Jäger

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Waldnixe

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Mir bereiten hier auf dem Lande die Jäger große Sorgen.

Die Katze eines Nachbarn musste eingeschläfert werden weil sie Schrot in der Wirbelsäule hatte.

Ich habe einige Jagdpächter angesprochen und mitgeteilt dass wir eine Katze haben.
Mir wurde daraufhin gesagt wenn eine Katze weiter als 200 Meter vom Grundstück entfernt wäre dürfe sie erschossen werden.
Man würde aber trotzdem nicht auf Katzen schießen, es sei denn sie hätten einen Fasan/Kaninchen im Fang..

Die Katze eines Verpächters sieht ähnlich aus wie unsere.
Vermute mal der Jagdpächter wird nicht auf das Tier seines Verpächters schießen und das ist auch für unseren Kater ein gewisser Schutz..

Doch hier überschneiden sich die Jagdgebiete und ihre Pächter.
Unser Grundstück ist recht groß, doch trotzdem geht unser Kater natürlich auf Tour.

Vor Straßen hat er Angst, auch vor fremden Menschen, doch wenn ein Jäger ruhig auf dem Hochsitz hockt kann eine Katze ihn nicht ausmachen.

Einer der Pächter klagte mir sein Leid Katzen würden oft seine -extra für die Jagd gezüchteten Fasane- reißen...

Sowas sei eine Schweinerei...............
 
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Juik

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Ein Bürgermeister in einem Ort in meiner Nähe (der übrigens gleichzeitg der Vorstand des Tierheims dort ist) sagte mal ganz nett, dass man keine Kastrationspflicht für Katzen brauche, da es innerorts keine Katzenprobleme gäbe und außerorts das Jagdgesetz dafür sorge, dass es keine gebe.
 
Rewana

Rewana

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Hallöchen,
die Sprüche der Jäger kenne ich auch.

Allerdings in all den Jahren in denen wir Freigänger hatten haben sie nie einen Fasan mitgebracht. Allerdings haben sie einigemale Kaninchen mitgebracht und eine Taube und massig Mäuse, sowei Babyratten.

Von der rechtlichen Seite aus sind die Jäger auf jeden Fall im Recht und dürfen auf wildernde Katzen schießen. Ob sie wirklich gewildert haben oder nicht wird sich nie beweisen lassen, somit sind die Jäger immer im Vorteil
Gruß
Rewana
 
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Keyla

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200 Meter, selbst wenns bis 500 sind - ein Witz ...
Ich hab selbst mit Kater am Feld gewohnt und da liegen so ne Entfernungen im normalen Revierbereich. Mein Hinterhof hat ca. 150 Meter Länge und die werden schon ausgereizt..
Abgesehen davon, dass ich Haustierjagd sowieso generell verbieten würde und auch gleich ein paar Jagdregeln ändern...
 
Rewana

Rewana

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Darüber kann man jetzt seitenlang Discutieren, es ist aber im Moment gesetztlich so geregelt und die Jäger sind dann im Recht.

Ich würde, wenn ich könnte viele Gesetze und Regeln in Deutschland ändern, aber leider können wir das nicht so einfach.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Einer der Pächter klagte mir sein Leid Katzen würden oft seine -extra für die Jagd gezüchteten Fasane- reißen...

Sowas sei eine Schweinerei...............

Dass eine Katze einen ausgewachsenen Fasan reißt, dürfte sehr selten vorkommen. Hier spazieren Katzen und Fasane einträchtig durch den Garten und meine Katzen haben ziemlichen Respekt vor dem Federvieh. Und Kaninchen? Die gibt es wahrlich in rauen Mengen. Da dürften Katzen genauso wenig die Bestände gefährden wie sie es bei Mäusen tun.

Aus "Futterneid" auf Katzen zu schießen, finde ich erbärmlich. Das klingt für mich nach "Nimmst Du mir mein Spielzeug weg, dann bring ich Dich um.". Unser Förster hier vertritt zum Glück die Auffassung, dass er "Besseres zu tun hat, als auf Katzen zu schießen." Hier ist auch noch nie etwas passiert, und es gibt hier sehr viele Freigänger.

Ich kann Deine Ängste sehr gut nachvollziehen. Ich hab kürzlich eine Traumwohnung besichtigt, die nur einen Haken hatte. Ein Wald mit Jägern, die gerne mal auf Katzen schießen, direkt hinter dem Grundstück. Ich hab also auf die Wohnung verzichtet.

Wenn Du aber schon Kontakte zu den Jägern und Pächtern hast - wie wäre es dann mal mit einem "runden Tisch" zwischen Anwohnern und Jägern? Anstatt auf Katzen zu schießen, könnte die Jägerschaft doch mal andere Wege gehen, sich an Kastrationsaktionen etc. beteiligen. Das dürfte weitaus besser für das Image der Jäger sein - vielleicht lässt sich da bei Euch ja ein offenes Ohr finden.

LG Silvia
 
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Peikko

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Warum sollen sich denn bitte die Jäger an Kastrationsaktionen beteiligen? Die haben sicherlich kein Interesse daran, dafür Geld auszugeben. Konkurenz für Schwarz- und Rotwild sind Katzen ja nu nicht und zudem wage ich zu bezweifeln, daß tatsächlich so viele Jäger Spaß dran haben, auf Katzen zu ballern.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Warum sollen sich denn bitte die Jäger an Kastrationsaktionen beteiligen? Die haben sicherlich kein Interesse daran, dafür Geld auszugeben. Konkurenz für Schwarz- und Rotwild sind Katzen ja nu nicht und zudem wage ich zu bezweifeln, daß tatsächlich so viele Jäger Spaß dran haben, auf Katzen zu ballern.

Vielleicht, weil es gut für ihr Image wäre;), das in manchen Bevölkerungskreisen schon arg gelitten hat. Jäger, die auf Katzen schießen, argumentieren ja gerne damit, dass verwildete Katzen seltene Vogelarten reißen. Das Problem könnte man aber auch unblutig lösen - nämlich durch die Verringerung der Katzenpopulation mittels Kastration.

Wie viele Jäger Spaß dran haben, weiß ich nicht. Ich hab ja hier ein Positiv-Beispiel...Aber bei meiner Traumwohnung sah es schon wieder anders aus.

LG Silvia
 
pünktchen

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ensignx

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  • #10
Warum sollen sich denn bitte die Jäger an Kastrationsaktionen beteiligen? Die haben sicherlich kein Interesse daran, dafür Geld auszugeben. Konkurenz für Schwarz- und Rotwild sind Katzen ja nu nicht und zudem wage ich zu bezweifeln, daß tatsächlich so viele Jäger Spaß dran haben, auf Katzen zu ballern.

Wenn Jäger sich schon Fasane züchten, nur um sie anschliessend zu jagen, warum sollten sie dann vor Katzen halt machen?

In dem Fall, steht der "Jagdtrieb" im Vordergrung und nicht die Aufgabe die ein Jäger eigentlich hat(worüber sich wiederum streiten liesse ob dies wirklich nötig wäre).

Unter Jägern gibt es offenbar allzuviele, die aus "Lust" jagen.....
 
minna e

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  • #11
Mir bereiten hier auf dem Lande die Jäger große Sorgen.

Die Katze eines Nachbarn musste eingeschläfert werden weil sie Schrot in der Wirbelsäule hatte.

Ich habe einige Jagdpächter angesprochen und mitgeteilt dass wir eine Katze haben.
Mir wurde daraufhin gesagt wenn eine Katze weiter als 200 Meter vom Grundstück entfernt wäre dürfe sie erschossen werden.
Man würde aber trotzdem nicht auf Katzen schießen, es sei denn sie hätten einen Fasan/Kaninchen im Fang..

Die Katze eines Verpächters sieht ähnlich aus wie unsere.
Vermute mal der Jagdpächter wird nicht auf das Tier seines Verpächters schießen und das ist auch für unseren Kater ein gewisser Schutz..

Doch hier überschneiden sich die Jagdgebiete und ihre Pächter.
Unser Grundstück ist recht groß, doch trotzdem geht unser Kater natürlich auf Tour.

Vor Straßen hat er Angst, auch vor fremden Menschen, doch wenn ein Jäger ruhig auf dem Hochsitz hockt kann eine Katze ihn nicht ausmachen.

Einer der Pächter klagte mir sein Leid Katzen würden oft seine -extra für die Jagd gezüchteten Fasane- reißen...

Sowas sei eine Schweinerei...............

das dürfte es meiner ansicht nach gar nicht mehr geben.... wundere mich aber nicht zu sehr, wenn es das doch noch gibt :(

sonst sag ich eben nur, die strecke (katzen) alleine für nrw spricht eine erschreckende sprache. und vor allem: das sind nur die offiziellen zahlen, beim gedanken an die dunkelziffer bekomm ich kotzreiz.

sonst nützen alle diskussionen nichts, die gesetze sind eben (leider) so und die lobby der jäger ist offensichtlich immens groß.

so sehe ich nicht, dass sich grundlegend was ändert.

aber die sorge der katzenbesitzer kann ich sehr wohl verstehen.

mich wundert immer nur, wie wenige leute, gerade hier auf dem platten land, wissen, dass oft direkt hinter ihrem grundstück ein jagdgebiet anfängt.
 
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pünktchen

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Peine
  • #12
sonst nützen alle diskussionen nichts, die gesetze sind eben (leider) so und die lobby der jäger ist offensichtlich immens groß.

so sehe ich nicht, dass sich grundlegend was ändert.


Wie soll sich etwas ändern, wenn -wie jetzt aktuell in Niedersachsen - jemand Landwirtschaftsminister wird, der sich nach eigenen Worten für den Tierschutz stark machen will; dessen Arbeitszimmer aber dekoriert ist mit Hirsch- und Rehbockgeweihen, ausgestopften Fasanen und anderem Niederwild. Und der sich vom "anstrengendem Tag im Landtag" auf der Jagd entspannt.........

Infam, oder?
 
Jubo

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  • #13
Wie soll sich etwas ändern, wenn -wie jetzt aktuell in Niedersachsen - jemand Landwirtschaftsminister wird, der sich nach eigenen Worten für den Tierschutz stark machen will; dessen Arbeitszimmer aber dekoriert ist mit Hirsch- und Rehbockgeweihen, ausgestopften Fasanen und anderem Niederwild. Und der sich vom "anstrengendem Tag im Landtag" auf der Jagd entspannt.........

Infam, oder?

Nun ja, Niedersachsen greift bei der Wahl seiner Landwirtschaftsminister/innen ja gerne mal in den Schei**topf, also nichts neues!

Gruß
Jubo
 
Coonboys

Coonboys

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  • #14
Jäger sind gerade bei uns auf dem Land ein Fall für sich...

Mein damaliger Berufschullehrer ist auch Jäger. Er erzählte mal, das er auf eine Katze geschossen hat, die nix im Maul hatte. Die Mistviecher gehen ja an alles, sagte er.
Nur war die Katze nicht tot, sondern rannte nach Hause - das nicht so weit weg war. Mein Lehrer schickte den Hund hinterher - der riss die Katze dann auf der Terasse der Besitzer, die dort saßen und grillten!!!

Darauf war er sehr stolz! Ich bin so was von böse geworden, aber er grinste nur und sagte, das es ihm ja keiner nachweisen kann.
 
pünktchen

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  • #15
Nun ja, Niedersachsen greift bei der Wahl seiner Landwirtschaftsminister/innen ja gerne mal in den Schei**topf, also nichts neues!

Gruß
Jubo

Wem sagst du das ;)
Kaum ist diese Putenquälertante weg kommt jetzt so ein Schießwütiger :eek:
 
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Waldnixe

Gast
  • #16
Das so viele Katzen abgeschossen werden war mir nicht bekannt.
Wo leben wir eigentlich?
Wird kein Hase erwischt gibt es ja noch genug Katzen zum abknallen....

Egal wo man auf dem Land auch hinzieht, überall gibt es Jäger.
Wer hat schon so ein großes Grundstück dass es einer Katze völlig als Revier langt.

Manchmal frage ich mich was gefährlicher ist, die Jäger, die Straßen oder vergiftete Mäuse..

Hier gibt es zwar von unserer Seite aus keine vergifteten Mäuse, doch bald werden auf den Feldern Insektenschutzmittel gespritzt und das dürfte den Mäusen nicht gut bekommen - und den sie fressenden Katzen auch nicht...
 
Barbarossa

Barbarossa

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  • #17
Mir wurde daraufhin gesagt wenn eine Katze weiter als 200 Meter vom Grundstück entfernt wäre dürfe sie erschossen werden.

Mach dich mal schlau. Die quatschen viel Unfug, vor allem, wenn der Tag lang ist.

In Hessen z. B. dürfen Katzen ab 300 m nach der Bebauungsgrenze/Ortsrand während Brut- und Setzzeit (01. März - 31. August) geschossen werden. Außerhalb dieser Zeit sind es 500 m.

§ 32
Befugnisse von Jagdschutz- und Jagdausübungsberechtigten


(1) Die zur Ausübung des Jagdschutzes nach § 25 Abs. 1 Bundesjagdgesetz Berechtigten sind befugt,

2.Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung von Begleitpersonen Wild nachstellen, und Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 500 Meter, im Zeitraum vom 1. März bis 31. August in einer Entfernung von mehr als 300 Meter von der nächsten Ansiedlung jagend angetroffen werden, zu töten. Die Tötung muss unterbleiben, wenn andere Maßnahmen ausreichen, um die Gefahr abzuwehren, die von dem Hund oder der Katze ausgeht.


......

Unter 3. kommt dann auch, warum die Tötung unterbleiben vllt. doch besser unterbliebe:

(3) Für einen in einem Jagdbezirk getöteten Hund oder für eine dort getötete Katze kann Schadensersatz verlangt werden, wenn die Anspruchsberechtigten nachweisen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Tötung nicht gegeben waren.

So ein "Anspruchsberechtigter" (1,90 groß und sehr zornig) kann einem unvorsichtigem "Jagdausübungsberechtigten" nämlich ganz schön Feuer unterm Hintern machen...

Nachzulesen in den Jagdgesetzen des jeweiligen Bundeslandes. Hier Hessen: http://www.rv.hessenrecht.hessen.de...:juris-lr00&doc.part=X&doc.price=0.0&doc.hl=1
 
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Barbarossa

Barbarossa

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  • #18
Die Jäger haben deshalb so eine große Lobby, weil überwiegend Geldleute dem zweifelhaften Vergnügen frönen, andere Lebewesen zu töten.

Schön wäre es. Die Kanzeln, von denen aus sie ballern, werden in staatlichen Forstämtern zusammengezimmert, von unser aller Steuergeld! Alleine durch die Holzpreise kommt da einiges an Euros zusammen.

Der Beruf des Försters ist allerdings nicht damit gleichzusetzen.

Wird aber leider immer wieder zusammen in den großen Topf geworfen. Sehr zum Ärger vieler Förster, die viele der ballernden Freizeitgestalter mit Verachtung sehen.
 
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mickymouse1

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  • #20
Das wäre ein echter Fortschritt. Hoffentlich ziehen dann auch die anderen Bundesländer mit.

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