Jimi - Chronische Enteropathie, Cholezystitis

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Ich möchte hier etwas von Jimi und seinem Krankheitsverlauf berichten.
Jimi ist ein roter Kater, evtl. etwas Mischmasch. Ein TA sagte, bei den roten hat man Autoimmunerkrankungen häufger.

Jimi ließ sich im Frühjahr 2015 als großer unkastrierter Kater bei uns blicken, ich glaube, dies

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war unsere erste Begegnung oder eine unserer ersten Begegnungen. Ganz so auffallend schlecht sah er da gar nicht aus, man sah ihm nicht auf Anhieb an, mit was er sich durchschlagen musste.
Zu dem Zeitpunkt wurde Jimi auf ein Alter von 5 Jahren geschätzt. Jimi war scheu, doch nicht extrem scheu und ich meine, er kannte Menschen, er wurde auch relativ schnell zutraulich.
Jimi ist ein extrem schmusiger Kater geworden, er lässt sich gern auf den Arm rumschleppen und kuschelt sich total an.

Jimi sein Zahnfleisch war sehr entzündet, die Zähne sahen schlecht aus. Für die Behandlung beim TA musste er dann zum Glück nicht in der Falle gefangen werden, Jimi wurde kastriert und Zähne wurden gezogen.
Ich befrug mich zuvor bei einer ZTÄ, sie riet zur vollständigen Entfernung der Backenzähne, was ich machen ließ. Es ging Jimi dann auch erstmal deutlich besser und er sah richtig gut aus.

Jimi sein Fell sah zeitweise ruppig aus. Er hatte dann schlimme Fußballen (plasmazellulöre Polodermitis), auch hatte er entzündete Ohren. Er wurde nochmal auf Parasiten behandelt und bekam für ein paar Wochen Prednisolon, welches dann ausgeschlichen wurde. Das ganze schlug gut an, man sah, Jimi ging es besser.

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Doch es flammte dann wieder auf.

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Ich stellte Jimi einen anderen TA vor, dort sah man leider noch Wurzelreste, welche dann entfernt wurden, ebenso noch die Canini. Damit wurde alles gut, Jimi ging es gut. Das war Spätsommer 2016 oder zum Herbst hin.


Im Sommer 2019
bemerkte ich, dass Jimi deutlich an Gewicht verlor. Sein Höchstgewicht im Winter war mal 6,4 kg, normal so im Durchschnitt im Herbst/Winter 6 kg, Frühjahr/Sommer so 5,5 kg, auch mal etwas weniger.
Jimi erbrach des öfteren nach dem Futtern, allerdings schlang er das Futter ziemlich, so dass ich mir erst nsicher war, ob das Erbrechen evtl. durch das hastige Futtern kommen könne.
Ich machte einen Termin in der Internistik, er wog dann nur noch 4,4 kg.

Jimi wurde Blut untersucht und der Bauchraum geschallt, man sah im Schall einen Hinweis auf eine Entzündung am Dünndarm (Differenzialdignose Lymphom), vergrößerte Lymphknoten, leichte Entzündung der Gallenblase, Kristalle/Gries sowie veränderte Nieren.

Im Gastroprofil fiel ein erniedrigter Vit B 12 Wert auf, im geriatrischen Blutbild war soweit alles ok.



Jimi sollte Gastrofutter bekommen, welches er aber leider nicht ausschließlich futtert.
Weiterhin bekam Jimi täglich Vitamin B 12.
Es dauerte eine Zeit, aber Jimi nahm wieder an Gewicht zu, kam aber nicht mehr an sein altes Gewicht.

Im November 2019 wurde er im Schall kontrolliert, es gab keine gravierenden Veränderungen zum Vorbefund.



Vitamin B 12 könnte man nachkontrollieren, aber da das Dünndarmproblem besteht, braucht er das dauerhaft, sagte die TÄ.

Hinzu bekam er noch Ursochol für seine Galle.

Ich überlegte zwischenzeitlich immer, Jimi im Schall kontrollieren zu lassen, wusste aber auch, der nächste Schritt wäre dann eine Beprobung.

Soweit machte Jimi meißtens einen ganz guten Eindruck, aber unruhig ist man immer bei dem Wissen der bisherigen Befunde.

Im Januar 2021 stellte ich ihn in der Internistik vor, da er wieder erbrach, ihm unwohl war, er sich auffallend oft in einer Höhle verkroch.

Jimi sein geriatrischen Blutbild war ohne Auffälligkeiten.



Jimi bekam erstmal Omeprazol und Cerenia für ein paar Tage und sein Befinden wurde wieder besser.

Im Frühjahr dann nahm er wieder deutlich ab und rupfte sich, kratzte sich das Fell aus und hatte auch wieder Schnotter im Ohr.
Ich machte einen Termin für Jimi in der Internistik mit Ultraschall, HNO und Dermatolgie. Das war im Mai.

Man machte ein Gastroprofil, darin zeigte sich hohes Vit B 12 und auch ein etwas erhöhter Folsäurewert. Das Vit B 12 wurde daraufhin abgesetzt.
Im Bauchultraschall gab es keine großartigen Veränderungen. Der Darmbefund war gleichbleibend, vermutlich entzündlich, Differentialdiagnose aber Lymphom.



Von der HNO bekam Jimi noch ein Präparat für die Ohren, das Verabreichen gefiel ihm aber gar nicht.
Die Dermatologie vermutete eine allergische Reaktion aufgrund von Umwelteinflüssen, weches vermutlich auch im Zusammnehang mit seinem Darmproblem stehen wird.

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Die Ärztinnen besprachen sich und man war sich einig, in diesem Fall aufgrund der Zusammenhänge mit Prednisolon zu behandeln.

Jimi verträgt das Prednislon gut und es geht ihm gut. Er ist jetzt wieder auf 5,5 kg, im Frühjar waren es 5 kg. Wollen wir hoffen, dass dies nun noch lang so bleibt.
Jimi ist lieb, es ist kein Problem, ihm die Tabletten zu geben, ich glaube allerdings, er geniest einfach auch da die Aufmerksamkeit. :traurigguck: Zudem ist er treu :grins_gelb: , er ist immer da und
rennt auch nicht erst ewig vor den Medikamenten weg (wie andere Spezis).

Bisher sprechen die Befunde eher für etwas entzündliches, daraus kann leider auch ein Lymphom werden, woran ich jetzt aber nicht denken mag.

Ich werde von Jimi berichten.
 
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