Kater seit 6 Monaten ständig krank, was tun?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
FranzLeopold

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Hallo zusammen,

Ich bin leider am Ende meiner Kräfte und, wenn es so weiter geht, meines Geldes. Seit etwas über 6 Monaten ist mein Kater Leo ständig krank. Ich bin etwa 1x die Woche beim TA und es wird nicht besser.

Zur vorab Info: Leo ist fast 3 Jahre alt und ein Perser, 3,5kg schwer, reine Wohnungskatze und seit 1,5 Jahren in Einzelhaltung (seit ich meine WG verlassen habe).

Angefangen hat es mit einer echt heftigen Blasenentzündung (wahrscheinlich verursacht durch Stress. Ich bin zu meiner Mutter gezogen und Leo hat sich gar nicht mit ihren Katzen verstanden. Danach bin ich zu meinen Großeltern, wo er keinen Kontakt zu anderen Tieren hat und ein riesiges Zimmer (~30qm) mit mir teilt). Innerhalb einer Woche sind wir 2x beim TA gewesen, dass zweite Mal haben sie ihn da behalten und unter Narkose die Blase ausgespült. Es war so heftig, dass wir ihn auf ein Spezialfutter umgestellt haben und er zusätzlich auch noch die Urocid Paste füttern. (Mein neuer TA fand das exzessiv, aber bei einer Urinprobe sah alles gut aus.)
Als das vorbei war, hatte er ständig Durchfall. Zur Info: er ist ein schneeweißer Perser... alles ganz schön ekelhaft, da es überall hängen blieb, ich hatte überall Kotspuren, das Rauswaschen war immer sehr stressig und nach Möglichkeit habe ich es einfach rausgeschnitten (weniger Stress für Leo). Er hat immer Buscopan und noch etwas gespritzt bekommen, aber es ist immer wieder gekommen. Tabletten hatten wir auch mal versucht, aber die nimmt er gar nicht (Futtertrieb ist bei ihm gleich null, der hungert lieber, als dass er was mit Medikamenten frisst). Maximal war es ein paar Tage besser und dann wieder Durchfall, mal mehr mal weniger. Kot wurde auch untersucht, am Anfang hatte er Würmer, die waren nach der Wurmkur weg und der Durchfall blieb. Sonst wurde nichts festgestellt.
Im Januar habe ich dann den TA gewechselt. Neue Kotuntersuchung, diesmal gar nichts. Keine Giardien (die er mal als Jungtier hatte), keine Würmer, gar nichts. Blutbild -> ebenfalls nichts. Urinprobe-> nichts. Er bekommt wieder jedes mal Spritzen und es wird nichts dauerhaft besser.
Jetzt hatte er vor 2 Wochen plötzlich Blut im Urin. Diesmal ein Blaseninfekt. Er kriegt Antibiotika-Salbe ins Maul gespritzt (2x täglich) und 1xtäglich Schmerzmittel. Am Wochenende war die Kur durch und er hatte wieder sofort Blut im Urin. Während des Blaseninfekts hatte er keinen Durchfall.
Ich bin hier ehrlich am Durchdrehen. In einer Verzweiflungstat habe ich ihn auch kurz scheren lassen, damit wir wenigstens nicht ganze Zeit den Durchfall rausschneiden oder -waschen müssen. Er miaut auch ständig vor dem Toilettengang, scharrt unglaublich viel, ist sehr oft und lange auf dem Klo. Seitdem alles begonnen hat, macht er mir immer in die Badewanne (groß wie klein) und wenn ich das Badezimmer zumache, macht er manchmal irgendwo auf den Teppich (das ganze Zimmer ist leider mit Teppich ausgelegt) und oft auch genau vor dem Katzenklo. Er pinkelt auch unglaublich gerne auf den handgemachten Teppich meiner Oma, den sie mir ins Badezimmer gelegt hat.
Meine Tierärztin weiß nicht was er hat. Sie vermutet es ist der Stress, aber ich habe schon jeden Stressfaktor eliminiert: keine Kinder, keine Besucher, keine anderen Tiere, viel Platz, verschiedene Wasserquellen (ein Trinkbrunnen und zwei Wasserschalen im Zimmer verteilt), viele Kratzmöglichkeiten, etc.
Er ist an andere Katzen gewöhnt, aber da seine Grundimmunisierung verfallen ist und er ganze Zeit krank ist, kann ich ihn nicht mit einer Zweitkatze zusammen führen. Er ist nur in der Wohnung, aber ich will gerne versuchen ihn an ein Geschirr und Leine zu trainieren, damit er auch mal raus kann.

Was kann ich tun? Habt ihr irgendwelche Ratschläge? Ich habe keine Ahnung mehr, was ich machen soll, aber ich kann echt nicht mehr mit seinen Schmerzen (das ständige Scharren auf dem Klo), den ständigen Urin- und Kotflecken, der ständig als Katzenklo missbrauchten Badewanne und den ganzen TA Kosten.
Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Vielen Dank schonmal!
 
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Kiara_007

Kiara_007

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Hallo und willkommen im Forum!

Puhhhh, da jagt ja eine Baustelle die andere.

Zunächst: wie viele Klos hast du (es sollten min. 2 sein). Vermutlich wird er unsauber, weil er die Klos mit Schmerzen verbindet; gerade bei Blasenentzündung ist es typisch, das auf weiche Unterlagen ausgewichen wird.

Was ist nun genau der medizinische Stand?
"Innerhalb einer Woche sind wir 2x beim TA gewesen, dass zweite Mal haben sie ihn da behalten und unter Narkose die Blase ausgespült. Es war so heftig, dass wir ihn auf ein Spezialfutter umgestellt haben und er zusätzlich auch noch die Urocid Paste füttern"
--> das klingt danach, als hätte er Struvitsteine, das muss weiterbehandelt werden, kann nämlich eine Begründung für das Wildpinkeln sein.

Durchfall könnte auch eine Unverträglichkeit sein, da würde ich dir eine strikte Ausschlussdiät empfehlen (Nur Nassfutter,nur 1 Proteinquelle, am besten von einem Tier, das er noch nie hatte, z.B. Pferd, Känguruh, keine Leckerlis).

Was fütterst du denn aktuell?

...und wenn er wieder topfit ist, bitte einen Kumpel (kein Kitten, sondern gleichalt) dazu 🙂

Edit: Ach ja: Stellen mit Kot-/ Urinflecken unbedingt mit Enzymreiniger reinigen; sonst riecht es dort weiter nach Klo.
Bei schlimmen DF gekochtes Hühnchen geben (mit ein wenig Wasser dünsten, die Kochbrühe mit verfüttern).
Evtl. ist seine Darmflora auch hinüber; da könnte man ein Dybiose-Kotprofil erstellen, um diese gezielt aufzubauen (Antibiotika setzt der Verdauung sehr zu)
 
M

Max Hase

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Welche Untersuchungen wurden darüber hinaus gemacht?
Blutentnahme? Auch Pankreaswerte (fpli), Schilddrüse?
Röntgenübersicht von Brust- und Bauchraum?
Ultraschall vom Bauch?
Kotuntersuchung (Würmer, Giardien, pathogene Keime)?

Wenn die ersten Mittel nicht greifen, sind nicht die üblichen Verdächtigen die Verursacher. Also muss man breiter gucken.

Stress ist eine Möglichkeit, aber in meinen Augen eine Ausschlussdiagnose, wenn man genauer geguckt hat.
 
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@Kiara_007 Dankeschön! Ich werde die Ausschlussdiät mit meiner TA absprechen, ist aber ein wenig schwierig, da er ja das spezielle Futter gegen Harnsteine bekommt und ich nur 2 Marken gefunden habe, die das ohne Getreide herstellen.

Ich habe zwei Klos, die er auch beide benutzt. Eines ist mit Haube, eines ohne. Die TA meinte auch, dass er unsauber wegen den Schmerzen ist, deswegen nehme ich es auch nicht übel und vor allem kann ich dadurch gut seinen Urin beurteilen.

Die Struvitsteine haben wir behandelt bekommen, dagegen bekommt er auch provisorisch das Futter+Salbe (animonda INtegra Protect Harnsteine, Trockenfutter + 100g Nassfutter davon).

Ich wollte schon lange eine zweite Katze dazu holen, aber mit seinem Gesundheitszustand ja leider noch nicht möglich. Ich merke auch, dass er die Gesellschaft vermisst. :(
 
FranzLeopold

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Welche Untersuchungen wurden darüber hinaus gemacht?
Blutentnahme? Auch Pankreaswerte (fpli), Schilddrüse?
Röntgenübersicht von Brust- und Bauchraum?
Ultraschall vom Bauch?
Kotuntersuchung (Würmer, Giardien, pathogene Keime)?

Wenn die ersten Mittel nicht greifen, sind nicht die üblichen Verdächtigen die Verursacher. Also muss man breiter gucken.

Stress ist eine Möglichkeit, aber in meinen Augen eine Ausschlussdiagnose, wenn man genauer geguckt hat.
Blutentnahme, Kotuntersuchung, Urinuntersuchung wurden gemacht. Ich bin mir nicht sicher ob da auch auf die Pankreaswerte und die Schilddrüse geguckt wurde, da muss ich mal in den Unterlagen nachschauen oder nochmal nachfragen. Aber nach den Würmern war danach nichts mehr auffälliges, außer jetzt wo er den Blaseninfekt bekommen hat, da waren die Entzündungswerte hoch, aber keine Kristalle.
Röntgen oder Ultraschall wurden nicht gemacht, aber ich werde sie dann jetzt beim nächsten Besuch darum bitten. Beim Abtasten merkt die TA aktuell nichts, fühlt sich wohl immer alles schön weich an.
 
Kiara_007

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Ach ok, die Steine sind also noch Thema.
Ich rufe mal @Petra-01 , sie kann ganz toll erklären,wie man das ohne "Spezialfutter", aber gezielt mit Medikamenten hinbekommt, dann wäre Ausschlussdiät und Struviternährung gleichzeitig möglich.

Ich möchte auch den Post von MaxHase nochmal unterstreichen; indb. Test auf Pankreatitis (im normalen Blutbild ist das nicht bei; da braucht man fpli, Tli); ggf könnte man vom Kot auch eine Nahrungsausnutzung ordern, daran erkennt man, ob die Verdauung korrekt arbeitet.
 
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ferufe

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Hallo,

wenn er jetzt kein Struvit mehr hat kann man das spezielle Futter wieder ausschleichen und regelmäßig selbst den pH des Nüchternurins überprüfen, mit den Uralytstreifen. Dann könnte man sofort reagieren falls sich ständig wieder ein höherer pH einstellt. TrFu sollte wirklich nur als Leckerlie gegeben werden, das spezielle dürfte es dann auch sein. Welches Streu benutzt du? Evtl. verbindet er mit dem jetzigen auch etwas.
Und wenn du daran denkst ihm einen Kumpel dazuzugeben, dann sehe ich nicht ubedingt mit seiner Blasenentzündung als problematisch. Ja, es wäre schon eine Aufgabe, doch du könntest dich zumindest schon umsehen. Am besten Kater auf einer Pflegestelle, diese können dir mehr zum Tier erzählen. Zufriedenheit des Katers kann sich positiv auswirken.
Die Ausschlussdiät ist sehr zu empfehlen. Mag er roh fressen oder ggf. gkocht? Schon mal ausprobiert? Roh säuert natürlicherweise den Urin an, das könnte - da Struvit aktuell weg ist - gut helfen. Und bei der Rohfütterung kannst du testen welches Fleisch er gut verträgt.
Den Zusammenhang mit dem geratenen spezifischen Pankreaswert sehe ich nicht unbedingt, aber wenn du die Blutbilder zuhause hast schaue doch bitte aus welchem Labor. Laboklin misst beim sogenannten geriatischen Blutbild die DGGR-Lipase mit, diese kann dir dann schon Auskunft geben. Auch kann es sein, dass er das empfohlene und jetzt gegebene Futter einfach nicht gut verträgt. Das ist in der Zusammensetzung nicht gerade besonders gut.
VG
 
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Petra-01

Petra-01

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Ach menno, der arme Schatz.
(ich habe auch einen weißen Perser hier, weiß also wie das aussieht bei Durchfall)

Wichtig wäre daß du die Befunde erfragst.
Bitte laß dir vom letzten Urinbefund einen Bericht zuschicken oder faxen oder mailen, wie auch immer.
Ich brauche da mal die Daten, ph wert, spezifisches Gewicht vom Urin, Kistalle oder nein, Eiweiß, Entzündungswerte.

Dann bitte den Befund bei dem Harngries festgestellt wurde, was und wie viel Harngries war das?

Ich würde einen Ultraschall der Blase machen lassen, unbedingt. Das ist schon wichtig zur Abklärung.

Dann laß bitte das Trockenfutter ab sofort ganz weg.
Das ist bei allen Formen von Harngries und bei Blasenentzündungen wie Gift.
Es entzieht dem Körper zu viel wasser.
Die Blase muß sehr gut gespült werden. Also Naßfutter wenn möglich noch mit Wasser angemischt.

Zum ansäuern kannst du dir Guardacid Tabletten besorgen. Die werden in aller Regel wie Leckerchen gefuttert.
Wenn nein kann man sie mörsern und übers Futter geben.
Das wäre viel besser als die Paste und Spezialfutter.
Damit kannst du dann auch anderes hochwertiges Futter geben und bist nicht mehr auf Spezialfutter angewiesen.

Was dir aber auch klar sein muß, du kannst auch zu viel ansäuern!!
Wenn du es übertreibst und den ph daheim nicht misst kriegt der arme Kerl Oxalat Steine und die lassen sich nicht mehr auflösen.
Also, am besten Teststreifen kaufen, Uralyt u von Madaus.
Und immer wenn möglich den ph daheim messen.
Dabei aufschreiben wie hoch der ph war, wann gemessen, nüchtern oder wie lange nach dem fressen, was gefüttert wurde, wie viel vorher und wann angesäuert und die Menge vom Urin und Besonders.
Dann kriegst du einen Überblick was wie den ph verändert.
Und wie welches Futter vertragen wird.

Der ph sollte nüchtern bei 6,5 bis 7.2 liegen.
Zum auslösen von Struvit geht man tiefer, aber nie unter 6,29 weil da Oxalat ausfällt.

Dann würde ich evtl. noch Zylkene kaufen, das ist ein Nahrungsergänzungsmittel und wird natürlich und gut verträglich. Es stabilisiert und beruhigt und vermittelt mehr Wohlbefinden. Habe ich gute Erfahrungen mit gemacht.

Was hast du für Streu im Katzenklo?
Wichtig wäre nun ganz feines Klumpstreu anzubieten, das wird eigentlich immer sehr gut angenommen.
Alles Stellen die bepinkelt wurden mit Enymreiniger gründlich reinigen.

Und für den Notfall und für Schmerzen und Blut im Urin und gegen Krämpfe und häufiges Urin absetzen könnte man noch ein homöopathisches Mittel geben, Revet RV 18

Aber fang erst mal irgendwo an, das ist jetzt alles sehr viel auf einmal.

Trockenfutter und Spezialfutter weg, Guardacid geben und Schonkost oder ein gutes Naßfutter ohne Getreide und davon nur eine Marke und eine Sorte zu Anfang wäre der Anfang denke ich.

Und bleib tapfer, das kriegt ihr wieder hin!
 
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Lirumlarum

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...ich würde derzeit auch mit Futter bzw. Futterumstellungen erstmal langsam und vorsichtig sein. Bei den vielen Medikamenten die verabreicht wurden, hat es wahrscheinlich die Darmflora zerschossen. Und ist diese erstmal gestört kann es mitunter Monate dauern, bis sie wieder im Lot ist. In dieser Phase hat man meist auch länger mit Matsch-Kot zu kämpfen, mal besser, mal wieder schlechter. Um die Darmlfora nicht zu sehr zu überfordern, wäre es deshalb ratsam, bei Futterwechsel sehr, sehr langsam vorzugehen..also am besten löffelchenweise vorsichtig im bereits vertragen Futter einschleichen lassen. Bleibt der Kot stabil, kann man den Anteil des neuen Futter erhöhen..verschlechtert sich der Kot dadurch kehrt man einige Tage lang wieder auf das Mischungsverhältnis zurück, bei welchen der Kot O.K war.
Auch unterstützenden Mittel zur Darmsanierung würde ich mit dem Tierarzt besprechen bzw. kannst auch gerne hier im Forum in z.B diesen Faden dich einlesen. Klick mich
Trockenfutter ist ein echtes Schwergewicht für klapprige Därme und auch in Anbracht der Steinchenproblematik nicht besonders hilfreich. Da würde ich versuchen, dieses vorerst komplett vom Speiseplan zu nehmen und nur Nassfutter anzubieten.
 
FranzLeopold

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  • #10
Vielen Dank für die vielen lieben Antworten! Ihr habt mir echt Hoffnung gemacht!

Ich habe jetzt bei meiner TA die Befunde angefragt (da sehe ich dann hoffentlich auch, ob irgendwas auf Pankreas hinweist. Ansonsten steht das beim nächsten TA Besuch an) und Teststreifen + Guardacid bestellt, also kann ich bald mehr dazu sagen. Trockenfutter habe ich ihm jetzt auch wieder weggenommen. Er schafft es nicht ganz die 200g NaFu zu fressen (Fütterungsempfehlung laut Packung), aber da er eine Hauskatze ist und sein Gewicht bisher immer in Ordnung war, wird das wohl schon ok sein. Zur Sicherheit werde ich ihn aber einfach regelmäßig wiegen.
Meine TA hatte mir auch mal Stullmisan Pulver für den Darmaufbau mitgegeben und wenn ich es gut untermixe, frisst er das auch.

Als Streu habe ich Flachspellets von Wow! Unicat!. Das benutzen wir seit etwa 4 Monaten. Vorher hatte ich ein normales Katzenstreu, das sehr fein war. Dadurch dass er aber immer in die Badewanne macht (und die manchmal nass war) und das feine Streu in seinen Pfoten im Fell hängen bleibt, hatte er dann manchmal diese fiesen Klumpen zwischen den einzelnen Zehen, die er sich auch nur sehr schwer hat rausnehmen lassen.
Seine Toiletten und alle Stellen an die er uriniert reinige ich mit einem Enzymreiniger (Toiletter i.d.R. einmal die Woche auch mit kochendem Wasser ausgewaschen).

Eine weitere Katze will ich jetzt gerade wirklich nicht in den Mix werfen. Da die TA vieles auf Stress geschoben hat, wollte ich ihm nicht den Stress mit einer Zusammenführung antun. Auch verursacht seine Behandlung gerade enorme Kosten für mich (allein in den letzten 3 Monaten über €400 und ich bin nur Studentin). Persönlich bin ich gerade auch extrem belastet durch eigene gesundheitliche Probleme, da kann ich nicht guten Gewissens eine weitere Katze dazu holen, vor allem nicht solange Leo seine Impfungen noch nicht hat. Es ist mir auch sehr sehr wichtig, dass er nicht alleine bleibt, aber jetzt gerade kann ich einfach keine weitere Katze dazu holen. Mir ist es definitiv bewusst, dass Katzen keine Einzelgänger sind! (Ich gucke trotzdem auch immer wieder mal, ob es eine Katze im Tierheim/ Tierschutz gibt, die bei mir glücklich sein könnte und zu meiner Lebenssituation passt, aber aktuell ist das nicht gegeben)
 
D

Doppelhelix

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  • #11
Ich hatte mal so etwas ähnliches mit meinem Perserkater (Struvit und Co.). Fing bei ihm an mit 3 Jahren und er wurde nur 7 Jahre alt, weil ich der Penisamputation NICHT zugestimmt hatte. Letztlich ist er wohl an einer akuten Niereninsuffizienz gestorben :<
Im Nachhinein kann ich also nur zum Barfen (oder wenigstens 0 Trockenfutter), einer Penisamputation und halbjährlich eine Kur mit Silberkolloid (10-15ppm auf 3-6kg Katze, 7 Tage lang 5ml) raten.

Good luck.
 
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  • #12
Ich hatte mal so etwas ähnliches mit meinem Perserkater (Struvit und Co.). Fing bei ihm an mit 3 Jahren und er wurde nur 7 Jahre alt, weil ich der Penisamputation NICHT zugestimmt hatte. Letztlich ist er wohl an einer akuten Niereninsuffizienz gestorben :<
Im Nachhinein kann ich also nur zum Barfen (oder wenigstens 0 Trockenfutter), einer Penisamputation und halbjährlich eine Kur mit Silberkolloid (10-15ppm auf 3-6kg Katze, 7 Tage lang 5ml) raten.

Good luck.
Sorry wenn ich hier mal vehement wiederspreche.
Eine Penisresektion sollte immer nur als letzte Option im Raum stehen wenn alle anderen Optionen versagt haben und der Harngries bzw. die Steine sich nicht auflösen lassen, bzw. die Harnröhre verstopft aufgrund einer Engstelle im Penis. Struvit kann man sehr gut in den Griff kriegen und auflösen. Dazu muß man viel messen und die Erkrankung im Auge behalten.
Bei Struvit würde ich in den allerallerseltensten Fällen zu einer Penisresektion raten!
Bei Oxalat bringt es auch wenig da die Steine in der Blase verbleiben und die Resektion da wenig bringt. Da wäre bei massiven Steinen eine op zur Entfernung der Steine aus der Blase mehr zu erreichen.

Dem barfen als Optimum zur Ernährung stimme ich zu.
 
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  • #13
Bitte stelle bitte ein zweites Klo mit feinem Streu zur Verfügung.
Katzen pinkeln oft auf weiche Sachen oder neben das Klo oder eben auch in die Badewanne wenn etwas mit dem Klo oder dem Streu nicht passt.
Ganz viele Katzen lehnen Holzstreu, Pellets und dergleichen ab weil es zu grob für sie ist.
Dann erklärt sich das pinkeln in die Badewanne evtl. auch durch die Streu die du anbietest!
Wenn du die Badewanne immer austrocknest wenn du sie benutzt hast wäre das Problem mit den nassen Pfoten und dem verklumpen nicht mehr gegeben oder?
Oder pinkelt er erst in die Badewanne, hat danach durch den Urin nasse Pfoten und geht dann noch mal in sein Klo?
Oder trinkt er in der Badewanne Wasser? Dann würde ein Trinkbrunnen helfen!
 
D

Doppelhelix

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  • #14
Natürlich ist die Penisamputation sowas wie die "letzte Wahl", ABER es spart dem Tierchen meist viel Stress und Ärger, der sich über Jahre ziehen kann. Am besten wäre natürlich Rettich...aber viel Spaß dabei, einer Katze Rettich füttern zu wollen :D
 
Petra-01

Petra-01

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  • #15
Natürlich ist die Penisamputation sowas wie die "letzte Wahl", ABER es spart dem Tierchen meist viel Stress und Ärger, der sich über Jahre ziehen kann. Am besten wäre natürlich Rettich...aber viel Spaß dabei, einer Katze Rettich füttern zu wollen :D
Und noch mal. NEIN
Es spart nicht Streß und Ärger. Die Erkrankung bleibt bestehen.
Die Katze hat trotzdem weiter Harngries wenn man es nicht behandelt.

Das Problem Harngries geht man anders an.
Die Penistresektion wird nur gemacht, bzw. sollte nur gemacht werden! wenn es Engstellen am Penist gibt an denen der Gries stecken bleibt.
Wenn man den Harngries auslöst, was in vielen Fällen möglich ist braucht es diese op nicht.

Leider wird sie von vielen Tierärzten und vielen Tierkliniken zu oft und zu schnell gemacht.
Auch weil sich viele der Tierärzte nicht gut mit der Behandlung dieser Erkrankung auskennen.
Und weil eine op eben am meisten Geld bringt.

Und weil viele Tierhalter keine Ahnung haben, sich nicht selber schlau machen und zu schnell dem zustimmen.

Auch ist die op nicht ohne. Es kann zu Narben und Verwachsungen führen.
Und durch die größere Öffnung gelangen sehr viel schneller Bakterien in die Blase was immer wieder zu Blaseninfektionen führen kann.

Und was Rettich damit zu tun haben soll erschließt sich mir nicht.

Wer Fragen hat zur Behandlung von Harngries kann hier gerne fragen.
Einige User, ich unter anderem, haben damit sehr viel Erfahrung und es gibt sehr viele gute Informationen zu dem Thema hier im Forum.
 
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