Kater nach Unfall wieder vergesellschaften?

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Seikilos

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Liebe Katzenfreunde...


Ich fange mal ganz von vorne an:

Bis letztens Jahr hatten wir einen Kater, nennen wir ihn einmal "Castor". Dieser ist heute ca. 3,5 Jahre alt und war Freigänger und Wohnungskatze. Er war sehr verschmust, oft daheim und hat auch bei uns im Bett geschlafen.

Dann haben wir einen zweiten Kater geholt (Alter damals etwa 8 Wochen), er hieß Yoschi. Die Zusammenführung war extrem schwer bis fast unmöglich. Der große war seitdem oft weg (manchmal bis zu 3 Tage ohne, dass er bei uns zu fressen war), war nicht mehr so verschmust und war seitdem auch eher selten bei uns. Dem Kleinen ging es gut, er war dafür umso öfter bei uns und war sehr auf uns bezogen.

Verstanden haben sich die beiden nicht, der große hat oft gefaucht und ist dem kleinen einfach aus dem Weg gegangen. Zwischendurch gab es kleine Lichtblicke, aber nichts, was auf eine dauerhafte Besserung hingedeutet hätte.

Anfang Mai sind wir umgezogen. Seitdem verstanden sich die Katzen echt super. Beiden waren häufig zu Hause, sind allerdings auch oft draußen gewesen (Seit dem Umzug jedoch nicht mehr durch eine Katzenklappe, sondern nur, wenn wir sie raus oder reingelassen haben.) Alles war gut, beiden ließen sich anfassen und waren wieder verschmuster, der große allerdings auch nicht so, wie vor dem Einzug vom kleinen.

Letzte Woche wurden dann beide Katzen angefahren. Der große am Dienstag, ihm geht es mittlerweile wieder gut. Der kleine wurde am Freitag von einem Auto erwischt und hat das ganze leider nicht überlebt.


Nun wissen wir nicht, was wir weiter tun sollen...

Wir sind beide berufstätig und hatten überlegt, dem großen wieder einen neuen Partner zu holen, zumal das ja in den letzten Monaten wirklich sehr, sehr gut geklappt hat. So wäre er tagsüber weniger alleine... Außerdem hatten wir überlegt, dass es wohl besser wäre, möglichst zeitnah eine Katze zu holen, damit er nicht länger alleine ist und eine spätere Zusammenführung wieder deutlich schwerer werden würde.

Allerdings ist der große seitdem wie früher. Er schmust sehr viel, legt sich beim Sofa wieder auf uns und schläft auch wieder in unserem Bett, ich kann mich nicht erinnern, wann er das das letzte Mal gemacht hätte. Wir wissen nicht, ob es an seinem Unfall lag und er einfach deshalb Nähe sucht, oder ob es ist, weil er den kleinen Kater nicht mehr hat.

Ich kann nicht erkennen, ob es ihm als "Alleinherrscher" jetzt besser geht und er deshalb mehr zu uns kommt, oder ob ihm einfach was fehlt, was er durch uns zu kompensieren versucht.

Wie würdet ihr in einem solchen Fall vorgehen? Ihm möglichst schnell wieder einen Partner oder eine Partnerin geben? Einfach abwarten? Alles so lassen wie es ist?

Vielen Dank für eure Meinungen und Erfahrungen!

Beste Grüße, Marcel
 
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Seikilos

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Danke für den Tipp..

Aber wie macht sich diese Trauer bemerkbar? Bisher haben wir davon nichts mitbekommen... Wir wüssten dann ja auch nicht, wann die Trauer vorbei wäre...
 
Irm

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Wenn beide Katzen innerhalb von einer Woche angefahren bzw. totgefahren wurden :verstummt: dann würde ich an Deiner Stelle erstmal auf ein neues Tier verzichten ! Du wohnst da erst seit zwei Monaten .. kann es sein, dass die Gegend für die Tiere nicht sicher ist ?? DARÜBER würde ich zu allererst nachdenken !
 
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Seikilos

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Also, dass er den kleinen sucht, kann ich so absolut nicht sagen... er macht nichts dergleichen.

Zu der Gegend:

Ich denke, es ist immer gefährlich, wenn man sich dafür entscheidet, seinen Katzen Freigang zu gewähren.
Wir wohnen auf dem Land, haben hier gerade mal 140 Einwohner, keine Durchfahrtstraße und wohnen an einer 30er Zone.

Wenn das so gefährlich wäre, dürfte es im ganzen Dorf und in der Nachbarschaft kaum so viele alte Katzen geben.
 
Jorun

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also 2 Katzen innerhalb von Tagen angefahren bzw. totgefahren wäre für mich definitiv das ENDE des ungesicherten Freigangs!
Da kann man noch so auf dem Dorf leben, wenn es da zuhauf Vollhonks gibt, für die Verkehrsregeln nix gelten, sollte es keinen ungesicherten Freigang geben!

ergo lautet klar mein Rat: Zaun um den Garten und die Katzen da springen lassen - dem Großen natürlich schnellstmöglich einen Kumpel zugesellen.
 
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Seikilos

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Ich hoffe, ich bin mit meinem Beitrag niemandem auf die Füße getreten, das war nämlich nicht meine Absicht.

Ich denke einfach nicht, dass das Problem die Gegend ist, in der wir leben.
Die Katzen sind in der neuen Umgebung richtig aufgelebt. Sie riechen auch oft nach Pferd oder Kuh, weil sie sich gegenüber in den Ställen aufhalten.
Von daher glaube ich einfach, dass es den Katzen hier gut geht. Sicher, eine Straße ist immer ein Risiko... aber wie schon erwähnt: Es ist keine Haupt- bzw. überhaupt vielbefahrene Straße.

Ich kann eure Sorgen verstehen, aber ich denke nicht, dass das hier das Hauptproblem darstellt.
 
Doodele

Doodele

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Huhu Seikilos,

für Euer Kätzchen tut es mir leid.
Ich persönlich hätte keine ruhige Minute mehr wenn ich daran denken würde dass meine Katzis angefahren werden könnten.....

Nun gut, ich würde auf jeden Fall abwarten bis es Eurem Kater besser geht. Danach würde ich ihn beobachten und dann entscheiden ob er kätzische Gesellschaft braucht.
Auf jeden Fall rate ich zu einer Gittertür, falls ihr wieder einen Kumpel holen wollt und der sollte altersgemäß und temperamentsgemäß zu Eurem Kater passen.
 
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Seikilos

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Danke auch für diesen Tip!

Nochmal zu der "Grundsatzfrage":

Was wäre denn eurer Meinung nach jetzt am Besten?
Einen katzensicheren Zaun um den kompletten Garten ziehen können wir definitiv nicht.

Sollen wir jetzt den Kater, der seit Jahren Freigang gewohnt war, einsperren und gar nicht mehr rauslassen?
Ich bin der Meinung, dass man seinen Katzen Freilauf gönnen sollte. Ich möchte damit nicht sagen, dass es keine glücklichen Wohnungskatzen gibt, allerdings halte ich es für eine schlechte Idee, dem Kater seine bisher genossene Freiheit plötzlich wegzunehmen.
 
Jorun

Jorun

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Sicher, eine Straße ist immer ein Risiko... aber wie schon erwähnt: Es ist keine Haupt- bzw. überhaupt vielbefahrene Straße.

Es geht hier nicht darum, wie oft auf der Straße ein Auto fährt!

Es geht um die Art der Autofahrer, die diese Straße befahren.
Und wenn das Volldeppen sind, dann reicht am Tag EINER um eine Katze totzufahren.
ehrlich gesagt genau das scheint mir bei Euch zu sein. Und da wäre für mich Ende mit ungesichertem Freigang.
 
giovanna_sr

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  • #10
Sie hat aber auch das geschrieben:
Wenn das so gefährlich wäre, dürfte es im ganzen Dorf und in der Nachbarschaft kaum so viele alte Katzen geben.
Ich könnte mir vorstellen, dass es die Unerfahrenheit der beiden war.

Übrigens ist es keinesfalls so, dass jede Katze trauert, wenn ein Kumpel verstorben ist! Hat mein Kater auch nicht gemacht - eher im Gegenteil. Der ist plötzlich wie ein Wirbelwind durch Haus und Garten getobt.
Was nicht heißt, dass er generell keinen neuen Gefährten möchte. Aber es ist sehr schwer, Dir was zu raten - es kann mit einer neuen Katze genauso gut gehen, es kann viel besser gehen, es kann aber auch total schief gehen. Ich vermag da echt keinen Rat zu geben.
 
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Seikilos

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  • #11
Es geht hier nicht darum, wie oft auf der Straße ein Auto fährt!

Es geht um die Art der Autofahrer, die diese Straße befahren.
Und wenn das Volldeppen sind, dann reicht am Tag EINER um eine Katze totzufahren.
ehrlich gesagt genau das scheint mir bei Euch zu sein. Und da wäre für mich Ende mit ungesichertem Freigang.


Was mit unserem großen passiert ist, weiß keiner. Den kleinen hat eine Nachbarin von uns angefahren, die wir kennen.
-Nein, kein Volldepp
-Nein, nicht zu schnell gefahren

Was wäre, wenn unsere Katze aus Unerfahrenheit über die Straße gelaufen ist, wie Giovanne es geschrieben hätte?


Achja, und bitte sag mir dann noch, was denn deiner Meinung nach die Alternative ist, wenn durch Zäune oä kein gesicherter Freigang möglich ist? Überhaupt kein Freigang mehr für einen Kater, der das seit Jahren gewohnt ist? Betrachte bitte auch mal diese Seite!
 
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giovanna_sr

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  • #12
Ich denke, hier muss nicht der uralte Streit um Freigang oder nicht wieder entfacht werden. Die TE wollte Tipps zu einer evtl. Neuvergesellschaftung, bitte bleibt doch bei dem Thema. Ob Freigang oder nicht, sollte doch jedem selbst überlassen bleiben, nicht wahr?

Mich interessieren solche Tipps übrigens auch, denn ich bin in einer ähnlichen Situation wie die TE und denke auch darüber nach, ob und wenn ja welcher Neuzugang.
 
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Seikilos

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  • #13
Vielen Dank, giovanna!

Aus einem anderen Forum habe ich den Tipp erhalten, dass es einfach Kater gibt, die sich als Einzelgänger wohler fühlen.

Ist die Suche nach deutlich mehr Nähe und Zärtlichkeit als sonst eher ein Zeichen, dass er sich wohler fühlt? Oder eher ein Zeichen, dass er etwas vermisst, was ihm unser kleiner jetzt nicht mehr geben kann?
 
Jorun

Jorun

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  • #14
Was mit unserem großen passiert ist, weiß keiner. Den kleinen hat eine Nachbarin von uns angefahren, die wir kennen.
-Nein, kein Volldepp
-Nein, nicht zu schnell gefahren
Wenn ich mich recht erinnere, hattest du geschrieben Tempo 30 Zone.
Also bei Tempo 30 kann in der Regel jeder Autofahrer halbwegs rechtzeitig bremsen wenn was auf die Straße kugelt (egal ob Katze, Kind oder Ball).
Wenn er das nicht getan hat, war er entweder viel zu schnell unterwegs oder hat am Steuer gepennt - beides dann Kategorie Horst.

Was wäre, wenn unsere Katze aus Unerfahrenheit über die Straße gelaufen ist, wie Giovanne es geschrieben hätte?
Katzen laufen immer über die Straße - die wissen das nicht, dass sie das nicht tun sollen. Die sind da wie kleine spielende Kinder.

Achja, und bitte sag mir dann noch, was denn deiner Meinung nach die Alternative ist, wenn durch Zäune oä kein gesicherter Freigang möglich ist? Überhaupt kein Freigang mehr für einen Kater, der das seit Jahren gewohnt ist? Betrachte bitte auch mal diese Seite!
Hmm ich verstehe das jetzt nicht ganz.
Ist der Garten _viel_zu_groß, um komplett gezäunt zu werden?
Wenn ja, warum nicht ein entsprechend großes Gehege direkt an die Terrasse anbauen mit Tür, durch die Mensch in den Rest des Gartens kann?
Sollte doch kein Problem sein, selbst für handwerklich eher durschnittlich begabte Menschen.
 

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