Kann ein (Langzeit)Antibiotika eine Allergie auslösen?

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Fellchenbande

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Hallo liebes Katzen-Forum

Anfang Mai diesen Jahres haben mein Mann und ich unsere Lotte aus dem Tierheim geholt. Sie war eine Fundkatze, ca. 13 Jahre alt, wegen Bluthochdruck ist sie erblindet (3/4 Amodip 1,25 mg) Weiterhin hat sie eine Schilddrüsenüberfunktion (vidalta 10 mg/Tag), beginnende CNI (frisst brav Royal Canin Renal Trocken und Kattowitz nass), hat eine Ataxie (dreht sich im Kreis sobald sie unruhig wird und kann nirgends hoch oder runter laufen bzw. springen). Aber alles kein Problem für Lotte, denn sie will trotzdem leben.

Weiterhin hatte sie noch Zysten; eine Zyste am Rücken und eine Weitere unter der rechten Achsel. Da die Zyste am Rücken sich schnell zu einem Ballon aufgefüllt hat und somit monatlich entleert werden musste und ihr zusätzlich seit Anfang August auf dem Kopf eine weitere Zyste gewachsen ist, haben wir uns nach einer weiteren Blutkontrolle dazu entschieden, die Zysten am Kopf und Rücken entfernen zu lassen.

Die OP (vor 14 Tagen Donnerstags) verlief ohne Probleme. Als ich sie abgeholt habe, hatte Lotte unglaublichen Heißhunger und wir haben uns sehr gefreut, weil sie die OP so gut überstanden hat. Der Tierarzt sagte, wir sollten 4 Tage (Montag) später zur Kontrolle vorbei kommen, auch für eine erneute Antibiotika Spritze (nach der OP hat sie ein Langzeit-AB gespritzt bekommen) Samstag nach der OP fiel mir auf, dass sie Probleme hatte mit dem Trockenfutter. Ich dachte es wäre eventuell eine Nachwirkung der Narkose und würde mit ihrer Ataxie zusammen hängen und es hat mich daher nicht besonders beunruhigt, weil fressen funktionierte ja trotzdem noch.
Am Dienstag nach der 1. Kontrolle wurden die Symptome aber schlimmer und sie hatte immer mehr Schwierigkeiten beim fressen; letzten Donnerstag nach der 3. Antibiotika Spritze ging auf einmal gar nichts mehr.
Sie saß vor ihrem Napf und ich hatte das Gefühl, dass sie vergessen hat wie man frisst. Voller Panik, dass dies mit der Ataxie zu tun hat bin ich Freitag wieder mit ihr zum Arzt. Sie hat daraufhin ein Mittel gegen Übelkeit gespritzt bekommen und wir haben Tabletten bekommen, um den Appetit anzuregen.
Sonntags sind wir dann mit ihr in die Tierklinik gefahren, weil sie immer weiter abbaute. Ihr Gewichtsverlust war auf einmal dramatisch und sie reagierte kaum noch, ausserdem hatte sie da schon seit 4 Tagen nicht die erforderlichen Medikamente bekommen.
In der Tierklinik wurde wieder Blut abgenommen, weil man von Nierenversagen ausgegangen wurde. Und wieder bekam sie Injektionen gegen Unwohlsein und um das Hungergefühl zu steigern.

Letzten Montag bin ich mit ihr wieder zu unserem Tierarzt, weil Lotte inzwischen mehr tot war als lebendig. Und endlich schaute ihr der Arzt ins Maul. Die Zunge war so sehr geschwollen, dass sie gar nicht mehr in der Lage war zu fressen.
Heute durfte ich sie abholen und bin froh, weil sie über dem Berg ist. Sie hat noch eine Magensonde in der Nase, worüber wir ihr noch in den nächsten 4 Tagen zum normalen Futter 45 ml/tgl. Reconvales Tonicum geben sollen.

Jetzt meine Frage: Kann das Antibiotikum Auslöser gewesen sein? Was lässt die Zunge einer Katze so anschwellen? Ist eventuell der Medikamenten-Cocktail aus Antibiotika - Beta-Blocker - Schilddrüse-Medikament der Auslöser? Ab morgen soll ich langsam wieder mit den Medikamenten gegen Bluthochdruck und Schilddrüse beginnen. Gibt es dann einen erneuten Rückfall? Einen weiteren Rückfall möchte ich bitte auf jeden Fall vermeiden. Der Tierarzt sagt, dass es auf keinem Fall am Antibiotikum gelegen hat. Aber woran dann?

Ich liebe Lotte sehr und möchte ihr doch nur einen schönen Lebensabend bieten.
Danke für Eure Antwort

Bild Lotte noch mit Nasen-Magensonde
 
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Königscobra

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Antibiotika können generell Allergien auslösen.
Sollte auf jeden Fall getestet werden.

Was der TA gesagt hat, is einfach mal gelogen.


Alleine das hier:
Und endlich schaute ihr der Arzt ins Maul. Die Zunge war so sehr geschwollen, dass sie gar nicht mehr in der Lage war zu fressen.
würde mich veranlassen, den TA zu wechseln.
Ein TA der nicht von Anfang an in das Maul geguckt hat, taugt nüscht. Maul gucken gehört zu den Grunduntersuchungen bei Vorstellung !
U. U. wäre dir dein Püppchen erstickt.
 
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merteuille

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Ja, kann es.

Du hast den Faden übrigens doppelt erstellt.
Vielleicht meldest du den anderen Faden mal selber, damit er gelöscht wird.
Sonst kriegst du in beiden Fäden Antworten und am Ende kennt sich keiner mehr aus.
 
Fellchenbande

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Sorry, wie mache ich das?
 
Poldi

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Was war das denn für ein Antibiotika?
 
merteuille

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Sorry, wie mache ich das?

Ruf den anderen Faden auf.

Unten links unter deinem Post siehst du das Feld "Melden".
Das klickst du an und gibst dann im Fenster, das aufgeht, als Begründung "Doppelpost, bitte diesen Thread löschen" an.
Der Admin macht das dann.
 
Fellchenbande

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Hallo Admin, kannst Du mich bitte aus dem Forum löschen? Danke
 
M

Max Hase

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Grundsätzlich können Antibiotika immer eine Allergie auslösen, genau wie andere Medikamente auch.
Welche Antibiotika hat Lotte bekommen?

Eine isoliert dicke Zunge, ist aber ungewöhnlich. Da fehlt eine Lungen- und Nierenbeteiligung, die bei schweren allergischen Reaktionen in der Regel vorhanden ist.
Kann Lotte ein Insekt, z. B. eine Wespe erwischt haben?
Oder einen Knochen oder einen anderen harten Gegenstand gefressen haben?

Was sind das für Zysten? Kann eine solche Zyste im Zungenberech aufgetreten sein?

Wurde eine Intubationsnarkose durchgeführt? Kann dabei ein Blutgefäß verletzt worden sein? Oder sie sich in der Aufwachphase auf die Zunge gebissen und dabei ein Blutgefäß verletzt haben?


Es ist wieder dar Klassiker: Medizin ist Wahrscheinlichkeit - zu 95 %. Aber an die anderen 5 % muss man denken. Traue nie dem Offensichtlichen und fasse den Patienten an.
 

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