Katze Schnecke - Vergiftung durch Ameisengift Blattanex durch Inhaltsstoff Pyretroide

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

Regina G.

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es geht um unsere Katze Schnecke, die durch Bluthochdruck ihr Augenlicht verloren hat :-( Schnecke hatte am 17.05.13 eine hochgradige Vergiftung durch ein Nervengift, welches zu den Pyrethroiden gehört. Dieses Gift befindet sich ohne Warnhinweis in dem Ameisenstreumittel Blattanex von Bayer. Normalerweise gehen Katzen nicht an das Streu, da es Bitterstoffe enthält. Aber wenn sie durchtapsen, so wie Schnecke das vermutlich gemacht hat, und sich dann die Pfötchen putzen, ist es passiert. Schnecke hatte großes Glück, dass sie das überlebt hat. Ich hatte am 17.05. mit der Fa. Bayer und anschl. mit der Notrufgiftzentrale in Frankfurt telefoniert, wo mir bestätigt wurde, dass alle Vergiftungserscheinungen, die Schnecke gezeigt hat, auf das Ameisengift zurückzuführen sind. Natürlich waren wir mit ihr, als sie nach 2 Tagen aus ihrem Versteck wieder nach Hause kam, sofort zum TA. Der hat ihr eine Aufbauspritze gegeben, mehr konnte man nicht für sie tun. Es ging ihr dann auch wieder besser.
Nun, da Schnecke einen sehr schnellen Herzschlag, den zu hohen Blutdruck und dadurch die Einblutungen in die Netzhaut hat u. blind geworden ist, frage ich mich, ob der rasende Herzschlag etwas mit der Vergiftung vom 17.05.13 zu tun haben könnte. Kann mir jemand dazu etwas sagen ? Dieses Gift im Ameisenpulver Blattanex ist besonders für Katzen sehr gefährlich ! Es ist unglaublich, dass die Firma Bayer das ohne Warnhinweis vertreibt. Zur Zeit wird auf mein Beschwerdeschreiben hin geprüft, ob man bei den nächsten Produktionen einen Warnhinweis aufnimmt, mehr Info habe ich aber dazu nicht. Vielen Dank für Eure Antworten. Regina
 
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Königscobra

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Aaaaahhhh ... es scheint Licht in' s Dunkel zu kommen.

Da die Problematik mit dem Blutdruck im Moment durch nichts anderes erklärbar ist und waaaahrscheinlich akut in Zusammenhang mit der Erblindung aufgetreten ist, würde ich fast annehmen, dass sich zw. der Vergiftung und ihren aktuellen Problematiken Zusammenhänge bestehen.

Entweder sind die Symptome direkt mit dem Gift in Verbindung zu bringen, oder aber ( was wahrscheinlicher erscheint und jetzt auch erklärbar wäre ) durch den Schock, den die Vergiftung ausgelöst hat.

Durch den Schock kommt es / kann es u. a. an den Nieren zu acuten Problemen ( kommen ), die sich durch einen sehr hohen Blutdruck ( hervorgerufen durch den renalen Schock ... Stichwort Schockniere ) und dann logischerweise im ungünstigen Fall an den Augen bemerkbar machen kann.

In Anbetracht der zeitnahen Geschehnisse würde ich persönlich auf den Zusammenhang zw. Vergiftung, Hypertonie und Erblindung tippen.
 
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Regina G.

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Schockniere

Guten Morgen, vielen lieben Dank für diese interessante Info. Das hört sich plausibel an und so hätten wir wenigstens eine Erklärung. Woher hast Du dieses Wissen ? Bist Du TÄ oder hast Du mal ein paar Sem. Med. studiert ? Oder ist es die jahrelange Erfahrung mit Katzen ? Ich hatte bisher noch nie etwas von einer Schockniere gehört, was aber nichts zu bedeuten hat, da ich auch nicht wußte, dass Katzen, gerade wenn sie so schlank u. agil sind wie unser Schneckchen, Bluthochdruck bekommen können :-(
"Man wird alt wie 'ne Kuh und lernt immer noch dazu".
 

Königscobra

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Ich denke schon, dass die Probleme bei deinem Püppchen von der Vergiftung kommen.

Würde alles passen.


'Ne "Schockniere" ist bei Katzen nichts ungewöhnliches, wenn sie z. B. einen Unfall, eine Vergiftung, ein starkes Trauma etc etc. haben.

Bei vielen Katzen sind nach solchen Ereignissen die Nierenwerte erhöht / hoch, ohne dass eine Problmatik an den Nieren vorliegt.

Bei deinem Püppchen könnte ich mir vorstellen, dass aufgrund der Vergiftung ( Gifte werden oftmals über Leber und / oder Niere *verstoffwechselt* ... sprich: toxisch bedingtes ANV (Vergiftungen der Niere) ), die anderen Probleme eine Folge sind.

Wie gesagt, sind nur Vermutungen.

Du kannst deinen Doc ja darauf mal ansprechen. Also auf den Zusammenhang Gift, Blutdruck, Erblindung.
Und ggf. sollte eine Blutuntersuchung der Leber - / Nierenwerte erfolgen, was bei einer Vergiftung immer erfolgen muss.
 

Regina G.

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Schneckchen

Hallo zurück, da lag ich doch gar nicht so schlecht mit meiner Vermutung, dass Du fachliches Wissen hast :) Danke, dass Du es weiter gibst.
Ich werde Ende September auf jeden Fall die TÄ in der Klinik nochmal darauf und auch auf eine "Schockniere" ansprechen. Die Sache mit der Vergiftung im Mai hatte ich dort schon erwähnt und nach einem etwaigen Zusammenhang gefragt. Die TÄ war aber nicht darauf eingegangen. Nächstes Mal hake ich nach. Schneckchen kommt aber ziemlich gut klar mit der Situation. Sie springt schon wieder draußen auf die Bank u. ihre beiden Stühle und genießt es, sich auf dem Rasen zu wälzen. Sie ist halt eine ganz tolle Katze. Spätestens Ende Sept. hörst bzw. liest Du wieder von mir. Lb Gruß aus der Südheide Regina
 

Königscobra

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Bin schon gespannt ;).

Wobei mir noch einfällt, dass Vergiftungen auch Spätfolgen ( von Mai bis August ist ja doch was Zeit vergangen ) haben können.
Wäre dann auch nochmal was für den Merkzettel.
 

Rickie

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Bist Du sicher, dass Deine Katze keinen Zugang zu anderen Giften hatte?
Pyrethroide besitzen eigentlich eine ausgesprochen geringe Toxizitaet gegenueber Warmbluetern und sind auch in Floh-, Zecken-, Milben- und Laeusemittel fuer Tiere, u.a. Katzen enthalten.
Die Wirkung beruht auf Blockierung der Natriumkanaele und sie wirken innerhalb einer Stunde.
Ich habe mal in das Sicherheitsdatenblatt fuer Blattanex geguckt, also die LD50-Werte der beiden wirksamen Komponenten sind fuer Ratten schon extrem hoch.

Die hohen LD50-Werte und das spaete Auftreten der gesundheitlichen Probleme machen mich schon stutzig, ob das Blattanex wirklich der Grund war.

Das Sicherheitsdatenblatt ist frei zugaenglich und dort steht die Giftigkeit gegenueber Fischen, Insekten und Reptilien drin. Der extrem bittere Geschmack sollte Katzen eigentlich vom Lecken abhalten.:confused:

Kaeme noch infrage, dass Deine Katze ausgerechnet gegen eines der beiden Pyrethroide allergisch ist. Hatte sie schon mal Probleme mit pyrethroidhaltigen Parasitenbekaempfungsmitteln fuer Katzen?
 

Königscobra

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Ich trau dem Zeug nicht. Bei Menschen z. B. sind die ersten Vergiftungserscheinungen nach 4 Wochen aufgetreten.

Das langlebige synthetische Nervengift Permethrin etwa zählt in den USA zu den 50 giftigsten Stoffen und gilt als krebserzeugend. Und während sich WissenschaftlerInnen in der Bundesrepublik noch über die Langzeitwirkungen des Gifts auf Organe und Nervensystem streiten, werden immer mehr Fälle von Pyrethroid-Geschädigten bekannt.

Gudrun Plank aus Worpswede klagt inzwischen gegen die Herstellerfirma eines Anti-Floh-Mittels sowie die Tierärzte, die ihr das Spray verkauft hatten. "Völlig ungefährlich" sei das Insektizid, wurde ihr gesagt. Und so versprühte Plank drei Liter des Giftes über mehrere Wochen nach Anweisung in ihrer Wohnung - so lange, bis alle Katzen-
flöhe tot waren. Nach nur vier Wochen traten die ersten Vergiftungser-
scheinungen
bei der 55-jährigen Malerin auf. Ärzte bescheinigten ihr "Nerven- und Muskelschäden, Gleichgewichtsstörungen sowie erhebliche Leistungsveränderungen durch toxische Stoffe". Ihr Anwalt ist optimistisch, daß seine Mandantin vor Gericht Erfolg hat: "Obwohl das Bundesgesundheitsamt schon Ende der achtziger Jahre vor Langzeit-
pyrethroiden in Innenräumen gewarnt hatte, haben hier weder Tierärzte noch Hersteller ausreichend über die Anwendung des Mittels und seine Folgen informiert." Im Gegenteil: Die Gebrauchshinweise seien geradezu "verharmlosend und irreführend".

Auch BAYER, als einer der größten Hersteller des gefährlichen Wirkstoffs, verdient gut an Haushaltsgiften wie BAYGON, MUSCATOX, BLATTANEX oder MAFU.


Viele Pestizide seien schon in extrem niedrigen Dosen biologisch aktiv. Außerdem verstärke sich ihre krankmachende Wirkung durch andere Schadstoffe.
http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1997/SWB03_97/Pyrethroide/pyrethroide.html


http://www.ungezieferabwehr.de/downloads/blattanexfliegenstrip.pdf

Wie muss es erst auf kleine Lebewesen wie Katzen wirken ?
 

Regina G.

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Hallo, ich kann natürlich nicht ausschließen, dass Schnecke keinen Zugang zu anderen Giften hatte - sie ist eine Freigängerin, hat aber ihr Gebiet in der Nachbarschaft und dort gibt es einige Katzen- u. Hundebesitzer. Ich denke nicht, dass hier jemand Gifte auslegt.
Nachdem wir am 17.05. Krankheitssymptome wie Muskelzuckungen, Fieber, schmerzende Krämpfe (sie hat geweint), taumeligen Gang und Ohr- und Kopfschütteln festgestellt hatten, haben wir natürlich überlegt, woran das liegen könnte. Das da etwas nicht stimmt, war offensichtlich. Leider haben wir das selbst verursacht. Wir haben, wie schon viele Jahre zuvor auch, das Ameisenpulver Blattanex von Bayer gestreut. In diesem Jahr etwas mehr, da wir überall Ameisen hatten. Unsere Schnecke muß über den Rasen und in das Pulver getapst sein. Wir gehen davon aus, dass sie sich trotz der Bitterstoffe die Pfötchen geputzt hat und es so zu der Vergiftung gekommen ist. Ich hatte sofort bei Bayer angerufen und wie schon geschrieben, haben die eingeräumt, dass dort ein Nervengift drin ist, welches für Katzen gefährlich werden kann. Ich wurde an die Notrufgiftzentrale verwiesen. Dort mußte ich die Symptome schildern und dann wurde ich nach ca. 10 Min. zurückgerufen. Alle von mir geschilderten Symptome sind Anzeichen für eine Vergiftung mit dem Nervengift Pyrethroide, welches im Ameisenpulver Blattanex enthalten ist. Die Dame von der Notrufzentrale hat uns gebeten, sofort mit Schnecke eine Tierklinik aufzusuchen, damit sie Infusionen bekommt, damit sie überhaupt eine Chance zum Überleben hat. Leider haben wir Schnecke nicht finden können. Sie hatte sich irgendwo zurückgezogen und kam nicht auf unser Rufen. Selbst die Nachbarn haben gesucht, auch ohne Erfolg. Als sie nach 2 Tagen wieder hier war, sind wir sofort zum TA, dort haben wir alles geschildert, ihr eine Aufbauspritze geben lassen, das war alles. Der TA meinte, sie zeige keine Vergiftungserscheinungen mehr und sie hätte wohl großes Glück gehabt.
Hätte auch nur ein kleiner Hinweis auf der Verpackung gestanden, dass das in Blattanex enthaltene Nervengift insbesondere für Katzen sehr gefährlich sein kann, hätten wir es nie gekauft.
Da unsere Katze mit 3,2 kg ziemlich leicht und klein ist, war die Wirkung vielleicht besonders schlimm. Ich bin mir inzwischen fast sicher, dass es einen Zusammenhang gibt. Danke und Gruß Regina
 

Rickie

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Nachdem wir am 17.05. Krankheitssymptome wie Muskelzuckungen, Fieber, schmerzende Krämpfe (sie hat geweint), taumeligen Gang und Ohr- und Kopfschütteln festgestellt hatten, haben wir natürlich überlegt, woran das liegen könnte. Das da etwas nicht stimmt, war offensichtlich. Leider haben wir das selbst verursacht. Wir haben, wie schon viele Jahre zuvor auch, das Ameisenpulver Blattanex von Bayer gestreut. In diesem Jahr etwas mehr, da wir überall Ameisen hatten. Unsere Schnecke muß über den Rasen und in das Pulver getapst sein. Wir gehen davon aus, dass sie sich trotz der Bitterstoffe die Pfötchen geputzt hat und es so zu der Vergiftung gekommen ist. Ich hatte sofort bei Bayer angerufen und wie schon geschrieben, haben die eingeräumt, dass dort ein Nervengift drin ist, welches für Katzen gefährlich werden kann.
Au, das ist ja heftig. Ist in dem Blattanex demnach noch was drin, was nicht im Datensicherheitsblatt steht?
Das fett hervorgehobene deutet ja eigentlich eindeutig auf eine Vergiftung mit Nervengift hin.
Wenn bekannt ist, dass das Mittel fuer Katzen giftig ist, ist es schon ein starkes Stueck, das nicht auf der Verpackung zu vermerken.
Vorwuerfe koennt Ihr Euch doch eigentlich nicht machen; Ihr habt das Zeug ja guten Gewissens genutzt.
Das leichte Gewicht ist mit Sicherheit mit ausschlaggebend.

Kobra,
Nach 4 Wochen traten die ersten Erscheinungen auf?
Die Natriumkanaele werden ja irreversibel blockiert, trotzdem haette ich nicht gedacht, dass es sooo schleichend wirken kann.

Aus dem garten meiner Eltern waren ja Gifte, seit ich denken kann, verbannt. Aber im Haushalt greift man ja doch immer mal zu dem einen oder anderen.:mad:
 

Königscobra

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Ja Rickie ... erst nach 4 Wochen.
Und leider ist wohl auch Verschleierung von Nebenwirkungen / bzw. wirklichen Gefahren keine Seltenheit von den Firmen.


Regina: Ich bin wirklich immer noch der Überzeugung, dass alles mit der Vergiftung zusammenhängt.
Sollten z. B. Gefässe in der Niere durch die Vergiftung verengt worden sein, dann steigt der Blutdruck ... unerkannt kann es zu Einblutungen u. a. hinter den Augen kommen. Diese Einblutungen können dann zur Erblindung führen.

Da die Kleine auch erst nach 2 Tagen aufgetaucht ist, kam natürlich eine Verzögerung der Behandlung hinzu.
Wobei *Aufbauspritze* ja keine wirkliche Behandlung bei Vergiftung ist.

Wenn selbst Ärzte noch nicht einmal wissen, was ( wenn auch erst ) nach 2 Tagen nach einer Vergiftung in die Wege zu leiten ist, dann weiss ich auch nicht.
Die Katze hätte zur Absicherung z. B. eine Nierenspülung erhalten müssen etc. etc.. Engmaschig hätten Leber - und Nierenwerte kontrolliert werden müssen, der Blutdruck hätte kontrolliert werden müssen. Da wäre dann nämlich aufgefallen, dass irgendwas nicht stimmt.
 
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Rickie

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Fuer phosphororganische Verbindungen, die in vielen Giften enthalten sind und die als Acetylcholinesterasehemmer wirken, passt das Vergiftungsbild der Schnecke ja sehr gut, und da reichen auch schon sehr kleine Mengen.
Dass Pyrethroide in Kleinstmengen so stark auf einen Warmblueter wirken, ist eher etwas untypisch. Aber das hilft sicher auch nicht weiter; jedes Tier ist auch anders.
 

Regina G.

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Ja, inzwischen bin ich auch schlauer. Bei unserer Schnecke wurde überhaupt das erste Mal Blut Ende August 2013 abgenommen. Das war der Zeitpunkt, wo sie bereits nicht mehr sehen konnte. Auch der Blutdruck wurde vorher noch nie kontrolliert. Wie ich jetzt erfahren habe, hat unser TA noch nicht mal ein BDM-Gerät in seiner Praxis - und damit ist er nicht allein. Es ist erschreckend, dass solche Messgeräte für Tiere, die man für einen Betrag zwischen 50,-- € und 100,-- € erwerben kann, nicht in den Praxen zum Inventar gehören. Für drei aufeinander folgende Blutdruckmessungen haben wir in Celle 15,-- € und in Lüneburg sogar 27,-- € bezahlt ! Da wäre die Investition doch schnell wieder raus.
Wenn wir nicht darauf bestanden hätten, hätte unser TA der Schnecke im Mai noch nicht mal eine Vitamin Aufbauspritze gegeben. Er hat uns nicht darauf hingewiesen, dass wir Infusionen machen und/oder das Blut kontrollieren lassen sollten.
Wir wissen, dass wir uns "eigentlich" keine Vorwürfe machen müssen, aber eben nur "eigentlich". Schließlich haben wir dieses Zeug verstreut. Das mega schlechte Gewissen ist einfach da. Aber ich finde es unverantwortlich von Bayer, dass kein Warnhinweis auf der Packung steht. Ich werde die Firma Bayer erneut anschreiben, sobald ich Gewissheit oder eine Bestätigung der TÄ habe, dass ein Zusammenhang zwischen Blutdruck, Erblindung u. dem Nervengift besteht/bestehen könnte. Gutes Nächtle Regina
 

Rickie

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Regina,
Hinterher ist man immer schlauer.
Das Sicherheitsdatenblatt liest sich ganz gut, da haette ich sowas auch nicht erwartet.
Eine sofortige Blutuntersuchung haette wahrscheinlich auch noch etwas zutage foerdern koennen.

BDM sollte wirklich jeder TA haben; Augendruck ist vieleicht schon spezieller.
Blutdruck messen ist nicht explizit aufgefuehrt, fuer Glaukomuntersuchung (Blutdruck + Augendruck mit oertlicher Betaeubung im Auge) haben wir $68 bezahlt, also unter 50 Euro.

In unserem Wohnkomplex kommt alle 2 Monate der Kammerjaeger, weil es hier sonst wirklich nicht auszuhalten ist; Klima und ebenerdige Wohnung. Da habe ich sowas noch nie gehoert, und hier haben sehr viele Hunde oder Katzen.
Insofern kann ich verstehen, dass Ihr Euch sicher gefuehlt habt.

Fuer Gifte sollte es strengere Beipackzettel geben, mit Auffuehrung von Nebenwirkungen, wie bei Medikamenten auch.:(

Weiterhin alles Gute fuer Schneckes Zukunft.
 

Regina G.

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Moin, moin,
ja, ich bin auch der Ansicht, dass es viel strengere Vorschriften für jede Art von Gift mit Hinweis für den Verbraucher auf der Verpackung geben müßte. Vielleicht erreiche ich ja diesbezgl. noch etwas bei Bayer.
Lieben Gruß nach Florida, Regina
 

Rickie

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Danke fuer die Gruesse

Meiner Meinung nach waere bei Giften generell ein Beipackzettel noetig, auf dem alle wirksamen Komponenten aufgefuehrt sind, mit LD50-Werten und allen Nebenwirkungen, auch, wenn sie nur auf einem einmaligen Kundenhinweis beruhen. Und giftig fuer welche Tierklassen.
Wie sich Vergiftungserscheinungen aeussern und evtl. Hinweisen zur Behandlung (ggf. Gegenmittel, ob Erbrechen herbeifuehren oder nicht, solche Sachen).

In unserem Wohnkomplex werden immer mal die Baeume und der Rasen gegen Ungeziefer, das eigentlich keinen Menschen stoert, gesprueht, da sind dann Hinweisschilder, dass man Kinder und Tiere fuer so und so lange vom Rasen fernhalten soll. Immerhin etwas, aber den Streunern hilft es auch nichts. Und Insektengifte sind demnach auch nicht unbedingt immer so warmblueterunschaedlich.
 
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