Ich dreh' durch... Weiß weder Betreff noch passende Kategorie... Sehr lang!

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wonnie4u

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Hi zusammen!

Wie gesagt: Ich habe keine Ahnung, wohin mit dem Thema. Es würde teilweise in Verhalten / Erziehung als auch Seelsorge passen und dann wohl noch in zig andere Unterforen. Ist wirklich komplex und kompliziert...

Ich weiß grade so gar nicht mehr weiter und bin total unglücklich. :(

Nicht nur Friedas Tod reißt mich so runter.
Hier ist einfach alles aus dem Gleichgewicht. :(

Vor Yakis Einzug ging es so, sag ich mal. Willi und Frieda liebten sich sehr, aber sie hatten hier drinnen im Sommer praktisch kaum Begegnungen, weil Frieda tagsüber draußen war und Willi drinnen verpennte. Aber im Winter haben die zwei dann schon oft zusammen gelegen und gekuschelt. Nur Spielen war nie, Willi ist schon immer faul. Lilly war von jeher Einzelgängerin, aber eine liebe, die alles von außen erduldete. Frieda jagte sie manchmal rum, das gefiel ihr natürlich nicht besonders. Deshalb suchten wir nach einer Möglichkeit, Friedas Aufmerksamkeit woandershin zu lenken. Also zog Yaki bei uns ein. Wenn man sich die Verhaltenseigenschaften von Ragdolls so anschaut, dann war es im Grunde die "perfekte Katze". Lieb, zutraulich, gutmütig, aufgeschlossen, intelligent, hübsch, robust....
Aber je mehr ich zurückdenke, desto mehr denke ich, dass ich mit Yaki die absolut falsche Wahl getroffen habe. Gut, da ist nix mehr dran zu ändern, und vorher ist man natürlich nie sicher, was bei einer Zusammenführung rauskommt. Ich sah die Voraussetzungen jedenfalls als günstig a.

Das Endergebnis zum heutigen Tage ist dann praktisch nur beschissen:
Frieda, die Yaki nie ertragen hat (warum auch immer) ist tot (vielleicht sogar WEGEN ihm - Stress als FIP-Auslöser??), Lilly hat sich besonders zuletzt während Friedas Krankheit extrem zurückgezogen und mag den Yaki auch nicht besonders, und Willi kommt seit Friedas Tod Anfang der Woche nur noch fauchend hier rein. Es ging sogar soweit, dass er mir gestern auf dem Arm ins Gesicht gesprungen ist und mich fast im Auge erwischt hat (und drum rum einige Male ganz schön heftig). :( Mit Yaki versteht er sich schon, aber auch hier sind wenig gemeinsame Bezugspunkte, weil er ja tagsüber seinen Schlaf braucht und ab ca. 18 bis 20 Uhr weg ist. Aber die zwei liegen wenigstens ab und an beisammen und gelegentlich wird auch ein wenig herumgetollt.

Hier herrscht also aktuell totale Verwirrtheit bis hin zur blanken Disharmonie vor.

Hinzu kommt erschwerend, dass Yaki einfach echt anstrengend ist. Warum auch immer: Er ist massiv auf mich fixiert. Sieht er mich nicht, fängt er zu schreien an. Ist er bei mir, klebt er mir am Frack (also hängt an meinem Hosenbein, ist auf meinem Arm, hockt auf den Schultern...). Er war von Anfang an in der Familie und von allen gemocht und betüddelt, aber im Grunde interessiert er sich nur für mich. Das mag sich schön anhören, aber das ist inzwischen - und besonders jetzt in der Trauerphase, wo ich einfach auch mal meine Ruhe haben möchte - nur ätzend. :( Ich weiß, dass das blöd klingen mag: Immerhin ist es doch schön, wenn man eine anhängliche Katze hat. Aber nicht SO. Sobald er mich gefunden hat (wir schließen hier schon teilweise die Türen hinter uns, damit er nicht hinterher kann :( ), hängt er sich an mich ran. Das sieht dann beispielsweise so aus, dass er mir das Gesicht abschlecken oder in die Nase oder ins Ohrläppchen beißen will. Oder er knabbert an den Händen / Fingern rum. DAS IST ECHT SCHLIMM!!!! Ein lautes "NEIN" akzeptiert er nicht, hat er noch nie! Wir können nirgends liegen, ohne dass wir unser Gesicht irgendwie abdecken müssen (z.B. mit einer Decke). Arme als "Schutz" helfen nix, da möhrt er sich dann eben irgendwie in die Zwischenräume rein, bis man die Lage wechselt. Man kann im Grunde nirgends mehr liegen oder sitzen, ohne dass diese Katze einem das Gesicht abschlabbert, was wirklich nervt. Ich habe jetzt am Kinn sogar ein Ekzem entwickelt und wette, dass das irgendwie zusammenhängt.

Durch diese Aufdringlichkeit und schon fast anormale Anhänglichkeit zieht sich meines Erachtens nun die Lilly noch mal mehr zurück. Logisch! Sobald Yaki mich sieht, ist er da. Und Lilly will eben auch mit mir mal alleine kuscheln, aber diese Option gibt es theoretisch nur, wenn der Kleine schläft oder eingesperrt ist.
Wir tun ja schon viel dafür, um diese Zustände zu verbessern (Lilly bewusst vorziehen, haben wir ja von Anfang an eh gemacht mit allen drei Katzen; Yaki maßregeln; ihm echt mal Auszeiten im Katzenzimmer geben; Catitude in der Steckdose;...), aber es tut sich nix. Und grade jetzt nach Friedas Tod ist das alles einfach noch schwerer.

Wir haben quasi drei Einzelkatzen, und das ist ja etwas, was hier niemand beabsichtigt hatte. So gesehen bräuchten wir auch keine DREI, sondern es würde ja eine reichen. Das wäre billiger und einfacher, mal überspitzt gesagt. Ich hoffe, ihr versteht das nicht falsch: Ich will keine Einzelkatze und ich will auch keine meiner Katzen hergeben, aber so, wie es aktuell ist, ist es einfach falsch. Ich sehe aber grade auch keine Möglichkeit, die Katzen untereinander anzunähern. Vielleicht wird das ja mal wieder besser, wenn die Trauer rum ist...

Es geht soweit - und dafür hasse ich mich wirklich - dass ich mir in manchen Momenten denke: Wenn jetzt Lilly oder Willi nicht mehr da wären, könnte ich eventuell wieder eine dritte Katze anschaffen, die dann vielleicht mit Yaki mehr harmoniert bzw. die auf seine massiven Annäherungsversuche eingeht. Aber dass man so niemals denken kann, sieht man ja am besten daran, dass Yaki als möglicher Spiel- und Ablenkungskumpel für Frieda lange nicht so ankam, wie das eigentlich beabsichtigt war.
In manchen Momenten würde ich Yaki dann am liebsten wirklich weggeben. Das ist so schrecklich, überhaupt an sowas zu denken!!! :(

Fakt ist: Der Zustand ist KACKE! Ich kann nicht einschätzen, was da jetzt noch von einer eventuellen Trauer um Frieda herrührt (also bei den Katzen wie Lillys Rückzug oder Yakis extreme Aufdringlichkeit oder Willis Aggressionen, und er war eigentlich ein echtes Schaf!!!! NIcht mal kleinen Kindern hat er was getan, und wenn sie noch so unvorsichtig mit ihm umgesprungen sind wie die Tochter meiner Freundin.) oder was einfach jetzt so ist und so bleibt.

Ich habe auch keine Ahnung, wie man da vorgehen soll. Ich kann Yaki doch nicht andauernd abweisen. Und ich kann ihn nicht aussperren. Und ich will nicht nur dann mit Lilly schmusen, wenn er grade mal nicht da ist. Und ich will auch nicht, dass sie sich immer zurückzieht, wenn sie drinnen ist (was sie übrigens vor Friedas Krankheit nicht gemacht hat, trotz Yakis Anwesenheit, wenigstens nicht so extrem).

Ich weiß im Grunde gar nix mehr, nur, dass es so nicht weitergehen kann. Wie würdet ihr denn am geschicktesten vorgehen? Welche Chancen habe ich, hier wieder einigermaßen ein Gleichgewicht herzustellen? (natürlich ohne eine Katze abzugeben!!!! Ich will doch schwer hoffen, dass das noch funktioniert!!!)

Ich suche wirklich händeringend nach Ideen, vielleicht habt ihr auch irgendwelche Anleitungen in die Richtung von Homöopathie oder Bachblüten an der Hand. Zur THP kann ich wegen des Problems aktuell nicht gehen, weil ich schlicht und ergreifend einfach pleite bin nach Friedas TK-Rechnung. Insgesamt hat die Sache jetzt inklusive THP und diversen Mittelchen, die ich in meiner Not für sie gekauft habe (zusätzlich) 1000 Eur gekostet (alleine der TK-Aufenthalt 640 Eur). :( Diese Sache muss ich jetzt also vorwiegend ohne finanzielle Mittel regeln.

Und ich will in meiner jetzigen Gemütsverfassung, die einfach nur scheiße ist (sorry), nicht wieder irgendwelche Praxen von innen sehen. Ich will einfach nur, dass sich hier alles so einrenkt, dass es wieder Spaß macht. Aktuell ist der Zustand eh schon schwer für alle, so ohne die Frieda. Sie fehlt an einem Tag wirklich in jeder Sekunde und an allen Ecken und Enden. :(

Könnte wirklich nur heulen...

WAS MACHE ICH DENN JETZT AM BESTEN?? Ich will nicht die nächste Katze stressen und wir haben bald wieder ein schwerkrankes Tier da. Das ist nämlich jetzt echter Horror für mich, weil ich halt wirklich glaube, dass ich irgendwie dran schuld bin.

Also, falls ihr irgendwie versteht, was ich hiermit sagen will, dann meldet euch einfach mit ein paar Tipps und Hilfen, wie wir das Katzengefüge wieder zu einer sinnvollen, schönen Sache machen...

Verzweifelte Grüße,
Wonnie
 
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wonnie4u

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Noch ergänzen möchte ich, dass mir Yaki natürlich extrem leid tut. Er will ja nix Böses, sondern einfach nur Liebe geben und sich Liebe abholen. Ihn abzuweisen tut mir dann auch gleichzeitig in der Seele weh, obwohl es so ätzend ist. :(
 
Meiki

Meiki

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Du hörst Dich sehr traurig und verzweifelt an und ich würde Dir so gerne eine genau passende Lösung präsentieren. Es tut mir so leid, dass ich es nicht kann - aber egal, was ich mir denke, da steht dann eines der anderen Tiere dagegen.

Vielleicht wissen die anderen einen Rat. Ich trage Euch jetzt in meinem Herzen und denke an Euch. Es wird sich eine Lösung finden.

Nimm Du Dir heute und an den nächsten Tagen irgendwie die Zeit, um um Frieda zu trauern - vielleicht mit oder gerade ohne Deine Katzen. Das Weinen (und Schreien) muss ganz viel Raum bekommen, sonst bekommst Du den Kopf nicht mehr klar und Dein Herz wird noch unendlich schwerer, als es jetzt schon ist.

Letztlich glaube ich, dass Frieda auf Euch aufpasst und auch noch für Euch Sorge tragen wird.

Ganz liebe Grüße!
 
bea1982

bea1982

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Hallo...

Ich kann gerade nicht lange schreiben - denke aber, dass DU noch eine Weile Zeit brauchst, den Verlust Deiner Frieda zu verarbeiten. Mir ging es nach dem Verlust meiner Katzen ähnlich wie Dir... Wenn ich Deinen Beitrag richtig deute, dann hegst Du Schuldgefühle gegen Dich und euren Neuzugang - damit musst Du erst einmal fertig werden und diese verarbeiten. Ehrlich gesagt, denke ICH persönlich auch nicht, dass Stress der Auslöser war, dass eure Frieda eine FIP entwickelt hat - aber das nur am Rande...

Ich kann verstehen, dass Du momentan Deine Ruhe brauchst - und auch, dass euer Yaki sehr aufdringlich ist und das nervt (auch in anbetracht dessen, dass Du ihm - wenn auch unbewusst - eine gewisse Mitschuld gibst; die er natürlich nicht verdient hat, aber das sind Emotionen, gegen die Du momentan nicht wirklich etwas tun kannst, das braucht Zeit). Unser Neo ist auch ein so aufdringlicher Geselle, und auch Puschkin ist extrem liebesbedürftig - wenn man andere Sorgen hat, kann dies bestimmt auch richtig an die Nerven gehen...

Ich kann euch leider keine weiteren Tipps geben - ich denke IHR braucht alle Zeit; Zeit um selbst zum Trauern, selbst zur Ruhe zu kommen und wieder "neu" zueinander zu finden.

Mach Yaki und Dir keine Vorwürfe - ihr könnt nichts dafür!
 
Ghaliyah

Ghaliyah

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Es tut mir wahnsinnig leid, was Euch passiert ist! lass Dich mal virtuell drücken :)
Ich kann verstehen, wie es Dir im Moment geht, auch ich habe vor ziemlich genau3 Jahren meinen Herzenskater an dieser scheiß Krankheit verloren.

Vielleicht willst Du das jetzt nicht hören, aber wenn Yaki wirklich so gar nicht in die Gruppe passt wäre es sicherlich besser, ihn abzugeben. Sowohl für Dich als für ihn als für Deine 2 anderen....

Oder hast Du es schon mal mit TK probiert?

ich denke übrigens nicht, dass Yaki der Auslöser für FIP war... klar ist eine Zusammenführung Stress, aber nicht mehr Stress als z.B. ein Tierarztbesuch...
 
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Meiki

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Es tut mir wahnsinnig leid, was Euch passiert ist! lass Dich mal virtuell drücken :)
Ich kann verstehen, wie es Dir im Moment geht, auch ich habe vor ziemlich genau3 Jahren meinen Herzenskater an dieser scheiß Krankheit verloren.

Vielleicht willst Du das jetzt nicht hören, aber wenn Yaki wirklich so gar nicht in die Gruppe passt wäre es sicherlich besser, ihn abzugeben. Sowohl für Dich als für ihn als für Deine 2 anderen....

Oder hast Du es schon mal mit TK probiert?

Wie unterschiedlich: Ich las es eben noch einmal und kam zum zweiten Mal zu dem Schluss, einen Katzenschmuser für Yaki zu holen. Da aber Yaki so auf Wonnie fixiert ist, ist es vielleicht keine so gute Idee.
 
Ghaliyah

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Wie unterschiedlich: Ich las es eben noch einmal und kam zum zweiten Mal zu dem Schluss, einen Katzenschmuser für Yaki zu holen. Da aber Yaki so auf Wonnie fixiert ist, ist es vielleicht keine so gute Idee.

Das hätte ich eigentlich auch gemacht. ABER: Wonnie sagt, Sie hat momentan auch nicht die finanziellen Mittel. Da würde ich von einer 4. Katze absehen.
 
Meiki

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Das hätte ich eigentlich auch gemacht. ABER: Wonnie sagt, Sie hat momentan auch nicht die finanziellen Mittel. Da würde ich von einer 4. Katze absehen.

Ja, es ist wirklich schwierig. Aber gut, dass ich nicht nur allein auf den Gedanken kam ...
 
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wonnie4u

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Hallo ihr!

Danke erstmal, eure Worte tun gut!

Einige Dinge möchte ich ergänzen: Wir haben keine finanziellen Sorgen. Die Krankheit von Frieda ist natürlich ein Batzen, aber es geht schon weiter. Ich sträube mich halt aktuell, akut eine weitere größere Summe (die z.B. bei Verhaltenstherapien, Heilpraktiker oder TK) einzusetzen, um die Situation zu entschärfen. Ich würde es einfach gerne anders versuchen.
In dem ZUsammenhang:
Das Thema "weitere Katze" habe ich auch im Hinterkopf, aber ganz ehrlich: Das letzte Mal, als ich diese Gedanken hatte, kam ja nix Gutes dabei raus (also das sage ich jetzt ganz provokant!!!). :( Der Schuss ging vollends nach hinten los, aber total. *seufz* Wenn ich jetzt wieder eine Katze für Yaki hole, die ihn dann vielleicht wegen seiner Aufdringlichkeit auch nicht mag - was dann?? In mir drinnen gibt es in der Hinsicht noch ein riesengroßes NEIN, weil ich mir sage: Neue Katze, neue Sorgen... (auch in Bezug auf Krankheiten und dergleichen...).

Und ihn hergeben - niemals!!! Ich denke, das könnte ich mir gar nicht verzeihen.
Man ist natürlich ob der ganzen Situation in der Versuchung, seine Anhänglichkeit als Einsamkeit zu deuten, aber er kam schon so zu uns! Er hat mich damals bei der Züchterin ja sofort belagert, krabbelte an mir hoch und gab mir Küsschen. :pink-heart: Das fand ich natürlich herzerweichend, nur das ganze Ausmaß konnte ich nicht erahnen.

*seufz*
 
bea1982

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  • #10
Also ich würde aktuell auch keine neue Katzen hinzuholen - und für Yaki schon gar nicht :p - nicht weil ich dem Kater keinen Freund gönnen würde, sondern weil meiner Meinung nach nicht unbedingt davon auszugehen ist, dass Yaki überhaupt einen Katzenfreund möchte...

Neo hängt auch gaaanz arg an mir, und der "Indi" meiner Schwester ist auch ein furchtbarer Stalker. Aber das bedeutet nicht, dass er seine Schmusebedürftigkeit dann auch an einer anderen Katze "auslassen" :oops: wollte - vielleicht ist Yaki's "Fixierung" ausschließlich oder zumindest hauptsächlich an Menschen ausgerichtet?!? Würde ich zumindest auf keinen Fall ausschließen - und deshalb auch keine Katze für Yaki holen... ;)

Meine Meinung. Kann aber auch anders sein - da möchte ich den anderen nicht widersprechen... ;)
 
Mondkatze

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  • #11
Ach Mensch, das ist aber auch eine Sch***situation! Ist Yaki vielleicht gerade extra-doppelt-und-dreifach anhänglich, weil er spürt, dass Du so durch den Wind bist und so traurig? Vielleicht will er auf seine Art nur trösten und kapiert natürlich nicht, dass er damit auch nervt.
Eine weitere Katze würde ich im Moment erst mal nicht dazuholen, ich glaube auch nicht, dass das helfen würde. Könnt ihr euch vielleicht irgendwie... aufteilen? Einer von euch kümmert sich ganz speziell um Lilly und einer um Yaki, und das wechselt ihr über die Woche durch, damit er nicht immer nur an einem Menschen klebt? Könnt ihr ihn mit Spielen ein bisschen auspowern, damit er auch auch mal Ruhe lässt?
 
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wonnie4u

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  • #12
Hi!

Ich denke, Yaki würde schon auch gerne mit den Katzen. Er legt sich immer zu Lilly und schlabbert an ihr rum (was sonst ;) ), aber sie mag das nicht. Sie hält eine Weile still und duldet es, aber sie ist dabei sichtlich genervt. Und wenn er dann dazu übergeht, nach dem Schlecken ein wenig zu Balgen, haut sie ab und brummelt ein wenig vor sich hin. Und auch bei Willi geht er immer wieder hin, aber der hat tagsüber echt wenig Elan und ist nur dann zum Spielen bereit, wenn er mal außer der Reihe wach und fit ist.

Man muss allerdings sagen, dass Yaki mit der Flasche aufgezogen wurden und deshalb sicherlich zu Menschen noch mal eine ganz andere Bindung hat als ein normal gefüttertes Katzenkind...

Zum Thema Aufteilen und Auspowern: Ja, das versuchen wir schon auch. Ich gebe Yaki immer wieder ab, an meine Kinder oder meinen Mann. Aber wenn ich im Haus bin, geht er nur zu mir. Man müsste ihn dann schon mit einer anderen Person einsperren. ;) Auspowern wollen wir ihn jetzt wieder vermehrt. Das hat in der Krankheitszeit wirklich gelitten. Heute kam schon ein Paket von Zooplus mit neuem Federspielzeug (das liebt er) und einigen lustigen Bällen. Eine Einheit haben wir schon hinter uns. Mal sehen, was das ändert. Er kann übrigens auch wunderbar alleine spielen, interessanterweise! Aber sobald er mich sieht, denkt er sich wohl: Hach, da ist ja mein Mensch, nix wie hin... ;)

WENN ÜBERHAUPT eine andere Katze, dann könnte ich das niemals über eine normale Vermittlung machen, sondern dann müsste man wirklich sehen, wie es auf Probe laufen würden. Hopp oder Topp wäre echt nicht drin.
 
Ghaliyah

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  • #13
Hallo ihr!

Danke erstmal, eure Worte tun gut!

Einige Dinge möchte ich ergänzen: Wir haben keine finanziellen Sorgen. Die Krankheit von Frieda ist natürlich ein Batzen, aber es geht schon weiter. Ich sträube mich halt aktuell, akut eine weitere größere Summe (die z.B. bei Verhaltenstherapien, Heilpraktiker oder TK) einzusetzen, um die Situation zu entschärfen. Ich würde es einfach gerne anders versuchen.
In dem ZUsammenhang:
Das Thema "weitere Katze" habe ich auch im Hinterkopf, aber ganz ehrlich: Das letzte Mal, als ich diese Gedanken hatte, kam ja nix Gutes dabei raus (also das sage ich jetzt ganz provokant!!!). :( Der Schuss ging vollends nach hinten los, aber total. *seufz* Wenn ich jetzt wieder eine Katze für Yaki hole, die ihn dann vielleicht wegen seiner Aufdringlichkeit auch nicht mag - was dann?? In mir drinnen gibt es in der Hinsicht noch ein riesengroßes NEIN, weil ich mir sage: Neue Katze, neue Sorgen... (auch in Bezug auf Krankheiten und dergleichen...).

Sorry das hatte ich dann wohl falsch verstanden.
Dann würde ich auch sagen 4. Katze!
Aber lass Dir und auch den Katzen Zeit zum trauern... Du musst ja nichts überstürzen.
Und vielleicht siehst Du bald ein Notfellchen, welches Du erst mal in Pflege nehmen kannst. Dann könnt ihr alle ohne Druck ausprobieren, ob es passen würde. Falls nicht, würde das Abgeben sicherlich auch "leichter" fallen.

Was ich aber noch anfügen möchte: nach meiner eigenen Erfahrung bin ich mitlerweile nicht mehr so begeistert davon, Katzen auf Biegen und Brechen zusammen zu lassen. Die Katzen sind damit meist auch nicht glücklich.
Es gibt Situation, da muss man im Sinne der Katzen entscheiden und seine eigenen Wünsche zurückstecken.
Ich bin mir sicher, dass es bei Katzen wie auch bei Menschen welche gibt, die sich einfach nicht riechen können!
 
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wonnie4u

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  • #14
Ich würde niemals eine Katzengesellschaft zusammenzwingen, wenn man sieht, dass die Katzen sichtlich drunter leiden. Ich kann das halt im Moment nicht richtig einschätzen. Dem Willi wird Yaki wurst sein, denk ich mal. Wenn er mit ihm spielt, okay, wenn nicht, dann auch okay. Inwiefern Lilly richtig unter Yaki leidet oder jetzt besonders wegen Friedas Tod (mit der sie sich zwar nicht wirklich nahestand, aber die sie akzeptierte) besonders schlecht drauf ist, kann ich nicht sagen. *seufz*

Letzte Nacht haben wir Yaki wieder eingesperrt. Früher haben die Katzen zusammen in dem Raum geschlafen, weil wir sonst keinen Schlaf fanden. Das war aber ein echter KatzenTraum, der Raum. Sehr groß (45 qm), viele Schlaf- und Klettermöglichkeiten, und die Katzen sind abends im Grunde von alleine hochgegangen und haben sich hingelegt. Kein Problem!

Aktuell ist der Yaki dort drinnen nachts alleine. :( Denn ich will nicht ihn und Lilly zusammen dort drinnen lassen, wenn es der Lilly eh nicht gut geht. Also durfte sie die letzten zwei Nächte draußen schlafen und lag wirklich ohne Unterbrechnung in meinem Bett. Sie braucht die Nähe also auf jeden Fall! Kommt Yaki morgens aus seinem Zimmer, haut er ab.

Rückblickend frage ich mich jedoch auch manchmal, inwiefern Lilly falsch eingeschätzt wurde. Ihre Vorbesitzer gaben sie ja damals ab, weil der bereits vorhandene Familienkater Lilly massiv ablehnte und sich das Fell bis zur Haut abschleckte. Sie wollte ihn angeblich immer säubern und schmusen, aber er konnte das nicht leiden und machte Probleme. Hier bei uns konnte ich noch nicht einmal feststellen, dass Lilly irgendwie drauf aus wäre, die anderen Katzen zu herzen. Und das, obwohl sowohl Frieda als auch Willi echte "Schafe" waren / sind. Vielleicht ist Lilly ja selbst das Problem im Moment, und nicht mal so sehr Yaki (der zwar mich bedrängt, aber sonst ja niemandem was tut). *seufz*

Wir müssen natürlich jetzt erstmal einiges an Zeit verstreichen lassen. Und wer weiß, was sich da noch irgendwie anders einrenkt oder neu ergibt. Aber erbauend ist die Situation beim besten Willen nicht. Es kommt mir im Moment gerade zu unlösbar vor. Wir haben uns immer eine harmonierende Katzentruppe gewünscht, und nun haben wir drei Einzelgänger unter einem Dach. :(
 

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