Kater völlig unbedarft, keine Angst vor Fahrzeugen und zu jedermann zutraulich - Weiterhin Freigang gewähren?

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Hallo liebe Foris,


wir brauchen eure Hilfe.

Der ein oder andere kennt ja Geo bereits aus anderen Beiträgen.
Geo ist unser Findelkater, ca. 1 Jahr alt (tendenziell ein bis zwei Monate älter) und natürlich kastriert.

Für uns war klar, der Kleine soll auf jeden Fall Freigang bekommen, da wir sehr ländlich wohnen und von Wald und Wiese umgeben sind. Lediglich eine Durchgangsstraße liegt vor unserer Haustüre, die zu den Berufspendelzeiten frequentiert ist, aber ansonsten eher ruhig, so dass wir da hätten einigermaßen steuern können, dass er zu diesen Zeiten in der Wohnung ist (wir wohnen zur Miete, jedoch mit eigener Haustür in den Garten).

Im April war es dann soweit, er durfte seine ersten Freigänge genießen, die auch alle vorbildlich liefen und er bei Rufen und Klappern mit der Leckerlidose abends zuverlässig abzurufen war. Zumindest die ersten beiden Wochen, dann war er für 16(!) Tage verschwunden und wurde 8 km weiter wieder aufgegriffen. Was passiert ist, werden wir wohl nie erfahren... ist auch nicht so wichtig, er ist wieder da und putzmunter. Jetzt wo das klar ist, wollten wir ihm den Freigang wieder ermöglichen, allerdings (vorerst) mit Tracker, um zu sehen wie er sich macht und wo er sich rumtreibt, da er manchmal schon ein kleiner Tollpatsch ist.
Soviel zur Vorgeschichte...
Anfang dieser Woche war es also soweit, wir hatten Urlaub und dachten okay, das ist ein guter Zeitpunkt. Die ersten Tage verliefen auch wunderbar. Er hat die Nachbarschaft erkundet und kam immer mal wieder heim.

Allerdings fiel uns da schon auf, dass er Fremden gegenüber eigentlich keinerlei Scheu besitzt, sondern gleich um die Beine schleicht. Auch Hunde fand er toll und andere Katzen ebenso (was nicht immer auf Gegenseitigkeit beruhte).

Für uns erstmal nicht schlimm, da die Nachbarschaft sehr tierlieb ist und selber einige Katzen in der Nachbarschaft leben.

Vorgestern dann allerdings unser persönlicher „Supergau“. Er hat sich ohne jede Scheu auf der Straße rumgewälzt. Obwohl Autos kamen, ist er nicht runter von der Straße.

Dank einer Nachbarin, die die Autos angehalten hat und Geo zur Seite genommen hat, konnte schlimmeres verhindert werden. Seitdem hat er Hausarrest, auch wenn es mir das Herz zerreißt.

Jetzt sind wir, mein Freund und ich, absolut verunsichert wie es weitergehen soll.

Wir würden ihm gerne Freigang gewähren, aber unter Anbetracht der zurückliegenden Erlebnisse und seiner absoluten Zutraulichkeit jedermann gegenüber, haben wir Angst ihn demnächst am Straßenrand zu finden… Da wir beide voll berufstätig sind, können wir ja auch nicht ständig aufpassen und gesicherter Freigang im Garten ist leider nicht möglich, da wir zur Miete wohnen und der Garten den Hausherren gehört.

Die zweite Überlegung ist ihn als Wohnungskatze zu halten und ihm einen Kumpel zur Seite zu stellen (Micky ist da ja keine Hilfe), da er sich scheinbar mit dem aktuellen „Hausarrest“ auch arrangieren kann. Er läuft zwar zur Tür, wenn wir in die Richtung gehen, akzeptiert dann aber wenn er nicht raus darf. In der Zeit nach seinem Verschwinden bis gesundheitlich alles abgeklärt war, gab es ebenfalls keine Probleme mit der reinen Wohnungshaltung.

Mittlerweile glaube ich auch, dass er einfach viel zu bald von seiner Mutter/Geschwistern weg gekommen ist, da er sich in vielen Dingen wie ein unbedarftes Kitten verhält. Ich kann aber nur mutmaßen, da wir die erste Lebenshälfte nicht kennen.

Vielleicht könnt ihr uns einen Rat geben. Ich wäre für eure Meinungen und Anregungen wirklich dankbar.


Liebe Grüße Eva
 
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Simone K.

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Hallo. Ich habe bei Geos verschwinden mitgefiebert und mich sehr gefreut als ihr ihn wieder hattet.
Was du beschreibst, erinnert mich seeehr an meine zwei. Die sind 1 Jahr und 3 Monate alt. Bean und Cooper kennen auch keine Scheu Fremden gegenüber. Cooper wollte sogar schon mal bei den Nachbarn in der unteren Ablage vom Kinderwagen mitfahren 🙄. Bis zur Ende der Straße durfte er mitfahren, dann würde er zum aussteigen überredet. Bean schläft mit Vorliebe auf den Gartenmöbeln der Nachbarschaft. Mein schlimmster Albtraum ist, dass sie sich ein 2. Zuhause suchen.
Auch bei mir ist die Angst mit den Autos da.
Nur bei mir war es so, dass ich die Tigers nicht auslasten konnte. Egal wieviel ich gespielt habe. Egal wieviel ich geclickert und beschäftigt habe. Mehrere Stunden jeden Tag. Wohnung ist auch seeeehr als Katzengerecht. Sie waren einfach nicht ausgelastet. Meine Tierärztin hat mir sogar geraten, sie frühzeitig rauszulassen. (7 Monate) um Verhaltensstörungen zu vermeiden. Seid sie raus dürfen sind die beiden viel ausgeglichener.
Ich weiß was ihr durchmacht. Wenn sich der kleine mal nicht blicken lässt, ist sofort die Angst da ob was passiert ist...
Meine TÄ hat zu mir gesagt, dass man auf die Katze hören sollte. Wenn der Freiheitsdrang so groß ist, ist die Sicherheit des Hauses ein goldener Käfig in dem solche Freigänger oft wenig Freude finden. Daran versuche ich immer zu denken wenn mir Zweifel kommen. Aber ich Träume immer noch vom Lotto Gewinn, um ein riiiießiges eingezäuntes Grundstück zu kaufen. 😅
 
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KatzeK

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Die Frage ist meiner Meinung nach, ob er sich überhaupt dauerhaft in der Wohnung wohl fühlen wird?

Die Phase nach seinem Verschwinden halte ich nicht für repräsentativ, da er da wahrscheinlich eh erst mal ein wenig "verstört" war. Und ein, zwei Tage nicht raus können sind auch noch nicht sooo repräsentativ.

Für ihn wäre es ein Verlust, wenn er nicht raus kann, obwohl er es will. Euch würde es mehr Sicherheit geben.

Von daher würde ich erst mal beobachten wie sich das über einen längeren Zeitraum entwickelt bevor ich da irgendwas "festlegen" würde oder ihm gar Gesellschaft dazu holen (außer ihr wollt die zusätzliche Katze auch unabhängig davon).

Ich persönlich würde ihn wahrscheinlich trotzdem raus lassen. Es ist nicht gesagt, dass ihm automatisch eher was passiert nur weil er so unbedarft ist. Und er lernt ja auch dazu. Aber das ist halt auch ein Stück weit eine Einstellungssache.

Mein Cousin hat eine Hütehündin, die liegt auch immer mitten auf der Straße, seit er sie hat. Und geht keinen Millimeter von der Straße, wenn ein Auto kommt. Selbst wenn man aussteigt und sie zu verscheuchen versucht geht sie im Zweifel nicht weg. Er muss kommen und sie rufen. Andernfalls bleibt sie stoisch liegen. Irgendwann kam ein zweiter Hund dazu und eine Katze. Die machen ihr das jetzt nach und es liegen alle drei Tiere gemeinsam mitten auf der Straße... Das geht schon seit Jahren so und so gut wie jeder wundert sich, dass da noch nie was passiert ist. Er sieht es ganz entspannt, wenn man ihn drauf anspricht: "Die gehen schon weg, wenn es wirklich gefährlich wird...".

Er wohnt am äußersten Rand eines Ortes und dort ist wirklich wenig Verkehr, den wenigen der dort ist haben die Tiere aber voll im Griff wie es scheint. Sie lassen sich davon einfach nicht beeindrucken, zumindest nicht solange, solange die Autos/Trecker anhalten.

Es ist ein Faszinosum, aber aus irgendeinem Grund ging es bisher immer gut. Vielleicht können sie es wirklich einschätzen, ob es gefährlich wird oder nicht?
 
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Depbie

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Hallo. Ich habe bei Geos verschwinden mitgefiebert und mich sehr gefreut als ihr ihn wieder hattet.
Was du beschreibst, erinnert mich seeehr an meine zwei. Die sind 1 Jahr und 3 Monate alt. Bean und Cooper kennen auch keine Scheu Fremden gegenüber. Cooper wollte sogar schon mal bei den Nachbarn in der unteren Ablage vom Kinderwagen mitfahren 🙄. Bis zur Ende der Straße durfte er mitfahren, dann würde er zum aussteigen überredet. Bean schläft mit Vorliebe auf den Gartenmöbeln der Nachbarschaft. Mein schlimmster Albtraum ist, dass sie sich ein 2. Zuhause suchen.
Auch bei mir ist die Angst mit den Autos da.
Nur bei mir war es so, dass ich die Tigers nicht auslasten konnte. Egal wieviel ich gespielt habe. Egal wieviel ich geclickert und beschäftigt habe. Mehrere Stunden jeden Tag. Wohnung ist auch seeeehr als Katzengerecht. Sie waren einfach nicht ausgelastet. Meine Tierärztin hat mir sogar geraten, sie frühzeitig rauszulassen. (7 Monate) um Verhaltensstörungen zu vermeiden. Seid sie raus dürfen sind die beiden viel ausgeglichener.
Ich weiß was ihr durchmacht. Wenn sich der kleine mal nicht blicken lässt, ist sofort die Angst da ob was passiert ist...
Meine TÄ hat zu mir gesagt, dass man auf die Katze hören sollte. Wenn der Freiheitsdrang so groß ist, ist die Sicherheit des Hauses ein goldener Käfig in dem solche Freigänger oft wenig Freude finden. Daran versuche ich immer zu denken wenn mir Zweifel kommen. Aber ich Träume immer noch vom Lotto Gewinn, um ein riiiießiges eingezäuntes Grundstück zu kaufen. 😅
Suche nach der Ursache! Bei aller Liebe und Fürsorge verstehst Du Deine Katze nicht. Irgendetwas machst Du falsch. Beobachte und höre zu. Katzen haben auch eine Rethorik. Ein großes, eingezäuntes Grundstück wird sie nicht aufhalten. Hauskatzen sind Orts und Menschenbezogen wenn sie sich wohl fühlen. Katzen sind schlau. Sie bleiben in ungeliebter Sicherheit bis sie ein besseres Zuhause gefunden haben. Warum und wo auch immer das sein mag. Höre zu, denke nach und sei geduldig
 
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Simone K.

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Suche nach der Ursache! Bei aller Liebe und Fürsorge verstehst Du Deine Katze nicht. Irgendetwas machst Du falsch. Beobachte und höre zu. Katzen haben auch eine Rethorik. Ein großes, eingezäuntes Grundstück wird sie nicht aufhalten. Hauskatzen sind Orts und Menschenbezogen wenn sie sich wohl fühlen. Katzen sind schlau. Sie bleiben in ungeliebter Sicherheit bis sie ein besseres Zuhause gefunden haben. Warum und wo auch immer das sein mag. Höre zu, denke nach und sei geduldig
Wie meinst du? Dass sie so zutraulich sind? Das wär von Anfang an so. Das ist deren Charakter würde ich sagen. Als ich sie geholt habe, hatten sie keine Scheu. Von der ersten Minute an waren sie hier Zuhause. Von der ersten Nacht im Bett geschlafen. Kommt Besuch, wird dieser begrüßt wie ein Familienmitglied geschmust etc.
Ich versuche ihnen ständig zuzuhören, habe deshalb auch eine Katzenklappe besorgt, dass sie tagsüber selbstständig wählen können, wann sie raus oder rein wollen. Vorgegebene Zeiten waren nicht so ihr Ding 😅.
Wenn du jedoch Tipps für mich und auch @GeosDosi hast, wie man den Katzen ihre zutraulichkeit "austreiben" kann, dann gerne her damit.
 
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KatzeK

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Wenn du jedoch Tipps für mich und auch @GeosDosi hast, wie man den Katzen ihre zutraulichkeit "austreiben" kann, dann gerne her damit.

Behandele sie schlecht. Mache ihnen Angst. Verletze sie.

Dass das nicht ernst gemeint ist dürfte hoffentlich klar sein. 😉

Als Besitzer kann man das einer Katze nicht "austreiben", damit würde man sie nur "vertreiben". Das einzige was da "helfen" kann sind schlechte Erfahrungen mit Menschen oder Umständen, aber das wünscht man sich ja auch nicht... Also muss man es einfach hinnehmen und das Beste hoffen. Mehr geht im Grunde nicht, wenn man sie nicht einsperren möchte oder kann.

Man kann versuchen auf die Mitmenschen zu bauen und mit denen reden, dass die das nicht auch noch fördern. Aber das war es dann auch schon.
 
UliKatz

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Hallo Eva,
oh ich kann euch so gut verstehen!
Meine sind auch Freigänger und Rocky, vor allem was Straße angeht zunehmend unbesorgter. Anfangs ist er bei jedem herannahenden Gräusch sofort geflüchtet, jetzt marschiert er seelenruhig mitten auf der Straße. Ich wohne auch ländlich, die Straße ist eigentlich nur morgens und am Nachmittag/abends befahren, nachts ist es ruhig.
Meine können kommen und gehen, wie sie möchten. Sie haben beide mittlerweile einen Rhythmus, der eher spätabends/nachtaktiv ist. Beide kommen frühmorgens heim, futtern und schlafen dann. Damit ist Verkehrsproblem bei uns ziemlich minimiert.
Vielleicht wäre das ja auch eine Lösung für Geo/euch? Dass ihr ihn tagsüber eher zuhause lasst und er dann abends/ nachts seine Freiheit genießen kann?
Die Idee mit dem Kumpel finde ich auch überlegenswert.
 
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Lehmann

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Das was du beschreibst, Eva, kenne ich zu gut.
Mila kam mit einem Jahr die ersten Male raus, und war ein naiver , kleiner Kindskopf.
Freundlich zu allen Leuten mit erhobenem Schwänzchen marschiert, bei Nachbarn durch die Terrassentüren in deren Haus marschiert, hat sich in Nachbars Garage einschliessen lassen, etc.
Es war im ersten halben Jahr einfach schrecklich mit ihr. Ich bin tausend Tode gestorben.
Aber diese Katze ist einfach ein Freigeist, die lässt sich drinnen nicht halten-und nach und nach wurde es besser mit ihr. Dies als Trost für dich. Wenn du die Nerven hast, musst du da durch. Und ich glaube, eine Katze, die einmal draussen war, wird das auch wieder einfordern.
 
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Simone K.

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Suche nach der Ursache! Bei aller Liebe und Fürsorge verstehst Du Deine Katze nicht. Irgendetwas machst Du falsch. Beobachte und höre zu. Katzen haben auch eine Rethorik. Ein großes, eingezäuntes Grundstück wird sie nicht aufhalten. Hauskatzen sind Orts und Menschenbezogen wenn sie sich wohl fühlen. Katzen sind schlau. Sie bleiben in ungeliebter Sicherheit bis sie ein besseres Zuhause gefunden haben. Warum und wo auch immer das sein mag. Höre zu, denke nach und sei geduldig
Behandele sie schlecht. Mache ihnen Angst. Verletze sie.

Dass das nicht ernst gemeint ist dürfte hoffentlich klar sein. 😉

Als Besitzer kann man das einer Katze nicht "austreiben", damit würde man sie nur "vertreiben". Das einzige was da "helfen" kann sind schlechte Erfahrungen mit Menschen oder Umständen, aber das wünscht man sich ja auch nicht...
Ihr werdet lachen aber ich habe mir tatsächlich überlegt einen Kumpel zu fragen ob er ihnen nicht mal Angst machen könnte. Habe es dann aber schnell verworfen weil ich es nicht übers Herz bringen könnte. 🤷🏻‍♀️
 
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Cloverleave

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  • #10
Was du beschreibst kenne ich von dem Kater meiner Eltern, der lange Zeit auch ständig verloren ging und unfassbar zutraulich war (meine Mutter musste ihn mehrmals von Tierärzten abholen, teils nur 2h nachdem sie ihn rausgelassen hatte, weil er überall reinspazierte und die Leute dachten, er wäre heimatlos). Er war da auch noch kein Jahr alt und je älter er wurde, desto besser wurde es. Seitdem bin ich der festen Meinung, dass die Regel mind. 1 Jahr für Freigang wirklich nicht ausgesetzt werden sollte. Und würde euch empfehlen, eurem Geo einfach noch ein paar Wochen bis Monate drinnen zu gönnen und es dann noch einmal zu probieren.
Vielleicht ist er doch jünger als ihr denkt, vielleicht ist er einfach ein Spätzünder, aber schaden tut es ihm sicher nicht, vor allem wenn er drinnen ja gut klar kommt. Und dann könntet ihr auch beobachten, ob ihm die Wohnung nicht vielleicht sogar reicht, wie KatzeK vorgeschlagen hat.
 
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Amalie

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  • #11
Ich wohne in einer Straße nur für Anwohner. Schon seit Jahren habe ich mir angewöhnt, dass ich auf Katzen (meine eigenen und von Nachbarn) wild hupend zufahre, wenn Katze auf der Straße ist. Das hat in der Regel den Effekt, dass die Katze von der Straße weg flüchtet. Ich habe gemerkt, dass meine Katzen jetzt in der Regel hinter einen Zaun flüchten, wenn ein Auto oder auch nur ein Radfahrer die Straße entlang fährt. Aber ein Risiko bleibt immer.
 
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  • #12
Ich kann die Angst gut nachvollziehen. Wir wohnen auch sehr ländlich, in einem richtigen „Kuhdorf“, aber mit einer Dorfstraße, die zur Rushhour gut befahren ist. Drumherum, v.a. Auf unserer Straßenseite, nichts als Kuhweiden, Pferdekoppeln, Felder und Wald. Nach 20 Uhr sagen sich hier Fuchs und Haase Gute Nacht. Bei meinen bisherigen Katzen war der Freigang nie ein Problem, weil sie der Straße ferngeblieben sind und unser, bzw. das Grundstück der Nachbarn gereicht hat. Als letztes Jahr unser ca. 9 Jahre alter Bob aus dem Tierheim hier einzog, war klar, dass auch er nach der Eingewöhnungszeit Freigang bekommen wird. Das lief anfangs auch gut, da er sich immer in Rufweite befand - meistens in Nachbars großem Garten oder auf unserem großen Hinterhof mit vielen Klettermöglichkeiten. Nach ca. 3-4 Wochen stellten wir aber fest, dass er ständig die Straße überquert und einfach drauf losrennt, auch wenn Autos kommen😬
Nachdem ich das einige Male beobachtet habe, haben wir beschlossen, den Garten (ca. 220 Quadratmeter mit Bäumen zum Beklettern usw....) erstmal provisorisch mit einem Netz ausbruchsicher zu machen. Das gefällt ihm natürlich nicht und er tut mir leid, aber ich will ihn auch nicht tot von der Straße kratzen müssen😬.
Wie es weitergeht, weiß ich noch nicht, aber ich fürchte, dass sich tendenziell die meisten ehemaligen Freigänger sehr schwer mit späteren Einschränkungen tun. Ich denke, euer Geo würde sich auch mit einem Freigehege nicht zufrieden geben, nachdem er so viele Freiheiten genossen hat.
 
Margitsina

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  • #13
Lass in wieder raus sofort. Der Kater weiß nicht warum er drin sitzen muss. Er ist Freigang gewöhnt.
Du kannst nie aus ihm einen Wohnungskater machen! Abgesehen davon hätte er längst einen gleich alten Kumpel bekommen müssen.
 
Froschn

Froschn

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  • #14
Geo hat doch n Kumpel, Mickey oder hab ich da was falsch im Kopf...
 
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Margitsina

Margitsina

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  • #15
Ach gut, das hatte ich wohl überlesen.
Aber einsperren ist nun mal wirklich überhaupt keine Option.
 
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Depbie

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  • #16
Wie meinst du? Dass sie so zutraulich sind? Das wär von Anfang an so. Das ist deren Charakter würde ich sagen. Als ich sie geholt habe, hatten sie keine Scheu. Von der ersten Minute an waren sie hier Zuhause. Von der ersten Nacht im Bett geschlafen. Kommt Besuch, wird dieser begrüßt wie ein Familienmitglied geschmust etc.
Ich versuche ihnen ständig zuzuhören, habe deshalb auch eine Katzenklappe besorgt, dass sie tagsüber selbstständig wählen können, wann sie raus oder rein wollen. Vorgegebene Zeiten waren nicht so ihr Ding 😅.
Wenn du jedoch Tipps für mich und auch @GeosDosi hast, wie man den Katzen ihre zutraulichkeit "austreiben" kann, dann gerne her damit.
Schimpfe wenn Du sie auf der Straße liegend ertappst. Die Worte sind egal. Der Tonfall ist wichtig. Lege Warnung in Deine Stimme. Außerdem können Katzen riechen ob Du es ernst meinst. Anfänglich hat mich Debbie bis in den Supermarkt verfolgt ohne daß ich es bemerkte. Plötzlich sehe ich sie neben mir. Ein Rüffel kam postwendend. Tiere sind hier nicht erlaubt! Ich ließ den Einkaufwagen stehen und ging mit Debbie nach Hause. Jetzt sehe ich mich immer um wenn ich das Grundstück verlasse. Versucht sie mir zu folgen sage ich im Warntonfall: Geh heim! Fremden Menschen gegenüber ist sie scheu. Debbie wurde auf der Staße geboren und landete als Kitten im Tierheim. Dort blieb sie 2 Jahre. Mehrmals adoptiert und zurückgegeben wollte sie Niemand behalten. Zufällig "rumpelten" wir zusammen. Liebe auf den ersten Blick. Debbie hat mich ausgesucht.
 
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Simone K.

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  • #17
Schimpfe wenn Du sie auf der Straße liegend ertappst. Die Worte sind egal. Der Tonfall ist wichtig. Lege Warnung in Deine Stimme.

Bei mir ist es eher das Problem, das sie knapp vorm Auto noch über die Straße flitzen müssen. 🙄
Klar gibt es bei uns auch oft "schimpfe" aber ich bin ja nicht 24/7 an deren Seite.
Zum Glück wissen die Nachbarn um meine Katzen und fahren seitdem langsam vorbei. Auch wegen den spielenden Kindern ist hier keine "Rennstrecke"
Aber die Sorge bleibt, da Postautos ja immer mit gefühlten 100kmh von Briefkasten zu Briefkasten Rasen.

Ich denke aber, um @GeosDosi zu beruhigen: Es ist immer Gefahr da. Wohnst du in beruhigten Wohngebiet sind es Autos und Menschen in welcher Form auch immer. Wohnst du ländlich sind es Landwirtschaftliche Fahrzeuge (Mähdrescher etc.) Güllegruben, Fuchs und Marder.
Hast du Hauskatzen kann ein Stomkabel oder ein unbeabsichtigt gekipptes Fenster etc etc....
Es gibt kein 100% sicheres Leben. Weder für Mensch noch Tier.
Z.B Die Katze einer Bekannten hat gesicherten Freigang. Am 01.01. musste sie zum Tierarzt fahren, da eine Rakete im Garten abgestürzt ist und die Katze aus der Pfütze getrunken hat wo diese lag. Da denkt niemand dran. Leichte Bleivergiftung trotz vermeintlicher Sicherheit.
Klar du an wir alles für unsere Fellnasen und sollte man Gefahren beseitigen so gut es geht. Man kann aber nicht alles kontrollieren. Das muss ich mir selber mit den Tigers auch immer wieder klar machen.
 
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Depbie

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  • #18
Behandele sie schlecht. Mache ihnen Angst. Verletze sie.

Dass das nicht ernst gemeint ist dürfte hoffentlich klar sein. 😉

Als Besitzer kann man das einer Katze nicht "austreiben", damit würde man sie nur "vertreiben". Das einzige was da "helfen" kann sind schlechte Erfahrungen mit Menschen oder Umständen, aber das wünscht man sich ja auch nicht... Also muss man es einfach hinnehmen und das Beste hoffen. Mehr geht im Grunde nicht, wenn man sie nicht einsperren möchte oder kann.

Man kann versuchen auf die Mitmenschen zu bauen und mit denen reden, dass die das nicht auch noch fördern. Aber das war es dann auch schon.
Eine Katze kannst Du nicht besitzen! Sie bleibt wenn es ihr gut geht. Hast Du Vertrauen gewonnen ist Dir Zuneigung sicher. Verrat wird gnadenlos bestraft. Wie kannst Du einer besorgten Katzenhalterin solchen Nonsens posten?! Auch wenn nicht ernst gemeint ist solch eine Aussage totaler Blödsinn. Wie alt bist Du? 10?
 
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Depbie

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  • #19
Bei mir ist es eher das Problem, das sie knapp vorm Auto noch über die Straße flitzen müssen. 🙄
Klar gibt es bei uns auch oft "schimpfe" aber ich bin ja nicht 24/7 an deren Seite.
Zum Glück wissen die Nachbarn um meine Katzen und fahren seitdem langsam vorbei. Auch wegen den spielenden Kindern ist hier keine "Rennstrecke"
Aber die Sorge bleibt, da Postautos ja immer mit gefühlten 100kmh von Briefkasten zu Briefkasten Rasen.

Ich denke aber, um @GeosDosi zu beruhigen: Es ist immer Gefahr da. Wohnst du in beruhigten Wohngebiet sind es Autos und Menschen in welcher Form auch immer. Wohnst du ländlich sind es Landwirtschaftliche Fahrzeuge (Mähdrescher etc.) Güllegruben, Fuchs und Marder.
Hast du Hauskatzen kann ein Stomkabel oder ein unbeabsichtigt gekipptes Fenster etc etc....
Es gibt kein 100% sicheres Leben. Weder für Mensch noch Tier.
Z.B Die Katze einer Bekannten hat gesicherten Freigang. Am 01.01. musste sie zum Tierarzt fahren, da eine Rakete im Garten abgestürzt ist und die Katze aus der Pfütze getrunken hat wo diese lag. Da denkt niemand dran. Leichte Bleivergiftung trotz vermeintlicher Sicherheit.
Klar du an wir alles für unsere Fellnasen und sollte man Gefahren beseitigen so gut es geht. Man kann aber nicht alles kontrollieren. Das muss ich mir selber mit den Tigers auch immer wieder klar machen.
Das Leben ist ein Abenteuer. Risikolos geht nicht. Das gilt für alle Lebewesen. Klugheit ist nützlich. Manche schaffen es zu überleben und sammeln Erfahrung. Diese weitergeben zu können ist eine Gabe welche nur Wenige haben.
 
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KatzeK

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  • #20
Wie kannst Du einer besorgten Katzenhalterin solchen Nonsens posten?!

Mir scheint Du hast meinen Beitrag nicht wirklich gelesen. In dem steht nämlich genau das was Du auch geschrieben hast. 😉

Oder ist Dein Beitrag auch Nonsens?
 
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