Katze kratzt am Mobiliar

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Katzfatz

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Guten Morgen liebe Katzenfreunde

Vorweg: wir haben das halbe Internet durchforstet und bisher jeden Tipp angewandt, den wir finden konnten. Leider ohne Erfolg :(

Bevor ich das Problem erörtere, eine kurze Beschreibung zur kleinen:
Sie ist eine weibliche, bald zweijährige europäische Kurzhaarkatze. Sie ist seit ca. ein Jahr kastriert, von ihrer Persönlichkeit tendenziel eine Einzelgängerin und nicht gerade die Kuschelkatze (ausser, sie hat hunger xD).

Nun zu unserem Problem: meine Frau und ich verzweifeln:
Bereits als Kitten hat sie immer wieder an den Möbeln gekratzt, was wir jedoch mit dem Kratzbaum, den Spielsachen und positiver Konditionierung (Leckerli abgeben, wenn sie am Kratzbaum kratz anstatt am Sofa, etc.) unterbinden konnten.
Seit einigen Monaten kratzt sie jedoch vermehrt am Mobiliar, u.a. dann wenn sie was möchte (Futter, nach draussen gelassen werden, etc.). Wir haben alles versucht (Kratzbaum umplatzieren, Katzenminze einsetzen, belohnen mit Leckerli (wie zuvor, falls Sie sich am Kratzbaum zuschaffen macht), "bestrafen" mit der Sprühflasche, etc.). Alle Bemühungen waren bisher leider ohne Erfolg. Wir wissen nicht, woher Sie dieses Verhalten hat und verzweifeln langsam. Die Kratzspuren am Mobiliar sind mittlerweile extrem!

Ich danke bereits für die hilfreichen Beiträge.

Liebe Grüsse und einen schönen Tag
Katzfatz
 
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annanass

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Willkommen,

erstmal braucht die Kleine dringend eine Spielkameradin im selben Alter. Einzelhaltung kann zu Verhaltensstörungen führen und auch ein Grund für das Kratzen sein.

Was stehen denn sonst noch für Kratzmöglchkeiten zur Verfügung? Unsere Beiden mögen beispielsweise am liebsten die Kratzpappen und Kratzbretter. Billige Plüschbäume aus dem Handel sind außerdem oft zum Kratzen ungeeignet, weil sie nur winzige Kratzstellen haben.
 
GiMaLu

GiMaLu

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Hallo erstmal :)

Das sie alleine gehalten wird ist ziemlich suboptimal. Eine Kumpeline zum Spielen und Toben wäre sicherlich schnellst möglich angebracht.
Ich gehe davon aus, dass sie aus Langeweile kratzt. Eine Kumpeline im selben Alter würde hier Abhilfe schaffen.
Durch das Kratzen erhält sie von euch Aufmerksamkeit in welcher Form auch immer (Futter, raus lassen etc), was sie wiederum in ihrem Verhalten zu Kratzen bestärkt.
Sie muss auf jeden Fall ausreichend beschäftigt werden. Fummelbretter oder mal Leckerlie durch die Wohnung werfen oder in der Wohnung verstecken und eine Spielgefährtin wären Möglichkeiten.

Ihr könnten auch mal Feliway Classic probieren. Die gibt es als Verdampfer für die Steckdose und als Spray für die betroffenen Stellen. Beim Kratzen markieren Katzen mit Duftstoffn ihr Revier, das Spray soll helfen, dass die Katze sich wohl fühlt und dieses Verhalten entsprechend abstellt.

Was habt ihr denn an Kratzmöglichkeiten? Vielleicht findet sie diese auch einfach doof, weil zu klein, zu dünn, zu wenig?

Ich tendiere aber tatsächlich zur Langeweile und fehlender Freundin.
 
Christian89

Christian89

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Hallo herzlich willkommen im Forum

Ist sie eine Einzelkatze in der Wohnung oder ist sie Freigängerin?

Über eine Kumpeline würde sie sich sicherlich freuen.

Ihr müsst ihr mehr Kratzmöglichkeiten geben, vertikal und horizontal.

Bitte nicht mehr mit der Sprühflasche bestrafen, das zerstört nur Vertrauen. Meine wurden vom Vorbesitzer als Kitten so bestraft und haben immer noch Angst vor Sprühflaschen (werden im August 2).
 
K

Katzfatz

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Hallo zusammen

Danke für die vielen Kommentare.

Sie besitzt den einen Kratzbaum und eine Figur welche Waagrecht eine Kratzmöglichkeit bietet. Ich kann mal weitere Kratzmöglichleiten anbieten und sehen, ob es hilft.
Fehlende Aufmerksamkeit oder einen fehlenden Spielgefährten glaub ich eher nicht: wir spielen täglich mit ihr, min. 1-2h Stunden und sie geht sehr viel nach draussen (zw. 4-12h pro Tag) und beschäftigt sich viel mit den Nachbarskatzen. Ich habe daher nicht den Eindruck, dass ihr eine weitere Katze im Haus fehlt sondern dass es an etwas anderem liegt. Zudem ist eine weitere Katze aktuell keine Option.
Und ja die Sprühflasche wollten wir eigendlich vermeiden, uns wurde aber von mehreren verschiedenen Katzenhaltern, einem Tierheim sowie auch vom Tierarzt dazu geraten, es mal zu versuchen.

Ich werde es mal mit mehr Kratzmöglichkeiten versuchen und seh mal, wie sie darauf reagiert.

Ich danke euch nochmals :)

Lg Katzfatz
 
minna e

minna e

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... hm. hat katz gelernt, dass ihr wunschgemäß reagiert, wenn sie kratzt?

meine, wenn du schreibst, dass sie kratzt, wenn sie raus will, wenn sie futter will etc.

das war eure interepretation. also habt ihr sie rausgelassen, futter gegeben nach dem kratzen. zack! in katzenaugen also logisch. ich kratze, personal macht.

das gilt es, ihr wieder abzutrainieren. so schwer es fällt, ignorieren. und erst, wenn sie z. b. am KB kratzt, euch anmauzelt, oder was euch sonst noch als alternative "aufforderung" macht, reagieren.
 
Lirumlarum

Lirumlarum

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..ein paar Ideen, die vielleicht etwas Verbesserung bringen könnten..(aber nicht müssen).

Besorgt euch einen Enzymreiniger wie z.B Biodor Animal und wischt alle Flächen (sofern Farbfest) damit gründlich ab. Katzen haben Duftdrüsen an den Pfoten und Hinterlassen bei jedem Wetzen ihre Gerüche und diese Markierungen müssen natürlich immer wieder von der Katze aufgefrischt werden.
Mit nem Enzymreiniger kriegste diese Gerüche heraus und die Stellen riechen für Katze wieder neutral.
Danach diese Stellen für Katzen ungemütlich machen. Manche Katze hassen z.B es an Alufolie zu kratzen. Evtl. kannst du (ja ich weiß, dass schaut nicht sehr toll aus, soll aber ja nicht für immer sein, nur ne kurze Weile) die Sofabeine..Stuhllehnen, Tischbeine oder wo auch immer sie kratzt mal mit Alufolie umwickeln.
Du kannst auch Dinge davor stellen, über Welche Katze nicht so gerne turnen will. Ausgespülte Dosen davor aufstellen, so dass diese umfallen wenn Katze da dran kommt ..das macht nen Schepperer und Katze wird erstmal etwas erschrecken..
Einen windschiefen Stapel Bücher davor wirkt ähnlich, oder nen Stapel DVD's/CD's..
Kurz: diese Stellen mit dem Enzymreiniger enduften und dann unantraktiv gestalten..

Und dann bei der Erziehung anders vorgehen.
Wenn sie an Möbeln kratzen will, lasst sie einfach, macht nichts. Nicht hinschauen, nicht kommentieren...einfach ignorieren und weiter Das machen, Was ihr gerade macht.
Im Gegenzug dazu müsst ihr aber jedesmal reagieren, wenn Katze an einer Stelle kratzt, wo sie das darf. Da müsst ihr dann eine richtige Lalowelle machen, Leckerli geben, streicheln, einen kleines Spiel anbieten..loben und loben.
So das sie lernt, wenn sie an Stellen kratzt um eure Aufmerksamkeit zu bekommen, sie diese nur dann bekommt, wenn sie das an den Stellen macht, die für sie gedacht sind.
Das wird ne ne ganze Weile dauern..Katzen sind hartnäckig und haben immer noch irgendwo drölfzig Asse im Ärmel..aber ihr dürft nicht von diesem Kurs abweichen und müsst da wirklich konsequent sein. Einmal nachgeben habt ihr verloren. Katze merkt sich dann, dass es einmal geklappt hat..und was einmal klappt, das klappt bestimmt wieder.

Wichtig wäre aber auch, dass die Kratzgelegenheiten dann auch toll für die Katze sind. Also am Besten bei Kratzbäumen ist es, Einem mit 'nem möglichst langen Stamm zu haben, wo sie sich der Länge nach dran hochziehen/austrecken kann..ein paar Klimmzüge vielleicht richtig an dem Stamm hochklettern zu können schadet auch nicht..
Wenn euer Kratzbaum nur lauter kürzere Stämme verbaut hat, wäre das nicht so ideal..da vielleicht dann auch mal überlegen, ob man nicht ggf. ein anderes Model kauft.
Unterschiedliche Materialen anbieten. Viel Katzen stehen auf Kratzpappe bzw. Kratzpappenmöbel (uhhohh und da gibt es so richtig schicke Teile). Ebenso haben viele Katze nichts gegen Sisalmatten am Boden oder an Wänden. Wenn sie ne Katze ist, welche draussen gerne unterwegs ist, mag sie vielleicht auch einfache unbehandelte Holzbretter irgendwo schräg an eine Wand gelehnt gerne..
 
Lirumlarum

Lirumlarum

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Fehlende Aufmerksamkeit oder einen fehlenden Spielgefährten glaub ich eher nicht: wir spielen täglich mit ihr, min. 1-2h Stunden und sie geht sehr viel nach draussen (zw. 4-12h pro Tag) und beschäftigt sich viel mit den Nachbarskatzen.

Also eure Aufmerksamkeit und die Nachbarskatzen sind jedoch leider nicht das Gleiche, wie eine richtige Partnerin. Der Kontakt von Katzen draussen zueinander ist meist eher flüchtig.
Wie eben bei Menschen die man so draussen trifft, in der U-Bahn, im Job oder auf der Strasse. Mit Manchen tauscht man sich mal aus, Einige kann man auf tod und teufel nicht leiden, andere gehen Einem am Allerwertesten vorbei..manche mag man lieber und trifft sich regelmässig, unternimmt mal was..aber das ist nicht nicht das Gleiche, wie ein Partner, dem man Nachts seine kalten Füsse unter die Decke steckt, dem man so richtig vertraut, mit dem man sich mal kloppt nur um dann einige Minuten später, eng aneinandergekuschelt die Lieblingsserie zu gucken, bei dem man mal Dampf ablassen kann und der das nicht wirklich lange krumm nimmt...usw. etc.
Und auch wenn du mit ihr spielst und ihr viel Aufmerksamkeit gibst..du bist halt leider keine Katze und manche katzentypische Dinge, die enge Katzenkumpel untereinander gerne machen, wirst du wahrscheinlich nicht machen wollen oder können.
So Dinge wie z.B im Kreis umeinanderlaufen, je die eigene Nasenspitze im Popo der Anderen. Oder hingebungsvoll beim gemeinsamen Couchgefläze sich gegenseitig die Ohrwaschel ausputzen, gemeinsam ineinander verkeilt über den Boden der gesamten Wohnung kugeln, sich gegenseitig den Kratzbaum hoch und runterjagen...

..das sind Alles so Gründe, warum zwei Katzen meist besser sind, wie Eine alleine..völlig egal ob Wohnungs- oder Freigängerkatze..

Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut..versucht mal bei dem Möbelgekratze einige der Tipps aus diesem Faden zu beherzigen und lasst Das mit Katze Nr2 erstmal etwas sacken..

(.....uuuuund dannnn zieht ihr los und sucht ihr eine Kumpeline im ähnlichem Alter, mit ähnlichem Charakter!:cool:)

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Knoedel

Knoedel

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Also eure Aufmerksamkeit und die Nachbarskatzen sind jedoch leider nicht das Gleiche, wie eine richtige Partnerin. Der Kontakt von Katzen draussen zueinander ist meist eher flüchtig.
Wie eben bei Menschen die man so draussen trifft, in der U-Bahn, im Job oder auf der Strasse. Mit Manchen tauscht man sich mal aus, Einige kann man auf tod und teufel nicht leiden, andere gehen Einem am Allerwertesten vorbei..manche mag man lieber und trifft sich regelmässig, unternimmt mal was..aber das ist nicht nicht das Gleiche, wie ein Partner, dem man Nachts seine kalten Füsse unter die Decke steckt, dem man so richtig vertraut, mit dem man sich mal kloppt nur um dann einige Minuten später, eng aneinandergekuschelt die Lieblingsserie zu gucken, bei dem man mal Dampf ablassen kann und der das nicht wirklich lange krumm nimmt...usw. etc.
Und auch wenn du mit ihr spielst und ihr viel Aufmerksamkeit gibst..du bist halt leider keine Katze und manche katzentypische Dinge, die enge Katzenkumpel untereinander gerne machen, wirst du wahrscheinlich nicht machen wollen oder können.
So Dinge wie z.B im Kreis umeinanderlaufen, je die eigene Nasenspitze im Popo der Anderen. Oder hingebungsvoll beim gemeinsamen Couchgefläze sich gegenseitig die Ohrwaschel ausputzen, gemeinsam ineinander verkeilt über den Boden der gesamten Wohnung kugeln, sich gegenseitig den Kratzbaum hoch und runterjagen...

..das sind Alles so Gründe, warum zwei Katzen meist besser sind, wie Eine alleine..völlig egal ob Wohnungs- oder Freigängerkatze..

Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut..versucht mal bei dem Möbelgekratze einige der Tipps aus diesem Faden zu beherzigen und lasst Das mit Katze Nr2 erstmal etwas sacken..

(.....uuuuund dannnn zieht ihr los und sucht ihr eine Kumpeline im ähnlichem Alter, mit ähnlichem Charakter!:cool:)

36818545iv.jpg
Oder sowas von meinen "alten Herren"

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