Katze sehr aggressiv gegenüber Kater

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Pat2204

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Hallo liebe Community,

ich brauche eure Hilfe!

Wir (3 Personen Haushalt) haben 1 Katze und 1 Kater, Sie sind Geschwister. Die beiden sind jetzt ca 5 Jahre alt und wir haben Sie, seit Sie ca 2 Monate alt sind. Unser Kater wurde damals sehr früh kastriert, da wir keine Katzenbabys haben wollten und schon gar nicht zwischen Geschwistern.

Beide Katzen sind Hauskatzen, wobei sie unseren Balkon lieben und wir deshalb versuchen die beiden jeden Tag auch auf diesen zu lassen. Beide Katzen sind sehr verschmust und eigentlich auch sehr lieb!

Unser Kater hat leider vor ca 2 Jahren angefangen in die Wohnung zu machen, nur Pippi! Wir haben vieles versucht um es einzudämmen. Ganz besonders schlimm war es immer, als unsere Katze rollig war und deshalb haben wir uns entschlossen vor ca 1 Monat (ende Mai) unsere Katze auch zu kastrieren.

Es lief auch alles super, die Katze war am Tag danach noch sehr müde und hat viel geschlafen. Am 3 Tag haben sich unsere Katzen dann so gezofft, wie ich es noch nie erlebt hatte! Sie waren vorher immer sehr friedlich, bis auf ein paar normale Kämpfe zwischen Katzen!

Unser Kater hat irgendwann aufgegeben und sich auf den Rücken geschmissen, was leider auch nicht geholfen hat und Sie wie eine Furie auf ihn drauf ist. Wir mussten dann mit allen zusammen die Katze von ihm fernhalten und haben Sie ersteinmal eingesperrt. Nach Tagelangen trennen und Versuchen die beiden wieder zusammen zu kriegen, hat sich unsere Katze auch beruhigt. Es gab ab und zu noch das gefauche von ihr, aber ingesammt haben Sie sich wieder vertragen, wobei man eine Distanz zwischen den beiden feststellen konnte. Es ging jetzt 2 Wochen ca gut doch vorgestern ist die Katze wieder auf ihn los und noch schlimmer als vorher (ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist!). Ich habe die beiden jetzt wieder getrennt, aber auf Dauer ist das keine Lösung. Unser Kater hat schon tierische angst und faucht schon sobald er die Katze nur durch ein Fenster sieht!

Wir haben es schon mit T-Shirt einreiben und Parfum probiert, nichts hilft.

Sie wird auch uns gegenüber schneller aggressiv, z.B. wenn man gerade eine Stelle berührt die ihr nicht passt, schlägt sie mit der Pfote und ausgefahrenen Krallen! Ich habe zuerst gedacht, Sie hat Schmerzen an diesen Stellen, aber es sind immer wieder andere Punkte!


Ich bitte um Hilfe!
 
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AnBiMi

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Guten Morgen.

Zuerst kleine Kommentare:

1. Katzen, die sich in einer Auseinandersetung auf ihren Rücken schmeißen, unterwerfen sich NICHT, sie sind in allerhöchster Abwehrbereitschaft, denn aus dieser Haltung heraus haben sie alle Waffen (Zähne und 4 Pfoten mit Krallen) zur Abwehr verfügbar.

Euer Kater hat demnach keinesfalls "aufgegeben" als er sich auf seinen Rücken warf!

2. Katzen und Kater sind OFT für vertraute Artgenossen nicht mehr erkennbar, wenn sie vom TA kommen oder sogar operiert / kastriert wurde, weil sie völlig anders riechen als zuvor.

Euer Kater wird die Katze nach der OP gar nicht als seine Freundin wahrgenommen haben, sondern als einen Rivalen in seinem Revier.

3. Dass ihr die Katzen getrennt habt, war sicherlich keine schöne, aber momentan die beste Lösung um gefährliche Verletzungen zu vermeiden.

4. Dass euer (zwar kastrierter) Kater die Wohnung markiert, wenn eine rollige Katze in der Nähe ist, hätte euch nicht wundern dürfen. Das ist ganz normales, arttypisches Katzenverhalten. Auch Kastraten (beide Geschlechter!) können markieren. Durch eine Kastration wird lediglich die Reizschwelle dazu herabgesetzt.

Es war überfällig die Katze auch kastrieren zu lassen!

Sie wurde doch KASTRIERT? und nicht sterilisiert?

Meiner Einschätzung nach, aufgrund der bisher geringen Fakten, würde ich bei den beiden eine erneute langsame Zusammenführung versuchen.
Keinesfalls (zumindest nicht, bevor weitere wichtige Daten vorliegen) würde ich die beiden einfach aufeinander treffen lassen.

Nun zu weiteren Fakten / Fragen:

wie sind die körperlichen Signale beider Katzen bei Aufeinandertreffen?:
- sind die Pupillen sehr groß und rund oder schmal und schlitzartig?
- sind die Ohren mit der Öffnung nach vorn oder hinten gerichtet, gleichzeitig nach oben aufgestellt oder an den Kopf angelegt?
- ist Rücken- / Nacken- und/oder Schwanzfell gesträubt oder liegt es flach an?
- wie ist die Schwanzhaltung, aufgerichtet oder eingezogen?
- welche Laute werden wann von wem erzeugt (fauchen, knurren, brummen, spucken...)?
- was passierte im konkreten Fall bevor eine Fetzerei begann?
- was habt ihr bisher genau unternommen?
 
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Pat2204

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1. Danke dann hab ich auch mal wieder etwas gelernt!

2. Die Vermutung hatte ich auch, deswegen das einreiben mit T-Shirts

4. Leider war uns das nicht bewusst.. und ja kastriert nicht sterilisiert.


-So genau habe ich noch nicht drauf geachtet, nur bei unserem Kater konnte ich danach feststellen, dass die Pupillen groß und rund waren.

-Die Ohren sind nach hinten gestellt und an den Kopf angelegt.

-Bei unserem Kater ist das Fell meistens komplett gesträubt und bei unserer Katze angelegt.

-Schwanzhaltung war so weit ich es weiß eingezogen

-Die Katze knurrt und brummt vor dem Angriff und unser Kater faucht mittlerweile.

-Die erste Fetzerei 3 Tage nach der OP, ist in der Wohnung passiert. Den Anfang habe ich nicht mitbekommen. Sie ist ihm hinterher gejagt.
Danach ist Sie immer sofort auf ihn los sobald sie ihn nur gesehen hat, egal wo egal wobei. Es greift immer Sie an, er rennt meistens nur weg und wenn Sie ihn hat schmeißt er sich auf den Rücken und versucht dann wieder weg zu kommen.

- Wir haben sie am Anfang ein bisschen mit Parfum eingerieben (nach dem ersten Vorfall), da unser Tierarzt meinte so verschwindet der Geruch vom TA.

- ein getragendes T-Shirt genommen und beide eingerieben.

- versucht beide Katzen leicht festzuhalten und langsam anzunähern (wenig Erfolg)
 
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AnBiMi

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- versucht beide Katzen leicht festzuhalten und langsam anzunähern (wenig Erfolg)
Leider GANZ schlecht! Bitte keines Falls nochmal so versuchen!
Auf diese Weise habt ihr massiven Zwang auf beide ausgeübt. Dieser hat möglicherweise dazu beigetragen, dass beide Tiere ihre Anspannung nicht in angemessenen Bahnen (Distanzvergrößerung zwischen den beiden um sich abzuregen) entladen konnte.

- Wir haben sie am Anfang ein bisschen mit Parfum eingerieben (nach dem ersten Vorfall), da unser Tierarzt meinte so verschwindet der Geruch vom TA.
Auch keine gute Idee. Sorry. Verhaltenstipps / Verhaltensanalysen des Tierverhaltens von TAs kann man in 99% der Fälle vergessen!
Im Vetstudium werden weder artspezifische Ernährungslehren, noch artspezifische Verhaltenslehren thematisiert. Naja, das Vetstudium ist auch so schon umfangreich genug...

Parfum riecht schon für Menschen stark. Die sehr viel feineren Katzennasen nehmen diese Düfte um ein Vielfaches intensiver wahr.
Mit einparümierten Katzen, erreicht man unter Umständen, dass sich die Tiere noch mehr von einander entfernen, weil der "Duft" für ihre Nasen nicht auszuhalten ist.

-So genau habe ich noch nicht drauf geachtet, nur bei unserem Kater konnte ich danach feststellen, dass die Pupillen groß und rund waren
Große, tiefschwarze Pupillen zeigen einen massiven Anspannungspegel. Der Kater stand unter großem Stress. Tiere, die große Angst haben, haben auch riesige schwarze Pupillen.

-Die Ohren sind nach hinten gestellt und an den Kopf angelegt
Wessen Ohren sind nach hinten angelegt? Seine oder ihre?

Bitte versuch Dich genauer auszudrücken. Viele kleine Feinheiten sind nötig und relevant um eine treffende Vermutung anstellen zu können welches Tier in welcher Stimmung ist und danach einen Rat geben zu können, wie man die beiden wieder annähert....oder ob überhaupt.

-Bei unserem Kater ist das Fell meistens komplett gesträubt und bei unserer Katze angelegt
Sein gesträubtes Fell passt zur Angststimmung seiner Augen.

-Schwanzhaltung war so weit ich es weiß eingezogen
Wessen Schwanz ist eingezogen? Seiner? Und wie trägt sie ihren Schwanz in diesem Moment?

Wie sind ihre Augen? Auch groß und tiefschwarz? Wie sind ihre Ohren? Nach vorn oder hinten, aufgerichtet oder angelegt?

-Die Katze knurrt und brummt vor dem Angriff und unser Kater faucht mittlerweile
Dass er faucht passt auch in die vermutete Angststimmung.
Fauchen ist ein Defensivlaut, der der Bedrohung signalisieren soll, dass eine Distanzvergrößerung besser wäre, weil sonst mit vollem Aufgebot Verteidigungsverhalten gezeigt werden wird.

Knurren ist hingegen eine offensive Drohung, der keine Angststimmung zugrunde liegt.



Ich muss um noch mehr und vorallem noch detailiertere Beschreibungen bitten.



Ich könnte mir (bis hierher) aber vorstellen, dass der Kater die Katze nach ihrer OP
1. nicht erkannt hat,
2. daraufhin bedroht hat, weil sie als Revierrivalin wahrgenommen wurde

3. wäre es denkbar, dass die Katze sich in diesem Moment dominant gegen seine Drohung aufgelehnt hat, er daher nun meint, er sei ihr unterlegen (kann durchaus sein) und deswegen bei jeder MÖGLICHEN Attacke ihrerseits schon im Vorfeld defensiv droht, damit es gar nicht erst zu einer Eskalation kommt.

Der Kater ist im Moment, so vermute ich, der, der ständig Stress hat (UNGESUND!!!) und dauernd den Kürzeren zieht.



Bitte gib mir aber erst noch mehr Details. Danke!
 
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Pat2204

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Leider GANZ schlecht! Bitte keines Falls nochmal so versuchen!
Auf diese Weise habt ihr massiven Zwang auf beide ausgeübt. Dieser hat möglicherweise dazu beigetragen, dass beide Tiere ihre Anspannung nicht in angemessenen Bahnen (Distanzvergrößerung zwischen den beiden um sich abzuregen) entladen konnten

Oh ok, war auch nur eine einmalige Sache, wird also nicht wiederholt.

Auch keine gute Idee. Sorry. Verhaltenstipps / Verhaltensanalysen des Tierverhaltens von TAs kann man in 99% der Fälle vergessen!
Im Vetstudium werden weder artspezifische Ernährungslehren, noch artspezifische Verhaltenslehren thematisiert. Naja, das Vetstudium ist auch so schon umfangreich genug...

Parfum riecht schon für Menschen stark. Die sehr viel feineren Katzennasen nehmen diese Düfte um ein Vielfaches intensiver wahr.
Mit einparümierten Katzen, erreicht man unter Umständen, dass sich die Tiere noch mehr von einander entfernen, weil der "Duft" für ihre Nasen nicht auszuhalten ist.

Ich habe gedacht dem TA kann man in so etwas vertrauen, wird also auch nicht mehr gemacht.

Große, tiefschwarze Pupillen zeigen einen massiven Anspannungspegel. Der Kater stand unter großem Stress. Tiere, die große Angst haben, haben auch riesige schwarze Pupillen.

Die Angst sieht man ihm auch immer an..


Wessen Ohren sind nach hinten angelegt? Seine oder ihre?
Soweit ich es in Erinnerung habe, bei beiden gleich.

Wessen Schwanz ist eingezogen? Seiner? Und wie trägt sie ihren Schwanz in diesem Moment?

Wie sind ihre Augen? Auch groß und tiefschwarz? Wie sind ihre Ohren? Nach vorn oder hinten, aufgerichtet oder angelegt?

Ihr Augen kann ich leider nicht beantworten. Ohren nach hinten angelegt, Schwanz bei beiden angelegt.



Ich könnte mir (bis hierher) aber vorstellen, dass der Kater die Katze nach ihrer OP
1. nicht erkannt hat,
2. daraufhin bedroht hat, weil sie als Revierrivalin wahrgenommen wurde

3. wäre es denkbar, dass die Katze sich in diesem Moment dominant gegen seine Drohung aufgelehnt hat, er daher nun meint, er sei ihr unterlegen (kann durchaus sein) und deswegen bei jeder MÖGLICHEN Attacke ihrerseits schon im Vorfeld defensiv droht, damit es gar nicht erst zu einer Eskalation kommt.

Der Kater ist im Moment, so vermute ich, der, der ständig Stress hat (UNGESUND!!!) und dauernd den Kürzeren zieht.



Bitte gib mir aber erst noch mehr Details. Danke!

Dominant war Sie schon immer, beim Essen hat auch immer erst sie gefressen und dann er.
 
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AnBiMi

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Nochmal zu den Ohren der beiden - sorry, ich brauche möglichst genaue Angaben - sind die Ohren nach hinten oben oder nach hinten unten (an)gelegt?

Mehr wie hier (hinten unten)

oder mehr wie hier (hinten oben)

Die Angabe zu ihren Augen wäre noch wichtig.

Sind die beiden momentan getrennt? Falls ja, seit wann schon?
 
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Pat2204

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Also das erste Bild mit den Ohren nach hinten unten entspricht genau den Ohren des Katers.

Sie hat die Ohren erst so wie im zweiten Bild hinten oben und dann klappt sie die Ohren beim angreifen aber nach hinten unten.

Das mit Augen kann ich nur herausfinden, wenn ich Sie nochmal aufeinander los lasse, was sehr gefährlich für den Kater und auch mich werden könnte :(

Sie sind wieder getrennt seit 2 Tagen, wo es den erneuten Streit gibt und seit dem ist Sie auch wieder so extrem aggressiv.
 
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AnBiMi

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Also das erste Bild mit den Ohren nach hinten unten entspricht genau den Ohren des Katers
Dachte ich mir. Vermutlich sind auch seine Augen so, wie bei der Katze auf dem Bild?
Dann ist es definitiv Angst / hohes Mass an Abwehrbereitschaft.

Sie hat die Ohren erst so wie im zweiten Bild hinten oben und dann klappt sie die Ohren beim angreifen aber nach hinten unten
Hab ich auch vermutet. Dass sie die Ohren erst aufrecht nach hinten richtet unterstreicht meine Vermutung, dass sie offensiv droht. Das anlegen bei der Attacke ist ein Schutzmechanismus der Ohren.

Das mit Augen kann ich nur herausfinden, wenn ich Sie nochmal aufeinander los lasse, was sehr gefährlich für den Kater und auch mich werden könnte :(

Sie sind wieder getrennt seit 2 Tagen, wo es den erneuten Streit gibt und seit dem ist Sie auch wieder so extrem aggressiv
Neenee, in dem Fall nicht wieder zusammen lassen, wenn sie bereits getrennt sind; nicht bloß wegen der Angabe zu den Pupillen.
Die Sache mit ihren Ohren ist schon sehr aufschlussreich.

Sie ist auch euch gegenüber aggressiv, richtig?
Wie ist ihre Körpersprache dann? Genauso oder zeigt sie euch gegenüber andere Signale (Augen, Ohren, Schwanz, Fell, Laute)?
 
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Pat2204

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Sie ist auch euch gegenüber aggressiv, richtig?
Wie ist ihre Körpersprache dann? Genauso oder zeigt sie euch gegenüber andere Signale (Augen, Ohren, Schwanz, Fell, Laute)?

Genau das wundert mich. Sie ist uns gegenüber eigentlich nicht aggressiv, im Gegenteil. Wenn ich nach Hause komme, rennt sie mir die ganze Zeit hinterher um dann irgendwann wenn ich sitze auf meinen Schoss zu springen und gekrault zu werden. Sie ist sehr anhänglich, jedoch wenn man sie dann an der für Sie gerade falschen Stelle krault, schlägt es sehr schnell um. Sie haut einen dann mit der Pfote und ausgefahrenen Krallen, oder manchmal versucht Sie auch zu beißen, danach will Sie direkt wieder gekrault werden.

Ich ignorier Sie dann immer nach einer Attacke, damit Sie damit aufhört.
 
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AnBiMi

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  • #10
Ich ignorier Sie dann immer nach einer Attacke, damit Sie damit aufhört
Gut! Aber bitte nicht erst nach einer Attacke, sondern sofort, wenn sie beginnt schroff zu werden. Aber ich denke, so war es gemeint, oder?

Genau das wundert mich. Sie ist uns gegenüber eigentlich nicht aggressiv, im Gegenteil. Wenn ich nach Hause komme, rennt sie mir die ganze Zeit hinterher um dann irgendwann wenn ich sitze auf meinen Schoss zu springen und gekrault zu werden. Sie ist sehr anhänglich
Das ist eigentlich nicht verwunderlich. Eher sogar positiv, denn sie scheint kein allgemeines Aggressionsproblem zu haben. Ihr seid zumindest nicht übermäßig gefährdet. Immerhin.

jedoch wenn man sie dann an der für Sie gerade falschen Stelle krault, schlägt es sehr schnell um. Sie haut einen dann mit der Pfote und ausgefahrenen Krallen, oder manchmal versucht Sie auch zu beißen, danach will Sie direkt wieder gekrault werden
Ich könnte mir vorstellen, dass es durchaus subtile Signale gibt, bevor sie rabiat wird, dass Du (ihr) diese Signale nur einfach überseht, weil ihr nicht genau genug wisst, worauf ihr achten müsstet.

Subtile Hinweise, dass sie nicht berührt werden möchte, können sein:
- wegsehen, nur mit den Augen, später auch mit dem ganzen Kopf
- gesteigertes Zucken / Bewegen der Schwanzspitze
- drehen eines Ohres nach hinten oder insgesamt gesteigertes Ohrenspiel
- Schnaufen (= wie tiefes, gepresstes Ausatmen)

Habt ihr nach der Kastra nochmal Rücksprache mit einem TA gehalten, ob sie vielleicht tatsächlich auch schmerzempfindlich sein könnte?

Die Kastra war Ende Mai, richtig? Und die Auseinandersetzungen begannen ca 3 Tage danach, als die Katze allmählig wieder auf dem Damm war, richtig?

Wieviel Auseinandersetzungen gab es (geschätzt) bis jetzt seit der Kastra?
 
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Pat2204

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  • #11
Gut! Aber bitte nicht erst nach einer Attacke, sondern sofort, wenn sie beginnt schroff zu werden. Aber ich denke, so war es gemeint, oder?

Ja so war es gemeint.

Ich könnte mir vorstellen, dass es durchaus subtile Signale gibt, bevor sie rabiat wird, dass Du (ihr) diese Signale nur einfach überseht, weil ihr nicht genau genug wisst, worauf ihr achten müsstet.

Subtile Hinweise, dass sie nicht berührt werden möchte, können sein:
- wegsehen, nur mit den Augen, später auch mit dem ganzen Kopf
- gesteigertes Zucken / Bewegen der Schwanzspitze
- drehen eines Ohres nach hinten oder insgesamt gesteigertes Ohrenspiel
- Schnaufen (= wie tiefes, gepresstes Ausatmen)

Also mir wäre nichts aufgefallen, aber ich werde nochmal genauer drauf achten!


Habt ihr nach der Kastra nochmal Rücksprache mit einem TA gehalten, ob sie vielleicht tatsächlich auch schmerzempfindlich sein könnte?

Der TA meinte das kann normal sein und bis zu 6 Wochen dauern, da sich der Hormonhaushalt umstellt..

Die Kastra war Ende Mai, richtig? Und die Auseinandersetzungen begannen ca 3 Tage danach, als die Katze allmählig wieder auf dem Damm war, richtig?

Wieviel Auseinandersetzungen gab es (geschätzt) bis jetzt seit der Kastra?

Richtig & Richtig

Es gab ca 4 oder 5.

Die erste Attacke 3 Tage nach der Kastra, danach wurde ersteinmal getrennt.

Dann als wir es nochmal versucht haben ( 1 Tag nach der ersten Attacke)

Dann ist sie einmal schnell durch die Tür gehuscht und auf den Kater los.

Dann kammen die ca 2 Wochen wo es gut ging und jetzt vor 2 Tagen einmal und heute morgen ist Sie schnell mit durch die Tür gehuscht und wieder auf Ihn los, aber nicht viel passiert konnte Sie schnell packen und einsperren.
 
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AnBiMi

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  • #12
OK, dann bin ich jetzt soweit, dass ich es verantworten kann den Einen oder Anderen Rat auszusprechen.

1. ich würde versuchen eine (wie schon anfänglich angesprochene) neue langsame Zusammenführung durchzuziehen.

Das bedeutet, dass sich die Katzen über einen begrenzten Zeitraum (wenn es klappt) nur durch eine Gittertür sehen und miteinander kommunizieren dürfen.

Es ist möglicherweise leider durchaus eine für die Halter umständliche Prozedur aber mit einer nicht zu verachtenden Erfolgschance und gleichzeitig mit möglichst geringem Stress für die Tiere.

Die Katzen sollten sich, wie oben erwähnt, vorläufig ausschließlich in verschiedenen Räumen aufhalten, die mit einem Gitter verbunden sind aber dennoch von einer undurchsichtigen Tür voneinander getrennt werden können.

In beiden Räumen soll jede Katze alles nötige haben, um sich artgerecht bewegen zu können. Das heißt: Klo, Futter, Wasser, VERSTECKMÖGLICHKEITEN (!!!), Schlafplatz, Kratzstelle (Kratzbaum, Wellpappemodelle, Kratzecken....), Aussichtsplattformen, Kuschelmöglichkeiten, Spielzeug.
Ganz wichtig ist außerdem weiterhin so viel Zuwendung der Halter, wie erwünscht wird!

Die Zimmer können täglich getauscht werden (ohne Begegnung der Tiere), sodass beide Katzen den Geruch des Artgenossen wieder mehr erkennen und wieder mehr als normal und unbedrohlich einordnen.

Mehrmals am Tag, sollte die undurchsichtige Tür geöffnet werden damit die Tiere, jedes so wie es möchte (!), sich dem Gitter nähern kann oder eben auch nicht.

Es sollte dabei keines der Tiere angestarrt, gestreichelt, gelockt werden!

Die Tiere sollen von selbst wieder freundliches Interesse an einander entwickeln, ohne sich vom Artgenossen bedroht zu fühlen (= Gitter = Schutz).

Je besser dies klappt, je weniger Aggression gezeigt wird, desto länger kann die undurchsichtige Tür geöffnet bleiben.

Freundliche Sozialkontakte (Nasenkontrolle, Beschnuppern, Lautaustausch, vielleicht sogar gegenseitiges Putzen) sind erwünscht und sollten zugelassen werden!

Strafe für aggressives Verhalten ist ein NO GO!

Mit Strafe würde das aggressive Tier angestachelt und das verschüchterte Tier noch weiter verängstigt werden!

Bei Aggression ist Ignoranz das Mittel der Wahl. Die bedrohte Katze sollte sich außerhalb der Sicht der bedrohenden Katze auf der anderen Seite des Gitters einen Versteckort suchen können.

Bei zu heftiger Aggression ist außer Ignoranz auch das Schließen der Tür die richtige Art zu reagieren.

Die Futterschüsseln sollten, sofern bei offener Sicht gefüttert werden kann, zu erst weit vom Gitter weg aufgestellt werden.
Bei positivem Verlauf können sie immer ein paar Zentimeter näher am Gitter platziert werden.

2. unterstützend können 2-3 Mal täglich beide Katzen mit Felifriend (auch woanders erhältlich) "präpariert" werden, indem sich der Halter das Spray in die Hände sprüht, ca 1 Minute wartet bis die Trägersubstanz (Alkohol) verflogen ist und beide Katzen dann mit den Händen der Körperlänge nach abreibt.

Felifriend ist eine künstliche Imitation des F4 - Pheromoncocktails, den Katzen mit ihren Gesichtsdrüsen herstellen und beim sogenannten Allomarkieren (= Reiben an befreundeten Artgenossen) verbreiten.

3. außerdem könnte man versuchen beide Katzen mit einer Bachblütenmischung zu unterstützen. Die Eine, um das Aggressionspotential zu senken, die Andere, um die Angst zu reduzieren.

Bzgl. einer angepassten Bachblütenmischung könntet ihr euch an Ina1964 wenden. Sie weiß wie´s geht. Du findest sie in meinem Profil bei den Freunden.



Fragen?
 
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Pat2204

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  • #13
Vielen Dank, die Antwort hilft aufjedenfall!

Ich werde deine Tipps ausprobieren und hoffe das es funktionieren wird!

Vielen Dank nochmal!
 
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AnBiMi

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  • #14
Keine Ursache! Gern geschehen!

Fragen kannst Du immer hier stellen! Normalerweise ist immer jemand online, der umgehend einen Tipp hat!

Und ich würde mich auch ohne Fragen über einen Lagebericht freuen! ;) :)
 
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Gwion

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  • #15
Wann genau war denn die Kastration (Datum)?

Daß bei euch vieles schiefgelaufen ist, wurde ja schon gesagt. Ich kann dir nur raten, bitte nimm auch mal ein Buch zu Katzenverhalten in die Hand.

Sie wird auch uns gegenüber schneller aggressiv, z.B. wenn man gerade eine Stelle berührt die ihr nicht passt, schlägt sie mit der Pfote und ausgefahrenen Krallen! Ich habe zuerst gedacht, Sie hat Schmerzen an diesen Stellen, aber es sind immer wieder andere Punkte!
Hat sie dieses Verhalten immer schon gezeigt?

Du mußt deutlich mehr auf ihre Körpersprache achten - sie zeigt sicher schon lange vorher, daß sie nicht berührt werden will, verliert dann aber offenbar auch schnell die Geduld mit den "begriffsstutzigen" Menschen und greift zu einer deutlicheren Sprache.
Ignorieren bzw. Weggehen ist die halbe Miete. Es gar nicht erst so weit kommen lassen, der Rest.

Wenn sie eine Katze ist, die eher nur kurz Körperkontakt sucht, vielleicht rasch unsicher wird (das von dir beschriebene "Umschlagen" der Stimmung), mußt du das respektieren und für sie muß auch klar sein, daß sie sofort wegkann bzw. losgelassen wird, wenn sie nicht mehr möchte.
Umgekehrt hast auch du das Recht, sie vom Schoß zu scheuchen, wenn sie zu "deutlich" wird.
Das sollte allerdings dann auch konsequent von dir und allen Familienmitglieder erfolgen. Also nicht, daß z.B. dein Mann/Freund dann lachend mit ihr rangelt, weil sie so lustig "spielt".

Was nun das Katze-Kater-Problem angeht.
Das ist nicht ungewöhnlich nach einer Kastration.
Allein ein TA-Besuch kann zwei Katzen schon entfremden, dazu nun die hormonelle Änderung, das Unwohlsein der Katze nach der OP und eure zwar gut gemeinten, aber leider falschen Eingriffe - das ist ein schlechter Mix.

Ich würde daher sagen, die Idee mit Trennung und Neuzusammenführung ist ok. Fangt komplett von vorn an, als hättet ihr zwei ganz neue Tiere.
Was Macht und Dominanz angeht, werden die Karten ohnehin gerade neu gemischt.

Eine langsame Zusammenführung ist genau das - langsam.
Also nicht nach 2 Wochen oder weil man ungeduldig wird, den nächsten Schritt ansetzen.
Auch daß die Katze "entwischt" und ins eigentlich noch verbotene Revier einbricht, darf nicht passieren.
Und daß beide Tiere ausreichend Aufmerksamkeit bekommen, ist ohnehin klar.

Tipps dazu findest du hier:
http://www.katzen-forum.net/wir-bek...ung.html?highlight=langsame+zusammenf%FChrung
 
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Pat2204

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  • #16
Wann genau war denn die Kastration (Datum)?

Es müsste der 29.05 gewesen sein.


Hat sie dieses Verhalten immer schon gezeigt?

Sie war schon immer etwas zickiger, aber seit der Kastra passiert es viel schneller. Ein Beispiel: Katze reibt ihren Kopf an meinen Arm und ich kraule sie am Kopf alles wunderbar sie genießt es, schmeißt sich irgendwann auf den Rücken und streckt mir den Bauch entgegen. Ich will sie am Bauch kraulen, Sie schlägt nach der Hand und steht auf und kommt wieder an und reibt ihren Kopf an meinen Arm. Nun ist es so, dass sie direkt Beissen will. Ignoriere Sie dann immer, habe ich damals auch schon so gemacht.

Ich werde dann mal den Tipp mit der Gittertür versuchen! Sollte ich heute nach der Arbeit schnell zusammen gebaut kriegen.
 
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Gwion

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  • #17
und streckt mir den Bauch entgegen. Ich will sie am Bauch kraulen, Sie schlägt nach der Hand und steht auf
Das ist aber einfach - faß sie nicht am Bauch an.
Der ist für viele Katzen Tabuzone. Nur weil sie es vermeintlich entgegenstreckt, heißt das nicht, daß du dich bedienen darfst. Falls doch, dann kurz und achte genau auf sie. Muskelspannung, Schnurrhaar- und Ohrstellung, Blicke - alles für Katzen deutliche Zeichen.

Ich werde dann mal den Tipp mit der Gittertür versuchen! Sollte ich heute nach der Arbeit schnell zusammen gebaut kriegen.
Lies dich bitte vorher zur langsamen Zusammenführung ein.
Mit einer Gittertür ist es nicht getan.
 

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