Kater machen Nachts Unsinn. Füttern wir zu wenig?

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R4ven

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Hallo,
ich habe mal eine Frage und zwar haben wir vor ca. einer Woche 2 Kater, zu uns geholt und sie damit vorm Tierheim bewahrt. Der Vorbesitzer musste die beiden abgeben, da er mit seiner neuen Freundin zusammengezogen ist und die wohl eine sehr starke Katzenallergie hat, bei der auch keine Medikamente geholfen haben.
Alles in allem haben sich die beiden eigentlich sehr schnell eingelebt und fühlen sich meiner Meinung nach auch wohl bei uns. Allerdings fällt mir in den letzten Tagen auf, dass sie gerade nachts und / oder früh morgens wenn meine Freundin um 5 Uhr zur Frühschicht aufgestanden und dann um 6 Uhr aus dem Haus ist, immer wieder sehr aktiv werden und teilweise ganz schön Blödsinn machen. Sie räumen dann z.B. den gelben Sack aus. Wir haben deswegen schon einen Mülleimer für den gelben Sack geholt, den haben sie dann umgeworfen. Also haben wir den Eimer festgebunden. Jetzt nehmen sie einfach den Deckel runter. Dabei holen sie sich meistens die leeren Tütchen vom Nassfutter aus dem Mülleimer oder andere leere Essensbehälter. Ich habe jetzt heute noch Kindersicherungen bei Amazon bestellt um den Deckel noch weiter zu sichern. Vorletzte Nacht haben sie sich außerdem den Glasbehälter mit den Leckerlis vom Küchenregal geholt, aufgemacht (wie auch immer sie das geschafft haben) und die ganzen Leckerchen gefressen.
Deswegen frage ich mich jetzt, ob wir den beiden evtl. zu wenig Futter geben. Die beiden sind sie wie gesagt Kater, kastriert, 2 Jahre alt, Brüder und sollten wohl so ca. 3-4 Kg wiegen. Wir haben sie noch nicht gewogen, von daher kann ich das genaue Gewicht leider nicht sagen. Ich habe mich bei der Futtermenge an die Angaben auf dem Katzenfutter gehalten. Die beiden bekommen über den Tag verteilt jeder einen Napf Trockenfutter (ca. 50g pro Katze), Nachmittags ein Schälchen Katzenmilch und Abends nochmal jeweils 100 Gramm Nassfutter. Außerdem tue ich Abends noch etwas Trockenfutter in die Näpfe, damit sie ggf. auch Nachts noch etwas zu fressen haben, falls sie Hunger bekommen. Es wäre also eigentlich nicht nötig an den Mülleimer zu gehen. Trotzdem wollte ich lieber mal nachfragen und Meinung einholen.
Ein anderer Grund dafür, dass sie nachts / morgens Blödsinn machen, könnte sein, dass wir sie die letzten Nächte nicht mit ins Schlafzimmer gelassen haben. Sie haben einfach teilweise nachts so viel rumgetobt, und sind über uns drüber gelaufen, dass wir kaum Schlaf bekommen haben. Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, habe ich sie dann einfach kurzerhand nicht mehr mit im Schlafzimmer schlafen lassen.

Vielen Dank für die Hilfe im voraus.

Liebe Grüße,
Chris
 
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Irmi_

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Hi Chris.

Kurz gesagt: Die Fütterungsempfehlungen auf den Packungen kann man in die Tonne treten.
Wie Du es beschreibst, müssen die beiden megamäßig Hunger haben.

Fast allen Katzen kann man einfach all you can eat Nassfutter geben. Wenn sie so ausgehungert sind werden sie sich erst mal ordentlich voll stopfen, aber das legt sich normalerweise schnell.

Ich würde euch empfehlen, Trockenfutter nur als Leckerli zu geben (TroFu ist eine wahre Kalorienbombe) und die Katers einfach gelegentlich zu wiegen um den Gewichtsverlauf im Blick zu haben.
 
Sunflowers und Lilli

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Hi,

man muss nicht über den Tag verteilt füttern. Stellt ihnen das Nassfutter 24 Stunden zur Verfügung, denn sie essen selbst so viel und so oft wie sie mögen.
Hauptsächlich solltet ihr ihnen hochwertiges Nassfutter mit mindestens 60% Fleischanteil und ohne Zucker und Getreide geben.
Trockenfutter, wenn überhaupt als Leckerli.
 
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R4ven

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Der Tierarzt meinte halt man solle sich einfach an die Angaben auf dem Katzenfutter halten. All you can eat Nassfutter wirkt gerade unglaublich viel auf mich. Ich bin zwar mit Hunden aufgewachsen, aber die haben halt auch 2x am Tag ihr Futter bekommen und gut ist. Ich meine klar beim Hund braucht man die geregeleten Futterzeiten schon alleine deswegen, damit der auch zu geregelten Zeiten sein Geschäft verrichtet während man Gassi geht, aber den Napf einfach immer voll machen klingt für mich echt nach viel. Und ist Trockenfutter nicht wichtig für die Zähne der Katzen?
Welches Nassfutter würdet ihr denn empfehlen? Ich habe jetzt einfach blauäugig das Gut & Günstig Katzenfutter gekauft, das der Vorbesitzer gefüttert hat, weil ich sichergehen wollte, dass die beiden trotz der Umstellung vernünftig fressen.
 
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Gypsy 2

Gypsy 2

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Hallo Chris,
ja ich denke, dass es zuwenig ist da sie an die Mülltüten gehen.
Ich füttere soviel Nassfutter, welches wesentlich gesünder ist, wie meine Katzen wollen. Es steht also immer etwas zur Verfügung.
Ob damit alle Probleme erledigt sind weiß ich nicht. Katzen sind dämmerungsaktiv, nachts stelle ich mich auf "tot" ( sie haben schnell bemerkt es ist langweilig und schlafen nun auch), wenn um 5 hier die Post abgeht, schaue ich nach dem Futter (meist ist etwas vorhanden) und dann fliegen sie aus dem Schlafzimmer. Kratzen an der Tür hab ich total ignoriert und ist nun auch kein Problem mehr.
Zudem steht deine Freundin auf, ich könnte mir denken, dass die Katzen meinen der Tag beginnt :) Wie wäre es denn wenn sie ihnen einfach was hinstellt?
Liebe Grüße
 
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Irmi_

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Wen Du willst kannst Du es noch immer als Leckerli geben.
Schau doch mal, ob sie das Trockenfutter wirklich kauen. Die meisten Katzen kauen das nicht sondern schlucken es im ganzen. Wenn es geknackt wird, dann meistens immer mit den selben Zähnen. Plus: Ich kann mir beim Besten willen nicht vorstellen, dass meine Zähne von etwas mit ähnlicher Konsistenz sauber werden könnten.

Tierärzte haben eher den Umgang mit Nährwerttabellen gelernt als welche Menge Katz tatsächlich braucht.

All you can eat... so wie meine Katzen das handhaben ist das garnicht viel. Sie haben ein sehr gut ausgeprägtes Sättigungsgefühl. Bei mir steht immer futter herum und gelegentlich geht eine zum Napf und futtert einen Bissen. Probier doch einfach ein paar Tage lang aus, wie sie sich verhalten.;)
 
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R4ven

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Welches Nassfutter würdet ihr denn empfehlen? Ich habe jetzt einfach blauäugig das Gut & Günstig Katzenfutter gekauft, das der Vorbesitzer gefüttert hat, weil ich sichergehen wollte, dass die beiden trotz der Umstellung vernünftig fressen.
 
Lirumlarum

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Erstmal Glückwunsch zu den neuen Hausgeistern. :)

Das sie um die genannten Uhrzeiten Party feiern ist normal. Katzen sind in den Dämmerungszeiten immer am aktivsten. Also in der Abenddämmerung und leider gerne in der Früh so von 4-6 Uhr.

Tobe deine Schlingel vor dem Schlafen gehen gut aus, schau dass die Näpfe für die Nacht gut gefüllt sind. Zuzüglich, damit sie nachts etwas Beschäftigung haben kannst du noch Snackbälle in der Wohnung verstecken oder Fummelbretter aufstellen, eine Spielschiene aufstellen, einen Karton mit Spielzeug zum rausangeln anbieten etc. einfach irgendwas, was sie nachts alleine erkunden können und sie etwas ablenkt/beschäftigt.

Zu deiner Fütterung:
Katzenmilch und Trockenfutter würde ich streichen. Beides ist nicht gerade gesund für Katzen und gehört eher in die Kategorie: Pommes und Nutella, wenn man es mit unserer Nahrung vergleichen würde. Viel Kalorien bei wenig guten Inhaltsstoffen...
Katzen trinken zu wenig und Trofu entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit.
Insofern lass Beides weg.
Trockenfutter kann man gut als Leckerli zwischen rein geben oder zum erarbeiten in Snackbällen oder Fummelbrettern.

Nassfutter dagegen dürfen die Beiden so viel sie wollen. Das sollte den ganzen Tag immer frei verfügbar stehen und in den Näpfen sollte immer etwas drin sein.
Katzen sind Häppchenfresser d.h sie holen sich dann vom Nassfutter über den Tag verteilt immer kleine Happen. (in der Natur braucht eine Katze über den Tag verteilt auch viele Nagetiere und Insekten. Die kann sie nicht auf einmal alle fangen. So fängt sie ne Maus futtert sie, ruht eine Runde, geht wieder auf die Jagd, futter wieder nen Happen usw.)

Hungrige Schlingel plündern gerne Mülltonnen oder stehlen Essensreste. Man bekommt das in der Regel gut eingegrenzt, wenn sie eben gar nicht erst fiesen Kohldampf kriegen, weil immer Futter da ist.

Beim Nassfutter sind die günstigen Sorten gerne mehr Zucker und Getreide, denn gutes Fleisch. Und von diesen Futtern brauchen sie recht viel über den Tag verteilt, weil kaum was verwertbares drin steckt.

Gutes Nassfutter welches lange satt macht und sie deshalb auch weniger davon brauchen, enthält ab 60% Fleischanteil aufwärts und kommt ohne Zucker und Getreide aus.
Einige Marken die viele von uns verfüttern (aber da gibt mittlerweile ein sehr grosses Angebot an guten Futter) sind z.B Leonardo, Macs, MjamMjam, Feringa, Cats Finefood, Tatsy Cat...


Für die Zahnpflege sind Dinge gut, die sie richtig kauen und beißen müssen. Also z.B grobe sehnige Gulaschwürfel, Trockenfleisch-Streifen...
Aber letztendlich hilft bei Katzen welche z.B anfällig für Zahnstein sind eigentlich nur Zähne putzen..:eek:;):)
 
GroCha

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TÄ sind keine Ernährungsberater.
Die können sich im Studium gar nicht mit viel mehr befassen als: Kuh frisst Gras, Hund frisst Fleisch. Da liegen die Schwerpunkte ganz anders und die Zeit ist auch nicht da.

Trockenfutter is für die Zähne einer Katze so überflüssig, wie ne Erdbeere.
Katzen kauen viel zu wenig, als dass es da irgendeinen Effekt geben könnte. Katze knackt das Trockenfutter einmal und schluckt es runter. Fertig. Da is nix mit Abrieb.
Abgesehen davon ist die häufigste Zahnkrankheit bei Katzen FORL und das greift die Wurzeln von innen an. Da würde Trockenfutter auch nicht helfen, wenn eine Katze nichts anderes täte als den ganzen Tag drauf rum zu kauen.

Ich habe zwei erwachsene Katzen: Kater, 6 Jahre, 5,5kg und Katze, 7 Jahre, 4,5kg. Der Kater ist schlank wie ne Gazelle und die Katze normal gebaut. Beide bekommen rund um die Uhr Nassfutter. Ab und an mal ein Leckerchen, aber ihre Hauptnahrungsquelle ist definitiv Nassfutter.
Allein schon weil Katzen ehemalige Wüstentiere sind, nehmen sie bis zu 95% ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung auf. Wem da nicht einleuchtet, das Trockenfutter schädlich für die Organe wird, kann auch keinen rechten Winkel zeichnen.

Das Gut&Günstig Katzenfutter is, soweit ich die Deklaration der 400gr-Dosen im Kopf hab, echt richtig schlecht. Praktisch Whiskas und zusätzlich billig von der Qualität her.

Wir füttern (an extrem günstigen Sorten) weil der Kater nichts anderes frisst, die 200gr-Dosen von Aldi Süd. Die sind in Preis/Leistung echt gut.
Meine Ex-Streunerin is aber richtig schlau und futtert die guten, gesunden Sachen. Sprich, alles mit mehr als 60% Fleischanteil, kein zucker, kein Getreide. Und schön viel Abwechslung. Wir haben im Schnitt sieben verschiedene Marken im Schrank. Je nachdem, was mein kleiner Gourmet grad gern frisst oder es im Angebot gab.

Und zum Schluss: Tierheime nicht oftmals nicht der verkehrteste Platz für ein Tier. Ich mag den Satz "vorm TH retten" echt gar nicht.
Retten musste man die Kater in der Tat vor dem Vorbesitzer, der sie einfach abgeschoben hat.
TH's tun, was sie können und die Mitarbeiter verdienen den höchsten Respekt.
 
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R4ven

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  • #10
Also ich hab jetzt mal ein bisschen recherchiert und mit meiner Freundin gesprochen. Wir werden nachher mal zu Fressnapf fahren und da vernünftiges Nassfutter mit ca. 60% Fleischanteil und ohne Zucker und Getreide kaufen.
Mit der All You Can Eat Idee kann ich mich noch nicht so richtig anfreunden, weil ich auch das Sättigungsgefühl der beiden so gar nicht abschätzen kann und wir wollen ja auch nicht 2x Garfield hier sitzen haben.
Was meint ihr denn wieviel Gramm eure Katzen so am Tag fressen auch wenn immer Futter zur Verfügung steht? Meine Idee wäre jetzt erstmal morgens und abends 100g Nassfutter zu füttern und das Trockenfutter weiter zu füttern bis es leer ist, weil ich es auch ungern weg schmeißen würde. Danach würde ich dann auf morgens, mittags, abends 100g Nassfutter umsteigen. Wenn ich dann merke, dass regelmäßig Futter im Napf bleibt, haben sie ja quasi Nassfutter all you can eat.
 
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JohnnyEmma

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  • #11
Ich melde mich hier auch einmal zu Wort. Ja, in der Anfangszeit hat man das Gefühl, dass die Kleinen viel zu viel fressen, wenn man das All You Can Eat Prinzip nutzt. Aber: Die sind, soweit ich das verstanden habe, noch so klein, dass sie wachsen. Das kostet Energie! Und es ist tatsächlich so, dass sich Katzen zunächst eher überfressen, weil sie eben noch nicht wissen, dass auch später noch Futter da sein wird.
Unsere beiden haben in den Wachstumsphasen gute 800 Gramm Nassfutter weggemacht (im Laufe eines Tages). Jetzt, mit 6,4 und 7,4 Kilo Gewicht fressen die beiden zusammen pro Tag etwa 500 gr. Nassfutter. Und wir füttern kein High-Class-Futter, sondern Select Gold und Wilderness. Je besser das Futter (höherer Fleischanteil), desto weniger brauchen sie, weil es länger satt macht.

Edit sagt: Wenn die beiden zwischendurch mal ein Bäuchlein haben, ist das undramatisch. Das verwächst sich. Und im Zweifel ist ein Bäuchlein für euch ein Grund, mehr mit den beiden zu spielen, damit sie sich mehr bewegen.
 
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R4ven

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  • #12
Naja die beiden sind 2 Jahre alt, ich glaube nicht, dass die noch so viel wachsen werden. Oder irre ich mich da?
 
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JohnnyEmma

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  • #13
Upsi :grin: Dann habe ich das durcheinander gebracht, entschuldige bitte. An Größe dürfte dann wirklich nicht mehr sehr viel kommen.
Faustregel für´s füttern ist ja eigentlich: wenn was im Napf übrig bleibt, war es genug. Wir füttern mogens gut 150 Gr. NaFu pro Tier, das reicht in der Regel, bis wir von der Arbeit zurück sind. Es steht immer eine Schale mit ca. 30 gr. TroFu rum oder wird in der Wohnung verteilt, einfach als kleiner Backup, sollte das Nassfutter mal nicht reichen oder wir ungeplant länger als 9 Stunden weg sein.
Nach der Arbeit gibt es noch mal je Napf 100 Gr. NaFu und bevor wir ins Bett gehen, noch einmal etwa je Napf 75 gr. NaFu. Die letzte Portion kann kleiner ausfallen bei uns, wenn noch viel vom Nachmittag übrig ist. So ist eigentlich immer ein bisschen was im Napf. Bei uns klappt das so recht gut.
 
Lirumlarum

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  • #14
Mit zwei Jahren sind sie zum größten Teil ausgewachsen. Das "Finetuning" findet noch statt, sie werden gerne bis zum dritten Lebensjahr noch etwas breiter und fester ..aber das Hauptwachstum ist mit 2 Jahren durch:D

Mengenmäßig kann man beim Futter schwer Angaben machen.
Das ist im Ermessen der jeweilige Katze. (weshalb die Empfehlungen auf der Rückseite der Dosen ignoriert werden können, diese gelten für eine genormte Standardkatze von 4 Kg ohne Rücksicht auf Lebensumstände, Alter etc.)

Es gibt die wenig Fresser, es gibt diejenigen die ganze Berge verdrücken. Je nach Größe, Alter, Muskeln, Stoffwechsel, Freigänger oder Wohnungskatze..da kann man keine genaue Grammzahl in Stein meißeln.

Meine Mädels z.B futtern nur 200-250g Nassfutter am Tag. Da ist sehr wenig im Vergleich zum Beispiel zu dem Kater meines Vaters, der locker 600g am Tag vertilgt..aber auch der Vielfrasskater ist schlank und rank. Der hat einfach einen höheren Energiebedarf.


Das deine Katzen zu Garfield werden, entsteht gerne durch rationierte Fütterung und eben dazu noch Futter mit Zucker und Getreide (oder auch Trockenfutter)
Katzen lernen dabei, das wenn es Futter gibt, sie es schnell fressen müssen und auch auf Vorrat, weil es dann eine Weile erst mal nichts mehr gibt.
D.h sie fressen mitunter auch viel mehr, als der Hunger eigentlich hergibt ..was wiederum dann auf den Hüften landet.
Zudem neigen einige dazu recht ungesund zu schlingen, wenn Futter nur rationiert angeboten wird.

Katzen die gewohnt sind immer einen gefüllten Napf zu haben, haben diese Fressattaken/Futterangst nicht und nehmen nur soviel vom Futter wie sie brauchen..ergo sie bleiben meist rank und schlank.

Mit Futter nur zu bestimmten Zeiten und danach wird der Napf weg geräumt, lernen sie nie ein normales/gesundes Sättigungsgefühl und werden in Folge davon eben gerne fett.

Der Großteil hier füttert nach dem Prinzip "all-you-can-eat -24/7" und Übergewicht ist bei den Meisten von uns kein Thema.

Am Anfang, wenn sie es noch nicht kennen, dass sie immer Futter stehen haben, überfressen sie sich gerne maßlos, so das auch gerne das Futter wieder Rückwärts kommt..nach einigen Tagen pendelt es sich dann aber in der Regel ein.
 
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  • #15
Meine Katzen sind dünn bis normal-schlank und bekommen unbegrenzt Futter. Wir haben das Futter noch nie rationiert (wir hatten schon mehr Katzen als die aktuellen 3) und nie war eine fett.
Meine lassen eher mal gerne Futter stehen als es gierig in sich reinzuschlingen.

Hingegen Trockenfutter macht dick, deswegen weg damit.

Bei Fressnapf findest du auch geeignete Marken, die Auswahl ist in den allermeisten Filialen inzwischen sehr groß. Mir ist es wichtig, dass ich weiß, was im Futter ist und in welchem Verhältnis. Nur die Höhe des „Fleischanteils“ ist zu einfach gedacht, das könnten dann auch viele minderwertige TNEs sein, die kaum oder wenig Gehalt/Verwertbarkeit haben (zB Lunge und Euter) oder je minderwertiger man geht, auch komplett ohne Nutzen wie zB Haut, Federn; nur, um Masse zu erzeugen.
 
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tanja1644

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  • #16
Wie Lirumlarum schon geschrieben hat, führen eher rationierte Portionen zu Übergewicht (und möglicherweise auch, wie du es gerade erlebst, zu nächtlichen Mülleimer-Ausräumaktionen), genauso wie Trockenfutter, hier ist oft viel zu viel Getreide und Zucker enthalten, was eine Katze gar nicht braucht.

Auch ich füttere hier 24/7 "all you can eat" hochwertiges Nassfutter und habe damit keine Probleme. Die Futtermenge pro Tag kann bei jedem unterschiedlich sein, die Katzen merken üblicherweise selbst, wie viel sie pro Tag brauchen. Harley bei mir frisst derzeit (durch die Hitze etwas weniger als üblich) pro Tag ca. 400-500g Nassfutter, während Finn (ist zwar etwas kleiner, aber nicht viel) nur ca. 150g pro Tag frisst. Trotzdem sind beide absolut nicht übergewichtig.
 
Sunflowers und Lilli

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  • #17
Also ich hab jetzt mal ein bisschen recherchiert und mit meiner Freundin gesprochen. Wir werden nachher mal zu Fressnapf fahren und da vernünftiges Nassfutter mit ca. 60% Fleischanteil und ohne Zucker und Getreide kaufen.
Eine gute Entscheidung! Ihr könnt das Nassfutter zukünftig auch im Internet kaufen und so sicher auch günstiger für Nachschub sorgen. Bei Sandras Tieroase oder Pets Premium usw. usw. ...

R4ven hat gesagt.:
Mit der All You Can Eat Idee kann ich mich noch nicht so richtig anfreunden, weil ich auch das Sättigungsgefühl der beiden so gar nicht abschätzen kann und wir wollen ja auch nicht 2x Garfield hier sitzen haben.
Es ist aber so, dass ihr mit dieser Methode richtig fahrt, denn Katzen futtern so oft und so viel wie sie brauchen. Anfangs kann es sein, dass sie zunehmen, aber das passiert nur bis sie merken, dass das Essen für sie zu jeder Zeit möglich ist und sie nicht hungern müssen. Sie teilen sich ihre Mahlzeiten ein.
Wenn ihr für beide jeweils einen Futterautomaten benutzt, dann bleibt das Nassfutter länger frisch, Fliegen setzen sich nicht drauf und die Wohnung riecht nicht nach dem Futter, was bei Fisch ziemlich fies sein kann. Wir haben die Surefeed luftdichte Futterschale, die sich öffnet wenn die Katze sich ihr nähert. Es gibt die Futterschale auch chipgesteuert, falls eure Katzen gechipt sein sollten.

R4ven hat gesagt.:
Was meint ihr denn wieviel Gramm eure Katzen so am Tag fressen auch wenn immer Futter zur Verfügung steht?
Unsere frisst ca. 200g, aber sie ist eine Freigängerin und frisst zwischendurch Mäuse und was sie sonst noch findet oder bekommt.

R4ven hat gesagt.:
Meine Idee wäre jetzt erstmal morgens und abends 100g Nassfutter zu füttern und das Trockenfutter weiter zu füttern bis es leer ist, weil ich es auch ungern weg schmeißen würde.
Du kannst es doch noch benutzen um ihnen mal ein Leckerli zu geben,
oder im Snackball und auf dem Fummelbrett. Sie müssen auch ein bisschen beschäftigt werden und können so ihre Leckereien verdienen.
Das Trockenfutter als Mahlzeiten für Zwischendurch ist keine gesunde Ernährung und sollte nicht weiter so durchgeführt werden, nur damit es aufgebraucht wird. Das Trockenfutter hält sich normalerweise.
 
GroCha

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  • #18
zur Gewöhnung an All you can eat:
Meine Ex-Streunerin, hat am Anfang alles in sich rein geschoben, was im Napf war. Schlichtweg aus Sorge, der Napf könne irgendwann leer bleiben.
Als sie gecheckt hatte, dass sie nie weider hungern muss, is sie wählerisch geworden.
Heute frisst Madame zumeist Geflügelsorten. Am allerliebsten Ente. Pferd und Känguru hat sie jetz auch für sich entdeckt.
Aber wehe ich stell ihr Rind hin. Oder Gott bewahre: Lamm :eek:
Dann hört man aber nen ehemaligen Streuner meckern...

Will heißen: ja am Anfang fressen sie vielleicht zu viel und/oder alles, was man hinstellt. Aber das gibt sich. Und Deine sind keine Streuner gewesen, sondern behütete Wohnungskatzen. Und sie sind noch jung - die lernen das.
Katzen fressen nicht, wenn sie Lust haben, sondern wenn sie müssen.
Deswegen gibt es das mit dem Garfield-Effekt bei gesunden Katzen nicht, wie bei uns Menschen. Wir essen aus Lust und Gewohnheit. Hierzulande in den seltesten Fällen, weil wir am Verhungern sind. Da muss man ganz klar Mensch von Katze unterscheiden.

Mein 4,5kg-Kätzenmädchen frisst übrigens weit mehr, als der 5,5kg-Kater.
Beide halten dennoch ihr Gewicht.
Man kann also echt nicht davon ausgehen, dass Gewicht oder Größe etwas über den Bedarf verraten.
 
Polayuki

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  • #19
Huhu!

Ja, all you can eat klingt nach verdammt viel und hat mich am Anfang auch etwas verschreckt.
Aber Lirumlarum hat völlig recht.: Katzen die rationiert werden fressen im Endeffekt meist mehr als Katzen die all you can eat bekommen, aus Angst nichtsmehr zu bekommen. Also erreicht ihr damit genau das Gegenteilige. ZU Garfield können sie mit hochwertigen Nassfutter quasi gar nicht werden. Indem ihr Schrottnassfutter und Trockenfutter weglasst habt ihre alle Quelle der potentiellen Dickmacher beseitigt.
Eure Katzen müssen lernen, dass sie immer etwas zum Fressen haben, damit sie ein gesundes Fressverhalten entwickeln.
100 g morgens und abends, da würden meine Katzen erstmal herzlich lachen und anschließend vor Hunger meine ganze Küche auseinandernehmen. Dass sie bisher "nur" die Mülleimer geplündert haben, da habt ihr Glück gehabt. Bei mir wird ALLES angefressen was nicht niet und nagelfest ist, wenn sie mal zu wenig bekommen (z.B. weil ne Blutuntersuchung ansteht und sie nüchtern bleiben müssen). Dann wird Kaffeesatz aus der Spüle gefressen, geschlossene Tubberdosen geklaut und solange damit rumgeworfen bis sie sich öffnen. Schranktüren werden geöffnet, geschlossene Nudelpackungen entführt und all sowas.
Damit du ´ne Richtlinie hast: meine zwei Fressen an manchen Tagen (abhängig von Jahreszeit, Temperatur, Alter etc) zu zweit bis zu 1600g am Tag (wobei einer alleine davon 1/3 mampft) und momentan tatsächlich nur bis höchstens 800g, bei manchen Sorten auch nur 400g am Tag. Beide sind rank und schlank und wir wurden bereits des öfteren gefragt ob sie auch genug zum Fressen bekämen, sie seien ja so dünn... *hust*
Also auch wenn es erschreckend klingt...gebt euch ein Ruck und versucht es für ein paar Monate und ihr werdet sehen, dass ihr und auch die Katzen damit glücklich werdet =)
Günstige Sorten aus dem Fressnapf wären Animonda und Premiere. Ich kann euch ans Herz legen zukünftig online zu bestellen und dann am besten die 800g Dosen, damit fahrt ihr am allergünstigsten, dann ist nämlich auch MACs, Mjamjam udn Catz finefood und co super bezahlbar.
Das Trockenfutter müsst ihr ja nicht wegschmeißen, ihr könnt das auch einfach als Leckerlis nutzen, das machen wir auch. Mit TroFo wird geklickert, es landet im Fummelbrett oder wird mal durch die Gegend geworfen, einfach weil sie so süß gucken :D Achja und wehe ich vergesse die Tüte auf dem Schrank, dann wird HImmel und Hölle in Bewegung gesetzt diese zu klaun, auseinanderzunehmen und alles aufzufressen <.< Kleine Leckerlidiebe.
Schön, dass du dich informierst! =) Ich hoffe die KLeinen machen euch viel Freude und ich freue mich für die Puschel, dass ihr euch so viel MÜhe gebt!

lg

Edit: achja, ich habe auch 2 Kater. Habe so das Gefühl, die fressen generell etwas mehr als Katzen, daran erinnert mich mein Geldbeutel jeden Monat aufs neue :D
 
Yina

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  • #20
Hier noch eine Stimme für Rund um die Uhr unbegrenztes Nassfutter! :)
Bisher haben alle meine Katzen soviel FF bekommen wie sie wollten (Getreide- und Zuckerfrei mit mind. 70% Fleischanteil). Alle waren völlig normalgewichtig bzw. sogar sehr schlank. Naja, alle bis auf eine. Meine Lilly muss leider rationiert werden. Das würde ich aber dennoch eher als eine Seltenheit/Ausnahme betrachten. Dagegen stehen immerhin 11 Katzen die ich betreuen durfte, welche alle rank und schlank waren.

Testet es einfach für einige Monate. Kein Lebewesen wird innerhalb von 12-16 Wochen krankhaft fettleibig werden...
Allerdings kann ein plötzlichler Wechsel zu hochwertigem Futter zu Durchfall führen. Da müsst ihr evtl. nach und nach in das gewohnte Futter etwas dazu mischen. Je nachdem wie empfindlich und/oder mäkelig die 2 sind.
Trockenfutter würde ich auch weg lassen. Für die Zähne gebt ihnen lieber hin und wieder ein rohes Stück Fleisch (kein Geflügel). Das reinigt sicher besser als diese mini Breckies.

Das die beiden es so auf den gelben Sack abgesehen haben zeigt schon deutlich, dass sie versuchen an was essbares ran zu kommen. Wenn sie einfach nur Bock auf "Scheiße bauen" hätten, dann würden sie euch auch den Tisch abräumen, Blumenpötte runter werfen, den Wäscheständer abräumen oder sonst etwas verwüsten. Katzen fällt da erstaunlich viel ein, was Menschen eher doof finden.
Aber der gelbe Sack... ausgerechbet die Tüte wo bestimmt ihre Futterschalen/dosen drin entsorgt werden? [...]
Lasst sie bitte nicht weiter hungern! :oops:

LG Yina
 
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