Katze halten im 2. Stock?

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dommm.p14no

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Liebe Community,

ich spiele schon seit langer Zeit mit dem Gedanken, mir eine Katze zu holen :love:. Am liebsten ein Jungtier. Allerdings wohne ich in einem Gebäude mit mehreren (~25) Wohnungen im 2. Stock und habe keine Möglichkeit, eine Katzentüre oder eine Katzenleiter vom Balkon anzubringen (Hausverwaltung etc.). Ein guter Freund von mir, der auch schon seit einigen Jahren eine Katze hat sagt, dass das kein Problem ist: Er lässt seine Katze einfach raus und sie kommt zurück, wenn sie wieder rein will und er findet sie. Ich habe aber meine Zweifel, ob das funktioniert: Wie gewöhne eine Katze daran, mir zu signalisieren, dass sie raus will? Wie findet sie anfangs den Weg durch das Treppenhaus (größere Wendeltreppe) nach draußen?

Ist es unter diesen Umständen machbar, eine Katze zu halten? Zu meiner Wohnsituation: Ich wohne alleine, bin "berufstätig" (Doktorand), sprich tagsüber auf Arbeit. Ich kann zwar im Zweifelsfall immer schnell zuhause sein, bin aber normalerweise zwischen 9 und 16 Uhr nicht zuhause.

Vielen Dank im Voraus für Ratschläge :)

D.
 
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Nebula

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Guten Abend und herzlich Willkommen. :)

Es scheint wohl Fälle zu geben, wo das machbar ist. Aber ich persönlich würde davon abraten. Du bist eine ganze Weile außer Haus, wenn die Katze aber genau dann rein will, sitzt sie vor dem Haus und muss warten. Vielleicht schafft sie es noch in den Hausflur, mit Pech landet sie dann aber bei einem der Nachbarn. Das kann auch Ärger mit der Hausverwaltung geben, vor allem wenn sie in den Flur machen sollte. Oder sich jemand beschwert. Außerdem müsstest du dann teilweise auch mitten in der Nacht erst deine Haustüre aufmachen, dann mit ihr durch den Hausflur und unten die Tür öffnen. Will sie mitten in der Nacht rein, bekommst du es nicht mit.

Was spricht gegen reine Hauskatzen?
Wenn du dir eine Jungkatze holst, dann bitte 2. Unter einem Jahr (und 6 Wochen Eingewöhnungszeit bei dir daheim) sollte man sie sowieso nicht in den Freigang lassen. Und als Wohnungskatze würde ich dir entweder zu zwei Jungkatzen raten oder eben zu einer älteren, die bereits ihr Leben lang alleine war und es nicht anders kennt/braucht. Alles andere wäre einfach nicht artgerecht.
 
Chaos Menschin

Chaos Menschin

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Freigang ist da ein wenig schwierig. Wie ist denn die Umgebung? Ist das wirklich katzensicher bei dir? Ich wohne selber im 6. Stock, wir haben hier 20 Wohnungen im Haus, und selbst wenn die Umgebung katzensicher wäre, würd ich da echt Bedenken haben. Freigang klingt zwar super, aber es ist halt auch echt gefährlich. Straßenverkehr ist ein riesiges Problem und hat schon vielen Katzen das Leben gekostet. Überleg dir gut, ob du das riskieren willst.
Als ich ein Kind war, haben wir in einem kleinen Wohnblock im 1. Stock in einem Kaff gewohnt. Da haben wir der Katze Freigang ermöglicht. Bzw. sie hat ihn sich selber ermöglicht, sie ist bei jedem offenen Loch raus. Der Kater war Wohnungskatze. Heute würd ich keine Katze mehr in den ungesicherten Freigang lassen.

Außerdem: Hol dir lieber zwei Katzen. Eine alleine ist arm. Was soll sie denn den ganzen Tag machen, wenn du 8h in der Arbeit bist? Ich bin selber auch alleinstehend und berufstätig, deswegen war für mich von Anfang an klar, dass hier nur zwei Katzen einziehen, auch keine Katze, die als Einzelkatze vom TH vermittelt wird. Eben weil ich nicht so viel Zeit habe und dann haben sie einander. Und selbst wenn du immer daheim wärst, du kannst einfach keinen Artgenossen ersetzen. Am Hintern schnüffeln und die Katze abschlecken wirst du wahrscheinlich nicht wollen. Finden Katzen aber ganz toll.

Edit: Oben vergessen zu erwähnen. In meiner Kindheit war fast immer wer daheim. Meine Mum war die meiste Zeit "nur" Hausfrau und Mutter und Ganztagsschule gab's damals auch noch nicht. Da war das mit dem rein- und rauslassen der Katze nicht so das Drama, war eh immer wer da. Sie hat dann auf Rufen reagiert und ist abends nach Hause gekommen im Normalfall. Nachts war sie nur sehr selten draußen.
 
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dommm.p14no

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Vielen Dank schonmal für die Antworten! Natürlich wären mir zwei Katzen sowieso lieber :)

@Nebula : Die Umgebung ist mMn unproblematisch, Stadtrand, verkehrsberuhigter Bereich+30er Zone. Hier gibt es generell schon sehr viele Katzen.

Hauskatzen.. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, außer dass ich eigentlich immer dachte, dass das nicht wirklich artgerecht ist? Oder macht es zwei Jungkatzen nichts aus, wenn sie von Anfang an daran gewöhnt werden drin zu bleiben?
 
Margitsina

Margitsina

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Wie groß ist denn deine Wohnung? Hauskatzen sind in derHaltung wesentlich anspruchsvoller wie Freigänger vor allem Jungkatzen benötigen viel Bespassung.
Willst und kannst du das täglich leisten? Und dann die nächsten 20 Jahre lang?

Guck dich lieber nach einem älteren Duo um.
Im übrigen: man hält Katen immer mindestens zu zweit. Zwei Mädels oder zwei Jungs am besten wegen dem unterschiedlichen Spielverhalten.
 
Lirumlarum

Lirumlarum

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Bei Wohnungshaltung wäre zu überlegen, wie du es bewerkstelligen kannst, dass Katzen Licht, Luft und Sonne abbekommen. Also eben Zugang zum Balkon und zu Fensterbrettern/Fenster.
Mit dem Vermieter wäre im Vorfeld zu klären ob du den Balkon mit Katzennetz sichern darfst. (Es gibt hier auch Methoden ohne zu Bohren, aber sichern sollte man den Balkon auf alle Fälle)
Für Fenster gilt das Gleiche ..allerdings gibt es hier Varianten mit Petscreen bzw. Fiberglasnetzen, welche aussehen wie Insektenschutz diese Varianten kann man auch ohne Vermieter Genehmigung anbringen.
Die Wohnung selber sollte natürlich einiges an Anreizen bieten für deine Katzen, damit sie klettern und spielen können. Also verschiedene Kratzbäume, Catwalks und auch Schränke oder Regale sollten erklimmbar sein..so schafft man zur reinen Bodenfläche noch mal Einiges mehr an Tobeflächen.
Auch (je nach Wohnungsgröße) sollten alle Räume den Katzen offen stehen.
Ebenso wie von Margitsina schon geschrieben, benötigen Wohnungskatzen mehr Aufmerksamkeit und Zeit, da sie in der doch verhältnismäßigen reizarmen Umgebung täglich ausgelastet werden müssen mit Spielen, Denkaufgaben und lustigen Abenteuern.
Katzen die unter Langeweile leiden, werden häufig dadurch krank. Das kann von Verhaltensauffälligkeiten bis zu körperlichen Erkrankungen führen.. deshalb ist es bei Wohnungshaltung eben enorm wichtig darauf zu achten, dass keine Langweile entsteht.
 
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Wally87

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In Deinem Leben wird sich sicher in den nächsten Jahren noch das ein oder andere ändern, deshalb würde auch ich Dir raten, 2 Hauskatzen zu halten. Zum einen, weil die aktuelle Wohnsituation nicht ganz so ideal ist und zum anderen, weil Du so flexibler bist. Hauskatzen kannst Du immer noch in den Freigang lassen, wenn Du in ein paar Jahren in einem hübschen Häuschen am Dorfrand wohnst. Wenn Du Freigänger hast, wirst Du bei der nächsten Wohnungssuche nach einer bezahlbaren EG-Wohnung in katzensicherer Lage suchen müssen, deren Vermieter auch noch 2 Katzen erlaubt. Und das ist alles, aber nicht einfach - ich spreche da aus leidlicher Erfahrung. Freigänger kannst Du nicht wieder zu Hauskatzen machen. Das wäre den Katzen gegenüber superfies und Du wirst Dich mit Verhaltensauffälligkeiten herumplagen - das will keiner!

Du kannst, wenn Deine Wohnung groß genug ist und du das ein oder andere "Klettergerüst" für die Miezers anschaffst 2 Kitten gleichen Geschlechts halten. Ideal wäre, wie andere schon sagten, wenn Du einen Balkon hast, den Du mit einem Netz sichern kannst. Es wäre gut wenn Du einige Tage frei hättest sobald die Kitten einziehen. So habt ihr Zeit euch zu beschnuppern, Du kannst sie beobachten und bekommst es sofort mit, wenn in Deiner Wohnung noch Gefahrenquellen für die Kitten sind. Glaub mir, die machen Dinge auf die kein Mensch kommen würde...

Alternativ wäre auch ein erwachsenes Paar toll. Erwachsene Katzen sind sehr nervenschonend im Vergleich zu Kitten. Zudem könntest Du damit auch noch etwas Gutes tun. Erwachsene Katzen haben es im Tierschutz schwerer als Kitten und du könntest Dich vielleicht auch für Miezen erwärmen, deren Chance auf Vermittlung praktisch gegen Null geht, weil sie z.B. eine Behinderung haben die Freigang unmöglich machen würde.

Schön übrigens, dass Du Dir VOR der Anschaffung Infos und Rat suchst! :)
 
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dommm.p14no

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Zur Wohnsituation: Ich habe eine 1-Zimmer-Wohnung, das Zimmer ist aber verhältnismäßig groß. Zusätzlich habe ich einen Balkon, der auch nicht zu klein ist. Für einen Kratzbaum hätte ich definitiv Platz, einen zweiten könnte ich auf den Balkon stellen. Möbel habe ich die üblichen, die man halt so hat in einem 1-Personen-Haushalt: 2 Regale, Couch+Couchtisch, Esstisch, ...

Was die Bespaßung angeht: Von wieviel Zeit redet ihr da realistisch? Ich bin davon ausgegangen, dass regelmäßiges Füttern und genügend Streicheleinheiten ausreichend sind, wenn sonstige Dinge (Kratzbaum etc.) vorhanden sind... Allerdings war mir auch noch nicht klar, dass es wohl wenn überhaupt auf Hauskatzen hinausläuft :cautious:
 
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Wally87

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Zur Wohnsituation: Ich habe eine 1-Zimmer-Wohnung, das Zimmer ist aber verhältnismäßig groß. Zusätzlich habe ich einen Balkon, der auch nicht zu klein ist. Für einen Kratzbaum hätte ich definitiv Platz, einen zweiten könnte ich auf den Balkon stellen. Möbel habe ich die üblichen, die man halt so hat in einem 1-Personen-Haushalt: 2 Regale, Couch+Couchtisch, Esstisch, ...

Was die Bespaßung angeht: Von wieviel Zeit redet ihr da realistisch? Ich bin davon ausgegangen, dass regelmäßiges Füttern und genügend Streicheleinheiten ausreichend sind, wenn sonstige Dinge (Kratzbaum etc.) vorhanden sind... Allerdings war mir auch noch nicht klar, dass es wohl wenn überhaupt auf Hauskatzen hinausläuft :cautious:
Wieviel Quadratmeter sind das ca? Für 2 Katzen sollten schon 50qm + Klettermöglichkeiten in die Höhe vorhanden sein.
Klar, Katzen spielen auch miteinander. Aber das allein wird Hauskatzen nicht auslasten - schon gar keine Kitten.

Ich würde dir schon fast dazu raten, noch eine Weile zu warten, bis Du vielleicht eine größere Wohnung hast. Wenn Du es ohne Plüschpopos gar nicht mehr aushältst, wäre für Dich vielleicht doch ein Seniorenpaar sinnvoll. Die brauchen nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit und Bespaßung und Du könntest an ihnen noch eine gute Tat verrichten.
 
teufeline

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  • #10
Hallo D.,

willkommen hier ;) Ich finde es sehr gut, dass du dich vorher informierst.
Du selbst solltest erst mal richtig irgendwo ankommen, bevor du über ein Haustier nachdenkst. Du wirst jetzt sicher nicht für immer in deiner Studentenwohnung wohnen bleiben, eventuell noch nicht mal am gleichen Ort. Mit Katzen umziehen ist immer schwierig, da diese Tiere immer ortstreu sind. Deswegen kommen Freigänger auch immer wieder nach Hause.
Deswegen, mache es vorerst nicht. Aber ich höre schon deine Begeisterung und Liebe zu Katzen. Vielleicht hast du ja Lust ehrenamtlich in eurem örtlichen TH Katzenstreichler zu werden? Da kannst du dir einen groben Überblick machen wie unterschiedliche Tiere so ticken;)
 
Margitsina

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  • #11
In eine 1 Zimmer Wohnung gehören keine Katzen. Das ist leider zu klein und sehr reizarm.
Maximal eine pflegebedürftige betagte Katze.
Alles andere scheidet aus.
 
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Razielle

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  • #12
Was die Bespaßung angeht: Von wieviel Zeit redet ihr da realistisch? Ich bin davon ausgegangen, dass regelmäßiges Füttern und genügend Streicheleinheiten ausreichend sind, wenn sonstige Dinge (Kratzbaum etc.) vorhanden sind... Allerdings war mir auch noch nicht klar, dass es wohl wenn überhaupt auf Hauskatzen hinausläuft :cautious:
Von Stunden. Ich hab hier 2 fünfjährige mittelaktive Freigänger, eine davon konnte ich 4 Monate nicht rauslassen, und im Winter sind beide lieber viel drin. Den Unterschied hab ich echt gemerkt, wobei es auch viel Freude macht. Ein gesicherter Balkon bringt da schon viel Entlastung, da gibt’s zu gucken, zu lauschen , Insekten zu fangen.
Vielleicht holst du dir lieber ein erwachsenes, eher ruhiges Pärchen - gib doch hier im Forum bei den Notfellchen mal ein Gesuch auf. Pflegestellen , und davon sind hier einige präsent, können ihre Tiere hinsichtlich deren Charakter und Bedürfnisse besonders gut einschätzen.
Noch ein bisschen warten bis du eine größere und evtl Freigängertaugliche Whg hast ist aber auch eine gute Idee...
 
teufeline

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  • #13
In eine 1 Zimmer Wohnung gehören keine Katzen. Das ist leider zu klein und sehr reizarm.
Maximal eine pflegebedürftige betagte Katze.
Alles andere scheidet aus.

Irgendwas mache ich mit 34 qm verkehrt:

DSC_1850.JPG

Das sind nur 6m über NN:
DSC_1850.JPGDSC_2203_1.JPG

DSC_2198.JPG

Aber wenn du meinst?
 
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Rumpelteazer

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  • #14
Irgendwas mache ich mit 34 qm verkehrt.

Das sind nur 6m über NN.
Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Ich habe hier 29 m² zu vermelden + 6 m² Loggia. Meine Insassen sind ein Tigerkater, der mangels Interesse sieben Jahre im Tierheim war und Menschen nicht mehr zugegangen ist + zwei Katzen aus dem Versuchslabor, davon ein Kater nach Todesfall des Herrles ererbt (was man halt so erbt, gell).

So, wie es hier abgeht, dürfte sich das Leben der Herrschaften äusserst verbessert haben.
 
Petra-01

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  • #15
Ich denke auch daß das im Moment eher nicht passt.

Eine 1 Zimmer Wohnung mit ca. 25 m² im zweiten Stock und ein berufstätiger oder studierender Mensch der mehr als 8 Stunden aus dem Haus ist bietet meiner Meinung nach kein geeignetes Zuhause für zwei Katzen die sich bewegen wollen und bespaßt werden möchten und die Beschäftigung brauchen.

Gerade wenn schon die Frage auftaucht:
"Was die Bespaßung angeht: Von wieviel Zeit redet ihr da realistisch? Ich bin davon ausgegangen, dass regelmäßiges Füttern und genügend Streicheleinheiten ausreichend sind, wenn sonstige Dinge (Kratzbaum etc.) vorhanden sind... Allerdings war mir auch noch nicht klar, dass es wohl wenn überhaupt auf Hauskatzen hinausläuft"
zeigt daß sich da jemand noch nicht ausreichend mit den basics beschäftigt hat was Katzen brauchen und für Anforderungen stellen.
Was ja nicht schlimm ist! Das kann man nachholen und sich anlesen.
Und schön daß vorher gefragt wurde bevor das Dilemma geschehen ist.

Für Freigänger braucht es einen sicheren und immer zugänglichen Zugang zur Wohnung.

Es gibt Wohnungskatzen die alleine leben wollen.
Das sind in aller Regel aber ältere Katzen.
Und die sind dann auch ruhiger und wollen meist nicht mehr das volle Powerprogramm.
Allerdings brauchen die auch Zeit und Zuwendung und jemanden der wenn er schon 8 oder 10 Stunden weg war dann zuhause ist und mit ihnen auf dem Sofa kuschelt.
Ein junger Mensch will aber ja im Normalfall auch mal weg mit Freunden und abends noch ein wenig Sport treiben oder Spaß außerhalb der Wohnung haben. Oder?
Dann wäre auch die ältere Katze wieder alleine zu Hause.

Deshalb würde ich in diesem Fall eher abraten jetzt eine Katze zu holen und vielleicht erst mal noch ein bischen lesen und stöbern wann und wie das gehen kann.
Und den Freunden die junge Einzelkatzen haben, nach dem Motto, das geht alles, die halten das schon aus den Tipp zu geben sich selber mal einzulesen was Katzen brauchen.
Nicht die Katze ist da um den Menschen zu bespaßen und ansonsten keine Ansprüche zu stellen sondern es ist eine schöne! Aufgabe einer Katze ein schönes Leben zu schenken das so gut und artgerecht wie möglich sein sollte.

Nachtrag, an alle die sich jetzt aufregen weil sie auch nur eine kleine Wohnung haben.
Es kommt nicht nur auf die Größe der Wohnung an.
Sondern darauf wie viel Zeit ich meinen Katzen widme. Wie wichtig ich sie als Familienmitglied empfinde.
Wie katzengerecht die Wohnung eingerichtet wird.
Würdet ihr meinen daß ausreichendes füttern und streicheln und Kratzmöglichkeiten reichen. So wie der Threadersteller?
Denn da liegen die Unterschiede, liegen Welten zwischen.
Oder?
 
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dommm.p14no

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  • #16
Wozu die Aufregund @Petra-01 ? Schließlich habe ich den Thread erstellt, um mir Ratschläge einzuholen? Meine Wohnung hat 34 qm bzw, + ca. 6 qm Balkon + großes Bad, kleine Küche.

Jetzt muss ich hier auch mal sagen, dass ich einen guten Freund habe, der eine Freigängerkatze hält. Ursprünglich hatten er und seine Freundin zwei Jungtiere geholt, und als sich die beiden getrennt haben hat jeder eine Katze mitgenommen. Er hat weder Katzenklappen noch eine Katzentreppe, seine Katze signalisiert ihm wenn sie raus will und er sieht sie oft draußen wie sie in sein Fenster schaut, wenn sie rein will. Seine Katze wirkt weder ungesund noch verhaltensgestört.

Möglicherweise gibt es natürlich in einem Katzenforum auch Menschen, die ihren Katzen bessere Lebensbedingungen schaffen würden als ihren eigenen Kindern, so wie manche Leute in einem Autoforum mehr darüber wissen, wie man ein Auto "gesund" fährt als gesund zu leben.

Ich bedanke mich für all die ganzen konstruktiven Ratschläge. Ich denke, dass zwei Jungtiere nicht mehr in Frage kommen und das mit älteren Katzen kann ich mir überlegen... Da werde ich noch eine Weile darüber nachdenken. Man darf hier auch nicht vergessen, dass eine Katze mir sehr viel geben würde, angesichts dessen dass ich alleine wohne :love:

D
 
teufeline

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  • #17
Zum ersten, zum zweiten, zum dritten: Ich habe hier 29 m² zu vermelden + 6 m² Loggia. Meine Insassen sind ein Tigerkater, der mangels Interesse sieben Jahre im Tierheim war und Menschen nicht mehr zugegangen ist + zwei Katzen aus dem Versuchslabor, davon ein Kater nach Todesfall des Herrles ererbt (was man halt so erbt, gell).

So, wie es hier abgeht, dürfte sich das Leben der Herrschaften äusserst verbessert haben.
Das denke ich auch. Ich mag diese ständigen Verallgemeinerungen nicht.
Ich denke auch daß das im Moment eher nicht passt.

Eine 1 Zimmer Wohnung mit ca. 25 m² im zweiten Stock und ein berufstätiger oder studierender Mensch der mehr als 8 Stunden aus dem Haus ist bietet meiner Meinung nach kein geeignetes Zuhause für zwei Katzen die sich bewegen wollen und bespaßt werden möchten und die Beschäftigung brauchen.

Gerade wenn schon die Frage auftaucht:
"Was die Bespaßung angeht: Von wieviel Zeit redet ihr da realistisch? Ich bin davon ausgegangen, dass regelmäßiges Füttern und genügend Streicheleinheiten ausreichend sind, wenn sonstige Dinge (Kratzbaum etc.) vorhanden sind... Allerdings war mir auch noch nicht klar, dass es wohl wenn überhaupt auf Hauskatzen hinausläuft"
zeigt daß sich da jemand noch nicht ausreichend mit den basics beschäftigt hat was Katzen brauchen und für Anforderungen stellen.
Was ja nicht schlimm ist! Das kann man nachholen und sich anlesen.
Und schön daß vorher gefragt wurde bevor das Dilemma geschehen ist.

Für Freigänger braucht es einen sicheren und immer zugänglichen Zugang zur Wohnung.

Es gibt Wohnungskatzen die alleine leben wollen.
Das sind in aller Regel aber ältere Katzen.
Und die sind dann auch ruhiger und wollen meist nicht mehr das volle Powerprogramm.
Allerdings brauchen die auch Zeit und Zuwendung und jemanden der wenn er schon 8 oder 10 Stunden weg war dann zuhause ist und mit ihnen auf dem Sofa kuschelt.
Ein junger Mensch will aber ja im Normalfall auch mal weg mit Freunden und abends noch ein wenig Sport treiben oder Spaß außerhalb der Wohnung haben. Oder?
Dann wäre auch die ältere Katze wieder alleine zu Hause.

Deshalb würde ich in diesem Fall eher abraten jetzt eine Katze zu holen und vielleicht erst mal noch ein bischen lesen und stöbern wann und wie das gehen kann.
Und den Freunden die junge Einzelkatzen haben, nach dem Motto, das geht alles, die halten das schon aus den Tipp zu geben sich selber mal einzulesen was Katzen brauchen.
Nicht die Katze ist da um den Menschen zu bespaßen und ansonsten keine Ansprüche zu stellen sondern es ist eine schöne! Aufgabe einer Katze ein schönes Leben zu schenken das so gut und artgerecht wie möglich sein sollte.

Nachtrag, an alle die sich jetzt aufregen weil sie auch nur eine kleine Wohnung haben.
Es kommt nicht nur auf die Größe der Wohnung an.
Sondern darauf wie viel Zeit ich meinen Katzen widme. Wie wichtig ich sie als Familienmitglied empfinde.
Wie katzengerecht die Wohnung eingerichtet wird.
Würdet ihr meinen daß ausreichendes füttern und streicheln und Kratzmöglichkeiten reichen. So wie der Threadersteller?
Denn da liegen die Unterschiede, liegen Welten zwischen.
Oder?
Dem ist nichts hinzuzufügen. Vor der Anschaffung eines Tieres, egal, ob Hund, Katze, Maus, Pferd ist es Pflicht über die Bedürfnisse des neuen Familienmitglieds zu informieren. Und das wird gerade gemacht. Das kann man gar nicht hoch genug loben ;)
 
Petra-01

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  • #18
Wo siehst du bei mir Aufregung? Ich bin ein sehr entspannter Mensch.

Das mit der Größe deiner Wohnung habe ich allerdings falls gelesen. Statt ca. 25 Wohnung im Haus? habe ich gemeint die Wohnungen sind 25m² groß. Wobei das den Kohl nicht fett macht.

Und ja, du bist hier in einem Katzenforum in dem die User versuchen aufzuklären über beste Katzenhaltung. Findest du das verwerflich?
Was nicht aussagt daß sie ihre Kinder deshalb schlechter behandeln.

Spricht etwas dagegen seiner Katze das bestmögliche Leben zu bieten?

Das dein Freund und seine Exfreundin die Katzen getrennt haben finde ich mies. Sicher bin ich auch wieder nicht die einzige hier die das nicht gut findet.
Daß sie Freigängerin ist macht es zwar besser aber ansonsten sind die Haltungsbedingungen dieser Katze eben nicht optimal.
Ja, nicht alle Lebewesen leben im Paradies und das kann man auch nicht ändern.
Aber daß eine Katze gesund aussieht und nicht verhaltensgestört erscheint sagt auch nicht daß sie ein glückliches Leben führt.
Denn leider können sie es uns ja nicht sagen ob alles schön ist oder ob sie eigentlich ganz andere Bedürfnisse haben.
Deshalb ist es die Aufgabe des Halters das abzuchecken.

Und dann noch eins.
Klar würde dir eine Katze viel geben da du alleine lebst.
Aber. Was bist du bereit ihr dafür zu geben?
Du scheinst mir da sehr blauäugig und naiv und vor allem sehr egoistisch dran zu gehen.
Oder willst du nur ein wenig provozieren damit wir hier den Herzkasper kriegen?
 
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Rumpelteazer

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  • #19
Je nachdem, wo und wie ein Tier gerade lebt, kann man vielleicht etwas verbessern. Das kann nicht in jedem Fall heissen, dass sofort ein Idealzustand hergestellt werden kann. Aber es ist sicher sinnvoll, sich erst einmal darüber zu informieren, ob der Hintergrund und auch der Zeitpunkt passt, darum finde ich den Thread sehr konstruktiv, und das, obwohl ich weiss, auch bei mir herrscht nicht der Idealzustand. Aber das Trio scheint glücklich zu sein, und mein jetzt 19-jähriger Kater (der mit der intensiven Tierheimerfahrung) ist der Oberfetzer.
 
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  • #20
Ich finde es schön, dass du dir vorher die Informationen holst und auch nicht gleich bei Kritik oder anderen Meinungen im Dreieck springst. Da macht es dann auch mehr Spaß, überhaupt drauf zu reagieren und zu diskutieren. :)

Jungkatzen würde ich bei 34qm nicht holen bzw. auch keine älteren, die sehr aktiv sind. Im Alter werden die meisten ruhiger, aber eben nicht alle Katzen. Da wirst du im Tierschutz/bei Tierheimen dann aber beraten, die kennen ihre Tiere ganz gut und können dir dann bei der Auswahl helfen. Auch wenn es dann vielleicht noch mal ein paar Wochen, Monate dauert, falls das richtige Katzenpaar nicht sofort gefunden wurde.

Wohnungen mit Katzen finden, ist nicht einfach. Das kommt noch hinzu. Wir haben aktuell, auf Deutsch gesagt, den 6er im Lotto gewonnen: Innerhalb von 2 Wochen eine 20qm größere Wohnung für minimal höhere Miete, mit Katzenhaltung-Erlaubnis gefunden. Das Glück werden wir nie wieder haben und das ist auch wirklich die Ausnahme, vor allem mitten in der Stadt. Und ich warte auch noch immer auf den großen Haken an der Sache (noch haben wir den Vertrag nicht unterschrieben).
Da kenne ich andere Katzenhalter, die deutlich länger gesucht haben.

Eine andere Geschichte:
Ich weiß nicht, wie deine Wandbeschaffenheit ist. Wenn du nur/fast ausschließlich Rigipswände hast, kannst du nur mit Regalen nach oben bauen. Ein Catwalk an der Wand wird dann sehr schwierig. Bei Stein/Betonwänden sieht es dann wieder anders aus. Gegebenfalls solltest du da auch die Hausverwaltung nochmal ansprechen.
 
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