Junge Katze ist eingezogen, ich bin verwirrt!

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eckstein

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Hallo allerseits!

Gestern Abend haben wir einen 3 Monate alten, komplett schwarzen Kater zu unseren beiden 4 Jährigen Hauskatzen (M+W) geholt.

Vor der ersten Begegnung haben wir den neuen kleinen mit einem Tuch abgerieben welches zuvor an unseren beiden Katzen abgerieben wurde, damit die kleine etwas von dem Geruch hat von unseren bestehenden Katzen.

Was soll ich sagen, als die kleine Katze aus seiner Transportkiste langsam herauskroch begann sie sofort neugierig und ohne Hemmungen alles zu erkunden, frass sofort Futter welches wir für alle bereitgestellt hatten und hatte überhaupt keine Angst vor irgend etwas! Unsere beiden alt eingesessenen Katzen verzogen sich unter das Bett und das Weibchen begann zu knurren. Nach einer gewissen Zeit kroch das Weibchen etwas unter dem Bett hervor und fauchte leise die kleine Katze an. Diese war ziemlich unbeeindruckt, machte aber einen Schritt rückwärts! Unser alter Kater verharrte weiterhin unter dem Bett.

Da wir nicht noch mehr Stress verursachen wollten, haben wir uns auf den Balkon zurückgezogen und die Situation von aussen beobachtet --->alles ruhig! Als wir zu Bett gingen, wie befürchtet, konnte ich kein Auge zumachen! Der junge Kater hat angefangen erbärmlich zu schreien, immer wieder! Hat er seine Mutter gesucht? Oder war es, weil er die neue Umgebung unvertraut war?

Unsere beiden alten Katzen waren die ganze Nacht auf dem Balkon, haben keine Anstalten gemacht den kleinen anzugreifen! Jedoch wurde sehr viel gestarrt!

Heute Morgen, als ich zur Arbeit ging, sah ich wie der kleine Kater knurrte und mit dem Schwanz ganz nervös schüttelte! Ich dachte das knurren käme von unseren alten Katzen, es tönte so gar nicht nach einer jungen Katze, eher nach einem Bären! Das Resultat war, dass unsere alten Katzen rückwärts wieder in das Schlafzimmer liefen!

Ist das normal? Wie ist weiter vorzugehen? Meine Frau ist ganztags zu Hause und beobachtet die Situation!

Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Matthias
 
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WütenderWookie

WütenderWookie

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Moin.

Wartet erst mal ab.

Der Kleine ist ja erst seit gestern bei euch.

Katzen verstehen sich nicht immer direkt auf Anhieb.

Der Kleine schreit nachts, weil er seine Familie sucht. Und er ist fremd.
Alleine, fremde Umgebung, da bekommt jeder Angst.

Darf ich fragen wieso ihr ein Baby zu ausgewachsenen Katzen gesetzt habt?
 
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eckstein

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Weil meine Frau unbedingt diese Katze wollte! Sie stammt von einem Kollegen der junge Katzen hatte und wir haben diesen kleinen Kater fast jeden Tag gesehen bis er zu uns gekommen ist. Er hört auch bereits auf seinen Namen...also kennt er uns bereits und sind nicht total fremde Leute!
 
WütenderWookie

WütenderWookie

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Du musst bedenken, daß er von heute auf morgen in eine vollkommen andere Umgebung gesetzt worden ist.

Das ist alles neu für ihn.

Neue Räume können schon beängstigend sein.

Noch was zum Altersunterschied:
Es gibt Konstellationen, bei denen sowas gut geht, bei anderen wiederum nicht.

Es kann sein, wenn der Kleene sich erst mal richtig bei euch eingelebt hat, daß er anfängt, die "alten" Katzen zu nerven.
So ein junger Kater ist ein wahres Energiebündel. Der will toben, spielen und sich, vor allen Dingen, kloppen.
Deine Frau kann sich gut mit ihm beschäftigen, wird ihn aber vielleicht nicht wirklich auslasten können.
Das heißt, die anderen Katzen werden als Sparringspartner für den Kleinen herhalten.
Das macht aber nicht jede Katze mit.
Es kann sein, daß der Kleine dann seinen Frust darüber an euch, den anderen Katzen oder eurem Mobiliar auslässt.
Es kann auch sein, daß die älteren Tiere Frust bekommen und sich gegenseitig verhauen, unsauber werden etc.

Das alles kann, muß aber nicht.

Ich wollte euch das nur schon mal mitteilen, daß ihr vorgewarnt seid.

Jetzt ist erst mal wichtig, den kleinen Katermann ankommen zu lassen. Lasst die Katzen in Ruhe, außer es wird sich richtig angegangen.
Dann solltet ihr trennen.
Sowas braucht Zeit.

Ich empfehle dir und deiner Frau, sich hier mal quer durch zu lesen.
Es gibt viele Threads zum Thema Zusammenführung.
 
Margitsina

Margitsina

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Die Konstellation ist nicht glücklich. Der kleine hat keinen Raufkumpel und die großen sind mit dem Zwerg überfordert. Ihr solltet unbedingt einen zweiten kleinen Kater dazu holen.
 
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eckstein

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Ganz herzlichen Dank!

Ja, solche Sachen haben wir schon gelesen / beachtet im voraus. Es bleibt zu hoffen dass das ganze ein glückliches Ende nimmt. Ebenso ist klar, dass das ganze Prozedere mehrere Monate dauern kann. Ich hoffe für mich, dass ich nachts noch schlafen kann, denn das meiste Geraufe findet nachts statt (Nachtaktive Tiere, so ist das halt nun mal) :)

Aktuell ist es so wie von ötte prophezeit: Die kleine spielt wie wild und meine Frau ist ziemlich ausgelastet! Weinen tut der kleine nur wenn er alleine ist und keine Beschäftigung hat! Zudem müssen auch unsere anderen Katzen noch ihre Zuneigung haben, aber es bleibt ruhig, nur ab und zu ein fauchen ist zu hören. Die eingesessenen Katzen sind auf dem Balkon und wälzen sich in der Sonne!

Vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm, ich werde berichten!

Gruss Matthias
 
Margitsina

Margitsina

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Ja, der kleinen brauch aber einen einen zweiten kleinen Kater zum Spielen.
Das ist für die Sozialisierung extrem wichtig. Er kann mit euch nicht lernen, mit Zähnen und Krallen umzugehen. Da kommt dann sehr oft als nächstes...Hilfe Kater kratzt und beißt.....
 
Bastet3

Bastet3

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Hier muss ich mal von meinen Erfahrungen berichten.
Wir leben mit Katzen aus drei Generationen zusammen.
Kater Sam 11 Jahre, Kätzin Tinka 4 Jahre und Männlein Foxy 10 Monate.

Als Sam seinen Katerkumpel verloren hatte, haben wir ihm wieder ein
ganz junges Mädchen dazu geholt. Sie hatte ihn zunächst ein paar Tage lang
angefaucht und sich oft versteckt, Kater Sam aber ließ sich nicht verunsichern und schnupperte immer wieder an ihr. Kurz darauf wurde Tinka intensiv abgeschleckt und sie genoss das Kuscheln mit ihm. Das funktionierte natürlich auch deshalb, weil Sam schon gut sozialisiert war und Tinka sich zu einer ganz lieben, schüchternen Katzendame entwickelte. Mittlerweile tritt sie ihn auch schon mal beiseite wenn Sam die Abschleckerei übertreibt. Das ist aber normal und nicht bedenklich, ich greife da auch nicht ein.

Dann 4 Jahre später kam der kleine Schiksalskater Foxy dazu, er war erst 7 Tage alt. Zu Beginn wurde er von Tinka nur angefaucht und sie kam nur noch selten ins Haus. Obwohl der Kleine ja keine Bedrohung für sie war, er hatte janicht mal die Augen offen. Sam hat gleich den Onkel gespielt und ließ sich sogar von ihm im Fell rumknabbern. Überhaupt kein Problem für den Alten. Später wurde Sam bissl eifersüchtig und kam immer auf meinen Schoß gekrochen, wenn ich mich mit Foxy beschäftigte. Das legte sich auch sehr bald. Tinka brauchte ganze 6 Monate um sich an Foxy zu gewöhnen, er war ihr anfangs viel zu ungestüm. Sie wies ihn mehrmals in seine Schranken (ohne Kralleneinsatz) das tat dem Kleinen auch gut, denn so konnte er die Katzensprache lernen. Tinka hatte ihm sogar lebende Mäuse gebracht
und ihn draußen niemals allein gelassen. Wenn er raus ging lief sie sofort hinterher.

Jetzt sind die beiden ein Herz und eine Seele, sie kloppen sich zwar immernoch selten mal, jedoch nur zu Erziehungs- oder Grenzentestzwecken. Oder auch nur spielerisch. Der Alte wird in Ruhe gelassen und wird nur im Winter zum kuscheln aufgesucht. Sollte Foxy doch mal seine Mätzchen mit Sam abhalten wollen, ignoriert dieser sie einfach und wird für Foxy uninteressant. Die drei leben absolut stressfrei zusammen.

Damit will ich sagen, dass Katzen manchmal viieel Zeit brauchen und ihr Zusammenleben selbst arrangiern. Selbstverständlich habe ich auch ein bisschen Glück gehabt, dass die Charaktere so super zusammenpassen.
 
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