Hilfe Katze frisst wenig + weitere Probleme

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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mylumis

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27 Januar 2015
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Bayern
Hallo zusammen!

Ich brauche dringend mal Euren Rat bzw. Eure Hilfe. Im Januar diesen Jahres haben meine Katze Lucy (12 Jahre) und ich schon unsere geliebte Maggie (11Jahre) verloren (SDÜ mit anschliessender CNI und Anämie).

Nun macht mir Lucy sorgen und ich hoffe jemand hat einen Rat parat. Immerhin bin ich seit einem halben Jahr auf der Suche nach einer Lösung.
Morgen steht der nächste Tierarzttermin an, diesmal bei einem neuen TA, weil ich nicht mehr weiter komme. Ich fange mal mit den Fakten an:

- Gewichtsabnahme von ca. 08/2013 bis 12/2014 von 4,8 auf 4,4 kg

- weitere Gewichtsabnahme von 01/2015 - 03/2015 auf 4,0-4,1 kg

- 26.01.2015: Zahnsteinentfernung mit Blutbild: Fructosamin erhöht, Creatinkinase erhöht (BB liegt mir nicht vor), Rest unauffällig
-> eine Woche später Umstellung auf RC Diabetic (da Lucy partout kein Nassfutter isst sondern nur die Soße schlabbert und sie definitiv lieber hungert muss ich auf Trofu zurück greifen - BARF etc. wurde alles schon probiert)
Insulingabe nicht möglich weil Lucy zu diesem Zeitpunkt schlecht frisst

- 05.02.2015 erneuter TA-Besuch wegen Kopfschütteln, Appetitlosigkeit, leichter Haarverlust am Bauch: ohne Befund, Zahnfleisch leicht gereizt

- Lucy frisst weiterhin wenig, daher Beimischung des gewohnten TroFu (aber dieses wurde verschmäht und nur das neue verputzt). Von nötigen 54 Gramm (lt. Packung) wurden im Schnitt 30-40 Gramm verputzt, Leckerlies hat sie nebenher erhalten (Dreamies und getrocknete Ente)

- 13.03.2015: Besuch beim TA wegen Appetitlosigkeit und Kopfschütteln sowie Bauchlecken, BB wurde gemacht -> Fructosamin in Referenz, Schilddrüse i.O.
daher Verdacht auf Psyche wegen Verlust von Maggie (Trauer), Krankheit von mir etc.
-> Verbesserung des Leckens mit Feliway
-> Essen zeitweise bei 40-45 Gramm Trofu und bis zu 50 Gramm Nanu

- 23.03.2015: Besuch in anderer TA-Praxis wegen Ultraschall und Zahnuntersuchung, da wieder schlechter Appetit: Organe soweit i.O., leichte Verdickung Darmwand Dünndarm (Vermutung Entzündung)

- 25.03.2015: Entfernung von 3 Zähnen nach digitalem Röntgen (2 stark defekt, 1 Zahn vorsorglich wegen beginnendem Knochenschwund)

- 01.04.2015: Nachuntersuchung der Wunden, ein Faden gerissen, Rest unauffällig, guter Heilungsverlauf -> Fressen wechselhaft

- 18.04.2015: erneute Nachuntersuchung weil immer noch Kopfschütteln und leichtes Kratzen an den Ohren sowie sehr wechselhaftem Appetit. Trinkmenge lag (inkl. Nafu) meist zwischen 150 bis 250 ml, Urinmenge ebenfalls normal
Uhrabstrich wurde in Labor geschockt...ohne Befund, lediglich erhöhte Ohrschmalzbildung

- Seit dem letzten Besuch mehrere Telefonate mit der behandelnden TA geführt, Appetit immer sehr wechselhaft, Reconvales immer wieder zugefüttert zum "Aufpeppeln". Bis zum 29.05.2015 hatten wir dann eine Futtermenge von tgl. durchschnittlich 45 Gramm plus Nafu ca. 30-50 Gramm und Flüssigkeitsaufnahme über Wasser/Wasser-Nafu-Gemisch von i.d.R. 150-200 ml (plus Leckerlies) - Gewicht wurde gehalten.

Am 29.05.2015 war ich selbst länger unterwegs und meine Eltern haben Lucy eine Besuch abgestattet. Am 28.05.2015 wurde ich selbst krank.

...und seitdem stimmt gar nichts mehr:

- Lucy isst von Tag zu Tag weniger (genaue menge kann ich nicht mehr sagen weil man mir geraten hat nicht mehr zu wiegen um etwas "Normalität" rein zu bringen
- Zufüttern mit Reconvales klappt ganz gut und sie schlabbert bisl Nafu mit (Flüssigkeitsaufnahme auf "Umwegen" geschätzt 100-150 ml)
- Gewicht schwankt zwischen 4,0-4,1 kg - also keine weitere Abnahme
- 1-2 Mal weicher Stuhl (aber kein Durchfall) in den letzten Wochen
- Trofu und Leckerlies nimmt sie auf. Manchmal lässt sie das ein oder andere Stückchen fallen, nimmt aber dann sofort das nächste in den Mund und frisst weiter
- Kopfschütteln wurde vor 3 Tagen schlimmer
- hinzu kommt dass Sie sich seit 2 Tagen vermehrt kratzt (am Hals, Ohr, zwischen Auge und Ohr), das Ganze beidseitig
- Ohren innen sind leicht "schmalzig" aber nicht verkrustet, wegen Kratzen etwas entzündet
- Ohren aussen haben so komische kleine harte Schuppen (dunkel) - sieht man aber nur wenn Licht durch die Ohren scheint

Allgemeinzustand: sie maunzt vergnügt vor sich hin, fordert zum Spielen und Kuscheln auf, verkriecht sich nicht

Ja sie spielt mit 12 natürlich nicht mehr wie ein junges Kätzchen weil Sie auch Spondylose hat aber Sie macht sonst einen sehr guten und aufgeweckten Gesamteindruck.

Was mir Sorgen bereitet: bis jetzt konnte mir niemand von den TA folgende Fragen klären:


- Ist das Diabetes wirklich überstanden, wenn der Fructosamin wieder im Rahmen ist ohne Insulinbehandlung? (Zum Zeitpunkt des Blutbildes hat Lucy auch Leckerlies erhalten und es war vermutlich kein Nüchternblutbild)
- Kann Diabetes "stressbedingt" sein -> dauerhafter Stress -> dauerhaft erhöhter Blutzucker -> erhöhter Fructosamin
- Warum schüttelt Sie den Kopf und kratzt sich? (Ohrbefund negativ)
- Warum leckt Sie sich die Haare am Bauch bis auf einen kleinen Flaum weg?(scheint ohne Feliway schlimmer zu sein und zusammen mit dem Kratzen zuzunehmen)
- Woher stammt die Appetitlosigkeit?
- Kann es sein dass mein Sensibelchen sich immer noch nicht an das neue Gebiss gewöhnt hat?

-> Kann das wirklich alles NUR psychisch bedingt sein?
Klar muss(te) die kleine wirklich viel weg stecken und Lucy ist wirklich ein sehr sensibles Wesen:
- Verlust ihrer kleinen Mitbewohnerin (die beiden waren 10 Jahre zusammen)
- unbeabsichtigte Vernachlässigung zur Zeit in der es Maggie so schlecht ging
- Stress durch viele TA-Besuche von ihr und Maggie
- Am Tag von Lucy Zahnsteinentfernung kam Maggie in die stationäre Behandlung und kam nicht mehr zurück, ich war in der gleichen Woche ebenfalls im Krankenhaus
- geregelter Tagesablauf eher weniger (weil ich immer noch krank bin und öfters daheim)
- verstärkte Aufmerksamkeit durch mich wegen Ihrer Appetitlosigkeit (versuch ich abzustellen aber ist gar nicht so einfach)
- auf meine Eltern ist sie scheinbar nicht gut zu sprechen (evtl. weil meine Eltern oft die Katzen zum TA bringen mussten) und sie versteckt sich wenn sie kommen
-> sie hat generell Kartons zu ihrem Rückzugsort erklärt: sobald sie ihre Ruhe haben will geht sie rein, sobald sie Angst hat (z.B. vor Taschen wenn ich weg gehe oder ich eine falsche Handbewegung mache die nach "Untersuchung" aussieht) zieht sie sich dorthin zurück.

Es wäre schön wenn jemand mal seine Meinung oder Einschätzung schreiben könnte.

Folgende Blutwerte waren bei dem BB (kein reines Nüchternblutbild!) vor der Zahnextraktion ausserhalb der Referenz (in Klammern):

- Leukozyten: 12.2 (6.0-11.0)
- Erythrozyten: 10.50 (5.0-10.0)
- Creatinkinase: 634 (bis 247)
- Cholesterin: 5.08 (1.81-3.88)
- Harnstoff: 12.59 (5.0-11.4: Hinweis: Kreatinin lag bei 140.6 (0-168)
- Glukose: 11.16 (3.9-8.3: Hinweis: bei Stress über 11 möglich)
- Albumin-Globulin-Quotient: 0.6 (0.63-1.33)
- Gesamteiweiß: 88 (65-87)

Über Antworten/Meinungen würde ich mich freuen.

Wie gesagt, morgen ist der Arzttermin - das Forum ersetzt keinesfalls einen TA-Besuch!!!

LG

Birgit
 
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