Kater kratzt sich dauernd blutig

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Yukari

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Nachdem unser Kater jetzt endlich wieder fit ist, nachdem er uns so einen Schrecken eingejagt hat letztens, wollen wir nun ein weiteres Problem angehen, wozu ich euch mal nach eurer Meinung fragen wollte.
(Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das lieber in den alten Thread schreiben sollte oder in den Neuen - bei Bedarf bitte verschieben)

Und zwar hatte Loki ja als wir ihn aus dem Tierheim geholt haben rund um den Hals eine Schnitt-artige Wunde. Drumherum hatte er sich total weiträumig aufgekratzt. Wir haben erst vermutet, dass er sich jedes mal kratzt, wenn die Wunde anfängt zu heilen und das juckt ja bekanntlich auch mal...

Wir haben ihm eine Art Shirt mit Rollkragen verpasst, damit er nicht mehr am Hals kratzen kann, da die Wunden ja nie Gelegenheit hatten mal zu heilen...
Dadurch konnten die Wunden heilen, leider scheint kein Fell nachzuwachsen :(

Da seine Kratzerei nicht besser wurde, waren wir auch mal beim Tierarzt deswegen. Dort wurde ein Pilz vermutet, der Pilztest war zwar negativ, aber er bekam trotzdem Griseo dagegen, aufgrund der dafür sprechenden Symptome.

Außerdem wurde eine Futterallergie vermutet. Deswegen bekommt er nun Futter von Vet-Concept (Cat Sana Pferd als Nassfutter und Pferdefleisch-Leckerchen). Seit er wieder fit ist nun auch wieder durchgängig (also seit ca 2-3 Wochen).

Hier im Forum habe ich davon gelesen, dass Lachsöl bei Haut- und Fellproblemen helfen kann, daher bekommt er einmal am Tag einen Teelöffel Lachsöl ins Futter.

Er versucht allerdings noch immer zu kratzen... das ging jetzt lange gut, dank dem Shirt, das ihn davon abhielt sich zu verletzen. Aber seit einigen Tagen hat er rausgefunden, dass er nur hoch genug ansetzen muss, um sich über dem Rand des Rollkragens am Kopf zu kratzen... und jetzt hat er wieder eine große blutige Stelle hinterm Ohr :(

Ansonsten ist er putzmunter. Spielt, tobt, schmust, ist verfressen wie eh und je, wirkt also topfit.

Ich fürchte wenn er sich weiter so kratzt, werde ich wohl nicht drum herum kommen ihn schon wieder zum Tierarzt zu schleifen... aber vielleicht habt ihr ja noch irgendwelche Ideen oder Tipps für mich?
Ich würde ihm ja gern so viel Tortur wie möglich ersparen, nach den letzten Wochen... und ihn nicht schon wieder mit Antibiotika vollstopfen. Außerdem ist die Vermutung hoch, dass er sich letztens beim Tierarzt mit irgendwas angesteckt hat, weswegen er ja so krank wurde... ich bin so froh, dass er endlich wieder fit ist, da würde ich eine Wiederholung gern vermeiden :confused:

Loki ist geschätzt 1 Jahr alt, Fundkater und bei uns reine Wohnungskatze
 
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superruebe

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Ein Allergie hat als Ursache ein nicht intaktes/in Schräglage geratenes Immunsystem. Die Allergie ist nur das Symptom, quasi der Hilferuf.

Allergiefutter, Cortison usw. lassen zwar die Symptome verschwinden, aber das Urproblem ist nach wie vor im Hintergrund vorhanden.

Auslöser für solche Immunsystementgleisungen können Impfungen, SpotOns, Parasitenbehandlungen, Antibiosen, Getreide z.B. sein. Jedenfalls sind das nach meiner Erfahrung die häufigsten Ursachen.
Bei deinem Findelkind kommt sicherlich noch eine Unterversorgung (Mineralien, Vitamine ) hinzu die er hatte als er auf der Strasse war.

Das Hautproblem wirst du hier nicht gelöst bekommen. Da muss man schauen wo es herkommt, also Ursachenforschung betreiben.

Was man im Vorfeld abklären sollte sind Hautpilze und Milben. Hierzu macht man für die Pilze einen sog. Abklatsch und für die Milben ein Hautgeschabsel und schickt das ins Labor. Die Woodlampe (Schwarzlichlampe beim TA) zeigt leider nur einige wenige Pilze (die leuchten dann), die meisten Pilze leuchten nicht. Daher kann das als sicheres Ausschlussverfahren nicht verwendet werden.
 
Margitsina

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Flohstichallergie würde ich gerne noch ergänzen.
 
Petra-01

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Und ich möchte noch ergänzen daß sich die Stelle und Art der Wunde anhört als ob es eine allergische Reaktion auf ein Flohhalsband sein könnte daß er früher um hatte.
Dann dauert es eine Weile bis die Giftstoffe raus sind.

Wenn es juckt könnte man versuchen die Stelle mit verdünnter Calendula Urtinktur abzutupfen, das lindet den Juckreiz und fördert die Heilung.
Beseitig aber auch nicht die Ursache.

Und wenn das mit dem kratzen schlimmer wird kann man statt dem shirt die Krallen an den Hinterpfoten mit Krallenkappen versehen.
Das aber nur wenn nix anderes geht und übergangsweise.
Hatte mein Kater mal nach einer Ohr-op weil er sich danach monatelang noch die dünne Haut immer wieder aufgekratzt hätte.
 
Yukari

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Hm, hört sich an als wird das schwierig herauszufinden sein, ich habs fast schon befürchtet. :eek:

Also auf jeden Fall Tests auf Pilze oder Milben. Kann man auf so eine Flohstichallergie testen? Wie lange würde sowas denn anhalten, falls er wirklich auf so etwas reagiert hat? Immerhin ist er jetzt schon knapp drei Monate bei uns und war vorher schon mindestens 1-2 Monate im Tierheim.
Bzw was könnte man noch tun, um herauszufinden, was die Ursache ist?

Calendula-Essenz habe ich sogar hier, das werde ich mal testen.

Edit: Achja, zieht er sich diese Krallenkappen nicht ab? Ich hätte etwas Bedenken, dass er sowas verschlucken könnte
 
Petra-01

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google mal nach soft claws
So heißen die Dinger.
Die halten recht gut wenn man die richtig anbringt.
Und die Krallenhüllen spuckt mein Kater auch aus wenn er sie abknabbert. So wie diese Hüllen auch.
Nicht gefährlich, etwas umständlich zu Anfang aber eine gute Alternative bei Katzen die im Kopf/Hals/Ohrbereich die Haut massiv aufkratzen oder nach einer op nicht dran kratzen dürfen.
 
superruebe

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Schulmedizinisch werden Blut-Allergietests angeboten.
Die sind heftigst teuer und leider nicht wirklich aussagefähig.
Zum Einen sind sie viel zu grob im Screening (also nur ausgewählte Sachen werden getestet) zum anderen weiß man anhand der Antikörper nicht ob das jetzt das aktuelle Problem ist, denn wenn ein Körper mal Antikörper gebildet hat bleiben diese im Blut bis zum Tode.

Probleme ausgelöst Impfungen gibt's z.B. lt. Schulmedizin gar nicht. :-(

Schulmedizinisch behandelt man bei Allergien nicht die Ursache, sondern die Symptome. Das Problem bleibt im Hintergrund dann aber bestehen.
Beispiel: Juckreiz durch Futter Therapie: Hypoallergenic Futter ;-)

Ich würde dir empfehlen dir entweder einen naturheilkundlich arbeitenden Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker ( bitte auf gemachte Ausbildung achten) mit ins Boot zu holen. Dann wird Ursachenforschung und -behandlung gemacht.
 

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