann auch bleiben ließ. So bekommt sie alles mit, sieht uns und die anderen Tiere regelmäßig und bei jedem der vorbei kommt holt sie sich ihre Streicheleinheiten ab. Soweit so gut könnte man sagen, aber das dicke Ende kommt noch. Sie fing an sich zu beißen und zu kratzen. War am ganzen Körper übersät mit kleinen Wunden. Auch viel mir auf, das der schwarze Fleck im Auge, den sie schon immer hatte, größer geworden ist. Der Tierarzt meinte es wäre kein Irismelanom. Wegen dem Kratzen und Beißen konnte er auch nichts finden. Meinte es könnte noch mit ihrem Trauma in dem Haus zusammen hängen. Gab ihr eine Aufbauspritze( weil sie trotz gutem Appetit immer dünner wurde) und ein Mittel vorsichtshalber gegen Parasiten. Dann sollte ich ihr eine Weile Zylkene geben, gegen das Trauma, damit ihre Stimmung besser würde. Aber nichts half. Ich gab ihr auch ne Weile Bachblüten gegen ihre Ängste.

Es wurde erst besser im Winter. Da hielt sie sich hauptsächlich auf der Heizung auf und konnte sich nicht kratzen, weil die Heizung zu schmal war.

Jetzt wo die Heizung wieder aus ist kratzt sie sich wieder vermehrt.
Jetzt ist noch was auffälliges dazu gekommen. Sie sitzt den ganzen Tag in ihrer Kiste, genau in der äußersten Ecke und bewegt sich nicht. Sie sitzt!
Wir haben auch das Gefühl sie schläft nicht. Wann immer man auch vorbei kommt, auch mitten in der Nacht, sie sitzt.

Heute habe ich sie auf den Arm genommen und habe mich mit ihr ein paar Minuten auf die Terrasse gesetzt. Sie zeigte deutlich Angst, beruhigte sich aber nach einer weile auf meinem Schoss. Dabei viel mir auf das sie total verklebt unterm Bauch ist. Sie putzt sich scheint's auch nicht mehr. Da wir noch zwei Katzen haben und alle Katzenklos von allen benutzt werden, viel nicht auf, ob sie oder etwa eine der anderen Katzen, Durchfall hat.

Jetzt bin ich total alarmiert. Ich weiss mir langsam keinen Rat mehr. Kann das alles zusammen hängen? Hat sie doch ein Irismelanom und der Tumor ist für ihr physisches wie auch psychisches Befinden verantwortlich? Mein Tierarzt scheint da doch überfordert zu sein.

Das einzig Positive was mich noch hoffen läßt ist das sie einen wahnsinns Appetit hat. Aber sie wird immer dünner und hat ganz schütteres kurzes Fell.

So das ist schon ein halber Roman geworden. Ich hoffe ihr lest ihn trotzdem. ;) Hoffentlich habt ihr Tipps für mich.

LG Rontou
 
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Mikesch1

Mikesch1

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Habt Ihr schon mal ein großes Blutbild (geriatrisches Profil) gemacht? Unterstützt Du sie mit Bachblüten oder Zylkene?

Wie ist ihr Verhältnis zu den anderen Katzen?
 
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Rontou

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Hallo Mikesch1,
ja ist alles schon mehrmals gemacht worden, auch Hautgeschabsel wurde eingeschickt. Nichts wurde gefunden. Alles unauffällig.
Unterstützt Du sie mit Bachblüten oder Zylkene?
Hab ich doch geschrieben, das ich das gemacht habe.

LG Rontou
 
Mikesch1

Mikesch1

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Hab ich doch geschrieben, das ich das gemacht habe.

Sorry :oops: Hatte ich irgendwie überlesen. Wenn sie gesundheitlich/medizinisch völlig ok ist, kann es nur eine psychische Ursache haben. Du selbst bist Tierheilpraktiker. Aber es gibt doch auch Tierpsychologen. Hast Du in dieser Richtung schon einmal nachgeforscht bzw. Dich mit dem Gedanken beschäftigt?

Und was mir noch einfällt ist die Tierkommunikation. Da glaubt nicht jeder dran, aber es gibt tatsächlich gute Tierkommunikatoren. Und ich glaube, ich würde in dieser Situation alles ausprobieren.

Magst Du mir noch sagen, wie das Verhältnis zu Deinen anderen Katzen ist? Besteht da Kontakt? Und wenn ja, ist es ein guter Kontakt oder zieht sie sich total auch von den Artgenossen zurück?
 
Dodie

Dodie

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Schilddrüse? Würmer? Ansonsten kann mich nur Mikeschs Tipp mit dem Tierpsychologen anschließen.

Was ist mit dem leeren Haus? Warum wollte sie da nicht mehr raus?
 
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vente

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Ich kann nur etwas von meiner Katze schreiben, ich will damit helfen, nichts Besserwissen!

Es gab eine Zeit, da saß Katy nur noch im Keller.(sie ist auch Freigängerin)
Sie verkroch sich in ihrer beheizten Box, lies sich nicht mehr anfassen.
(nach ca 5 Jahren Harmonie )

Ich habe hier viel über sogenannte Scheuchen gelesen, habe auch alles versucht, über blinzeln,vorlesen usw.

Nichts, monatelang Nichts.

Da habe ich an mein Schlafzimmer eine Gittertüt gebaut.
Ihr dort unter meinem Bett die Katzentoilette gestellt, und die Box mit Katze rein gepackt.
Ich habe absichtlich das Schlafzimmer gewählt, da dort kein anderes Tier rein darf (Hunde) und ich dort absolut Zeit für sie alleine habe.
Und ich habe absichtlich nur das Bett als gemütlichen Kuschelort angeboten.
In dem Zimmer habe ich dann bei Null mit ihr begonnen.

Und irgendwann, nach Wochen habe ich die Gittertür geöffnet.

Aber das Schlafzimmer ist immer noch Katys Fress-und Kuschelplatz, da darf nur sie rein!!!!

Inzwischen hat sich Katy alle Plätze in dem Haus zurück erobert, sie vertreibt sogar die Hunde .
Nur geht sie kaum raus in den Garten, nur zum Sonnenbaden und ihr großes Geschäft machen.
Sie verlässt das Grundstück nicht mehr, lässt die Hunde alle anderen Katzen vertreiben Und vor fremden Menschen versteckt sie sich immer noch in den Keller.

Ich wünsche Euch viel Glück und Geduld.

Geduld, dass habe ich hier im Forum gelernt, ist das Wichtigste.


Unsere "Spielrituale" Nachts fordert sie weiter ein.
 
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Rontou

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Tierpsychologen? Wir wohnen in Ostriesland. Übers Internet habe ich noch keinen gefunden. Gibt es da ne Adress-Liste?

Meine Main Coon ist schon immer sehr eigenbrötlerisch gewesen. Von klein auf wollte sie nicht spielen, obwohl unser Kater, ein Siam Mix, es ihr täglich vormachte. Auch heute noch. Allerdings war sie immer sehr selbstbewusst, liebte Wasser( kam sogar zu mir in die Badewanne :D) und hielt andere Katzen vom Grundstück fern. Wir nannten sie immer unsere Kampfkatze. Wenn unser Kater mal wieder von einem anderen attackiert wurde, ging sie dazwischen. Wenn sie ihn kriegte, wurde er verhauen, oder aus dem Garten gejagt. Sogar Hunden stellte sie sich. Damals hatten wir noch keine Hunde.

Mit dem Kater und den Hunden kommt sie klar, auch wenn sie nicht gerade kuscheln. Das passierte früher höchstens mal mit dem Kater.
Wir haben noch ein Findelkind. Eine Siam-Mix Katze. die kam mit ca. 4 Wochen zu uns. Mit ihr hat sie oft Stress, seit die Kleine (ein richtiger Giftzwerg) erwachsen ist. Meist kloppen sie sich kurz vor der Fütterung. Aber dann bekommt von der Kleinen fasst jeder ein paar Ohrfeigen, auch die Hunde. Ansonsten ist eigentlich alles harmonisch. Der Giftzwerg kuschelt mit dem Kater ständig, auch mit dem Hunden.
Tagsüber sind die Beiden, Kater und Giftzwerg draußen.

Was es mit dem leerstehenden Haus auf sich hatte, warum sie da dann ständig hin rannte und jetzt nicht mehr, keine Ahnung. Vielleicht hat sie es ja vergessen durch ihre Angst raus zu gehen. Hat sie vielleicht doch ein Iris-Melanom und das wirkt sich auf ihr Gedächtnis aus?
Ich habe sie von unserem TA allerdings mal röntgen lassen, um festzustellen, ob es Metastasen in der Lunge und Leber gibt. Da war nichts zu sehen.

LG Rontou
 
nikita

nikita

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Ist eine Schildrüsenüberfunktion ausgeschlossen worden?
Einige ihrer Symptome sprechen sehr dafür, z.B. der gute Appetit bei gleichzeitigem Abmagern, die Fellprobleme, Durchfall, nicht Putzen wollen, verknotetes Fell, psychische Auffälligkeiten.
Falls also noch nicht passiert, würde ich dringend die Schildrüsenwerte untersuchen lassen.
 
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Rontou

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  • #10
Hallo Nikita,
müsste das nicht in einem großen BB mit dabei sein? :hmm:
Da muss ich meinem TA nochmal fragen und wenn nicht, die Untersuchung nachmachen lassen. Danke für den Hinweis.

@Mikesch1,
danke für die Links.:)

LG Rontou
 
Mikesch1

Mikesch1

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  • #11
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Dodie

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  • #12
Leider ist der Schilddrüsenwert im selbst im großen Blutbild nicht enthalten. Das wird extra untersucht und abgerechnet.
 
jasmine

jasmine

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  • #13
Ist eine Schildrüsenüberfunktion ausgeschlossen worden?
Einige ihrer Symptome sprechen sehr dafür, z.B. der gute Appetit bei gleichzeitigem Abmagern, die Fellprobleme, Durchfall, nicht Putzen wollen, verknotetes Fell, psychische Auffälligkeiten.
Falls also noch nicht passiert, würde ich dringend die Schildrüsenwerte untersuchen lassen.

Das war das erste an das ich auch gedacht habe. Die ganzen Symptome
deuten darauf, dass was mit der Schilddrüse nicht stimmt.
 
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Luchen

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  • #14
Wegen dem Irismelanom sollte mit einer speziellen Spaltlampe drauf geschaut werden und dringend der Augeninnerndruck gemessen werden. Wenn der zu hoch ist, hat die Katze so was wie wahnsinnige Kopfschmerzen und dann auch gleich alles andere abklären lassen, was hier schon geschrieben wurde.
Ich hatte übrigens einen Kater mit Irismelanom und bin dann zum Tieraugenarzt, nachdem mir andere Tierärzte immer wieder gesagt hatten, dass es harmlos ist, was bei meinem Kater nicht der Fall war.
 
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Rontou

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  • #15
Hallo,
ich habe für morgen Früh nochmal einen Termin zur Blutabnahme gemacht. Diesmal auch extra um für die Schilddrüsenwerte zu bestimmen.

Dann habe ich mir einen Dr. Carsten Rosenhagen aus Bremen rausgesuct. Der soll Spezialist für Augenkrankheiten bei Tieren sein. Ist aber leider eine tierärztliche Überweisungspraxis und da muss mein TA mir eine Überweisung schreiben.
Kennt von euch jemand diesen Dr. Carsten Rosenhagen?

LG Rontou
 
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Luchen

Gast
  • #16
Ich kenne nur den Augenspezialisten Dr. Bergmann in der Nienburger Strasse Bremen. Da braucht man keine Überweisung, nur vorab einen Termin. Sehr nett, sehr kompetent.
Frag doch noch mal bei deinem Tierarzt morgen, ob er dir eine Überweisung für Dr. rosenhagen aufschreiben kann. Das dürfte ja kein Problem sein.
Alles was ich weiß ist, dass Dr. Rosenhagen mal zur Tierklinik Bremen gehörte.
 
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Rontou

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  • #17
Danke Luchen,
werde ich machen. :)

Hoffentlich geht alles gut aus für meine Kleine.
12 Jahre für eine Katze, ist ja noch kein Alter.

Zumal sie davor nie krank war. Sie hat auch noch nie eine Zecke in ihrem Leben gehabt. Unser Kater dagegen ständig, trotz Spot on.


LG Rontou
 
Zaubermäuse

Zaubermäuse

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  • #18
Ich hatte jetzt auch sofort an Schilddrüse gedacht. Finde es gut, dass du schon einen Termin hast.

Das "nicht mehr raus wollen" ist gar nicht so selten.
Auch nach Unfällen erlebt man es öfters, dass sie gar nicht mehr raus wollen oder aber höchstens mal in den Garten.

Das mit dem Zwang zum "aufsuchen der Plätze" kennt man bei Menschen nach einem Trauma. Ich weiß aber nicht ob es das bei Katzen auch gibt.
Hört sich aber schon danach an.
 
KarinB

KarinB

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  • #19
Meine Vermutung wäre: die Katze ist von irgendwas befallen, das sie juckt und das noch nicht gefunden wurde.

Ich habe auch mal was merkwürdiges erlebt wo ich dachte meine Katze wäre nicht mehr richtig im Kopf. Sie wollte nach dem Sommer, den sie größtenteils draußen verbracht hatte, nicht mehr ins Haus, lief immer wieder raus obwohl es regnete und sie früher Regen gar nicht mochte und saß unterm Gartentisch. Schließlich habe ich sie erst mal im Haus eingesperrt weil es zu kalt und naß war um auf einer Stelle draußen zu sitzen.

Im Haus kam sie nicht mehr auf den Schoß wie früher und lag nur noch auf glatten Flächen wie Heizung oder auf dem Couchtisch. Wenn sie auf die Toilette mußte, rannte sie. Später saß sie dann immer auf einer Holztreppe, stundenlang. Ich mußte ihr einen Kasten zum Schlafen auf die Treppe stellen. Teppichboden hat sie nur noch rennend überquert und rannte immer wieder auf ihre Treppe, wenn man sie wegholte. Gekratzt hat sie sich auch, aber nicht übermäßig. Als dann auf einmal lauter Krümel auf der Treppe lagen, war klar dass die Katze voller Flöhe war. Als die Flöhe weg waren, war die Katze sofort wieder "normal", lag auf dem Schoß und auf der Couch. Sie war so intelligent, zu wissen, dass die Flöhe im Teppichboden und in der Couch sitzen und sie anspringen, wenn sie drüberläuft oder dort liegt.

Vielleicht hat sich deine Katze in dem schimmeligen Haus irgend einen schwer zu diagnostizierenden Parasiten geholt? Vielleicht hat sie dort Mäuse gefangen und wollte deshalb immer wieder dort hin. Oder jemand hat sie dort eingesperrt damit sie die Mäuse dort frisst. Der Juckreiz der Haut kann auch die Psyche der Katze verändern.

Ein Melanom im Auge hätte ja keine Auswirkungen auf die Haut, sie hätte dann ein Problem mit dem Auge oder Metastasen im Gehirn könnten zu neurologischen Symptomen führen. Dazu müssten aber überhaupt Metastasen da sein und wenn die schon seit Monaten im Gehirn wären, hätte die Katze sicher Lähmungen oder Krämpfe oder ähnliches oder würde schon gar nicht mehr leben, denn ein Melanom wächst schnell. Aber nichtsdestotrotz könnte die Veränderung im Auge ein Melanom im Anfangsstadium sein, das rechtzeitig entfernt, noch heilbar ist. Also wenn, dann eher zwei unabhängige Krankheiten.

Meine weiteren Gedanken zu Wahnsinnsappetit und Abnehmen: entweder Schilddrüsenüberfunktion oder ein Parasit im Bauch. Vielleicht ist das Jucken eine Art Allergie, die sie gegen den Parasiten hat. Das weiß ich aber nicht ob es das gibt wenn der Parasit innerlich sitzt. Oder Futterallergie, die zu Juckreiz führt. Alles Gute!
 
R

Rontou

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  • #20
Hallo,
so ich wollte euch Bescheid geben, was die tierärztlichen Untersuchungen ergeben haben.
Erst mal vorweg. Shari geht es schon wesentlich besser. Außer fressen, schläft sie ununterbrochen. Die anderen Katzen habe ich von ihr getrennt, damit sie auch ihre Ruhe hat.

Also das Blutbild hat ergeben das ihre Nierenwerte etwas erhöht sind, was aber in ihrem Alter durchaus normal ist, sagte der TA.
Doch ihre Leucozythen sind stark erhöht und die Eosinophilen.

Sie bekam Antibiotika und vorsichtshalber ein Spot on gegen sämtliches Ungeziefer. Nach der 1. Spritze ging es ihr schon wesentlich besser.

Ihr Zustand hat sich am Wochenende, bevor wir zum TA (einen NEUEN übrigens)sind zugespitzt. Es war kein TA in unserer Stadt zu erreichen. Sie konnte ihren Urin nicht mehr halten. Ständig musste ich die Einlagen in ihrer Kiste wechseln. Dadurch war sie auch ganz wund am Bauch und PO. Ich habe sie dann mit Calendulatinktur behandelt. Das hat etwas bei den wunden Stellen geholfen. Allerdings bekam sie Sonntag Nachmittag sehr hohes Fieber. Sie glühte förmlich, aber wegen dem wunden Afterausgang und meiner Überlegung, ob es sich dort auch um eine Analdrüsenentzündung handeln könnte, war Fieber messen nicht möglich. Ich wollte ihr auch nicht noch mehr Schmerzen zufügen. Ich hatte leider nichts im Haus womit ich ihr Fieber hätte senken können. Außer kühlen. Das wollte ich aber nicht riskieren, nicht das sie sich in ihrem geschwächten Zustand noch eine Lungenentzündung holt.
Ihr ging es so schlecht, ich war am Montag Morgen auf alles gefasst, als wir in die nächste Großstadt zum TA fuhren. Das war schon fasst eine kleine Tierklinik. Sie wirkten dort sehr kompetent. Was das Irismelanom angeht, es ist keins.

Puh, da ist mir schon ein Stein vom Herzen gefallen. Der TA meinte sie hätte wohl eine sehr starke Blasenenentzündung evtl. auch eine angehende Nierenentzündung. Ihre Beiß-und Kratzanfälle könnte auch eine allergische Reaktion (erhöhte Eosinophile)sein. Wenn das nach dem Spot on nicht aufhört, müssen wir da mal weiter forschen.

Ansonsten ist ihr Blutbild in Ordnung. Keine Schilddrüsenerkrankung und auch keine Diabetes.

So jetzt hoffe ich das sich unsere Kleine schnell erholt. Sie schläft schon wieder tief und fest.

LG Rontou
 
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