Kalzium-Phosphor-Verhältnis - was stimmt denn nun?

Idina

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Hallo liebe Foris,
zur Zeit beschäftige ich mich wieder genauer mit dem endlosen Thema der gesunden Katzenernährung.
Ich durchforste dabei gerade das Fachbuch "Klinische Diätetik für Kleintiere".

Dort bin ich auf das Thema Kalzium-Phosphor-Verhältnis gestoßen, u.a. wird da eine Studie von Morris und Earle beschrieben bei der ein Verhältnis von 0,65:1 von jungen Katzen gut vertragen wird.
Als "Gesamtempfehlung" bietet mir das Buch den Bereich von 0,9:1 - 1,5:1 an.

Im Internet gibt es ja auch unzählige (gute) Seiten zum Thema.
Dort stoße ich auf diverse Angaben, hier mal ein paar Beispiele was mir so empfohlen wird:

1,1:1
1,2:1
1,1:1 bis 1,2:1
0,9:1 bis 1,1:1
1,1:1 bis 1,3:1

Wieso gibt es da so viele verschiedene Angaben und worauf basieren die?
Ich bin ja eher jemand der sich auf fundierte Fachinformationen verlässt, aber irgendein Grund muss es doch geben das es so viele verschiedene Meinungen gibt - andere wissenschaftliche Quellen? Erfahrungswerte bzw. "vom Gefühl her"? :confused:

Würde mich mal interessieren wie ihr dazu steht. LG :)
 
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Maiglöckchen

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Das Problem hast Du leider bei so ziemlich allen Bedarfswertempfehlungen für Katzen. Im Prinzip müsste man eigentlich einen bunten Mix aus Beutetieren (verschiedenen Mäusearten, Vögeln etc.) analysieren und daraus einen Durchschnitt erheben, um einigermaßen gescheite Werte zu erhalten...

Stattdessen wir aber eher von anderen Tierarten hoch oder runtergerechnet:(

Ein Ca-Ph-Verhältnis von 0,65 zu 1,0 halte ich allerdings für ziemlich gewagt, schon alleine wegen der Belastung für die Nieren.
 
D

Dogfish

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Geh doch einfach mal von Dir selber aus: Da gibts ne Menge Empfehlungen. Aber am Ende machts die MIschung. Wir dürfen durchaus mal bei MacDingens essen. Auch Fett und Zucker ist ok. Mass halten scheint mir die Lösung zu sein. Auch bei Katzen. Und Abwechslung.
Es gibt nicht das perfekte Futter. Selbst wenn sie nur selber jagen: Mal gibts ne Maus mit zu grosser Leber, mal nen Vogel mit zu viel Fett. Und manchmal garnix.

Der Mix machts aus in meinen Augen.
 
Idina

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Erstmal Danke für eure Antworten.

Ihr habt natürlich recht und ich gebe zu das Thema ist wirklich sehr theoretisch, aber dennoch für die die sich intensiver mit Ernährung & Co beschäftigen (wollen) führt an Bedarfswerten kein Weg vorbei und das gib es ja auch genauso beim Menschen.

Mir persönlich machts einfach Spass tiefer in die Materie einzutauchen, obwohl ich natürlich ganz einfach die nötigen Tipps finden und umsetzen kann. So wie ihr schon geschrieben habt:
abwechslungsreiche Ernährung, ich denke auch das dies der Schlüssel ist (nicht nur bei Katzen :D)

Die empfohlenen Werte werden ja aber von irgendwem (meist irgendwelche Institute) erhoben in der Hoffnung das man sich dabei irgendwas gedacht hat, so hat man dann doch noch mehr in der Hand um zu entscheiden ob das für einen selbst nachzuvollziehen ist oder nicht - was man letztendlich glaubt und was nicht. Behaupten kann man ja viel ;)
 

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