Katze meiner Freundinn ist sehr aggresiv

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mutzikatzi77

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Hallo liebe Katzenliebhaber,

Ich bin neu hier und auf der Suche nach einem guten Rat.

Ich bin vor 3 Monaten zu meinen Freundin gezogen die einen 8 Jährigen Kater hat.

Vorab er war es nie gewohnt das eine weitere Person in seinen Räumlichkeiten war bzw für längere Zeit ausser Besuch etc.

Er is sehr sehr aggresiv mir gegenüber, ich darf nicht in seine Nähe und sobald er mich sieht faucht er mich extrem an knurt aus allen Tönen und wenn ich zu Nahe komme fällt er mich auch an ( das ist aber nur einmal passiert).
Meine Freundinn versteht es auch nicht, sie behandelt ihn sehr gut spielt mit ihm usw und hat die Katze von Klein auf.

Nach einigen Forumbesuchen habe ich gelesen das ich ab sofort fressen geben sollte, hab ich auch über längeren Zeitraum gemacht bringt allerdings keinen Erfolg, er will mich einfach nicht akzeptieren ich habe schon alles versucht mit ihm zu spielen etc, mittlerweile sobald er mich sieht läuft er unters Bett und verkriecht sich, wenn er mich übersieht und wir aneinander treffen eben pchhhh pchhh pchhhh

Da ich beruflich viel von Zuhause aus Arbeite ist das auch für mich ein großes Problem da sich mitlerweile auch bei mir die Angst breitbar macht.
Weil ich sobald ich um die Ecke gehe und der KATER da ist pchhhhhhhh pchhhhhh ist schon belastbar auf dauer für die Katze und mich :)

Da es wirklich nicht besser geworden ist haben wir den Kater jetzt 2 Zimmer zugänglich gemacht Küche und Schlafzimmer wo er sich auch meistens aufhält und die Türe zugemacht bis meine Freundin wieder von der Arbeit heimkommt. Was natürlich absolut keine Lösung ist. Aber wenn meine Freundin zuhause ist kommt er auch unter den Tisch zb zu mir und streift um die Füse.
Ich habe Katzen sehr sehr gerne und suche nach einer Lösung, komme aber nicht weiter, vlt kennt jemand solch ein verhalten oder hat ähnliches schon mitgemacht.

Ps.: Er liebt Thunfisch, also hab ich ihn auch öfters Thunfisch mitgebracht, aber als dank pchhhhh pchhhh pchhhhh :)

Ich hoffe das mir hier wer gute Tipps geben könnte.

PS.: wir waren natürlich auch schon beim Tierarzt, die Katze ist pumperl gesund.
 
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Hallo mutzkatzi77,

herzlich willkommen erstmal!

Das klingt ganz nach einem total auf den Menschen bezogenen Einzelkater, der aufgrund der Einzelhaltung deine Freundin als seinen Kameraden ansieht und dich jetzt entsprechend als Nebenbuhler und daher aggressiv wird, weil er Angst hat, nicht mehr die Nummer Eins zu sein.

Bin gespannt, was die Experten hier schreiben und ob eine Zweitkatze empfohlen wird (Zusammenführung) damit der arme Kater ein artgerechtes Umfeld bekommt und sein Verhalten gegenüber dem Menschen dann ändert.

Katzen an neue Lebensumstände zu gewöhnen (in dem Fall an dich) kann ganz schön dauern lass dich davon bitte nicht abschrecken.
 
Margitsina

Margitsina

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Ich vermute mal, der Kater lebt als Einzeltier in einer Wohnung ohne Freigang?
Offensichtlich hat da deine Freundin viele Fehler gemacht und der Kater ist nicht sehr gut bzw. gar nicht richtig sozialisiert. Eine gute Sozialisierung läuft immer über einen Katerkumpel niemals über den Menschen. Einzelhaltung ist ein absolutes no go und diese Tiere entwickeln in irgend einer Form früher oder später Verhaltensauffälligkeiten. Viele Halter merken es nicht , dass ihr Tier nicht so ganz normal ist sondern eher depressiv, übermäßig anhänglich oder ähnliches.
Einem 8 jährigen noch Katersprache zu lernen und ihm einen Kumpel an die Seite zu stellen ist nicht ganz einfach. Das erfordert eine sehr gute Auswahl des Kumpels im gleichen Alter, gleiches Geschlecht und ausgesprochen gut sozialisiert. Desweiteren müssen die Halter viel Zeit und Geduld haben und natürlich den Willen, die beiden zusammen zu führen. Dazu könnt ihr euch in die langsame Zusammenführung einlesen.
Ich würde es probieren.
Alternativ ist natürlich immer Freigang eine Option sofern bei euch möglich.
Grundsätzlich müsst ihr euch im Klaren sein, dass ein Kater in Wohnungshaltung kein artgerechtes Leben ist. Deshalb heißt es schnellstens nach Lösungen suchen und die Lebensumstände des Katers in eine richtige Richting bringen
 
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mutzikatzi77

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eu das geht ja schnell hier suuuppeer,

ja die katze ist seit geburt nur in der Wohnung kann aber auf den Balkon raus sonnst sich dort usw.

Zum verhalten, anfangs habe ich gar nichts gemacht da ich ja dachte er braucht mal zeit um sich an das zugewöhnen, nach einer Zeit hab ich ihm schon mit lauten tonen zurückgescheucht irgendwie muss ich ja reagieren sonnst geht der nicht von mir ab, mittlerweile sobald er mich sieht geht er unters bett, es sei denn meine Freundin ist da dann kommt er auch zu mir.

Da ich merke das wenn ich selbst lauter werde es nichts bringt, hab ich dies nun unterlassen und versuche ihn so gut es geht zu ignorieren wenn er auf touren ist, bzw tagsüber kommen wir ja derzeit nicht wirklich in Kontakt da er ja im Schlafzimmer Küche ist, und ich mich im Wohnzimmer aufhalte. ( Ein Horror sag ich euch) mir wär lieber ich kann da wieder aufmachen
 
Poison_Ivy

Poison_Ivy

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Der Kater hat Angst vor dir, das sind keine Aggressionen, weil er aggressiv ist, das ist Angst-Aggression. Du musst ihm also die Angst nehmen, Vertrauen aufbauen und dann langsam eine Beziehung finden. Das wird dauern.

Von einer Zweitkatze in der Situation rate ich ab, der Kater hat schon Stress genug.

Zunächst ein paar Verhaltenregeln, die es zu beachten gilt:
1. Versuche nicht, dich dem Kater zu nähern. Ignorieren ist gut.
2. Schau ihm nicht direkt in die Augen. Wenn du in seine Richtung guckst, blinzle langsam.
3. Ihr dürft ihn NICHT beruhigen, wenn er faucht, knurrt oder sich verkriecht! Das ist wichtig!!! Damit bestätigt ihr seine Angst und sein aggressives Verhalten und fördert dieses damit.
4. Wenn er nicht ängstlich oder aggressiv ist, solltet ihr dieses Verhalten belohnen durch Leckerchen (geworfen, damit du ihm nicht zu nahe kommst) oder ähnliches.
5. Unter gar keinen Umständen anschreien, knurren oder dergleichen! Damit zerstörst du mehr, als gut ist.

Das ist nicht abschließend, sondern sozusagen erste Hilfe. Es kann ein sehr langwieriger Prozess sein.

Du kannst auch mal hier lesen, möglicherweise sind da Tipps bei, die dir helfen. Passt zwar nicht 100%, trotzdem kann was Brauchbares dabei sein. Insgesamt ist dieser Blog sehr empfehlenswert, wie ich finde.
 
M

mutzikatzi77

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@Geisterkatze ja meine Freundin versucht ihn dann immer zu beruhigen.

@Poison, vielen lieben dank ich habe den Artikel gelesen und mache auch schon sehr viel davon, sprich ich versuche mich der Katze nicht zu nähern, Ansprechen tuh ich den Kater auch immer mit ruhiger Stimme, aber es ist schon sehr schwierig weil trotz derzeit getrennter Atmosphäre sobald ich die Küchentüre öffne und er zb auf der Küchengarnitur sitzt und ich den Raum betrete herrscht für die Katze krieg pchhhhhh alle Töne und versucht mich erst zurückzudrengen und dann haut er ab.

Auch abends er schläft tagsüber sehr gerne im Schlafzimmer auf der Tagesdecke wenn ich dann Abends ins Bett möchte muss er an mir vorbei oder ich an ihm und das endet auch immer mit pchhh pchhh allen Tönen er verkriecht sich dann unters Bett ich lieg im Bett er krappelt drunter raus und flüchtet.

Meine Idee war auch der getrennte bereich wenn ich alleine binn sodas wir nicht dauernd aneinander geraten aber da weis ich auch nicht wie ich dies weiter lassen sollte das ist ich denke auf dauer keine gute Idee
naja was soll ich sagen bin einfach ratlos was dies und jenes anbelangt .
 
C

catmolly

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Was Ivy geschrieben hat, kann ich nur unterstreichen. Benimm Dich einfach ganz normal - keine getrennten Bereiche. Tu so, als interessiere er Dich gar nicht. Komischerweise finden Katzen sowas oft sehr vertrauenseinflößend. Und darum geht es ja: dass er Vertrauen in Dich bekommt und Dein Verhalten einschätzen lernt. Dass Du für ihn berechenbar wirst. Kein Stress - es ist alles ganz normal ;)

Meine Erfahrung ist, dass das bei Katzen sehr lang dauern kann, da sie meist von Natur aus misstrauisch sind. Die wichtigste Eigenschaft eines Katzenhalters ist Geduld. :)
 
S

Starfairy

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Auch wenn es vielleicht eine blöde Idee ist - wenn der Kater eh abgetrennt ist, denkt doch mal über eine Gittertüre nach :D
So, wie man langsam fremde Katzen zusammenführt. Dann kannst DU dich sicher fühlen, weil der Kater dich nicht plötzlich angreifen kann. Weil der Kater merkt es immer, wenn du unterschwellig Angst hast.
Und der Kater kann sich in seinem Tempo an deine Anwesenheit gewöhnen, und dich von weitem beobachten.

Ich würde übrigens nicht versuchen, einem 8jährigem Kater, der schon auf einen Menschen so reagiert, noch zu vergesellschaften.

Schade, das ihr beiden wohl ziemlich aneinander vorbeiredet. Der Kater könnte sehr davon profitieren, wenn er tagsüber auch etwas Ansprache hätte.

Versuch mal, ihn nicht so ernst zu nehmen. Wenn du ihn ansprichst, nicht säuselnd "hey, Kater, warum bist du denn so böse?" oder so, sondern lieber ganz locker "hey Kumpel, hast du einen schlechten Tag heute?" und geh einfach völlig gelassen darüber weg. Denk dir einfach, ach was, der fängt sich auch noch.
Es ist wichtig, das du nicht unterschwellig Aggessionen ausstahlst. Und dazu ist es wichtig, das du den Kater nicht als doofes Viech ansiehst, das dich nicht leiden kann, sondern als Tier, das einfach mit der neuen Situation überfordert ist.
Mach dir bitte klar, der Kater hatte bisher ein sehr reizarmes Leben, ohne Katzenkumpel in einer Wohnung. Dabei hat er wohl auch verlernt, mit für ihn neuen Situationen umzugehen, er ist szsg. völlig unflexibel und damit völlig gestresst und überfordert.
Für dich ist nicht viel passiert, du wohnst halt mit in der Wohnung. Für ihn ist das eine Riesenveränderung. Und das braucht Zeit. Und Verständnis.

Was du machen kannst, wenn ihr alleine seid, lies ihm was vor. Das kann ein Text von deiner Arbeit sein, es ist nicht wichtig. Wichtig ist, du liest einfach halblaut vor dich hin. Ohne den Kater dabei direkt anzusprechen. Du konzentrierst dich auch auf das gelesene, nicht auf den Kater.
Das gibt ihm die Möglichkeit, sich an dich zu gewöhnen und dich als ungefährlich einzustufen. Und versuch nicht mehr, Kontakt zu ihm aufzunehmen.
Warte ab, bis er von sich aus die ersten Schritte auf dich zumacht. Auch wenn es etwas länger dauert.

Und was das angreifen angeht, ich bin sicher, da hast du seine Warnungen (fauchen und knurren), ihm nicht zu nahe zu kommen, massiv ignoriert.
 

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