Habt ihr noch Tipps?

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Mufti

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16 Juli 2014
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Hallo zusammen!

Ich bin noch ganz neu hier aber ich hoffe, dass ihr mir trotzdem ein bisschen weiterhelfen könnt. Hier also meine kleine Geschichte:

Im Dezember 2013 ist Missy bei mir und meinem Partner eingezogen. Missy ist knapp zweieinhalb Jahre alt und kommt aus dem Tierheim. Sie ist dort mit knapp einem Jahr abgegeben worden, weil sie "aggressiv gegen Mensch und Tier" war. Und da laut Tierheim das volle Programm: Kratzen, Beißen, Spucken....
Laut Tierheim ist sie auch zu früh von ihrer Mama zu den ersten Besitzern gekommen, ist dort als Einzelkatze in der Wohnung gehalten und wenig bespaßt worden :reallysad: Armes Tierchen!!!!
Als wir sie das erste Mal dort sahen, lebte sie schon ein dreiviertel Jahr im Tierheim, auch in Einzelhaft. Sie hat sich von innen gegen die Glasscheibe gedrückt und hat so verzweifelt ausgeguckt, dass ich nur diese durchgeknallte Katze haben wollte... Typisch ich :rolleyes:

Also haben wir sie ein paar Mal besucht und am 19. Dezember kam sie dann mit zu uns, auch als Wohnungskatze aber mit zumindest eingenetztem Balkon.
Und Sie war nicht wieder zu erkennen!!! Hat geschnurrt von morgens früh bis abends spät und wurde immer zutraulicher. Ein einziges Mal hattte sie einen kleinen Aussetzer und hat meinen Freund ziemlich angegangen. Aber mit gut zureden beruhigen und ganz viel Zutrauen hat sie sich schnell wieder beruhigt. Man konnte richtig sehen, dass das kein Angriff aus Aggressivität war sondern aus Unsicherheit und Angst. Sie hat auch in der Anfangszeit mächtig Respekt vor Füßen gehabt.... Wer weiß, was die kleine Maus erlebt hat.

Nach einem guten halben Jahr, einer völlig entspannten Katze zu Hause und Dosis , die ein schlechtes Gewissen bei Einzelhaltung haben, haben wir mit mehreren Katzennothilfen Kontakt aufgenommen um uns zu erkundigen, ob man zumindest einmal probieren sollte, wie sie sich vergesellschaften lässt.

Wir wurden in Oldenburg ganz lieb und intensiv beraten. Uns wurde gesagt, dass Missy noch jung ist und man zumindest einen Versuch starten sollte, den man jederzeit wieder beenden kann, wenn es eben nicht klappt. Wir sollten lieber ein kleines Katzenjunge nehmen um noch ein wenig Babybonus zu haben.

Also ist am 09. Juli Leon bei uns eingezogen. Mit seinen zwölf Wochen ein süßer kleiner Bengel :pink-heart:

Der Kleine wurde uns vorbei gebracht und er durfte direkt raus.... Missy hat sich schimpfend und schmollend ins Arbeitszimmer verzogen und ward nicht mehr gesehen. Als wir gegen Abend das Gefühl hatten, dass Missy zu viel Angst vor ihm hat, haben wir den Leon in unser Schlafzimmer verfrachtet (mit allem was ein Kätzchen zum glücklich sein braucht) und erstmal die Türe verschlossen.

Missy kam dann auch recht zügig hervor. Anfassen konnte man sie nicht, sie war total auf hundertachtzig.... kein Wunder wenn einfach so ein kleiner Stinker in ihr Reich kommt.

Die nächsten Tage hat Leon im Schlafzimmer verbracht. Einer von uns hat dann bei ihm geschlafen (er hat ja viel geweint) und der andere bei Missy im Wohnzimmer auf der Couch.
Missy ist immer grummelnd am Schlafzimmer vorbei. Hatte man Leon gestreichelt konnte man sie nicht sofort anfassen. Gab dann sofort einen mit der Tatze.

Freitag Abend haben wir Leon dann das erste Mal kurz raus gelassen. Missy lag auf ihrer hohen Lieblingsborte und hat sich den Kleinen von oben eine gute dreiviertel Stunde angesehen und ist dann grummelnd und fauchend ins Arbeitszimmer umgezogen.

Zur Nacht haben wir die beiden wieder wie gehabt getrennt. Morgens die Tür zum Schlafzimmer zu Leon erst einmal aufgelassen. Missy ist ab und zu gucken gekommen, hat den Zwerg angefaucht und ist wieder abgedampft. Anfassen und Streicheln immer noch Fehlanzeige...

Ich habe immer Mal wieder Leon mit Decken und Shirts auf denen Missy lag abgerieben, damit er nicht so fremd riecht. Missy wurde dann im Laufe des Wochenendes zutraulicher. Ließ sich wieder streicheln, erst wenig dann immer ein bisschen mehr (Die große Schmusemaus war sie aber nie). Leon wurde immer mit Fauchen und Missachtung gestraft. Aber nie böse angegangen.

Dann standen wir Montag morgens senkrecht im Bett. Die Katzen flitzten durch die Wohnung wie von Furien gehetzt. Immer mal der eine vorweg, der andere hinterher und dann getauscht.... es sah ein wenig aus, als würden sie ticken spielen.... Kein böses Fauchen oder Spucken dabei. Nach ungefähr einer Stunde hat Missy das "Spiel" dann beendet indem es wür den Kleinen welche zwischen die Ohren gab.
Uns viel auf, dass Missy auch immer mal an der Nase von Leon riechen wollte, aber dabei immer geknurrt hat....

Heute, also einen Tag nach Ticker spielen, hat sie ihn fauchend durch die Wohnung gejagt und auch nach ihm getatzt.... Ab und zu versucht sie an ihm zu reichen aber er geht dann lieber auf Sicherheitsabstand. Dabei schienen sie sich gestern noch anzunähern :confused:


Mir ist schon klar, dass ich absolut noch nichts sagen kann, nach knapp einer Woche. Aber wie schätzt ihr denn die Situation so ein? Habt ihr noch Tipps für mich?

Ich bemühe mich sehr Leon nicht so sehr zu beachten und Missy besonders immer anzusprechen, Leckerchen und Streicheleinheiten zu verteilen und sie generell zu bervorzugen.

Außerdem hat Missy zwei Wochen vor Leons Einzug jeden Tag Bachblüten bekommen. Die Flasche geht nun zu Neige. Soll ich die Tropfen weiter geben?

Liebe Grüße,
Mufti
 
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Legolas

Legolas

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Hessen
Da seid ihr leider ziemlich schlecht beraten worden.
Zu einer über zweijährigen ein viel zu junges Katerkitten setzen. Was soll das bringen?
Die Bedürfnisse sind viel zu unterschiedlich und Babybonus gibt es bei Katzen nicht!!!!!

Ihr sollten das Kleinteil zurückgeben und eine Katze in ähnlichem alter holen.

Meiner Meinung nach kann das nix werden und ihr werdet beiden (!!!!) Tieren nicht gerecht...
 
Tilawin

Tilawin

Forenprofi
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Oberbayern
Oh je, oh je :(

Ich kann Legolas nur zustimmen, da gibt es gleich mehrere Probleme:

- Das Alter. Der Zwerg braucht ein gleichaltes Kitten. Wie soll er mit Missy sich körperlich messen und raufen?
- Missy war lange Zeit Einzelkatze. Sie braucht eine gleichalte souveräne Kameradin, die ihr zeigt wie man sich benimmt und "spricht"
- Junger Kater und ältere Katze ist auch die denkbar schlimmste Konstellation. Selbst wenn es jetzt gut geht ist der Zwerg dann irgendwann in einem halben Jahr im besten Rüpelalter und will altersgemäß Spielen und Raufen. Das wird Missy garnicht gut finden

Wenn es irgendwie geht, dann gebt den Zwerg bitte zurück, ihr tut keinem (auch euch nicht) einen Gefallen.

Ich finde es super, dass Missy eine Freundin bekommen soll! Aber bitte genau das: eine Freundin im gleichen Alter. Gleich und gleich gesellt sich gerne bei Katzen.
 

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