Kastration, 8 Monate alte Norwegische Waldkatze

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Ruthenberg

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Hallo liebe Forumsmitglieder!

Meine 8 Monate alte Norwegische Waldkatzendame wird am 16.3. kastriert da gestern die 1. Rolligkeit begonnen hat. Glücklicherweise verläuft die Rolligkeit bisher ohne den "Terror" den ich befürchtet hatte. Sie frisst etwas weniger (was aber wohl normal ist laut TA), ist total anhänglich aber nicht aufdringlich, schläft und spielt normal mit ihrem Bruder (bereits mit 5 Monaten kastriert da frühreif gewesen), und gurrt nur ein bisschen. Sie lässt sich (Ich habe ausser den beiden Katzen noch 4 Farbmäuse) super mit dem Terrarium ablenken (liegt dann davor und versucht danach zu tatzen, aber den Mäusen ist es schnuppe :omg:) und macht auch sonst keine Probleme.
Nun meine Frage für nach der OP - Body oder Halskragen? Ich tendiere eher zum Body da ich wie gesagt auch ihren Bruder besitze und ich finde das sie mit so einer Radartüte nicht wirklich kommunizieren kann. Glücklicherweise lieben die beiden sich abgöttisch und er lässt sich auf Namensanruf super von zu wildem Spiel abrufen.

Womit habt ihr bessere Erfahrungen gemacht? Die Kastration des Katers war easy und es bedurfte gar nichts. Der stieg aus der Transportkiste als wäre nichts gewesen, hat nicht einmal daran herumgeleckt und sofort wieder gespielt.

Liebe Grüße, eure Patricia
 
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bohemian muse

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Hallo Patricia,

meine erste Wahl wäre immer ein Body, aber es gibt auch Katzen, die damit gar nicht zurechtkommen. Von daher ist es etwas schwierig diese Frage zu beantworten.

Wir hatten innerhalb der letzte Monate drei Kastrationen bei weiblichen Katzen:

Katze eins kam mit dem Body gut klar, hat sich aber bereits in der zweiten Nacht daraus befreit und da wir sie nicht festhalten/hochheben konnten blieb es dann auch dabei. Die Wunde ist bei ihr fantastisch und ohne Komplikationen verheilt.

Katze zwei kam mit dem Body überhaupt nicht klar und ist alle zwei Meter wie ein Stein umgefallen. Sie hatte dann für zwei Tage ein Pflaster auf der Wunde, das wir dann allerdings auch entfernt haben, das sie kein Interesse an der Naht gezeigt hat. Die Wunde ist bis auf eine kleine Schwellung in der Unternaht, die aber nicht behandlungsbedürftig ist und mit der Zeit von selbst zurückgeht, gut verheilt.

Katze drei kommt mit dem Body okay zurecht, allerdings hat sich bei ihr trotz Body eine Entzündung entwickelt, so dass die Arme nun schon seit über drei Wochen in diesem ungeliebten Aufzug herumläuft.

Für die Zukunft übrig noch der Tipp, dass es auf keinen Fall sinnvoll ist mit der Kastration bis zur ersten Rolligkeit zu warten. Dadurch erhöht sich lediglich das Risiko für Erkrankungen der Geschlechtsorgane und darüber hinaus verursacht jede Rolligkeit enormen Stress, den man einer Katze auf keinen Fall zumuten sollten sofern es sich vermeiden lässt. Ideal wäre es gewesen beide Geschwister zusammen im Alter von 5 Monaten kastrierten zu lassen.
 
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Ruthenberg

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Das mit der Kastration der Katze war leider mit 5 Monaten noch nicht möglich da sie wesentlich zu leicht war bzw körperlich noch nicht so weit. Die Rolligkeit kam nun leider meinen Plänen etwas zuvor da Norweger wohl laut TA spät geschlechtsreif werden sollen, oftmal erst mit 10-12 Monaten. Daher war eigentlich im April die Kastration eh angedacht.
 
bohemian muse

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Das mit der Kastration der Katze war leider mit 5 Monaten noch nicht möglich da sie wesentlich zu leicht war bzw körperlich noch nicht so weit. Die Rolligkeit kam nun leider meinen Plänen etwas zuvor da Norweger wohl laut TA spät geschlechtsreif werden sollen, oftmal erst mit 10-12 Monaten. Daher war eigentlich im April die Kastration eh angedacht.

In in den USA und UK kastriert man Katzen üblicherweise schon ab einem Gewicht von 2lbs/ca. 900g.
Von daher ist es aus medizinischer Sicht auch absolut problemlos möglich eine 5 Monate alte Katze zu kastrieren, die ganz sicherlich ein deutlich höheres Gewicht hat. Mit der körperlichen Entwicklung, die bei manchen Rassen etwas langsamer verläuft, hat das auch absolut nichts zu tun. Die Entwicklung wird ja durch die Kastration nicht unterbrochen.
Und wie ich schon zuvor erwähnt habe, ist es nicht sinnvoll bis zur Geschlechtsreife zu warten, da man dadurch unnötige gesundheitliche Risiken eingeht und der Katze eine zweifache Hormonumstellung und starken Stress zumutet.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass bei euch alles gut verläuft und die Kastration am 16.03. möglich ist.
Eine unserer Pflegekatzen (wurde erst mit ca. 1 Jahre eingefangen) ist leider letztes Jahr vor der Kastration rollig geworden und einige Tage danach sofort wieder, so dass es insgesamt fast vier Wochen gedauert hat bis sie endlich kastriert werden konnte.
 
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Ruthenberg

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Danke für dein Input :pink-heart:

Ja, ich weiß. In den USA wird das teilweise häufiger schon sehr zeitig gemacht (Ich stamme selbst daher) aber hier in DE hört man es eben so ziemlich an jeder Ecke anders.
Ich habe zwar selbst viel Erfahrung mit Katzen aber man hört viele Dinge ja einmal so, dann wieder so. Das letzte Mal das ich habe eine Katze kastrieren lassen müssen ist 19 Jahre her und in der Zwischenzeit hat sich denke ich auch mal einiges getan. So schnell wie die heutzutage nach den Eingriffen wieder auf den Beinen sind, das war damals undenkbar.
Ja, ist nun bei ihr etwas blöd gelaufen aber ich hoffe das es dann nächste Woche klappt und das Thema durch ist. Vielen lieben Dank für deine Erfahrungen und Tipps.
 
Pitufa

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Ich hatte bei meinen immer Glück...keine Katze oder Kater hat sich je an der Wunde zu schaffen gemacht...ich würde abwarten und beobachten...im Notfall dann Body oder Halskragen...einfach ausprobieren
 
Rickie

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Ich würde, da die Katze nun schon rollig war, die Gebärmutter mit herausnehmen lassen, weil es auch schon nach nur einer ungedeckten Rolligkeit zu Auffälligkeiten (Entzündung, Vereiterung) kommen kann. Du weißt auch nicht, ob Deine Katze schon vorher still gerollt hat.
Ob Kragen oder Body oder gar nichts, würde ich situationsbedingt entscheiden. Streuner bekommen ja gar nichts, da geht es auch in der Regel gut ohne etwas, aber die sind auch ausgelasteter als Wohnungskatzen und gehen wohl zudem auch instinktbedingter da nicht ran.

Ich kenne Streunerkastras jeden Alters, von 10 Wochen oder 900 g Gewicht bis hin zum kampferprobten Opa oder zur gestandenen Mutterkatze, und nach Erfahrung von einigen Tausend Kastras als Helfer und Betreuer muß ich sagen, optimal ist wirklich zwischen 10 Wochen (mit einem noch jüngeren Alter hab ich keine Erfahrung) und 4 Monaten. Die Wunde heilt da sehr schnell, weil es noch kein Unterhautfettgewebe gibt, die Narkose ist null Komma nichts weg, weil die Tiere noch klein sind und auch nur wenig Muskelmasse haben, die Gebärmutter muß nicht entfernt werden, es braucht keiner zweifachen Hormonumstellung, und man erspart den weiblichen Tieren die Strapaze und das damit einhergehende Risiko der Rolligkeit.
Für Deine Katze ist das freilich jetzt alles zu spät, aber es lesen hier ja auch noch andere mit. ;)
 

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