Husten: Befund Calici, Mycoplasmen, Pasteurellen und Streptokokken

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Salandria

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Hallo,

ich möchte euch um euren Rat bitten.
Ich habe seit März eine Heilige Birma vom Züchter, deren Fell kurz nach dem Kauf schlechter wurde. Zudem fing sie an zu Husten. Dies zwar nur ab und an, also vllt. einmal die Woche, dafür jedoch keuchend und ab und an mit Pfeifgeräuschen und raushängender Zunge. Die Hustenanfälle finden so gut wie immer morgens statt, wenn sie neben mir zum kuscheln liegt. Ich ging zum Tierarzt und beim Röntgen wurde festgestellt, dass die Lunge ziemlich verschattet ist und die, ich glaube rechte Herzhälfte etwas vergrößert ist. Dies schob die Tierärztin auf die vorliegende Bronchitis, da sei das wohl manchmal so. Darauf bekam sie ein AB und die Lunge wurde langsam wieder freier. Da nach 3 Wochen noch nicht alles weg war, sondern eine kleine spiralförmige Verschattung blieb, wurde bei ihr eine Lavage gemacht, um festzustellen, um welche Erreger es sich handelt. Das Ergebnis waren Calici-Viren, Mycoplasmen, Pasteurellen und Streptokokken. Aufgrund des Antibiogramms wurden zunächst die Pasteurellen und die Streptokokken 3 Wochen behandelt, was dazu führte, dass die Lunge auf den Röntgenbildern wieder frei wurde. Anschließend wurde sie 2 Monate mit Doxycyclin behandelt um die Mycoplasmen abzutöten. Doch der Husten verschwand immer noch nicht, wurde zwar mal weniger, dann aber auch wieder mehr, also maximal 2,3 die Woche. Auch die Lymphknoten sind noch etwas angeschwollen gewesen. Die Tierärztin gab ihr daraufhin eine Cortison-Spritze, was im Nachhinein wohl nicht so schlau war. Sie hat daraufhin nach 5 Tagen noch einmal gehustet und dann ganze 5 Wochen nicht mehr. Nun hat sie vor etwas über einer Woche wieder angefangen. Ich habe der Tierärztin eine Mail geschrieben und darin auch meine Vermutung, dass entweder die Mycoplasmen nicht besiegt wurden und den Husten verursachen oder sie evtl. auch Asthma hat, was auch schon immer im Raum stand. Nun muss natürlich herausgefunden werden, ob noch irgendwelche Erreger im Körper sind und ich schrieb der Tierärztin, dass ich ungern eine weitere Lavage machen würde und sie meinte darauf, dass auch ein Abstrich aus der Trachea möglich wäre. Hierfür benötigt man aber auch eine Narkose, das wäre also schon die 3. in nichtmal einem halben Jahr.
Ich bin mir nun unsicher, ob wir den Trachea-Abstrich machen sollen oder lieber doch direkt eine Lavage. Oder vllt. auch einfach nochmal mit einem anderen Medikament die Mycoplasmen behandeln sollten.

Und noch etwas zum Fell: Diese wurde langsam besser, ist aktuell aber noch an den Stellen an denen sie sich viel putzt, also direkt am Hals und zwischen den Beinen strähnig.

Ich bitte euch um euren Rat, insbesondere die Meinung von FrauFreitag würde mich sehr interessieren.

Herzlichen Dank schon einmal!
 
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In welcher Dosierung wurde das Doxy gegeben?
 
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Salandria

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In welcher Dosierung wurde das Doxy gegeben?

2x täglich 25mg. Celia wog zu dem Zeitpunkt etwa 3,3kg. Hatte hier im Forum schon damals gelesen, dass in der Literatur zw. 5 und 10mg pro kg empfohlen werden.
 
Miausüchtel

Miausüchtel

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ich würde lieber noch einen Abstrich machen lassen damit man nicht auf Verdacht wieder mit allen Medikamenten anfängt.

Die Narkose bei einem solch kleinen Eingriff ist doch eine recht schwache und nur kurz. Oder irre ich mich da?
 
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FrauFreitag

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hallo liebe salandria und - mea culpa. ich dachte, ich hätte dir schon auf deine pn geantwortet, was aber nicht der fall ist. ich habe gerade recht viele anfragen und es verpeilt. magst du mir nochmals mailen bitte zwecks eines telefonats, falls das für dich ok ist?
 
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Salandria

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Schonmal lieben Dank für die ersten Antworten! Ich freue mich natürlich sehr über weitere Anregungen.

FrauFreitag, das Angebot nehme ich gerne an. Du hast eine PN.
 
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Salandria

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ich würde lieber noch einen Abstrich machen lassen damit man nicht auf Verdacht wieder mit allen Medikamenten anfängt.

Die Narkose bei einem solch kleinen Eingriff ist doch eine recht schwache und nur kurz. Oder irre ich mich da?

Die TA meinte auch, dass es nur eine kleine Narkose wäre. Ich weiß auch nicht genau, wie die von einer Lavage im Vergleich dazu ist.
 
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Salandria

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Mal ein kleines Update:

Ich hab mich mit der Unterstützung von FrauFreitag dazu entscheiden, zunächst noch einmal ABs die Chance zu geben.
Celia hat den ganzen Dezember über Ampitab bekommen, falls doch noch Pasteurellen da sind. Zudem den ganzen Dezember + Januar über Azithromycin gegen potentielle Mycoplasmen.
Zudem zunächst wöchentlich und dann im zweiwöchigen Takt Zylexis.

Der Husten blieb zunächst und Mitte Januar waren dann bei einem TA Besuch plötzlich und auch etwas unerwartet die Lymphknoten nach Ewigkeiten nicht mehr geschwollen. Zudem hat sie bis Ende Januar über 2 Wochen nicht gehustet. Daher wurde Anfang Februar das AB abgesetzt und leider hat wenige Tage danach der Husten wieder angefangen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob die Mycoplasmen doch noch nicht ganz ausgerottet waren oder ob doch etwas anderes dahintersteckt.

Ich möchte euch auch 2 Videos von den Hustenanfällen zeigen, da diese laut FrauFreitag doch untypisch für eine bakterielle Infektion sind.

https://www.youtube.com/watch?v=tLz4MH-zlms&feature=youtu.be
(erscheint jetzt leider seitlich :/, dies war ein stärkerer Anfall mit Pfeifen und ich konnte ihn ganz aufnehmen)

https://www.youtube.com/watch?v=4nazS6dYYa8&feature=youtu.be
(nur ein kleiner Ausschnitt)

Eventuell habt ihr ja Ideen?
 
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Salandria

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Ach noch eine wichtige Anmerkung:

Die Hustenanfälle hat sie nur, wenn sie schnurrt. Es fängt so an, dass das Schnurren von der Tonlage her höher wird und dann oftmals ein Anfall erfolgt.
 
rlm

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  • #10
Die Hustenanfälle hat sie nur, wenn sie schnurrt. Es fängt so an, dass das Schnurren von der Tonlage her höher wird und dann oftmals ein Anfall erfolgt.

Was sagt denn der TA zu dieser Schilderung?

Ich kenne das bei mehreren Katzen mit in Ekstase schnurren und dann bleibt die Luft fast weg, bei meiner Lilli gab es 2 richtige Aussetzer, dann war auch ihre Stimme wie bei einer Omi. Mykoplasmen wurden festgestellt und behandelt, eigentlich erfolgreich. Gerade die Tage war ich mir aber unschlüssig, ob es da wieder so einen Ansatz gab.

Schau mal, evtl. bekommst du hier http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8098/pdf/DVG_Kleintiermed_2008_04_5_15.pdf noch eine Idee zur weiteren Vorgehensweise.
 
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Salandria

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  • #11
Was sagt denn der TA zu dieser Schilderung?

Ich kenne das bei mehreren Katzen mit in Ekstase schnurren und dann bleibt die Luft fast weg, bei meiner Lilli gab es 2 richtige Aussetzer, dann war auch ihre Stimme wie bei einer Omi. Mykoplasmen wurden festgestellt und behandelt, eigentlich erfolgreich. Gerade die Tage war ich mir aber unschlüssig, ob es da wieder so einen Ansatz gab.

Schau mal, evtl. bekommst du hier http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8098/pdf/DVG_Kleintiermed_2008_04_5_15.pdf noch eine Idee zur weiteren Vorgehensweise.

Danke dir! Ich würde es bei ihr gar nicht als in Ekstase-Schnurren bezeichnen, sondern das kommt irgendwann plötzlich, manchmal am Anfang, manchmal später. Und früher war es fast nur dann, wenn sie mit dem Kopf erhöht lag. Die Tierärztin weiß es leider auch nicht, vermutet aber auch, dass es mit der Sprucke zu tun haben kann, dass beim Schnurren die Speichelproduktion erhöht wird und aufgrund der komischen Oberfläche ihres Stimmbandes ein Hustenreiz entsteht.

Da mein Kater seit seinem Calici-Ausbruch eine veränderte Stimme hat und zwischendrin mal gar keine mehr hatte, kann ich mir auch gut vorstellen, dass diese Viren die Stimmbandveränderung verursacht haben.
Danke für den Link, das les ich mir morgen mal in Ruhe durch.
 
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rlm

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  • #12
Ist doch nichts zu danken.;)

Die Tierärztin weiß es leider auch nicht, vermutet aber auch, dass es mit der Sprucke zu tun haben kann, dass beim Schnurren die Speichelproduktion erhöht wird und aufgrund der komischen Oberfläche ihres Stimmbandes ein Hustenreiz entsteht.

Achso, das ist interessant (auch für uns). Ich hatte manchmal den Eindruck bzw. hatte gedacht, der Hals würde dann zu trocken und das Problem entsteht.
 

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