Kater schreit, faucht, knurrt plötzlich Kater / Bruder an - Krieg zu Hause!

jessuelie

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Moin moin liebe Forengemeinde,

ich war vor einigen Jahren mal ein bisschen aktiv hier und brauche nun ein bisschen Hilfe von den Experten hier.

Meine zwei Kater gehen plötzlich aufeinander los, der ''Kleine'' schreit, faucht, knurrt, der ''große'' geht einfach drauf los.

Katzen sind momentan durch Kaninchendraht voneinander getrennt.



Eckdaten:

Problemfälle: 2 Kater
Alter: 4 Jahre
Bei uns: 3 1/2 Jahre
Geschwister: Nein (wohl schon immer zusammen)
Kastriert: Ja (mit 4 Monaten)
Rasse: EKH
Herkunft: Tierschutz, in großer Katzengruppe aufgewachsen
Wohnsituation: Wohnungskatzen (schon immer) mit einem ca. 18 m² großen Außengehege.
Weitere / neue Tiere: Nein

Sonstiges: Bisher immer sehr sozial. Fremden Katzen gegenüber, Hunden, Menschen. Gab noch nie Probleme.

Diego (4 kg) ist ein bisschen kleiner, hat beim Raufen bisher immer gewonnen, ist mutig und neugierig.

Riley (7kg), körperlich groß, nicht fett, eher schüchtern, zurückhaltend, schreckhaft.


Verhalten untereinander: Bisher immer freundlich und aufgeschlossen, spielen, fressen nebeneinander, schlafen nebeneinander, sind auch mal ein paar Stunden in getrennten Zimmern. Keine Probleme BISHER.




PROBLEM:

Vor genau zwei Wochen gerieten die Jungs das erste Mal aneinander. Nachts schrie Diego plötzlich im Außengehege. Wir dachten erst er hätte sich verletzt oder wäre im Kampf mit einer Ratte...?!

Beim Rausstürmen sahen wir aber nur unsere Katzen im Gehege. Riley saß ganz normal in der Mitte und Diego hatte sich klein gemacht, aufgeplüschtert, schrie, fauchte, knurrte und kam dann rein gerannt.

Die Verwirrung war groß.

Er hatte das Fell noch gesträubt, als Riley ruhig hinterher kam. Eigentlich wirkte er wie immer. Diego fing sofort wieder an zu knurren und zu fauchen, dann rannten sie unters Bett, wo sie sich richtig in die Wolle bekamen. Das war wirklich kein Raufen oder Käbbeln mehr. Wir sind dazwischen gegangen.

Katzen wurden getrennt und es ging am nächsten Tag zum Tierarzt.

Riley hatte eine gemeine Verletzung tief im Ohr, schüttelte auch ständig das Ohr, wobei immer wieder Blut raus spritzte. Er bekam ein Antibiotikum.

Diego sollte auf Herzen und Nieren geprüft werden, um zu schauen, ob irgendwas mit ihm nicht stimmt. Ich habe den Kater vorher noch nie fauchen hören. Ich hatte vermutet, dass er vielleicht wegen Schmerzen aggressives Verhalten zeigt. Die Ärtzin war aber mit ihm zufrieden.

Mit den Jungs also nach Hause. Wieder getrennt. Mein Mann baute aus Dachlatten und Kaninchendraht eine Tür, damit wir die Jungs trennen können, sie sich aber sehen konnten.

Nachmittags ließen wir die Jungs jeweils zur Tür und alles war wie immer. Als wäre nichts gewesen. Ein paar Stunden später ließen wir sie wieder zusammen. Alles fein.






GESTERN, also genau 2 Wochen später (in der Zwischenzeit war es, als wäre der Vorfall nicht gewesen) sind sie wieder aneinander geraten. Wieder im Gehege. Diesmal aber am Nachmittag.

Wieder Geschreie, ich zum Fenster Diego rennt durch die Katzenklappe am Fenster rein und versteckt sich im Wohnzimmer. Riley sitzt im Gehege und schaut ein bisschen verwundert aus.

Ich hab also die Trenntür schnell dicht gemacht. Diego war richtig außer sich. Riley kam inzwischen wieder nach. Sitzt am Gitter und weint.


Katzen sind nun also wieder getrennt. Diego knurrt und faucht sobald er Riley sieht, macht sich klein. Er ist jetzt tagsüber die meiste Zeit im Gehege.

Riley geht immer wieder mal zum Trenngitter und miaut. Legte sich gestern auch ein paar Mal davor schaut nach Diego (der knurrt), aber starrt nicht, schaut mal weg, dreht sich mal weg, schaut wieder in seine Richtung, im Zimmer umher. Wirkte recht entspannt.

Über Nacht waren die Jungs auch getrennt, mit geschlossener Tür.

Heute Morgen war es dann aber so, dass Diego dicht am Gitter war, Riley um die Ecke gekommen ist (also auf der anderen Seite des Gitters) und ihn wohl überrascht hat. Da war das Geschrei sehr groß auf Diegos Seite und Riley hat versucht aktiv hinter ihm her zu gehen. Wollte durchs Gitter, hat einen Durchgang gesucht und auch mal gefaucht.

Heute im Laufe des Tages haben beide auf der jeweiligen Seite gefaucht.


Erst dachte ich Diego wäre aggressiv, nun scheint es immer mehr so, als hätte er wirklich Angst. Er zittert auch richtig, nach einer Begegnung mit Riley. Oder interpretiere ich das falsch?!

Sobald er Riley sieht macht er sich klein, und knurrt und faucht.. stellt aber auch jedes Haar auf.

Riley stellt die Haare am Schwanz auch auf, aber nicht bei jeder Begegnung.

Ob Riley, der ja eigentlich echt ein Schisser ist und sich zurück hält plötzlich selbstbewusster wird und die Rangfolge ändern will? Ist er aggressiv geworden?!

Das Antibiotikum sollte zwei Wochen halten - das wäre dann also gestern ausgelaufen..



Ich weiß im Augenblick nicht, was ich machen soll. Klar ist, dass ich sie nicht direkt zusammen lassen werde. Ich will nicht, dass sie sich verletzten.

Wir waren zwischenzeitig (also letzte Woche) noch mal beim TA zur weiteren Kontrolle, aber die sahen keine Anzeichen für ein solches Verhalten. Und da war dann ja auch alles wieder ruhig, wir dachten das wäre es dann gewesen.




Es hat sich bei uns nichts verändert, kein anderes Waschmittel, kein neues Streu, wir sind eigentlich immer zu den gleichen Zeiten hier, kein anderes Futter, die Jungs haben ihre Spielzeiten und bekommen viel Aufmerksamkeit.

Wir arbeiten Daheim, somit sind wir auch meistens hier...
Keiner wird mehr bespaßt. Wir achten ganz doll darauf...


Ich habe schon wie eine bekloppte im Internet nach ähnlichen Situationen gesucht, aber nichts gefunden. Deshalb auch die genaue Beschreibung.

Jetzt habe ich gehört, dass kastrierte Kater schreien, wenn sie von einem potenten Kater angegriffen werden. Ob Riley vielleicht nicht richtig kastriert wurde? Dem TA ist nichts aufgefallen. Wir haben ihn damals frisch kastriert bekommen..

Ich freue mich über jeden Hinweis, Tip oder Anregung..

Viele Grüße und danke schon mal

jessuelie
 
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Da es beides Mal im Außengehege los ging, kann es auch sein, dass draußen was passiert ist, was Diego Angst eingejagt hat. Nachbarskatze, lautes Geräusch...
Dann kann es passieren, dass das falsch verknüpft wird - also nicht mit dem eigentlichen Auslöser, sondern der Partnerkatze. Und daraus entstehen dann solche Situationen.

Diego macht deiner Schilderung nach schon den Eindruck, dass er Angst hat.

Ich würde sie mal für einige Zeit komplett trennen, also auch ohne Sichtkontakt, damit sie wieder runterkühlen können, dann die Gittertür einsetzen und neu zusammenführen.

Was wurde bei Diego alles untersucht? Wurde er auch geröntgt? Nicht, dass er doch irgendwo Schmerzen oder eine Verletzung hat.
 
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mrs.filch

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Genau wie JFA vermute auch ich, dass im Außengehege ein Fremdeinfluss dazu geführt hat, dass der Konflikt entstanden ist. Derlei passiert im Übrigen gar nicht so selten, dass z.B. eine Fremdkatze oder ein erschreckendes Geräusch von Katzen auf den Kumpel zurückgeführt wird, und dann scheint der als der "Feind".

Da Riley sich jenseits der Gittertüre hoch sozial verhält und im Prinzip alles richtig macht, würde ich auch nicht den Sichtkontakt völlig unterbinden (allenfalls in einem zukünftigen Fall für 24 Stunden, aber nicht mehr im aktuellen Fall). Wichtig ist aber, dass der Kandidat "hinter" der Gittertüre ständig getauscht wird, also sollte heute Diego und morgen Riley den Tag dort verbringen.

Unterstützend kannst du jetzt einen Feliway-Stecker anbringen. Und du solltest Rescue-Tropfen im Haus haben, die können in solchen Fällen viel bewirken, auch jetzt würde ich noch den Katern je 2 Tropfen auf der Stirn verreiben und auch 2 Tropfen übers Futter geben.

Du schriebst, Riley sitzt am Gitter und "weint" - kannst du das Geräusch näher beschreiben?

Und du schriebst, dass du gelesen hast, dass kastrierte Kater schreien, wenn sie von potenten angegriffen werden - das ist Unsinn, beim Kampf zwischen Katzentieren wird oft geschrieen, unabhängig von Kastration oder Potenz.

Du kannst jetzt erst mal nur auf Zeit setzen, gut beobachten, und die Tiere mehr und mehr wieder aneinander führen, wenn sie entspannt sind, indem du z.B. die Futternäpfe stückchenweise von beiden Seiten der Gittertüre zueinander rückst - aber immer nur so weit, dass die Katzen entspannt bleiben.

Es hat ja schon einmal geklappt, von daher bin ich zuversichtlich. Wenn es auch diesmal wieder gelingt, sperre aber bitte erst mal das Außengehege bzw. mach es nach einiger Zeit nur in deiner Anwesenheit zugänglich, damit sich die frisch gewonnene Zweisamkeit erst mal festigen kann.
 
jessuelie

jessuelie

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Guten Morgen,

danke schon einmal für die schnellen Antworten. :)

JFA - Diego wurde nicht geröngt oder per Ultraschall untersucht. Der TA hielt dies nicht für notwenig, da er die Katze bei beiden Untersuchungen anhand seiner Untersuchung als gesund und ohne Einschränkung einstufte.

Er hat allerdings leichten Zahnstein, der jedoch nicht solche Schmerzen auslösen sollte, dass er sich in seinem Verhalten ändern sollte.

Der Zahnstein wird zeitnah entfernt. Nach Absprache mit dem TA wollten wir noch ein paar Wochen abwarten, dass sich die Situation der zwei Jungs wieder festigt. Nicht, dass wir wieder Stress hätten, nur weil Diego einen Tag weg war und dann anders riecht.


Zur weiteren Katze habe ich gleich noch was von letzter Nacht zu berichten...

Vielen Dank für deine Antwort und deine Mühe.



mrs.filch - Feryway Stecker haben wir gestern auch direkt bestellt. Ich dachte auch, dass das nicht schaden kann. Erfahrungen habe ich bis jetzt noch nicht damit gemacht.

Zum 'weinen' - ja ist absolut vermenschlicht erzählt. ;) Riley sitzt an der Trenntür und miaut. Aber laaaangeeezooooogen. Es hört sich für mich, wie ein jammernder Hund an. Das macht er auch, wenn ich raus gehe.

Er gibt aber auch kurze Laute von sich. Miaut, als wäre man auf einen Quitschfrosch getreten. Ich hoffe es ist verständlich, was ich meine.

Ich glaube noch nicht mal, dass er nach Diego ruft, sondern eher uns versucht mitzuteilen, dass er die Gittertür weg haben will...?!


Zum wechseln der ''Reviere'' habe ich schon so viele unterschiedliche Meinungen gehört. Ein WEchsel soll es noch mehr Stress verursachen. Besser soll sein zum Beispiel die Kuscheldecken / Kissen zu tauschen..?! Bei der momentanen Aufteilung hat keiner einen Nachteil. Beide haben ungefähr gleich viel Platz, jeder hat die Menschen ungefähr gleich lang bei sich.



Rileys Verhalten hat sich im Laufe des Tages jedoch noch weiter verändert. Sozial reagiert er nicht mehr...



NACHMITTAG /ABEND -

Riley ist nicht mehr so passiv an der Trenntür. Es wirkt als hätte er entschieden, dass Angriff die beste Verteidigung ist.

Während Diego bei Sichtkontakt faucht und knurrt (aber schon weniger als vorher) und sich dann zum Beispiel unters Bett verzieht. Macht Riley Randale an der Tür.
Er läuft auf und ab ( jedes Haar gesträubt ), versucht einen Weg durch die Gittertür zu finden und knurrt. Ablenken ist dann schwer. Auch aufs Leckerchengeräusch im Wohnzimmer reagiert er dann nicht.

Ich kann mir vorstellen, dass das Problem jetzt entweder Hausgemacht ist, oder aber er (da er ein wirklich unsicherer Kater ist - bekommt schon einen halben Herzinfakt, wenn PLÖTZLICH ein Eimer im Bad steht) nun doch verunsichert ist und deshalb mit Angriff reagiert.

Keine Ahnung.



ZUR TRENNUNG: Die Jungs haben quasi die Wohnung gerecht aufgeteilt bekommen. Diego hat außerdem sein Außengehege, was Riley eh fast nie nutzt.

Mit beiden habe ich gestern noch ausgiebig gespielt und geclickert.



LETZTE NACHT / BZW. HEUTE FRÜH MORGENS.

Diego hat also bei uns im Schlafzimmer mit geschlafen und konnte auch in sein Gehege. (War bis zum Vorfall vor zwei Wochen auch nachts immer offen.)

Heute Morgen hören wir Diego fauchen und knurren. Ich dachte erst Riley wäre durch gekommen - eigentlich unmöglich, denn Tür war geschlossen und die Gittertür auch zu.

Diego war im Gehege und aufeplustert, machte Geräusche als wolle er Alarm schlagen und direkt vor dem Gehege saß ein recht großer schwarzer Kater, auch bedrohlich aufgeplüschtert. Es gab Rabatz draußen. Als der fremde Kater mich am Fenster sah suchte er das Weite und Diego schoss am Zaun entlang hinterher.

Da hatte er keine Angst, sondern war ging ziemlich aktiv auf den fremden Kater los. Die Idee, dass in beiden Fällen draußen was passiert sein könnte wird immer wahrscheinlicher. Da haben wir auch schon dran gedacht.




Feliway Stecker sind bestellt. Vielleicht hilft das ja bei unseren Kampfkatzen. Die Tür haben wir nach der Nacht erst mal verschlossen gelassen. Katzen können sich also im Augenblick nicht sehen. Gestern hatten nämlich beide noch recht viel Stress durch diverse Begegnungen an der Trenntür. So können sie sich noch ein bisschen beruhigen.

Heute Nachmittag wollen wir die Tür dann mal wieder öffnen (Trenntür ist und bleibt dazwischen).

Zur Not müssen die Katzen einfach eine ganze Weile getrennt bleiben. Ich hoffe, dass sich alles normalisiert. Es ist schon recht stressig, die Jungs tun mir auch echt leid. :(

Ins Gehege werden sie erst mal eine ganze Weile nicht alleine kommen, sofern sie wieder zusammen laufen können.
 
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Omelly

Omelly

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so was von im Ruhrpott
Kannst Du das Außengehege etwas genauer beschreiben?

Welche Außeneinflüsse können dort auftauchen? Andere Katzen, Menschen, Bäume in der Nähe, komplett überdacht oder Gitterdach?

Vielleicht mal ein Foto mit Umgebung hier einstellen.
 
jessuelie

jessuelie

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Omelly - danke für deinen Kommentar.

Ich kann heute Mittag mal ein Bild einstellen, dann kann man sich das besser vorstellen. Ich habe hier gerade keines da.
 
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Jonika

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Du könntest beiden Zylkene geben. Vielleicht trägt das etwas zur Entspannung bei.
Hört sich für mich auch so an, als wenn draußen irgendwas war.
Mit Feliway-Steckern hab ich gnaz gute Erfahrungen gemacht, als 2 meiner Mädels sich nicht mehr verstanden haben. Wurde dadurch schon entspannter
 
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ZUR TRENNUNG: Die Jungs haben quasi die Wohnung gerecht aufgeteilt bekommen. Diego hat außerdem sein Außengehege, was Riley eh fast nie nutzt.
Ich würde die Reviere, wie Mrs. Filch schon geschrieben hat, regelmäßig tauschen, damit nicht einer anfängt, einen Teil der Wohnung komplett für sich zu beanspruchen.
Heute Nachmittag wollen wir die Tür dann mal wieder öffnen (Trenntür ist und bleibt dazwischen).
Guckt mal wie sie reagieren - wenn sie sofort wieder auf Angriff gehen, würde ich sie lieber noch eine Weile länger komplett trennen.
Es ist wichtig, dass ihr dafür sorgt, dass die Kontakte an der Gittertür möglichst nur positiv sind, damit sie sich nicht wieder gegenseitig hochschaukeln.

Der fremde Kater draußen spricht schon sehr dafür, dass wirklich eine andere Katze der Auslöser war.
 
irlandfan

irlandfan

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Ich kann dir zwar keinen Rat geben, aber berichten, dass wir hier vor ein paar Wochen eine recht ähnliche Situation hatten. Begonnen hat alles genauso wie bei euch, ganz schlimmes Schreien, Bürstenschwänze, aufeinander Losgehen, sich spinnefeind sein und begonnen hat es spätabends draußen in unserem eingezäunten Mini-Garten.

Die Auswirkungen waren nicht so extrem wie bei euch, aber es hat Wochen gedauert bis die beiden wieder normal miteinander umgegangen sind.

Ich vermute auch stark, dass im Außenbereich irgendetwas mit Fremdeinwirkung vorgefallen sein muss, da hier einige Freigänger unterwegs sind, die an den Zaun kommen.

Hoffentlich bekommt ihr eure Situation mit den eingeschlagenen Massnahmen in den Griff. Katzen reagieren manchmal sehr irritierend und auf Anhieb nicht nachvollziehbar, meine Erfahrung ist aber, dass immer etwas ganz Konkretes als Auslöser dahintersteckt.
 
jessuelie

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  • #10
So, erst mal zwei Bilder vom Gehege und teilweise auch Umgebung.

18504730co.jpg


18504731bc.jpg



Es ist recht viel Platz drum herum.. wir wohnen auch in einem Dorf, quasi 3. Reihe. Da kommt sonst nichts mehr.


Jonika - Deine haben sich auch in der Wolle gehabt? Hast du die auch getrennt? Zylkene? Ok...

Ich erwarte erst mal sehnsüchtig die Ankunft der Stecker - echt ätzend, dass es die nicht im Zoofachhandel gibt.



JFA - Sehr guter Einwand mit dem Revier! Danke.

Ich bin gespannt, wie sie reagieren. Ich hoffe nur, dass das Verhältnis nicht langfristig geschädigt ist. :(



irlandfan - die haben sich aber auch wieder einbekommen?! Das ging bei den Jungs beim ersten Mal ja auch noch. Jetzt bei der zweiten Situation hoffe ich echt, dass das auch wieder wird. :(



Mein Mann hat schon gescherzt, dass wir wieder einen Hund brauchen, der das Grundstück von fremden Katzen frei hält und unsere Jungs quasi beschützt. ;)
 
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mrs.filch

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  • #11
Danke für die Bilder und den Bericht von den neuesten Vorfällen - das hat einiges klarer gemacht.

Ich würde jetzt auch dazu tendieren, in Stresssituationen den Sichtkontakt durch Schließen der Türe zu unterbinden, auch den Einsatz von Zylkene finde ich sinnvoll.

Das Tauschen der Reviere hat JFA ja genauer erläutert (danke dafür, JFA!), das würde ich in der Tat tun.

So sollte in der Wohnung langsam eine Entspannung eintreten...


Aber noch was zum Außengehege - ein tolles Teil!

Was mir aber auffällt (zumindest auf dem Bildausschnitt, der sichtbar war), ist der Mangel an Versteck- und Lauermöglichkeiten. Mag ja sein, dass es die auch gibt, aber ein sich draußen nähernder Kater ist deutlich im Vorteil, kann das Gehege von allen (?) Seiten sehen und die Katzen damit auch (z.B. durch ein Starrduell) in echte Bedrängnis bringen.

Du könntest außerhalb des Geheges Sträucher oder Kübel aufstellen, die mehr Sichtschutz bieten, so dass deine Katzen sich bei Annäherung dort erst mal verstecken können und schauen, was geschieht. Sie sitzen dann auch nicht mehr ganz so auf dem Präsentierteller. Vielleicht geht das auch innerhalb des Geheges?


Wenn du Zeit und Lust hast, dann stell doch mal Bilder des gesamten Geheges ein... muss aber nicht sofort sein, du hast grad Stress genug.

Auf jeden Fall würde ich aber im Moment einen Sichtschutz schaffen und etwa 50 cm des unteren Gehegerandes abdecken. Damit wäre eine unmittelbare Konfrontation mit dem Eindringling ausgeschlossen, er wäre nur noch aus erhöhter Position sichtbar, und erhöhte Position ist immer bessere Position....

Grundsätzlich würde ich überhaupt überlegen, ob derzeit den Katern das Außengehege zugänglich sein sollte, es wäre vielleicht besser, sich erst auf den Innenstress zu konzentrieren. Aber wenn die Verweigerung des Zugangs einen weiteren Stressfaktor bedeutet, dann doch lieber offen halten, dann aber mit Abdeckung...
 
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jessuelie

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  • #12
Mrs Filch - Danke für Antwort.

Zum Gehege, es ist ja nicht ganz auf dem Bild. Im nicht abgelichteten Bereich sind schon ein paar Versteckmöglichkeiten. Diverse Körbe, dicke Baumstämme, einiges an Ästen. Zum Sommer haben sie größere Sonnensegel, damit sie genügend Schatten haben.

Aber vielleicht können wir es noch ein bisschen optimieren. Der Innenausbau ist eigentlich auch noch nicht abgeschlossen.

Ich werde mal schauen, was und wie wir am besten für das Gehege noch mal umsetzen können. Vielen Dank für die Denkanstöße.

Wir werden morgen mal die Reviere tauschen. Nicht, dass Diego noch denkt wir wollen ihn auch noch um seine Zeit des Nachts berauben und nur noch von uns weg sperren.

Zylkene werde ich gleich erst mal googeln. ;)


Das Außengehge für Diego sperren bedeutet erheblichen Stress für ihn. Er hält sich bei dem schönen Wetter fast nur draußen auf.





Jungs haben wir sich noch nicht wieder sehen lassen. Riley hat sich im Laufe des Tages entspannt und ist nicht mehr so viel zur Tür gelaufen und Diego hat sogar entspannt in der Nähe der geschlossenen Tür gelegen. Nach Aussagen von meinem Mann hat er nicht geknurrt, als er Riley gehört hat. Nur ein bisschen angepannt geschaut.

Ich seh das jetzt mal als kleinen Fortschritt.


So, Mann kommt gerade von seiner Spielrunde mit Diego wieder. Nun gibt es noch eine schöne Clickereinheit mit Riley, damit er dann auch gut schlafen kann und wir hoffentlich auch alle. ;)
 
jessuelie

jessuelie

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  • #13
TAG 3 - nach Gehegevorfall

Nacht: War relativ ruhig. Riley hat morgens an der Tür miaut. Es ist auch wirklich blöd für ihn, er schläft sonst IMMER mit bei mir im Bett. Diego aber auch, so müssen sie sich irgendwie abwechseln.



Heute Mittag haben wir die Katzen in die Transportkörbe getan und sind eine Runde Auto gefahren. Nicht verurteilen, Idee dahinter war, dass sie nach dem letzten Tierarztbesuch mit Autofahrt (was sie wirklich nicht mögen) scheinbar vergessen hatten, dass sie im Klinsch waren. Autofahren sollten wir eh immer mal üben.

Körbe waren mit Decken abgedeckt, Jungs haben sich gehört, ich schätze mal auch gerochen, aber es wurde nur protestiert, nicht gefaucht.


Daheim angekommen haben wir sie kurz in Ruhe gelassen und haben dann die Tür das erste Mal wieder geöffnet.

Mein Mann war auf Rileys Seite, ich bei Diego.

Sobald Diego Riley gesehen hat, fing er an zu knurren und zu fauchen, sträubte das Fell und verzog sich rückwärts unters Bett. Blieb dort und ließ Riley nicht aus den Augen.


Riley sträubte das Fell am Schwanz. Aber nur kurz. Gab kein Ton von sich, wedelte erst stark mit dem Schwanz und setzte sich dann ans Gitter und hielt den Schwanz dann fast komplett ruhig. Er hat Diego direkt angeschaut. Schaute dann aber auch mal zu mir, oder hinter sich.


Starren ist ja nicht unbedingt ein Zeichen von Freundlichkeit bei Katzen,ge?! Aber er schaut einen (auch Diego) öfter direkt an, zwinkert dann aber auch direkt. Das hat er am Gitter nicht gemacht.


Diego hat allerdings sichtlich weniger gefaucht und auch weniger geknurrt. Und war sogar kurzzeitig ruhig (als er schon unterm Bett war), obwohl Riley ihn noch angeschaut hat.

Riley hat nicht geknurrt, wollte auch nicht aktiv hinterher. Er hat sich einfach hingesetzt. Wie am ersten Tag. Ich glaube ja nicht, dass er grundsätzlich aggressiv ist, sondern ihn das Verhalten von Diego verunsichert hat und er vielleicht deswegen mit aggressiverem Verhalten 'geantwortet' hat.



Nächster Schritt war,

dass mein Mann Riley ins Wohnzimmer gerufen hat und Leckerchen holen wollte. Riley ist sofort mit gelaufen. Hat er vorher auch nicht gemacht, also ließ sich nicht vom Gitter weg rufen oder locken. Diego war sofort still.

Riley hat ein paar Leckerchen außer Sichtweite bekommen. Diego habe ich Welche zu geworfen und somit ans Gitter gelockt. War entspannt.

Dann kam Riley dichter, stets auf der Suche nach dem nächsten Leckerchen. Diego hat sich zurück gezogen. Ich konnte ihn aber dann dazu bringen, dass er am Fußende des Bettes (ca. 4 Meter vom Gitter entfernt) seine Leckerchen holte, ohne Knurren, ohne Fellaufstellen - während Riley direkt am Gitter Leckerchen sammelte.

Zwar konnte Diego sich hinter dem Fußteil (ca. 20 cm hoch) teilweise verstecken, aber er hat auch direkt zu Riley geschaut und es hat keine Panik in ihm ausgelöst. Also auch kein Fell aufstellen.

Ich empfinde das ja als Erfolg. :)



PLAN: Mehrere Male am Tag die Tür öffnen, mit Leckerchen locken oder auch mit Spielzeug, dass sie in der Nähe voneinander sind und Diego (im Grunde auch Riley) positive Verknüpfungen aufbauen kann.

Weitere Idee besondere Aufmerksamkeit, kuscheln, spielen generell nur noch wenn der jeweils andere Kater zu sehen ist?

Oder ist das übertrieben?

Diego scheint wirklich Angst zu haben und sich richtig überwinden zu müssen in Rileys Nähe zu kommen. Er ist sonst wirklich cool, lässt sich nur von wenigen Dingen beeindrucken und ist sehr taff und mutig.

Jetzt schlafen beide.. war wohl aufregend. ;)
 
Catsnbooks

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  • #14
Hallo,

Ich würde auch auf ein erschreckendes Ereignis tippen, das mit dem Partner verknüpft wird...
Nur noch Aufmerksamkeit, wenn der Andere dabei ist fände ich zu viel, die beiden sind ja verunsichert und brauchen generell Zuspruch.
Ich hatte vor ca. Zwei Jahren heftigsten Krach zwischen meinen Katern, die vorher jahrelang ein dream team waren, nachdem einer eine Zeitlang einen Trichter tragen musste. Ich habe immer beiden zusammen Leckerli gegeben, immer streng abwechselnd, und dabei den Namen von dem gesagt, der gerade dran war (hilft wahrscheinlich am Besten, wenn die beiden gut auf ihre Namen hören). Ausserdem haben mein Mann und ich auch immer versucht, mit beiden gleichzeitig zu spielen (also pro Mensch eine Angel und ein Kater). Feliway haben wir auch eingesetzt. Es hat sich alles wieder eingespielt, aber es hat glaube ich nach dem Ablegen des Trichters drei bis vier Monate gedauert, bis die Situation wieder normal war. Ich drücke die Daumen, dass es bei Euch schneller geht, aber es kann eben auch dauern (die Kämpfe waren nach zwei bis drei Wochen deutlich seltener, aber es lam noch ziemlich viel zu fauchen, knurren und jagen, was wir vorher nie hatten). Das Wichtigste ist aber, den Auslöser erst mal zu erkennen und zu beseitigen, und danach eben Geduld und Nerven.
 
J

Jonika

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  • #15
Bei meinen Mädels war es auch etwas kompliziert, trennen mußte ich zum Glück nicht. Das Ganze war im Herbst letzten Jahres

Wir hatten zu dem Zeitpunkt 6 Katzen. Streß hatten Paulinchen und Marie. Marie ist eine sehr kleine Katze, jetzt 4 Jahre alt, mit etwa einem halben Jahr zugelaufen (halb verhungert:(). Pauli ist von 2012, auch zugelaufen (waren drei offensichtlich ausgesetzte Kitten), groß und kräftig. Pauli hatte letztes Jahr im April einen Unfall (Beinbruch), das war mein Auslöser hierher zu finden:).
Nach dem Unfall war sie arg verunsichert und hat das dann irgendwann kompensiert, indem sie auf alle los gegangen ist. Marie war ganz schnell in der Opferrolle und ist dauernd geflüchtet. Ich ab einen Feliwaystecker gekauft und dazu kam dann noch ein Neuzugang. Das war da so nicht geplant, brachte aber die Strukturen wieder ein bißchen durcheinander:
Pauli gung nicht mehr auf Marie los, weil der Neue diese Rolle übernahm:(. Wir hatten ihn aufgenommen, weil er mir leid tat. Ehemaliger Freigänger und Einzelkater, der nun schon monatelang einsam in einem Büro saß. Hier zeigte sich dann seine schlechte Sozialisierung: er wollte spielen, natürlich gern mit Pauli und Marie udn die beiden dachten, er will sie fressen:eek:
Wir haben also weiter den Feliway-stecker drin gelassen und zusätzlich Zylkene gegeben. Das Problem war, daß Marie das Zeug nicht fressen wollte, obwohl sie es am Nötigsten gehabt hätte. Bekommen haben es also Pauli und der Neue, letztlich zur Entspannung. Hat ein bißchen geholfen, aber die Kombination war bei uns so dermaßen ungünstig, daß noch eine andere Lösung her mußte.
Das Einfachste wäre gewesen, für den Neuen ein neues Zuhause zu finden, aber ein mittelalter schwarzer Kater, der unbedingt Freigang braucht, ist irgendwie nicht vermittelbar:(
Unsere Lösung war dann: wir haben drei Pflegekatzen aufgenommen. Die 3, Geschwister, supergut sozialisiert, haben den Neuen zwangsbekuschelt:cool:. Fand er erst doof, inzwischen ist alles entspannt.
Pauli hat in dem ganzen Hin und Her vergessen, daß sie Marie doof findet und Marie hat nun auch neue Freunde, mit den Geschwistern (die leider nur noch zu zweit sind:(). Und wir sind Pflegestellenversager geworden:oops:

Ist sicher keine Lösung für alle und jeden, weil genug Platz da sein muß. Aber gut sozialisierte Neuzugänge können also die Situation auch entspannen. Kann aber sicher auch nach hinten los gehen.
Für die, die mitgezählt haben: ja, es sind jetzt 9

Jedenfalls hat Feliway und Zylkene auch geholfen. Daß Marie das Zeug nicht essen wollte, ist wohl tatsächlich die Ausnahme, sie ist da etwas schwierig... Dem Neuen merkte man eine Entspannung recht deutlich an
 
M

mrs.filch

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  • #16
TAG 3 - nach Gehegevorfall

Ui, da habt ihr aber was gewagt!

In meinen Augen ist das zu früh und zu viel gewesen, aber es ist ja gut gegangen - kein Wunder aber, dass sie jetzt völlig erschöpft sind!

Lasst es bei weiteren Aktionen langsamer angehen, es sollte immer Momente deutlich sichtbarer Entspannung geben, bevor weiter vorgegangen wird.

Geduld zahlt sich jetzt aus, wenn es zu diesem Zeitpunkt einen Rückschlag gibt, ist die Lager schlimmer als zuvor, riskiere das lieber nicht, nur um einen Tag früher wieder die alte Lage zu haben...



Und beide Kater brauchen euch jetzt mehr denn je, also ganz viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung, egal ob die Türe auf oder zu ist... Sie sind verunsichert und beziehen von euch ihre Sicherheit, orientieren sich an euch...
Wichtig ist also auch, dass Ihr gelassen bleibt!

Ich freu mich aber, dass ihr heute so einen großen Schritt weiter gekommen seid, und drücke die Daumen für weitere Erfolge! :)
 
jessuelie

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  • #17
Erst mal vielen Dank an Euch. Ich hatte die Antworten schon vorher gelesen, aber die Situation mit den Katzen nimmt und der normale altäglich Wahnsinn lässt nicht immer sofortige Reaktionen zu. ;)




Catsnbook – Ich glaube auch, dass es mit einer fremden Katze zu tun hat. Hier ist momentan in der Umgebung so viel los. Über unser Grundstück (recht groß von ca. einem Hektar) und den Pferdekoppeln beobachte ich regelmäßig bis zu 6 unterschiedliche Katzen. In den letzten Tagen habe ich vermehrt drauf geachtet.

Wir haben es jetzt so gemacht, dass jede Katze einen Menschen bei sich hat und versucht beide ein bisschen dabei zu bespaßen. Dazu gleich aber mehr..

Und die Katzen hast du bei dir nicht getrennt? Gab es keine Verletzungen?


Jonika – was für eine Geschichte. *staun*

Feliway haben wir inzwischen auch. Von weiteren Katzen wollen wir aber absehen. ;) Ich habe aber schon von einigen Situationen gehört / gelesen, wo eine oder zwei weitere Katzen das Problem behoben haben.


Mrs. Filch – Ich habe da ganz nach dem Bauchgefühl entschieden. Meine Jungs vorher beobachtet. Ich wollte sie auch nicht zu lange voneinander separieren. Ein bisschen verunsichern tut mich die ganze Situation schon. Gott sei Dank habe ich bisher mit noch nicht so vielen Leuten aus einem Umkreis darüber gesprochen.



Es ist unfassbar, was man teilweise für Tipps bekommt. Von einfach ein einem Zimmer einsperren, zu lass die Katzen einfach raus (komplett) und dann miteinander auskommen (sind aber ja keine Freigänger), gib eine Katze ab, gib beide Katzen ab.. auf jeden Fall schauen lassen, gar nicht schauen lassen.. aaaah!

Viele Menschen haben auch kein Verständnis dafür, dass ich es mit den Jungs wieder hinbekommen will und mir deshalb viele Gedanken mache und meine Wohnung teile. Das ist echt umständlich und nervig.
 
jessuelie

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  • #18
ENDE TAG 3 : Diego war mit mir noch draußen spazieren. Damit habe ich schon im Alter von 5 bis 6 Monaten angefangen und mache es immer mal wieder.

Wir waren lange draußen, konnte ihn mit einem langen Grashalm (quasi natürliche Katzenangel) gut bespaßen und auspowern.

Riley war auch eine Runde draußen. Er kommt auch mal mit, aber es ist auch ok für ihn drinnen zu bleiben.

Geklickert haben wir auch noch schön. Da ist er Feuer und Flamme. :D




TAG 4: EIN KLEINER GROSSER ERFOLG


Tagsüber waren die Jungs getrennt. Wir wollten eigentlich die Reviere tauschen, aber es lag so viel an, dass wir es verschwitzt haben. Abends wollten wir dann keinen Tausch mehr machen, da wir tagsüber quasi die meiste Zeit in Revier ohne Gehege waren und nachts im Gehegerevier schlafen (hört sich doof an, klar.. aber da ist auch das Schlafzimmer ;)) Wir wollten nicht, dass Diego das Gefühl bekommt den Tag schon ausgeschlossen zu sein und dann auch noch nachts weg zu kommen und Riley dann ja schon wieder das Privileg hat bei den Menschen zu sein.


Kurz – kein Reviertausch.


Abends haben wir allerdings die Tür noch mal auf gemacht.

Ich bei Riley – mein Mann bei Diego. Beide mit Leckerchen bewaffnet.

Katzen wurden bei noch geschlossener Tür bespaßt, dann haben wir die Tür auf gemacht. Diego hat kurz gefaucht, als er Riley gesehen hat – ohne Fell sträuben – und hat sich dann aufs Bett zurück gezogen.

Riley hat gestarrt. Er starrt immer und das verunsichert Diego.


Riley ließ sich aber ansprechen und Übungen abrufen. Wirklich ein sehr großer Vorteil für uns. Ich ließ ihn Leckerchen sammeln, mal außer Sichtweite laufen und wieder zurück kommen. Ließ ihn sich hinsetzen, mal direkt ans Gitter und Diego konnte sich das Spektakel anschauen.

Riley schaute schon auch mal zu Diego, aber ich hab versucht ihn zu beschäftigen. Mein Mann hat dann Diego versucht mit ein bisschen mit Leckerchen zu motivieren und er hat sogar welche angenommen. Ist auf dem Nachttisch geklettert und war konnte auch mal von Riley aus den Augen lassen. :yeah:



Dann kam Rileys und mein Moment – ich bin arg stolz auf ihn.

Ich gab ihm das Kommando zum hinlegen (‚Platsch‘) und Riley legte sich artig ein Stück vom Gitter entfernt hin und bekam natürlich eine Belohnung. Hinlegen üben wir noch nicht so lange und er macht es selbst in ruhigen Situationen noch nicht zuverlässig. Am Gatter war natürlich auch er ein bisschen aufgeregter, aber er hat es trotzdem gemacht. :pink-heart:

Diego lugte an der Tür (nur zwei Meter von uns entfernt) vorbei, schaute interessiert nach Riley, hielt ganz kurz inne, blieb entspannt holte sich ein Leckerchen hab und zog sich dann ruhig wieder zurück.


FAZIT Diego hat nur einmal kurz gefaucht , aber sich sofort zurück gezogen, sich nicht einmal aufgeplüschtert, Leckerchen angenommen. Einmal interessiert nach Riley geschaut mit entspannter Körperhaltung.

Riley war sowieso super. Er hat mein Herz gerockt, weil er sich so gut hat dirigieren lassen, dass wir Diego einen positiven Moment schenken konnten.

Er reagiert nur durch Schauen auf Diego. Es ist aber so, dass er dann wirklich am Gitter klebt, wenn man ihn nicht leicht ablenkt und zu Diego will, was Diego zu verunsichern scheint.



TAG 5 – REVIERTAUSCH UND KEINER HATTE FREUDE DARAN


Reviertausch Kurzfassung: Riley am Jammern, weil er zu uns wollte, Diego am Jammern, weil er ins Gehege wolle. Wirklich ein ansträngender Tag für Alle. :(

Ich habe einige Zeit bei Riley im Gehege verbracht und ein neues Spiel für uns entdeckt. Beide sind verrückt nach Bändern. Riley hat schon früh von sich aus sein Spielzeug immer wieder zu uns gebracht, damit wir es wieder verstecken konnten.

Für Riley gab es ‚Bändchenholen extrem‘.

Im Gehege haben wir ja diverse Klettermöglichkeiten und ich habe das Bändchen plaziert, damit Riley es sich holen kann. Macht er auch zuverlässig. Die Plätze wurden immer schwieriger zu erreichen, so dass er sich einen sinnvollen Weg dahin überlegen musste. Er hatte richtig Spaß und war mit Eifer dabei.

Diego war spazieren und hatte diverse Spieleinheiten.


Zusammentreffen mit getauschten Revieren: Ähnlich wie den Tag zuvor.


TAG 6 – HEUTE

Reviere haben wir heute Vormittag zurück getauscht.

Heute Morgen haben wir sie wieder kurz schauen lassen. Diego hat wieder einmal gefaucht, sich kurz außer Sichtweite zurück gezogen, hat aber Mut gefasst und immer wieder geschaut. Riley konnte ich wieder gut navigieren.

Zum Schluss hatten wir die Situation, dass Diego von sich aus zum Gitter gekommen ist, wirklich einen längeren Moment inne gehalten hat und Riley zugeschaut hat, wie wir geklickert haben.

Diego fasst mehr Mut.

Mal schauen, wie es weiter geht…


FAZIT:

Diego kann also jetzt Riley sehen, ohne das Fell zu sträuben oder in Panik zu geraten. Er bleibt in seiner Körperhaltung entspannt. Wenn Riley ihn anschaut auch aus einigen Metern Entfernung sucht er das Weite, das scheint ihm zu viel zu sein.

Alleine hören war am ersten Tag schon ein Anlass reiß aus zu nehmen.
 
jessuelie

jessuelie

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  • #19
Ich hoffe es sieht irgendwann wieder so bei uns aus. :sad:


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Mir ist manchmal echt ein bisschen nach heulen zu mute. :(
 
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