Jährliches Impfen angeblich unumgänglich?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
kisu

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Hallo zusammen,

ich war ja letztens mit meinen beiden Fellpopos beim Impfen.

Habe bei dieser Gelegenheit den Tierarzt auf die Möglichkeit angesprochen, nur noch alle 2 bzw. 3 Jahre impfen zu lassen.

Er meinte dann, dass es entsprechende Impfstoffe zwar gibt, deren Wirkung aber gleich Null ist.
Angeblich wurden Tests durchgeführt, die ergaben, dass der Schutz nicht länger als 1 Jahr besteht.

Er ist also der Meinung, dass man um das jährliche Impfen nicht herumkommt.

Was sagen eure Tierärzte zu diesem Thema und sind sie für oder gegen das jährliche Impfen?
 
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Simpat

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Dagegen gibt es Studien wo noch Antikörper nach 7 Jahren nachgewiesen wurden, bei einer ganz normalen Impfung.

Da scheiden sich die Geister, aber ich denke schon aus Gründen des Verdienstes, werden die meisten TA zu einer jährlichen Impfung raten und soviel wurde auf diesem Gebiet auch noch nicht geforscht und wenn, dann hauptsächlich in Amerika, hierzulande kaum, so gehen sie halt auch Nummer sicher und bleiben beim altgewohnten.

Ich finde es schade, wo doch die Empfindlichkeit gegenüber Spritzen von Katzen eindeutig erwiesen ist, was dann eben auch Sarkome verursachen kann, sollte man doch wirklich alles dafür tun und auch die Forschung vorantreiben, damit man Katzen wirklich nur wenn unbedingt nötig spritzen muss und nicht nur deswegen einmal im Jahr, damit der TA nicht seine jährliche Einnahmequelle verliert.
 
Kuschelkatze0

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Chilli und Pepper werden jetzt im April 2 Jahre. Sie sind als Kitten grundimmunisiert worden, d.h. alles 2mal geimpft. Dann letztes Jahr im Herbst einmal Wiederholung alles - und unser Tierarzt sagte auch, dass jetzt erst in 3 Jahren wieder geimpft werden soll.
LG
Susanne
 
Bea

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Um welche Impfungen geht es denn? Welche Impfstoffe verwendet dein TA?
 
kisu

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Um welche Impfungen geht es denn? Welche Impfstoffe verwendet dein TA?

Die ganz normalen Impfungen: Katzenschnupfen/-seuche und Tollwut.

Die Impfstoffe hab ich grad nicht im Kopf, werde daheim in den Pässen mal nachschauen.

Angeblich wurde dieser "Langzeitwirkstoff" zum ersten Mal von einer Firma entwickelt, die ihre Zulassung verloren hatte und sich so wieder am Markt etablieren wollte. Die anderen Hersteller mussten dann nachziehen. (so hat er das erklärt, klang damals logisch aber jetzt i-wie nicht mehr :confused:)

Jedenfalls gab es wohl Fälle, wo Tiere ins Ausland überführt werden sollten (für Urlaub etc.) und der vorgeschriebene Titer (sagt man das so?) nicht vorhanden war, also der Impfstoff die Langzeitwirkung nicht erfüllte.

Ob man das so glauben kann, sei mal dahingestellt...hat einer eurer Tierärzte etwas ähnliches schon mal verlauten lassen? :confused:
 
Jorun

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So ein Unfug - sorry, aber Dein TA will Dir nur das Geld aus der Tasche ziehen!
Jeder impfstoff und erst Recht der Tollwut Stoff hält mindestens 5 Jahre ehe eine Auffrischung notwendig ist.
Bei Katzen aus Sicherheitsgründen 3 Jahre Wiederholung.

Bei Schnupfen und Seuche gibt es ebenso Langzeitwirkstoffe.

Ergo klarer Fall: wechsel den TA und geh zu einem, der nicht mehr im Mittelalter lebt mit seinem Wissen und auf Geldschneiderei keinen Wert legt.
 
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Zugvogel

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Jedenfalls gab es wohl Fälle, wo Tiere ins Ausland überführt werden sollten (für Urlaub etc.) und der vorgeschriebene Titer (sagt man das so?) nicht vorhanden war, also der Impfstoff die Langzeitwirkung nicht erfüllte.
Es ist etwas ungewöhnlich, die Laufzeit von Impfungen anhand des Titers zu ermitteln und nicht mit einem Blick in den Impfpaß.
Gibt es zu diesem Fall (Tiere ins Ausland - Impftiter) auch Unterlagen? - Ich habe bisher von nur einem Impfhersteller den Hinweis auf den Titer bekommen, als es darum ging, ob man alte Katzen nochmal gegen TW impfen lassen sollte, ohne die medizinische Notwendigkeit vorher zu wissen.


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Katie O'Hara

Katie O'Hara

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Ich halte mich sicherheitshalber an die von den Herstellern der Impfmittel vorgegebenen Intervalle. Schliesslich laufen hier genügend kranke Streuner durch die Gegend, mit denen regelmässiger Kontakt besteht und es auch schon zu Kloppereien kam.

Mir wäre es zu risikoreich, die Miezen nicht ausreichend geimpft zu haben und dann aus diesem Grund an eine fiese Krankheit zu verlieren!
 
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Zugvogel

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  • #10
Ganz genau betrachtet ist nicht der Infektionsdruck ausschlaggebend, ob sich eine Katze ansteckt, sondern die Abwehrkraft der möglicherweise gefährdeten. Sind sie immun, kann sie eine weitere Impfung nicht immuner machen.


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shantira

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  • #11
Ganz genau betrachtet ist nicht der Infektionsdruck ausschlaggebend, ob sich eine Katze ansteckt, sondern die Abwehrkraft der möglicherweise gefährdeten. Sind sie immun, kann sie eine weitere Impfung nicht immuner machen.


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Mein TA erklärte mir mal, daß bei sehr hohem Infektionsdruck die Abwehrkraft der Miezen gegenüber dieser einzelnen Infektion leiden könne und dadurch eine Impfung nicht unbedingt bis zur empfohlenen Nachimpfung "halten" könne. Bezog sich aber auf meine Frage, ob ich zu meinen drei komplett durchgeimpften Freigängern ein Leukose-positives Katzentier dazunehmen kann. :)
Ich impfe meine Katzen jetzt erstmal nach. Die Impfung nach einem Jahr und dann wird, wie von meinem Tierarzt für "normale" Freigängerkatzen empfohlen das Impfintervall verlängert. Jedoch nicht mit "die nächste Impfung nach zwei Jahren erst" sondern erstmal nach 16 Monaten, danach dann nach 20 Monaten und danach erst nach zwei Jahren. Irgendwie erschien mir das sinnvoll, das ganze nicht sofort auf ein zweijähriges Intervall hochzustocken :confused:
 
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  • #12
Wer sich etwas tiefgehender mit Immunität, Viren und Impfen beschäftigt, wird ganz andere Zusammenhänge erkennen, als sie allgemein dargestellt werden.
Z.B. habe ich heute gehört, daß vermehrtes Impfen die Viren förmlich dazu zwingt, sich zu verändern (mutieren), um wieder neuen Lebensraum zu gewinnen. Somit wird im Gesamten die Wirkung von Impfungen zum 'Schuß nach hinten).
Es ist so, daß sich Viren immerzu verändern, sich veränderten Lebensumständen ihrer 'ökologischen Nische' anpassen, das aber geschieht eher in Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Wird diese Nische permanent verändert, ist auch die Mutation der Viren wesentlich schneller.

Wie weit geimpfte Katzen immun gegen neue Virenstämme sind, hab ich noch nicht erfahren können, aber nach den Regeln der Virologie sind sie nicht mehr ganz so geschützt. Dieser geschwächte Schutz kann aber durch die bisherigen Impfseren nicht aufgebaut werden, die Impfseren werden nicht so schnell den neuen Gegebenheiten angepaßt.
Diese 'Nebenwirkungen' der flächendeckenden und häufig wiederholten Impfungen sollte man nicht ganz außer acht lassen.


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Mime

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  • #13
Wer sich etwas tiefgehender mit Immunität, Viren und Impfen beschäftigt, wird ganz andere Zusammenhänge erkennen, als sie allgemein dargestellt werden.

Ja, wenn er sie denn versteht. Ganz so einfach ist es sann ja doch nicht, ansonsten könnte man sich die lang studierten Virologen sparen und User von Tierforen einstellen.


Z.B. habe ich heute gehört, daß vermehrtes Impfen die Viren förmlich dazu zwingt, sich zu verändern (mutieren), um wieder neuen Lebensraum zu gewinnen. Somit wird im Gesamten die Wirkung von Impfungen zum 'Schuß nach hinten).

Hättest du da wohl eine Quelle für?

Es ist so, daß sich Viren immerzu verändern, sich veränderten Lebensumständen ihrer 'ökologischen Nische' anpassen, das aber geschieht eher in Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Wird diese Nische permanent verändert, ist auch die Mutation der Viren wesentlich schneller.
Naja, gerade vor ein paar Tagen stand in unserer Tageszeitung ein Artikel, in dem berichtet wurde, dass Masern dort, wo flächendeckend geimpft wird, nahezu ausgerottet sind. Nix mit schneller Veränderung der Viren.


Wie weit geimpfte Katzen immun gegen neue Virenstämme sind, hab ich noch nicht erfahren können, aber nach den Regeln der Virologie sind sie nicht mehr ganz so geschützt.

Keine Impfung bietet 100%igen Schutz, das wird auch nie ein Virologe so darstellen.
 
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  • #14
Ja, wenn er sie denn versteht. Ganz so einfach ist es sann ja doch nicht, ansonsten könnte man sich die lang studierten Virologen sparen und User von Tierforen einstellen.




Hättest du da wohl eine Quelle für?


Naja, gerade vor ein paar Tagen stand in unserer Tageszeitung ein Artikel, in dem berichtet wurde, dass Masern dort, wo flächendeckend geimpft wird, nahezu ausgerottet sind. Nix mit schneller Veränderung der Viren.




Keine Impfung bietet 100%igen Schutz, das wird auch nie ein Virologe so darstellen.
Keine Impfung bietet den Schutz, den ein gesundes Immunsystem bieten kann.
Selbstimmunisierung ist immer noch das beste, das nachhaltigste und sicherste, was es in Sachen Immunsierung gibt, das wird Dir jeder Virologe sagen. Es ist das, was landläufig 'Abhärtung' genannt wird.

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Katie O'Hara

Katie O'Hara

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  • #15
Ganz genau betrachtet ist nicht der Infektionsdruck ausschlaggebend, ob sich eine Katze ansteckt, sondern die Abwehrkraft der möglicherweise gefährdeten. Sind sie immun, kann sie eine weitere Impfung nicht immuner machen.


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Ich möchte aber den Status der Immunität erhalten - und das geht ja nach menschlichem Ermessen offensichtlich nur durch regelmässiges Nachimpfen.
Habe keine Lust, eine vorhandene (sagen wir mal 100%ige) Immunität durch zu spätes Nachimpfen in eine bspw. 50%ige zu verwandeln.

Das Risiko wäre mir einfach zu hoch, im Gegensatz zum relativ geringen Impfrisiko.

Zumal ja gerade meine Katzen fast alle gesundheitsmässig vorbelastet sind, also ihr Immunsystem sowieso des öfteren auf Hochtouren laufen muss, um mit den normalen Alltäglichkeiten/Viren- u. Krankheitsangriffen eines Freigängers umgehen zu können.
 
birgitdoll

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  • #16
Ich laß meine Viecher lieber impfen,
bevor ich mir Seuche ins Haus hole.
Kann, je nach dem wo man war, schnell gehen.
Z.B. beim TA,
der kann seinen Tisch noch so gründlich desinfizieren,
die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels wird er sich nicht leisten können.

Anders als die anderen Viren ist da Parvovirus in der Umgebung stabil und resistent gegenüber Hitze, Desinfektionsmittel und Alkohol. Das Virus konnte noch nach drei Monaten bei Raumtemperatur aus Hundekot isoliert werden. Wegen seiner Stabilität kann es über das Haar oder die Füße von infizierten Hunden, kontaminierte Schuhe, Kleidung und andere Objekte übertragen werden

Es gibt nur ein Mittel, das den Parvovirus umbringt.
VIRKON S ist das einzige Desinfektionsmittel welches nachgewiesen wirksam ist gegen: alle 18 be*kannten Arten von Viren welche bei Menschen und Tieren vorkommen.
 
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Mime

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  • #17
Keine Impfung bietet den Schutz, den ein gesundes Immunsystem bieten kann.
Selbstimmunisierung ist immer noch das beste, das nachhaltigste und sicherste, was es in Sachen Immunsierung gibt, das wird Dir jeder Virologe sagen. Es ist das, was landläufig 'Abhärtung' genannt wird.

Zugvogel

Schön gesagt, inhaltlich aber leider ziemlich flach...

Mich würde nach wie vor die Quelle interessieren, aus der die o.g. neue Info kommt.
 
Z

Zugvogel

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  • #18
Ich möchte aber den Status der Immunität erhalten - und das geht ja nach menschlichem Ermessen offensichtlich nur durch regelmässiges Nachimpfen.
Habe keine Lust, eine vorhandene (sagen wir mal 100%ige) Immunität durch zu spätes Nachimpfen in eine bspw. 50%ige zu verwandeln.

Das Risiko wäre mir einfach zu hoch, im Gegensatz zum relativ geringen Impfrisiko.

Zumal ja gerade meine Katzen fast alle gesundheitsmässig vorbelastet sind, also ihr Immunsystem sowieso des öfteren auf Hochtouren laufen muss, um mit den normalen Alltäglichkeiten/Viren- u. Krankheitsangriffen eines Freigängers umgehen zu können.
Um den Status der Immunität zu erhalten, sollte man aber auch wissen, ob Lebend- oder Totimpfstoffe gesetzt wurden.

Bei Googlebooks gibts einen guten Bericht dazu.


Zugvogel
 
nikita

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  • #19
Ich halte mich sicherheitshalber an die von den Herstellern der Impfmittel vorgegebenen Intervalle.

Mir wäre es zu risikoreich, die Miezen nicht ausreichend geimpft zu haben und dann aus diesem Grund an eine fiese Krankheit zu verlieren!

Halte ich genauso. Da hier ab und zu Pflegekatzen sind, im Wald auch mal Wildlinge oder ausgesetzte Katzen streunen, gehe ich auch auf Nummer sicher.

Ganz genau betrachtet ist nicht der Infektionsdruck ausschlaggebend, ob sich eine Katze ansteckt, sondern die Abwehrkraft der möglicherweise gefährdeten. Sind sie immun, kann sie eine weitere Impfung nicht immuner machen.

Der Infektionsdruck spielt eine ganz wichtige Rolle. Wenn eine Katze permanent von Virenausscheidern umgeben ist, wäre es mir viel zu gefährlich, mich auf ihre Abwehrkraft zu verlassen.

Und die paar ausgesuchten Krankheiten, gegen die geimpft wird, sind eben so gefährlich, dass man den Versuch nicht riskieren sollte, ob Miez evtl. allein damit fertig wird.
Wird sie es nämlich nicht, endet die Angelegenheit tödlich, im besten Fall mit schweren Langzeitschäden.

Das möchte ich mir nicht vorwerfen müssen bei einem Lebewesen, für das ich die Verantwortung trage.

Die Todesfälle infolge von Katzenseuche, Leukose und Katzenschnupfen sind jedenfalls um ein Vielfaches höher und wahrscheinlicher als die tödlichen Impfsarkome.

Keine Impfung bietet den Schutz, den ein gesundes Immunsystem bieten kann.
Selbstimmunisierung ist immer noch das beste, das nachhaltigste und sicherste, was es in Sachen Immunsierung gibt, das wird Dir jeder Virologe sagen. Es ist das, was landläufig 'Abhärtung' genannt wird.

Ist gleichbedeutend mit "nur die Stärksten überleben."
Eine schwächliche Katze verurteile ich damit zum Tod, ohne überhaupt erst herauszufinden, ob sie vielleicht zu den wenigen Katzen gehört, die ein Impfsarkom entwickeln könnten.

Ist natürlich auch eine Methode, die Katzenpopulation zu verringern.

Und absolut kein Virologe wird dir sagen, warten Sie mal ab, ob Ihr Abwehrsystem mit den Tollwutviren klarkommt. Wenn nicht, Pech gehabt.
Da wird geimpft, weil es sonst tödlich endet!
 
Katzenliebhaber

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  • #20
Ich möchte aber den Status der Immunität erhalten - und das geht ja nach menschlichem Ermessen offensichtlich nur durch regelmässiges Nachimpfen.
Habe keine Lust, eine vorhandene (sagen wir mal 100%ige) Immunität durch zu spätes Nachimpfen in eine bspw. 50%ige zu verwandeln.

Das Risiko wäre mir einfach zu hoch, im Gegensatz zum relativ geringen Impfrisiko.

Der Impfschutz ist nicht abhängig davon, wie oft du impfst, sondern wie stabil das Immunsystem ist. Du kannst schön brav jährlich impfen gehen, wenn eine Katze sonst mal krank wird, oder ev. Stress hat (was ja bekanntlich das Immunsystem niederdrückt), dann kann sie zuwenig Abwehrstoffe bilden bei einer Infektion mit Viren und somit auch sterben.

Mit der Impfung regt man nur das Immunsystem an a) Antikörper zu bilden und b) Gedächtniszellen zu bilden, welche dann wieder als Fabriken für die Antikörper fungieren. Diese GEdächtniszellen sind bekanntlich seeeehr lange im Körper und die fragen auch nicht, welches Impfserum verwendet wurde.

Dass die jährlichen Impfungen nicht notwendig sind, zeigt sich ja bei der Tollwutimpfung, welche praktisch alle heute 3 Jahre gültig sind, und dies sind immer noch dieselben Impfseren. Die 3 Jahre Gültigkeit ist ja auch so für den Grenzübertritt, also nicht nur irgendeine Flause der Hersteller.

Fraglich ist für mich immer noch, wenn TA behaupten, es müsse jährlich geimpft werden, obwohl auch von Experten ganz anderes kommt. Dies kann man ganz offiziel hier nachlesen.

http://www.abcd-vets.org/

Die Empfehlungen gibt es auch in D und es heisst ganz klar: Es muss individuel eingeschätzt werden. Anscheinend bedeutet dies mancherorts: einfach immer jährlich.

Zudem heisst Impfschutz nicht, dass die Tiere nicht mit irgendwas infiziert werden, sondern einfach , dass durch die Tatsache, dass sowohl ev. Antikörper, GEdächtniszellen und ein gutes Immunsystem vorhanden sind, dass die Infektion nicht sichtbar wird, sondern sogleich "optimal" bekämpft werden kann. Diese für uns nicht erkennbaren Infektionen sind auch wieder Selbstimmunisierungen. Dies läuft täglich ab, weil wir täglich irgendwas nach Hause bringen.
 
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