Kater-Kater/Katze-Katze/Katze-Kater

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Hallo!

Habe gerade folgendes in einem Bericht über „Zweitkatze“ von Ein-Herz-für-Tiere gelesen:

Und selbst wenn beide Kater kastriert sind, wird ein gemeinsames Leben nicht ganz so friedlich ablaufen. Sie werden deutlich öfter zanken als gemischte Katzen-Paare. Am friedfertigsten sind zwei Katzendamen oder eine kastrierte Katzendame und kastrierter Kater.

Ich dachte, nach vielen Berichten/Ratschlägen hier: Katze und Kater wäre eher 😖 wegen dem unterschiedlichen Spielverhalten. Oder ist das ab einem gewissen Alter irrelevant bzw. eher charakterabhängig?

LG und einen schönen Feiertag (falls ihr heute einen habt, ansonsten schönen Donnerstag)
 
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NanSam

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Ich kenne es so, dass bei Kitten gleichgeschlechtliche und gleichaltrige Partner aufgrund des unterschiedlichen Raufverhaltens empfohlen werden, weil das Risiko dann scheinbar kleiner sein soll, dass es nicht funktioniert. Besonders wenn Kater im Rüpelalter sind, kann es (muss aber nicht unbedingt, wie Beispiele im Forum zu lesen sind) ziemlich unbequem für eine Katze werden.
Bei erwachsenen Katzen zählt eher das Alter und Spielverhalten. Es gibt Kater, die spielen wie eine Katze und es gibt auch rauflustige Katzen. Da sollte bei der Entscheidung dann eher auf einen ähnlichen Charakter als auf das Geschlecht geachtet werden.
 
Lirumlarum

Lirumlarum

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..nach ein paar Katze-Kater Erfahrungen bin ich tendenziös schon auf dem Stand, was im Forum gesagt wird. Katze-Kater kann schon ziemlich für Sprengstoff im Team sorgen. (auch wenn beide kastriert sind und auch wenn die Katzen Wurfgeschwister sind)
Natürlich (weil es sind ja immer noch Katzen🙃) gibt es aber auch jede Menge Ausnahmen, wo Katze-Kater Duos auch gut harmonieren. Aber diese Gewissheit hat man bei Anschaffung leider nicht. Einfacher ist es also lieber auf Kombis zu setzten, welche im Durchschnitt erwiesen haben, dass sie reibungsloser funktionieren.

Bei dem gemischten Paar, welches mich hier von Kitten bis zur Regenbogenbrücke begleitet hat, war Alles geboten.
Kittenzeit: sich liebendes Doppelpack, immer am gemeinsam kuscheln und pennen, wildes toben und spielen..perfekt!
Pupertät und Jungkatzenjahre: krach bumm bämm!! Der Kater war zu wild für die Katze, die Katze hatte gellende Panik und konnte sich nicht wehren. Der Kater war unterfordert und wurde dadurch immer wilder und wilder ..Abgabe eines der beiden Tiere stand deshalb schon im Raum..
Erwachsenjahre: Annährung, gelegentlicher Beef im Team. Katze hatte gelernt den Kater in Schach zu halten. Dynamik kehrte sich um, Katze vermöbelte/mobbte den Kater.
Späte erwachsenen Jahre bis zum Tod: ausgeglichenes Kräfteverhältnis, jegliche Kämpfe waren ausgefochten, man lebte friedlich miteinander/nebeneinander mit höflichen Mindestabstand zueinander. Im Alter dann auch wieder gemeinsames kuscheln und dicht an dicht schlafen, gemeinsam friedlich spielen und mal freche Rauf- und Jagerunden.

Alles in Allem, gerade in den Jugendjahren bis so ca. 5-6 Jahre alt waren, nicht gerade eine Spaziergangkombi. Bei den anderen Katzen-Kater Kombis (welche ich aber nicht dauerhaft beheimatete) sah es meist sehr ähnlich aus.

Insofern würde ich gerade Katzenanfängern nicht den Tipp geben, es mit Katze-Kater-Kombis zu versuchen..
 
racoon20

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Und selbst wenn beide Kater kastriert sind, wird ein gemeinsames Leben nicht ganz so friedlich ablaufen. Sie werden deutlich öfter zanken als gemischte Katzen-Paare.

Wenn man spielerisches Raufen damit meint, dann stimmt das wohl.

Hier fliegen mehrmals am Tag die Fellbüschel durch die Gegend und kurz darauf liegen sie wieder eng umschlungen beisammen, nicht ohne sich zuvor ein Nasenküsschen gegeben zu haben.

Kater raufen eher viel, aber es macht ihnen augenscheinlich auch Spaß und ich schaue gerne zu.
 
racoon20

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Junge (ruhige, faule) Lucy mit altem gutmütigen Petzi hat hier aber auch prima funktioniert.
 
bohemian muse

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Reine Kater-WGs sind in meinen Augen die unkomplizierteste Kombination, die man wählen kann und auch super für Anfänger.
Wenn es zwischen Katern mal Zoff gibt, dann wird sich gefetzt und danach ist alles wieder gut. Vorraussetzungen ist natürlich, dass alle Kater rechtzeitig kastriert wurden und Charakter sowie Alter einigermaßen harmonieren.

Ich habe aktuell zwei Kater in der Gruppe und zwischen den beiden gab es in den letzten 8 Jahren noch nie irgendwelche ernstzunehmenden Streitigkeiten. Wenn es hier kracht, dann ist eines der drei Mädels beteiligt 😬
 
Vitellia

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Insofern würde ich gerade Katzenanfängern nicht den Tipp geben, es mit Katze-Kater-Kombis zu versuchen..

Dem stimme ich zu. Es sei denn, es handelt sich um ein bereits bestehendes Pärchen wie Fienchen und Willy. Die sich selbst gefunden und lieben gelernt haben. Die beiden zu trennen, nur weil sie ein gegensätzliches Geschlecht haben, wäre wahrlich eine Sünde gewesen. Auch bei uns gibt es hin und wieder ganz dezente Ansätze von Kater vs. Katze, aber das ist wirklich harmlos und wir haben ja auch noch unseren kleinen Wildfang Sally, die das auffängt. Und vom Charakter her sind Fienchen und Willy so lieb und unkompliziert, dass ich ein gemischtes Pärchen wie die beiden durchaus auch für Anfänger geeignet hielte.

Ich finde, bei Katzen jenseits der Pubertät kann/sollte man eher auf das Temperament und Spielverhalten schauen. Ich bin z. B. froh, unserem Mädchenkater Willy keinen "richtigen" Kater (sprich mit normalem katerigen Raufverhalten) zu Seite gestellt zu haben. Ich glaube, das hätte ihn durchaus überfordert. Selbst der Sally rauft er ja manchmal zu langweilig. :grin:

Bei Kitten allerdings würde ich auch zu der empfohlenen gleichgeschlechtlichen Kombi raten - besonders in Wohnungshaltung! - weil das den Erfahrungen nach das geringste Risikopotential bietet.
 
BilBal

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Wenn man spielerisches Raufen damit meint, dann stimmt das wohl.

Hier fliegen mehrmals am Tag die Fellbüschel durch die Gegend und kurz darauf liegen sie wieder eng umschlungen beisammen, nicht ohne sich zuvor ein Nasenküsschen gegeben zu haben.

Kater raufen eher viel, aber es macht ihnen augenscheinlich auch Spaß und ich schaue gerne zu.
Dem ist nichts hinzuzufügen, stimme vollkommen zu. 😁
 
Lirumlarum

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Dem stimme ich zu. Es sei denn, es handelt sich um ein bereits bestehendes Pärchen wie Fienchen und Willy. Die sich selbst gefunden und lieben gelernt haben. Die beiden zu trennen, nur weil sie ein gegensätzliches Geschlecht haben, wäre wahrlich eine Sünde gewesen. Auch bei uns gibt es hin und wieder ganz dezente Ansätze von Kater vs. Katze, aber das ist wirklich harmlos und wir haben ja auch noch unseren kleinen Wildfang Sally, die das auffängt. Und vom Charakter her sind Fienchen und Willy so lieb und unkompliziert, dass ich ein gemischtes Pärchen wie die beiden durchaus auch für Anfänger geeignet hielte.

Ich finde, bei Katzen jenseits der Pubertät kann/sollte man eher auf das Temperament und Spielverhalten schauen. Ich bin z. B. froh, unserem Mädchenkater Willy keinen "richtigen" Kater (sprich mit normalem katerigen Raufverhalten) zu Seite gestellt zu haben. Ich glaube, das hätte ihn durchaus überfordert. Selbst der Sally rauft er ja manchmal zu langweilig. :grin:

Bei Kitten allerdings würde ich auch zu der empfohlenen gleichgeschlechtlichen Kombi raten - besonders in Wohnungshaltung! - weil das den Erfahrungen nach das geringste Risikopotential bietet.

so ähnlich sehe ich das auch. Eine gemischte Kittenkombi, wo man noch nicht erahnen kann wohin die Reise geht, würde ich mir nicht mehr antun.
Hingegen ein eingespieltes Katze-Kater Duo, jenseits der Pubertät aus dem Tierschutz z.B wo man sehen kann, ob und wie die Beiden zusammen umgehen, würde ich allerdings auch durchaus in Betracht ziehen.
Auch z.B bei einer späteren Vergesselschaftung kommt für mich ggf. so eine Kombi in Frage, wenn es darum geht einfach einen passenden Charakter zum vorhandenen Tier zu finden. Es gibt durchaus unraufige Mädchenkater und raufige Katerladies..
Zu nem zarten Mädchenkater kann dann auch gut ein Mädel passen und zu einer raufenden, wilden Katzendame durchaus ein frecher Kater eine gute Wahl sein..Katzen eben, da ist gar nie nicht irgendwas in Stein gemeiselt..
 
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curie

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  • #10
Und selbst wenn beide Kater kastriert sind, wird ein gemeinsames Leben nicht ganz so friedlich ablaufen. Sie werden deutlich öfter zanken als gemischte Katzen-Paare.
Das ist so schlicht falsch.

Viele Kater raufen gern miteinander, aus Spaß. Und klären auch Konflikte mal so. Aber in gewissen Altersstufen und teilweise fast lebenslang wird sich halt gern gekloppt, aus Energie und Spaß an der Freude.

Wer wenig Ahnung von Katzen hat produziert dann womöglich solchen Sprüchemüll wie zitiert.

Die Erfahrung, dass ein gemischtes Paar im Kittenalter noch geht, danach nicht mehr habe ich auch schon machen müssen und vielfach gelesen. Bei uns hat die „prämierte“„Vereinszüchterin“ mir einen „Kater“ verkauft, der/die sich nach fünf Monaten als Katze herausgestellt hat. Meine Wunschkombi waren zwei Kater, das würde ich auch immer wieder so wollen. So war es ein Pärchen mit den klassischen Problemen.

Wie viele schon geschrieben haben gibt es gemische Pärchen, die funktionieren. Und niemand bei Verstand trennt die. Aber als Empfehlung ist gleichgeschlechtlich ganz überwiegend die beste Voraussetzung, bei aller Individualität im Einzelfall.
 
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Motzfussel

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  • #11
Ich kann mich im Grunde nur anschließen und aus eigener Anschauung berichten: Wir haben ja so ein bestehendes gemischtes Pärchen aus dem Tierheim. Wer trennt denn ein seit 10 Jahren bestehendes Team, das es sogar zusammen in einem 2qm-Käfig aushält? Nene. Aber: Die sind halt auch schon groß und Toby ist ein Mädchenkater erster Güte. Ja, wir haben ne raufige dritte Katze dazu adoptiert, im Vergleich zum Durchschnittskater ist Toby aber dennoch ein stilles Wasser. Nora ist nur die Schlaftablette par excellence, mit der langweilt sich tendenziell einfach jedes Katzentier, ob männlich oder weiblich. Deshalb die dritte Katze und in diesem Fall bewusst eine Katze, weil... Der mit nem Kater? Heiliger Strohsack :ROFLMAO:

Nur ist das eben ein Paradebeispiel für: Die sind erwachsen und man sieht den ausgeformten Charakter. Dass aus Toby aber kein typischer Kater werden wird, wer hätte das im Kittenalter ahnen können? Da hatten die Vorbesitzer einfach Glück. Wenn ich mir vorstelle, aus dem wäre der typische Kater geworden, da hätte Sofakissen Nora aber nix zu lachen gehabt:oops:
Wäre ich also an Stelle der Vorbesitzer gewesen und hätte eine Zweitkatze zu Nora gesucht (Nora ist älter, die muss zuerst da gewesen sein), ich hätte ne Katze gesucht. Viel kleineres Risiko.
 
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Froschn

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  • #12
Ich hab hier zwei kastrierte Kater, die sich top verstehen. Raufen ja, aber das ist Spiel. Zoff gab es da noch nicht.
 
Lirumlarum

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  • #13
Am friedfertigsten sind zwei Katzendamen......
.....öhhhmmm...also "friedfertig" ist meine Mädelsgang...aber das sich "friedlich" zu raufen nur nen Katerding sein soll..nun, da haben meine Mädels wohl nicht ordentlich die diversen Ratgeber auswendig gelernt:grin:

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Neporick

Neporick

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  • #14
Also wir hätten auch gerne Kater - Kater - Kombi gehabt. Der eine Kater war dann nach zwei Tierarztbesuchen in Woche 16 plötzlich ein süßes Mädchen:ROFLMAO:. Beide sind nun etwas über ein Jahr alt und es passt gut zwischen beiden, ob es so bleibt: Keine Ahnung. Aber da hier noch Ressourcen für weitere 2 -3 Katzen sind, bin ich entspannt. Insgesamt glaube ich aber auch, das grundsätzliche Haltungmängel größere Probleme hervorrufen als "ungünstige Geschlechterkombinationen". Sprich gibt es genug Futter, Platz, Rückzugsmöglichkeiten, Anregung sinkt bei GUT SOZIALIERTEN Tieren das Risko zu Konflikten.
 
minna e

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  • #15
ich für meinen teil hab die erfahrung gemacht, dass kater toleranter und irgendwie unbekümmerter sind, wenn doch mal stress aufkommt.

daher ist die kombi kater/ kater (plus evtl kater ^^) meist die, die gut funzt.

hier war stress, wegen der blondine und vor zig jahren zwischen zwei katern, aber da wegen einer erkrankung.
 
Zuletzt bearbeitet:
tokaroma

tokaroma

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775
  • #16
Hm, schwierige Frage. Habe selbst Katze – Kater, klappt ziemlich gut. Allerdings erwachsene Tiere, Kater nach Charakter ausgesucht. Und der Kerl ist quasi die Reinkarnation von Ghandi, wenn es um sein Mädchen geht...
Emmi war schon von klein auf Katergesellschaft gewöhnt, sie war im Tierheim in einer Jungsgruppe Kitten. Dann bei meinem ersten Kater (da aus Naivität) – hat aber prima geklappt, auch die Raufspiele hat sie mitgemacht. Deshalb nach dem Tod des Schwarzen eben wieder ein Kater. Klappt fast noch besser, sie hat aber klar die Hosen an.
Bei Freundinnen erlebe ich die Kombi Katze/Katze mit Wurfgeschwistern – weniger innig als meine beiden.und die Kombi Kater/Kater mit nicht verwandten Jungtieren (ungefähr ein Jahr) – viel gekloppe, der eine hat tendenziell Angst vor dem anderen.
Ich denke es kommt wirklich auf die individuellen Bedürfnisse und Charaktere an, kann alles super klappen, kann in die Hose gehen...
Auf Nummer sicher geht der, der die Option auf eine weitere, Puffer– Katze, offen lässt....
 

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