(Hohe) Medikamentendosierungen bei Asthma?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
bea1982

bea1982

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Hallo zusammen,

ich habe mich schon teilweise durch den riesigen Asthma-Thread gewühlt, habe dazu aber jetzt doch nicht sooo viel gefunden.

Unser Neo (8 Jahre) ist auch Asthmatiker und war bislang (seit er bei uns lebt, wir haben ihn vor einem halben Jahr übernommen, bei den Vorbesitzern hatte er auch öfter mal schwere Schübe) mit 2 x 250µg Flutide täglich relativ gut eingestellt, ab und an hat er mal 2,5mg Prednisolon für 2 Tage benötigt und dann war wieder gut. Seit 6 Tagen hat er allerdings stärkere Probleme, hat zum "normalen" Husten zudem auch noch Wasser in der Lunge, weshalb er nach Rücksprache mit dem TA nun täglich 3 x 10 mg Furosemid (Wassertabletten), 2 x 5 mg Prednisolon + zusätzlich 1 x täglich Salbutamol-Spray und anschließend nochmal 1 x 250 µg Flutide erhält. Zudem bekommt er aufgrund einer Entzündung an der Flanke (aufgrund einer Kampfverletzung) noch 1 x täglich AB oral. Also 'ne ganze Menge Medis, die der Arme momentan abbekommt. Meine Haus-TÄin und ich hatten gehofft, den aktuellen "Schub" so in den Griff zu bekommen (in Anlehnung an die Empfehlung, die die TK bei der letzten Kontrolle gegeben hatte), aber heute Abend hat er nun schon wieder gebrodelt... :(

Ich werde morgen gleich einen Termin in der TK vereinbaren, zum erneuten Herzultraschall etc., das ist klar - ich frage mich nur, in wie weit man die Medi-Gabe noch erhöhen oder ergänzen kann?? :confused: Wenn ich mich nämlich mal so durch die Threads lese erhalten viele Katzen deutlich geringere Dosen als unser Neo... Das macht mir ziemlich Angst... :(

Hat jemand von euch schon ähnlich hohe Dosen verabreicht bzw. habt ihr Anregungen, was man ergänzen oder ändern könnte?

Freue mich über Antworten!

Ach ja, Neo ist relativ kräftig, aber meiner Meinung nach nicht wirklich dick, zumal er auch kein kleiner Kater ist. Er wog letzte Woche beim TA 5,5 kg. Ich habe gelesen, dass die Tiere relativ schlank gehalten werden sollten... Sollte er abnehmen??
 
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FrauFreitag

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Hallo Bea,

was heißt "stabil eingestellt" und "ab und an mal Prednisolon"? Du sprichst auch vom "normalen Husten"?
Stabil eingestellte Asthmakatzen sollten eigentlich so gut wie gar nicht mehr husten, sprich: Einmal Husten am Tag oder jeden zweiten fällt definitiv nicht darunter.

Er bekommt eine ganze Menge Medikamente, ja. Und da ist einiges dabei, was definitiv ins Auge gehen kann, wenn die Diagnose "Wasser in der Lunge" nicht stimmt. Ist man sich da SICHER, GANZ SICHER?!?
Bei meiner Zora haben das zwei Ärzte anhand von Röntgenbildern diagnostiziert, sie hat Entwässerungstabletten noch und nöcher bekommen (die gehen aufs Herz und den ganzen Organismus!) - Resultat nach Besuch in der Uniklinik: Definitiv KEIN Wasser in der Lunge. Ach ja - die Diagnose war für die Spezialisten schon anhand der Röntgenbilder der anderen Ärzte überhaupt nicht nachvollziehbar.

Salbutamol (vermutlich als Sultanol oder?) ist im übrigen ein Notfallmedikament, das ebenfalls aufs Herz geht. Es ist keinesfalls so anzuwenden wie Ihr das jetzt tut - als regelmäßiger dauerhafter Bronchienerweiterer. Es ist ohnehin nur kurz wirksam, max. 3, 4 Stunden - ein reines Notfallmedikament für schwere Hustenattacken/Atemnot, das nur punktuell und situativ verwendet werden darf!
Was ihr hier bräuchtet wäre ein langwirksamer und nicht abrupt einsetzender Bronchienerweiterer - Serevent als inhalatives Medikament wäre eine Option (hält zwölf Stunden +/-, wie das Flutide) oder Aminophyllintabletten (ist schwächer, reicht vielen Katzen bei ernsthaften Beschwerden nicht) oder gleich für die jetzige Zeit, wo Bronchienerweiterer benötigt werden, auf Viani umsteigen (Cortison inkl. Bronchienerweiterer, also wie Flutide UND Serevent in einem) - das ist denkbar bequemer.
Ansonsten solltest Du auf jeden Fall darauf achten, wenn Du weiterhin mit SEREVENT (bitte kein Sultanol für Deine Zwecke mehr!) inhalierst, dass Du es ca. eine Viertelstunde VOR dem Flutide anwendest - dann sind die Bronchien offen und das Flutide kann seine Wirksamkeit besser entfalten.

Das inhalative Cortison solltest Du auch nicht absetzen, es braucht sonst wieder bei Beginn zwei, drei Wochen, um einen Wirkstoffspiegel zu bilden.
EIGENTLICH solltest Du es nicht absetzen - das sage ich absichtlich... denn: Sollte sich das "Wasser in der Lunge" als Sekundärinfektion entpuppen, müsste man darüber nochmals nachdenken.

In jedem Falle finde ich das systemische Cortison sehr hoch dosiert:Bei Asthma beträgt die normale Dosis zwischen 1-1,25mg pro Kilo Katze(ngewicht), will sagen: Er bräuchte ca. eine Tablette am Tag, vielleicht etwas mehr. Da er noch inhalatives Cortison bekommt, müsste das locker reichen. Cortison wirkt auf das Immunsystem, unterdrückt dieses. In Fällen von "Wasser in der Lunge" wird es wohl zur (kurzfristigen?) Gefässabdichtung verwendet. Und es unterdrückt eben immer Entzündungsreaktionen.

Es muss schnell eine Diagnose her meine ich - dauerhaft ist diese Gabe viel zu hoch. Auch in Kombination mit AB kann es bei einem schlechten Immunsystem (was Asthmakatzen ja oft haben, ganz abgesehen davon dass es künstlich kleingehalten wird mit Immunsuppressiva) wirklich böse danebengehen...

Was meinst Du eigentlich mit Brodeln? Feuchter Husten? Ist sich die Ärztin wirklich sicher zwecks dem Wasser? Wurde auch ein Infekt ausgeschlossen - Sekundärinfekte sind sehr häufig bei Asthmapatienten menschlicher und tierischer Natur.

Bitte, bitte - wenn es sich als solcher herausstellen sollte: Maximal ein Antibiotikum blind. Die einzige richtige Vorgehensweise bei Asthmakatzen in so einem Fall ist eine Bronchiallavage mit Antibiogramm. Keine Abstriche aus Mund, Rachen oder Luftröhre und keine blinden Antibiotikatherapien. Das fördert Resistenzen und kann in Kombination mit dem Cortison ganz ganz doof ins Auge gehen.

In jedem Fall lass erst mal das Herz schallen. Und fühl nochmals der Diagnose auf den Zahn...

Viele Grüße und alles Gute,

FrauFreitag.
 
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FrauFreitag

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P.S.: Abnehmen sollte Dein Kater, denke ich, noch nicht. Ich finde 5,5kg für einen Kater noch nicht so viel, auch wenn er nicht soo groß ist - meine Dicke bringt das auch auf die Waage, hat aber auch Übergewicht. In Anbetracht dessen dass sie eh keine 90 wird lasse ich ihr aber den Spaß... Aber zu Deinem Fall: Cortison macht eben Hunger und dick - das ist auch bei Menschen so. Man sollte schauen, dass Asthmapatienten nicht übergewichtig werden, das ist eine (zusätzliche) Belastung für den Organismus.
 
bea1982

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Danke für Deine ausführliche Einschätzung. Ich muss mir das Ganze jetzt nochmal durchlesen, wollte Dir aber hier nochmal den alten Krankenbericht von der TK in der er vorher in Behandlung war, einstellen - ich hatte ihn dort angefordert. Ich war als ich ihn übernommen hatte zur Kontrolle in einer anderen TK, es war aber zu dem Zeitpunkt alles in Ordnung.


_______________________________________________
29.02.2008
OT:Anamnese: ungeimpft, letzte Entwurmung vor 4 Monaten, ab dem 2. Lebensjahr sporadische Hustensymptome, seit 12/07 Progression, am 01.02.08 alio loco radiologische Diagnose Felines Asthma und echokardiografische Rechtsherzdilatation, Medikation Prednisolon ausschleichend auf zuletzt jeden 2. Tag 1/2 Tbl., seit dem 25.02.08 Atmung weiter forciert, verstärkt costoabdominal, i.v. Kortisongabe brachte 12h Besserung, einmalige Diurese ohne Effekt, Futteraufnahme oral, Wasseraufnahme erhöht, Besitzerin hat Salbutamol Aerosol und selbstgebauten Inhalator.

Allgemeinbefinden red., Schleimhäute, Lymphknoten, Kreislauf obB., T. 39,4
Adspektion: costoabdominale Atmung
Auskultation: kraniales Lungenfeld mit rasselndem Atemgeräusch, Herztöne abgesetzt, kaudal nur ggf. inspir. Stridor
Röntgen: kraniales Lungenfeld homogen verschattet, kaudal bronchioalveoläre Strassen wie bei Asthma bronchiale
Echo: LA/RA längs 1,21/1,24; LVdd1,72; LVds 0,98; LA/Ao 1,35/0,8=1,7; keine kardiale Genese der progressiven Dyspnoe darstellbar

V.a. felines Asthma, grundsätzlich wurde die Umstellung auf ein kortikoides Dosieraerosol mittels Aerokat Inhalator geraten.
Medikation:
Dimazon 10mg (ausschleichen bei kranialer Verschattung ohne typische Oedematisierungszeichen):
1. 3 mal tgl. 1 Tbl. für 3 Tage
2. 2 mal tgl. 1 Tbl. für 2 Tage
3. 1 mal tgl. 1 Tbl. für 2 Tage

Prednisolon 5mg ausschleichen sobald mit Aerosol begonnen wird:
1. 2 mal tgl. 1 Tbl. für 2 Tage
1. 1 mal tgl. (abends) 1 Tbl. für 2 Tage
1. 1 mal tgl. 1/2 Tbl. für 2 Tage
1. 1 mal tgl. 1/4 Tbl. für 2 Tage

Rc: Flutide 125µg Dosier Aerosol, 1OP,
D.s.:2 mal tgl. 1 Dosierhub mit mind. 5 Atemzügen inhalieren lassen

Im Notfall Salbutamol Inhalator zur Bronchodilatation gut geeignet, Radiologische Nachkontrolle in 3 d angeraten.

Telefonat 15.05.2008:
war sehr gut eingestellt, zeigt nach versehentlicher Behandlungspause durch Druckverlust im Inhalator wieder stärkere Symptome, diese unter Kortison p.o. und Lachesis gebessert, heute nacht wieder vermehrter Husten.
>Flutide auf 2 mal tgl. 2 Hübe für 5 d erhöhen, Salbutamolspray bis zu 4 mal tgl., Prednisolon für 5 Tage 2 mal tgl. 1mg/kg p.o.

Telefonat 19.05.2008:
zeigt vermehrt nachts Anfälle, vermutet evtl. auch Futtermittelallergie nach Umstellung, jetzt wieder altes Futter geholt, Empfehlung: Flutide 2 mal tgl. 2 Hübe, Prednisolon 5: 2 mal tgl. 1/2 Tbl., Salbutamol bei Bedarf, ausschleichen auf 2 mal tgl. 1 Hub schrittweise: 1. Prednisolon oral red., dann 2. Flutide morgens 1, abends 2 Hübe

Telefonat 21.05.2008:
nach Futterumstellung wieder anfallsfrei


Telefonat 10.05.2011:
mit Haustierarzt Dr. XX: Neo hat sich dramatisch verschlechert, als Notfallergänzung Terbutalin angeraten, ausführliche Beratung nur nach Kontrolle! Letzte Untersuchung in 2008!
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heanda

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mein Asthmatiker bekommt Aminophyllin, wenn er trotz stabiler Einstellung hustet. Das erweitert die Bronchien und wirkt bei ihm auch schleimlösend.

Wie arg heizt ihr eure Wohnung?
Mein Kater war nun fast 1,5 Jahre anfallsfrei (natürlich mit entsprechender Medikation), aber nun hatte er Probleme mit der Heizungsluft. Er bekam 2 Tage Aminophyllin und die Heizung ist nun eben aus und Balkontür ist regelmässig geöffnet. Er geht auch freiwillig raus in die Kälte, wenn er Anfälle hat, dort fällt ihm das Atmen leichter.

Vielleicht hilft dir das irgendwie weiter?
Daumen sind jedenfalls gedrückt, dass es deinem Katerchen bald wieder gut geht :)
 
bea1982

bea1982

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Alsoo.... :)

Mit "stabil" meine ich, dass ich etwa alle 1-2 Monate so 2-3 Mal täglich mitbekommen habe, dass er hustet, daraufhin hat er an diesem Tag und an den nächsten beiden 2,5 mg Prednisolon zusätzlich erhalten.

Naja, ich weiß nicht in wieweit man dies als "sicher" bezeichnen kann, aber beim Anhören meine die TÄ es höre sich nach Wasser an und ich höre auch ein "Brodeln" - heute morgen und mittag war nichts, heute abend hat er beim Husten richtig gebrodelt... :confused: Etwa eine Stunde nach der Wassertablette ist das Brodeln auch deutlich besser - deshalb denke ich schon, dass es Wasser ist.

Salbutamol (ja, wird als Sultanol gegeben) wurde von der TK (wie oben aufgeführt) bis zu 4 x täglich verordnet. Habe inzwischen aber auch häufig gelesen, dass es als Notfallmedi gegeben werden sollte und Serevent vorgezogen werden sollte... Ich frage mich, weshalb das die TK dann so empfohlen hat... :confused:

So, denke ich bin auf alle Deine Fragen eingegangen...:oops:

Auf jeden Fall nochmal viiielen Dank! :)
 
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heanda

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also meiner "brodelt", weil er dann verschleimt ist. Das hat aber mit Wasser in der Lunge nix zu tun :confused:

Habe hier auch schon reichlich an Medikamenten durch und bin bei Dexamethason als Cortison und Aminophyllin hängen geblieben, das wirkt bei ihm am besten.
 
bea1982

bea1982

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also meiner "brodelt", weil er dann verschleimt ist. Das hat aber mit Wasser in der Lunge nix zu tun :confused:
Das glaube ich Dir - aber da das Brodeln immer zuverlässig nach der Wassertablette weg geht ist für mich Wasser schon einleuchtend... :oops:
 
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heanda

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in deinem Falle klingt das einleuchtend. Selbst hab ich keine Erfahrung mit Wasser... mir reicht der Schleim :oops:
 
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FrauFreitag

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  • #10
Hallo Bea,

erstmal danke für Deinen ausführlichen Bericht.
Zu den einzelnen Punkten:

"Ungeimpft" - bitte bei einem Asthmatiker doppelt überlegen, ob impfen notwendig ist und wenn ja, welche Impfungen. In Anbetracht dessen, dass viele Impfungen sehr viel länger halten, z.T. auch lebenslang, ist das Risiko teils einfach zu hoch - chronisch Kranke sollte man so etwas nicht oder nur sehr bedingt und abgewägt aussetzen. (Interessant dazu: Monika Peichl - Impfen mit Verstand oder so ähnlich, man findet es bei Amazon).
Ich lasse Zora, Hauskatze, schon seit Jahren nicht mehr impfen - ich glaube, sie würde davon total umkippen, ist aber auch wirklich sehr schwer krank (mittlerweile nicht mehr nur schweres Asthma, leider).

Die Rechtsherzdilatation im übrigen ist typisch für Asthmatiker - tierische und menschliche.

Nochmals: Sultanol bzw. der Wirkstoff Salbutamol ist NICHT das Mittel der Wahl als langfristig und täglich/regelmäßig eingesetzter Bronchienerweiterer. Dafür nimm bitte Serevent. Oder steige auf Viani um, da Deine Katze wohl momentan in der Tat zwingend einen Bronchienerweiterer braucht.
Die angegebenen vier Mal pro Tag und das über einen längeren Zeitrahmen sind total fahrlässig - Sultanol geht massiv auf das Herz, und dann noch kombiniert mit Entwässerungstabletten und dem anderen Kram...

Im übrigen sind die Inhalierzeiten, die die Klinik angegeben hat, VIEL ZU KURZ! Empfohlen werden mindestens 10, besser 15 Atemzüge pro Hub.

Wieso gibt man zusätzlich SO VIEL Cortison? Das gibt man nur temporär bei Herzproblemen und daraus resultierendem Wasser in der Lunge, temporär - um die Gefäße zu verdichten.

Ich sehe aber absolut keine bewiesene Diagnose für Wasser in der Lunge. Nach meinen Recherchen heute morgen finde ich nur drei mögliche Ursachen für Wasser in der Lunge: Krebs samt Pleuraerguss, FIP oder eine Form von Herzinsuffizienz, siehe z.B. hier: http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hypertrophe-kardiomyopathie.html.
Die ersten beiden Dinge hätten sich vermutlich über die Jahre schon anders/tödlich entwickelt, die Herzinsuffizienz kann man sehr gut mittels Röntgenbild, Herzultraschall und Echokardiographie abklären.

Mit Entwässerungstabletten hätte man die Symptome (Wasser in der Lunge) längst in den Griff bekommen müssen. Darüber hinaus wäre eine ausdifferenzierte Diagnose (WO liegt der Herzfehler?) vonnöten gewesen und gg.falls Herzmedikamente.

Dass die Symptome immer und immer wieder auftreten und in welcher Form lässt mich an etwas ganz anderes denken: Nämlich an eine Sekundärinfektion. So wie Du das schreibst "hört" die Ärztin ja auch das Wasser am Bauch ab - sorry, aber das heißt noch gar nichts. Und selbst wenn es nach einer Wassertablette ein bisschen besser ist, das Brodeln, heißt es auch noch nichts. Ich weiß nicht, wo die überall Wasser abzieht, aber ein bisschen wird sie vermutlich auch auf eine potentiell verschleimte Lunge wirken. Dass dauerhaft nichts passiert, spricht für mich deutlich eher für eine Infektion.

Hier mal ein paar Videos meiner Katze Zora, die zu diesem Zeitpunkt eine hochgradige bakterielle Sekundärinfektion hat (zusätzlich zum Asthma):
http://www.youtube.com/watch?v=bsQo9Y2qraA
http://www.youtube.com/watch?v=unBrPZLfj3I
http://www.youtube.com/watch?v=P80JCmCluqQ
Hier hört man auch deutlich, wie es brodelt, knistert und feucht ist - das ist KEIN Asthmahusten, dieser wäre trocken, das ist ganz deutlich eine Infektion, eine komplett verschleimte! Und es hört sich natürlich auch bei der Atmung, wenn man am Bauch hört, "feucht" an, brodelnd, knisternd.

Wurde überhaupt einmal AB gegeben? Ein wirklich für Infekte der unteren Atemwege geeignetes? Eines gegen Mykoplasmen, die solche Symptome sehr gut verursachen können?

Ich sehe bei der bisherigen Behandlung nicht den Ansatz, das Problem wirklich in den Griff zu bekommen - es wirkt auf mich mehr oder weniger ziel- und planlos, was ich sehr gefährlich finde bei dieser Medikamentierung.
Ich würde schleunigst einen anderen Tierarzt, am besten eine Klinik ansteuern, noch besser: eine Uniklinik. Oder einen Internisten bzw. Spezialisten für Innere Medizin, Atemwege oder ähnliches.

Wenn es tatsächlich eine Infektion ist, dann sind bakterielle oder virale häufiger als mykologische. Und mit dem jetzigen Medikamentencocktail wirst Du eine solche noch viel viel schlimmer machen.

Zora hatte ebenfalls, siehe oben, eine anfänglich noch leichte Infektion. Diese wurde zuerst als Asthma abgetan, es wurde ein bisschen rumexperimentiert, will sagen: blind Antibiotika gegeben, mehrere, alle ohne Antibiogramm. Und parallel immer, später auch heimlich, Cortison gespritzt. Danach wurde sie ebenfalls entwässert, von zwei Ärzten.
Das Resultat dieser über fast ein Jahr lang währenden "Behandlung" ohne Diagnose war eine komplett mit Bakterien verseuchte Lunge, die irreversible Schäden davongetragen hat. Mit dem Cortison in Verbindung mit den "falschen" ABs hat man Zoras Immunsystem komplett zerschossen und der Besiedelung Tür und Tor geöffnet. Durch die jetzt so schwer geschädigte Lunge hat sich das Asthma signifikant verschlimmert, darüber hinaus ist die Lunge so verschattet, dass wir die Bakterieninfektionen gar nicht mehr losbekommen - Zora hat jetzt einen multiresistenten Problemkeim namens Pseudomonas Aeruginosa in der Lunge, dem mit ABs oder sonstigem vermutlich gar nicht mehr beizukommen ist.

Will sagen: Aus einer anfänglich harmlosen Erkältung ist jetzt Zoras Todesurteil geworden - ich werde sie früher oder später einschläfern lassen müssen, wenn wir den Pseudomonas nicht mehr in Schach halten können (es sterben auch viele Menschen daran - er geht nur auf extrem Geschwächte, Mukoviszidosekranke, HIV-Patienten o.ä. und macht irgendwann die Lunge platt). Mich kosten die Medikamente momentan monatlich mit allen Sekundärgeschichten 150 - 300 Euro, dazu kommen regelmäßige Lungenspülungen etc.. Insgesamt hat es mich bisher um die 4000 Euro gekostet. Und - ich habe einen Pflegefall zu Hause, der mehrfach täglich Medikamente benötigt. Aber eben noch so lebensfroh ist, dass ich es niemals nicht übers Herz bekomme, sie einschläfern zu lassen, so lange sie nicht leidet.

Ich habe jetzt weit ausgeholt, sorry - ich wollte nur nochmals unterstreichen, WIE WICHTIG es ist, derlei ernst zu nehmen!

Eure hohe Medikamentierung ist lediglich mäßig erfolgreiche Symptombekämpfung - nach einer Ursache forscht hier soweit ich das sehe kein Arzt. Und in dieser Dosierung wirst Du über früher oder später Nebenwirkungen haben, ganz abgesehen davon, dass, je nach Ausgangserkrankung, diese vielleicht noch wesentlich verschlimmert werden könnte. Vor allem das Cortison - soviel wie da draufgeknallt wird...

Wirklich - ich kann es nur wiederholen: Geh zu einem vernünftigen und speziell ausgebildeten Arzt. Ein normaler Tierarzt ist hier überfordert - und "Tierklinik" muss nicht heißen, dass die dortigen Ärzte irgendeine spezielle Ausbildung haben.
Innere Medizin, Pneumologie, Internist etc. - das sind Zusatzausbildungen, für die innere ist z.B. die Bezeichnung Dipl. ECVIM. Dahinter verbergen sich sich 3 Jahre spezieller Fortbildung mit internationaler Fachprüfung und Examen.
Im übrigen sind Unikliniken meist günstiger. Es gibt sie in Berlin, Hannover, Leipzig, München und Gießen. Ich fahre immer nach München (immerhin auch 200km eine Strecke) - die berechnen dort den einfachen GOT-Satz, das macht bei derlei z.T. kostspieligen Behandlungen schon sehr viel aus.

Viele Grüße,

FrauFreitag.
 
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FrauFreitag

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  • #11
Im übrigen habe ich hier jetzt nochmals recherchiert und genau das gefunden,
was ich wollte bzw. vermutet hatte:

http://www.laupeneck.ch/imovet/de/asthma/pdf/d_felines_asthma.pdf

Sultanol (= Ventolin/Wirkstoff: Salbutamol)ist sehr viel wirksamer als Theophyllin, wie ich schon geschrieben hatte, und auch als Terbutalin.

Insofern - kauf Dir ein Serevent (= Wirkstoff Salmeterol), damit Neo LANGFRISTIG tagsüber mit Bronchienerweiterer abgedeckt ist. Und verwende das Sultanol als Notfallmedikament. Und bitte wenn es geht nicht (viel) mehr als zwei Hub täglich und keinesfalls dauerhaft!

EDIT:
Ich habe jetzt nochmals wegen dem Herz rumgeblättert - hier gibt es auf der ersten Seite des HCM-Threads (ebenfalls in innere Krankheiten) auch einiges zu Fehldiagnosen mit Wasser in der Lunge und Herz... Vielleicht hilft das auch?
 
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bea1982

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  • #12
Hallo nochmal,

vorab Danke für die zahlreichen Infos - ich habe morgen einen Termin bei einer anderen Tierklinik und werde diverse Dinge ansprechen.

Neo geht es aktuell wieder besser - da weder Prednisolon noch Wassertabletten tatsächlich dauerhaft was gebracht haben und ich die Dosierung recht hoch fand hab ich die orale Gabe reduziert und die Spray-Doses erhöht; mit Erfolg, wie es zumindest aktuell aussieht, denn Neo musste heute nur ein Mal husten und wirkt heute relativ gut im Vergleich zu den letzten Tagen. Und ja, ich habe dies auf eigene Faust gemacht, weil ich das Gefühl habe, dass die TÄe, die ihn bislang gesehen haben auch die Dosis eher nach dem "pi mal Daumen"-Prinzip gegeben haben als sonst was... Nur falls das einer hier anprangern möchte - ich bin davon überzeugt, dass es richtig war.

Wegen dem AB nochmal... Neo erhält seit einer Woche Amoxicillin wegen einer Verletzung an der Flanke - und soweit ich weiß wird Amoxicillin auch als Breitbandantibiotikum für Atemwegsinfekte verwendet; von daher müsste es ja eigentlich schon das "richtige" Medikament sein, oder?! :confused:

Ich muss mir Deine Beiträge nun nochmal durchlesen - da sind so viele Infos und so viele Sachen, die ich nachlesen muss. ;) Wollte Dir nur mal Rückmeldung geben...

Tut mir übrigens sehr leid, dass Deine Zora so krank ist... :(
 
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FrauFreitag

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  • #13
Hallo Bea,

was heißt die Spraydosis erhöht? Bitte nicht noch mehr Sultanol/Salbutamol.
Und was das inhalative Cortison angeht - es reicht vermutlich vollkommen, wenn Du ihn einfach LÄNGER inhalieren lässt. Fünf Atemzüge pro Hub sind zu wenig.

Ich weiß, es waren alles viele Infos auf einmal. Ich würde an Deiner Stelle zuerst einmal das Sultanol wegpacken und für NOTFÄLLE aufbewahren. Lass Dir ein Rezept ausstellen für Serevent.
Das kann ich Dir garantieren, dass das in jedem Fall besser und richtiger ist als Eure vorherige Kombi. Und, wie gesagt - länger inhalieren lassen pro Hub. Serevent VOR dem Cortison/Flutide, und zwar ca. eine Viertelstunde.

Darüber hinaus: Bitte reduziere das Prednisolon, die Dosis ist pervers hoch. Wenn IRGENDEINE andere Erkrankung vorliegt, vor allem eine Infektion, was nicht so unwahrscheinlich ist in Eurem Fall, kannst Du damit richtig Schaden anrichten - abgesehen von den ohnehin bestehenden Nebenwirkungen. Aber Vorsicht - man muss es ausschleichen! Informier Dich da, sprich das ab. Aber 10mg pro Tag für eine 5kg Katze ist einfach zu viel - schau mal, hier bei oral:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?wir/00000005/0248_05.htm?wir/00000005/0248_00.htm
Da gibt es wirklich wenige, wenige Erkrankungen, bei denen länger als ein paar Tage mehr als 1mg pro kg Körpergewicht gegeben werden!

Zu Deiner Frage:
Amoxicillin hat im Allgemeinen eine recht gute Wirksamkeit gegen einige Atemwegsgeschichten, siehe z.B. hier:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00057001.01?inhalt_c.htm
"Amoxicillin ist ein β-Lactam, das eine bakterizide Wirkung gegen ein breites Spektrum pathogener gramnegativer Keime (Colibazillen, Salmonellen, Pasteurellen) und grampositiver Keime (Staphylokokken, Streptokokken, Corynebakterien) aufweist. Die bakterizide Wirkung beruht auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese durch Blockierung der Transpeptidasen."

Aber, und hier kommt das entscheidende - aufgrund des Wirkmechanismus (Angriff auf die Zellwand) wirkt es nicht gegen Mykoplasmen (im Nebenthread habe ich eine ganze Menge dazu geschrieben).
Diese verursachen sehr häufig asthmaähnliche Symptome und wurden die letzten Jahre sowohl in der Vet-Med- als auch in der Human-Med. tendentiell unterschätzt. Man dachte, dass Mykoplasmen nur Sekundärinfekte sind usw. - das ist so wohl nicht mehr zu halten.
In jedem Fall sollte man bei vermeintlichen Asthmafällen bei Katzen IMMER zuerst abklären, ob Mykoplasmen für die Symptome verantwortlich sind. Und viele herkömmlichen Antibiotika wirken eben NICHT gegen Mykoplasmen, weil Mykoplasmen keine Zellwände haben, da sie Kleinstbakterien sind und sich in anderen Zellen einnisten. Mittel der Wahl gegen Mykoplasmen ist Doxycyclin, gefolgt von Azithromycin. Manche Breitband-AB haben auch ganz akzeptable Chancen, diese zu beseitigen, Baytril z.B..

So, wie ich das sehe, wurde das NIE bei Euch abgeklärt.

Wenn Du in die Klinik fährst, die andere, kann ich Dir nur ans Herz legen, die dortigen Ärzte mal darauf anzusprechen:
Dass (auf Basis Deiner hier geposteten Daten) NIE auf eine bakterielle Infektion hin weiter nachgeforscht wurde. Dass, sollten Deine Angaben hier richtig sein, nie eine Antibiose durchgeführt wurde, die derlei Infekte hätte elimineren können.

ICH - persönlich, als Laie mit angelesenem Wissen - würde an Deiner Stelle sehr wahrscheinlich zwei Sachen machen lassen bzw. diese mit dem Arzt absprechen:
- Herz schallen lassen
- Bronchiallavage (Lungenspülung mit steriler Flüssigkeit, die daraufhin wieder abgesaugt wird und, jetzt nicht mehr steril, auf Bakterien, Viren und Pilze untersucht wird mit anschließendem Antibiogramm)

Und ich würde versuchen, in Absprache mit einem neuen Arzt die Medikamente alle runterzufahren. Der Cocktail ist wirklich abartig, Ergebnisse sind nicht da, es ist keine Diagnose da - mit so vielen so unterschiedlichen und jedes für sich genommen auch so fiesen Mitteln ist wirklich nicht zu spaßen, das kann alles noch viel schlimmer machen und geholfen hat es bisher ja nicht wirklich, da es mehr schlechte als rechte Symptombekämpfung war.

Berichte mal bitte, wie es weitergeht!

Alles Gute und liebe Grüße,

FrauFreitag.
 
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bea1982

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  • #14
Huhu!

Also... Mit Spray-Dosis erhöht meinte ich, dass ich zum einen die Prednisolon-Tabletten ausgeschlichen habe, genauso wie die Wassertabletten (weil beides dauerhaft keine Besserung brachte) und das Flutide auf 3 x täglich 2 Hub erhöht habe (1 x habe ich davor noch Salbutamol angewandt). Mag merkwürdig klingen, aber es hat tatsächlich etwas gebracht und Neo geht es heute den 3. Tag deutlich besser - gestern hat er noch 2 x gehustet, heute habe ich noch keinen Huster vernommen.

Ich war ja mit ihm gestern bei einem anderen Arzt, Internist der ergänzend auch mit Homöopathie arbeitet - ich fand das eigentlich ne recht gute Kombi. Es wurde das Herz geschallt, 2 Röntgenbilder gemacht und ein geriatrisches Profil mit Schilddrüsenwerten gemacht; und zur Überraschung von mir und dem TA waren die Ergebnisse unerwartet gut! :smile: :smile:Neo hat eine leichte Rechtsherzvergrößerung, die aber noch absolut im Rahmen ist, die Herzklappen schließen einwandfrei und es gab nichts zu bemängeln, es sind auch nur ganz leicht verdickte Wände vorhanden - aber alles im Normalbereich. Die Röntgenbilder waren ebenfalls ohne Befund - nur eine kleine Ecke des linken Lungenflügels sah etwas schlechter belüftet aus, aber laut Aussage des TA für einen 10-jährigen Kater mit bereits lebenslanger Asthma-Erkrankung und gerade wieder akuter Symptomatik außerordentlich gut. Und auch das BB war super - Albumin und Erythrozyten waren im oberen Grenzbereich, Calcium im unteren; aber im Prinzip ein einwandfreies BB. Ich war total überrascht. Neo ist im Prinzip kerngesund. :D

Dennoch muss natürlich an der Medikation etwas geändert werden, da seine Anfälle ja immer wieder kommen und es ihm in der letzten Woche so schlecht ging. Der TA machte einen seeeehr guten Eindruck, wollte diverses aus Neo's Leben und häuslicher Umgebung erfahren, ob er Stress hat, Teppichböden vorhanden sind, ob wir Stoßlüften und Neo auch mal an die frische Luft geht, was er frisst etc. - fand ich toll! Der Arzt möchte versuchen die Cortisongabe bzw. Spraydosis möglichst niedrig zu halten und unterstützend mit alternativen Mitteln zu arbeiten. Er meinte, dass er bis Montag einen Behandlungsplan erstellen wird, den wir dann nochmals besprechen - so lange soll ich weiter machen wie gehabt, also auch viel nach meinem Gefühl.

Ach ja... Ich überlege gerade wieso, es fällt mir aber nicht mehr ein :oops: - er meinte auf alle Fälle, dass aktuell nichts für eine Infektion der Atemwege spreche...

So, das war so das, was mir gerade eingefallen ist... Kann aber sein, dass ich etwas vergessen habe.... :oops: Auf jeden Fall war ich wirklich sehr zufrieden und bin froh, dass die Untersuchungen deutlich positiver ausgefallen sind als ich dachte. Puh... ;)

Deine Links schaue ich mir nacher, wenn unser Kleiner im Bett ist, mal genauer an. Danke! ;)
 
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FrauFreitag

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  • #15
Es freut mich, dass sich bei Euch einiges verbessert hat und dass es Deiner Maus besser geht.

Ach ja... Ich überlege gerade wieso, es fällt mir aber nicht mehr ein :oops: - er meinte auf alle Fälle, dass aktuell nichts für eine Infektion der Atemwege spreche...

Hierauf würde ich den Arzt nochmals ansprechen: Du sprichst mehrfach von "akuter Symptomatik" von Phasen, von abruptem Schlechterwerden.
Asthma ist eine chronische Krankheit - wenn eine Katze (oder auch ein Mensch) seit Jahren stabil auf Cortison eingestellt wird, dann verschlechtert sich Asthma nicht sprunghaft und extrem. Da ist immer von einer Sekundärgeschichte auszugehen.
Wieso meinte denn der Arzt, dass nichts auf eine Infektion hindeutet? Gesetzt den Fall, es wäre eine, sieht man das vielleicht an den Entzündungswerten am Blutbild, muss aber nicht. Und es muss auch nicht zwangsläufig auf Nase, Augen oder sonst etwas gehen. Bei Zora sah man keine ihrer Infektionen von außen und einige auch nicht am Blutbild, deshalb haben viele Ärzte es auch als "Asthma" abgetan, was leider fatal war.
Sprich's halt nochmals an.

In jedem Fall würde ich aber nochmals an dem Inhalieren drehen: Wie schon gesagt, die Empfehlungen für Asthma gehen von 10 - 15 Atemzügen pro einem Hub aus. Wenn Du die Katze nur 2 Hub x jeweils 5 Atemzüge inhalieren lässt kann das zu wenig sein, ganz abgesehen davon, dass Du auch Flutide "vergeudest".
Mehr als zwei Mal am Tag damit zu inhalieren bringt auch nichts - Flutide hat eine Vorhaltezeit von 12 Stunden plus ein kleiner Zeitpuffer. Du solltest gar nicht 3 oder mehr Male am Tag inhalieren, sondern eben zuverlässig den Tag mit 2x 12 Stunden abdecken.

Darüber hinaus würde ich bei einer solchen Atemwegsproblematik wie bei Euch gerade eben dringend einen Bronchienerweiterer vorschalten - Serevent. Dadurch werden die Lungen richtig geöffnet und das Flutide, mit dem man, wie schon erwähnt, eine Viertelstunde später inhaliert, kann so besser wirken.

Sultanol kannst Du dann bei Notfällen, starken (!) Hustenattacken, Atemnot etc. geben.

Prinzipiell sollte eine stabil mit Cortison eingestellte Katze keine Symptome mehr zeigen. Husten ein Mal im Monat ist ok, vielleicht auch noch ein mal die Woche - mehr aber eben nicht. Täglich oder jeden zweiten Tag ist zuviel.

Berichte mal über Eure Fortschritte! Alles Gute weiterhin -
liebe Grüße,

FrauFreitag.
 

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