Kater aggressiv gegen Frauchen seit Nachbarskatzen eingezogen sind

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Leibeigener

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Eine befreundete Rentnerin wohnt in einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus (je Stockwerk 2 - 3 Mietparteien) ganz oben. Sie hat einen zehnjährigen Siamkater (leider Einzelhaltung, von klein auf), kastriert, gechipt, geimpft usw. Täglich geht sie mehrfach mit ihm hoch und runter, um ihn rein bzw. rauszulassen. Draussen verhält sich der Kater unauffällig gegenüber anderen Katzen und Hunden, weder Freundschaften noch Prügeleien.

Nun sind vor etwa einem halben Jahr ins selbe Haus gleich zwei neue Mietparteien mit jeweils einer Katze eingezogen (allerdings reine Wohnungskatzen). Allein wenn der Kater bei den Wohnungen vorbeiläuft und die anderen Katzen wittert oder auf dem Balkon sieht, macht ihn das extrem aggressiv: Er beißt sein Frauchen in Hand und Beine und hackt so doll zu, dass ihre Hand sogar genäht werden musste.
Hyperaktiv, unausgelastet und sehr neugierig war der Siamkater schon immer und hat sich ständig Unfug ausgedacht, mit dem er einen auf Trab halten kann (hatte ihn vor Jahren mal für 2 Wochen zur Pflege).
Aggressiv gegen Menschen war er vorher nie.

Ich vermute ja, dass er aufgrund der jahrelangen Einzelhaltung einen gewissen "Schaden" davongetragen hat. Frauchen wollte partout keine Zweitkatze und nun, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist die Frage, was tun gegen seine Angriffe?
 
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Den Kater nicht auf den Arm nehmen wenn er auf äußerste angespannt ist.
Er kann die anderen Katzen in seinem Revier, also deren Geruch in "seinem" Flur und vermutlich deren Geräusche, nicht einordnen. Und so wendet er sich gegen das, was greifbar ist: die Hand, die ihn festhält.
Vielleicht möchte er der Situation gerne entfliehen und Frauchen hält ihn --> Biss.

Sie soll ihn nicht tragen oder festhalten, wenn er sich so aufregt.
Zur Not muss er den Weg durchs Haus in die Box.

In der Wohnung soll sie ihn nicht anfassen und auch nicht "beruhigen", wenn er die Katzen sieht oder wittert. Er muss sich halt an die neuen Hausbewohner gewöhnen und zwar allein, ohne Frauchen in "Beißweite".
 
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Leibeigener

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Den Kater nicht auf den Arm nehmen wenn er auf äußerste angespannt ist.
Er kann die anderen Katzen in seinem Revier, also deren Geruch in "seinem" Flur und vermutlich deren Geräusche, nicht einordnen. Und so wendet er sich gegen das, was greifbar ist: die Hand, die ihn festhält.
Vielleicht möchte er der Situation gerne entfliehen und Frauchen hält ihn --> Biss.

Sie soll ihn nicht tragen oder festhalten, wenn er sich so aufregt.
Zur Not muss er den Weg durchs Haus in die Box.

Im Hausflur ist er sehr aufgeregt wenn er bei den neuen Mietern mit Katzen vorbeikommt und die Attacken kommen nicht beim Streicheln oder gar auf den Arm nehmen, sondern er fällt sein Frauchen von selbst an, sobald er wieder in der Wohnung ist. (situationsunabhängig).
Zum Beispiel sie stand in der Küche, machte eine Dose für ihn auf und er sprang mit Anlauf an ihre Hand, hackte zu und biss kräftig rein.
 
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Also nach der eigentlichen Konfrontation mit den anderen Katzen? :confused:

Hmm dann würde ich, auch aufgrund des Alters des Katers, als erstes den Weg zum TA vorschlagen.
Auch Schmerzen können sehr aggressiv machen und bevor das Verhalten sicher der Anwesenheit anderer Katzen zugeordnet wird, sollte gesundheitlich alles geklärt sein.
Also bitte Urin und Kotuntersuchung, großes Blutbild, Zähne und gesamten Kater gründlich untersuchen lassen.
 
Margitsina

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Das sind ganz deutlich Verhaltensstörungen auf Grund der Einzelhaltung.
Sie kommen halt bei der einen Katze eher bei der anderen später. Da kommt das Caspar Hauser Syndrom durch und das wird nicht besser.

Auslastung des Katers mit unbegrenztem Freigang.
Mit guten Nerven und Geduld langsame Zusammenführung mit einem sozialen aber nicht unterwürfigen Kumpel.
 
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Also nach der eigentlichen Konfrontation mit den anderen Katzen? :confused:

Hmm dann würde ich, auch aufgrund des Alters des Katers, als erstes den Weg zum TA vorschlagen.
Auch Schmerzen können sehr aggressiv machen und bevor das Verhalten sicher der Anwesenheit anderer Katzen zugeordnet wird, sollte gesundheitlich alles geklärt sein.
Also bitte Urin und Kotuntersuchung, großes Blutbild, Zähne und gesamten Kater gründlich untersuchen lassen.

Beim TA war sie schon der Kater erfreut sich bester Gesundheit.
Eine direkte Konfrontation mit den neuen "Mietern" findet nicht statt; die beiden Katzen sind in reiner Wohnungshaltung. Allein der Umstand, dass er sie sieht (Balkon), wittert (vorbeilaufen an der Wohnung) hört und riecht macht ihn so aggressiv. Und nein, heute will sie noch weniger als früher eine Zweitkatze keine Chance :(
 
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