Habe großen Kummer: Kitte behalten oder nicht?

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Dena

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Hallo Ihr Lieben,

ich habe vor 8 Wochen eine Katze mit 4 Kitten bei mir aufgenommen, sozusagen als Pflegestelle. Nun sind drei der Kitten bereits versprochen und das Vierte hat bereits einen Interessenten. Das Zuhause für Nr.4 wäre von den Bedingungen nicht ganz so ideal (Einzelkatze, kein Freigang), aber die Leute sind sehr lieb und haben viel Zeit.
Eigentlich müsste ich mich freuen, für alle vier einen guten Platz gefunden zu haben...
Aber ich freue mich nicht! Mir fällt es unheimlich schwer, Nr.4 gehen zu lassen.
Er ist so ein kleines scheues Reh und bereits so anhänglich und verschmust.

Allerdings ist es so, dass ich ihm nicht so ein gutes Zuhause bieten kann, wie die Interessenten. Mein Mann und ich arbeiten beide und haben viele zeitintensive Hobbys. Wir sind eigentlich viel weg und kommen oft erst beide gegen 22 Uhr nach Hause. Was soll denn so ein Kitten den ganzen Tag allein Zuhause?! Andererseits wohnen wir sehr ländlich, so daß Freigang problemlos möglich wäre. Aber man kann ja kein 12 Wochen altes Katzenkind allein in die "Wildnis" schicken. Und so lange, bis er raus könnte, wäre er viel allein.

Mein Kopf weiß, dass es die richtige Entscheidung wäre, ihn abzugeben, aber mein Herz weint.

Wäre es nicht total egoistisch, ihn zu halten?

Mein Mann wäre übrigens nicht mit zwei Katzen einverstanden.

Ich brauche Trost und Zuspruch!!!
Handel ich richtig, wenn ich den Kleinen abgebe?

Eure traurige Dena :reallysad:
 
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Odin

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Hallo,

ich bin selbst Pflegestelle und gebe grundsätzlich keine Kitten in Einzelhaltung,egal wie viel die Leute zu Hause sind.

Wie alt sind die Kitten wenn sie in ihr neues Zuhause kommen?
 
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Dena

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Die Kitten sind dann zwischen 11 und 12 Wochen alt.
 
Alannah

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Ganz einfache Antwort: Eine neues Zuhause suchen, Einzelhaltung in Wohnung geht nicht, du tust dem Kleinen da nichts Gutes! Übrigens ist das Wort "Kitte" als Einzahl falsch, das existiert nicht!
 
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Minewitt

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Bei den neuen Dosis wäre sie auch Einzelkatze, sehe ich das richtig? Dann sind beide Lösungen denkbar ungünstig für den Wurm. Egal ob viel oder wenig Zeit von den Dosis, ein Kitten in Einzelhaltung ist einfach unfair meiner Meinung nach. Egal wie viel Zeit ich habe, ich kann einfach die Energie und Power die Katzen in jungen Jahren haben gar nicht befriedigen. Im Grunde ähnlich wie bei Einzelkindern, es fehlt in sehr sehr vielen Bereichen etwas Grundsätzliches. Mit dem Menschen kuscheln ist die eine Seite, aber z. B. die Zeit die sie schlafen aneinander gekuschelt, mit dem Gegenseitigen Sicherheit und Geborgenheit geben. Oder voneinander lernen wie grob oder vorsichtig man beim toben sein muss.
 
Vierpfotenbande

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Ich seh es genauso - es gibt nur ganz wenige Katzen, die sich in Wohnungs-Einzelhaltung wirklich wohl fühlen.

Und der Spieltrieb von so einem Katzenkind ist nicht zu unterschätzen. Bei uns leben z. Zt. 3 Katzen - 13 + 6 Jahre alt und ein Kitten von 10 Wochen. Der Kleine hat sich den 6-jährigen Phönix als Spielkamerad ausgeguckt und der ist manchmal schon ziemlich genervt. Das ist auch der Grund dafür, dass in ca. 2 Wochen noch so ein kleiner Racker zu uns kommt.

Also ich würde sagen, beide Lösungen: Bei Dir oder den Interessenten sind nicht ideal - versuch doch noch mal, Nr. 4 woanders unterzubringen.
 
giovanna_sr

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Hallo Dena,

ich sehe das mit der Einzelhaltung bei Freigang nicht so strikt. Aus Erfahrung mit meinem Kater Bobbi. Wir haben ihn damals mit 12 Wochen zu uns geholt, und schon eine oder zwei Wochen später (weiß ich nicht mehr so genau, war in 1991) haben wir ihn raus gelassen.
Es war überhaupt kein Problem, er hat sich Stück für Stück seine Welt erobert.

Bobbi sollte eigentlich auch Einzelkater bleiben (auch mein Mann wollte keine zweite Katze!), und ich bin sicher, er wäre es auch SEHR GERN geblieben! Wir hatten dann zwei zugelaufene Notfälle, die ohne meine Hilfe nie überlebt hätten, aber glücklich war Bobbi damit nicht. Die drei sind auch nie Freunde geworden, und ich hatte immer den Eindruck, dass jeder die jeweils anderen beiden gerne zum Mond geschickt hätte.

Deshalb denke ich, dass man das nicht so strikt sehen muss. Außerdem hat jede Katze ihre ganz eigene Persönlichkeit, was für eine gilt, gilt noch lange nicht für die andere.

Allerdings, auch unser freiheitsliebender Bobbi, der in jungen Jahren oft tagelang nicht zu Hause war, hing an uns und hat uns vermisst, wenn wir in Urlaub waren. Wenn Ihr ständig so selten zu Hause seid, ist das vielleicht doch nicht so ideal. Wie gesagt, es hängt von der Persönlichkeit der Katze ab.

Die Entscheidung ist wirklich nicht leicht für Dich. Versuch mal, nur auf Deinen Bauch zu hören. Ich wünsche Dir, dass Du die für alle beste Entscheidung triffst :pink-heart:
 
Catskind

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Können/wollen die Leute nicht doch 2 Kätzchen bei sich aufnehmen?
Erkläre ihnen, wie wichtig es für ein Kätzchen ist,
artgerechte Geselschaft zu haben!
Es gibt so viele kleine Notfellchen, etwas passendes zu finden sollte weiß Gott nicht das Problem darstellen...
 
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Hallo, ich würde auch versuchen ein anderes Zuhause zu finden.

Auch wenn das Kitten bei dir Freigänger werden kann, so ist es doch die
ersten Monate alleine. Rauslassen sollte man Katzen erst wenn
sie vollständig durch geimpft sind und am besten noch kastriert.
Also müsste das Kitten dann bis zum 5. oder 6. Monat
alleine aufwachsen...

Du findest bestimmt noch ein anderes Zuhause, was besser
passen wird. Wie alt sind sie denn zur Zeit?
 
Maya the cat

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  • #10
Bei den neuen Dosis wäre sie auch Einzelkatze, sehe ich das richtig? Dann sind beide Lösungen denkbar ungünstig für den Wurm. Egal ob viel oder wenig Zeit von den Dosis, ein Kitten in Einzelhaltung ist einfach unfair meiner Meinung nach. Egal wie viel Zeit ich habe, ich kann einfach die Energie und Power die Katzen in jungen Jahren haben gar nicht befriedigen. Im Grunde ähnlich wie bei Einzelkindern, es fehlt in sehr sehr vielen Bereichen etwas Grundsätzliches. Mit dem Menschen kuscheln ist die eine Seite, aber z. B. die Zeit die sie schlafen aneinander gekuschelt, mit dem Gegenseitigen Sicherheit und Geborgenheit geben. Oder voneinander lernen wie grob oder vorsichtig man beim toben sein muss.

also das kitten möglichst im doppelpack aufwachsen sollen ist ja vertretbar, aber das auf einzelkinder zu beziehen, jetzt lehnst du dich aber weit aus dem fenster:grummel:.
wenn eine frau nur ein kind bekommen kann, soll sie das einzelkind dann abgeben?:eek:
sorry fürs ot, aber da hätte es mich verrissen, hätte ich nichts geschrieben.

:alien: sabine
 
Vanessa212

Vanessa212

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  • #11
Ich seh es genauso - es gibt nur ganz wenige Katzen, die sich in Wohnungs-Einzelhaltung wirklich wohl fühlen.

Und der Spieltrieb von so einem Katzenkind ist nicht zu unterschätzen. Bei uns leben z. Zt. 3 Katzen - 13 + 6 Jahre alt und ein Kitten von 10 Wochen. Der Kleine hat sich den 6-jährigen Phönix als Spielkamerad ausgeguckt und der ist manchmal schon ziemlich genervt. Das ist auch der Grund dafür, dass in ca. 2 Wochen noch so ein kleiner Racker zu uns kommt.


Hmm uns gehts genauso, meine Winnie hat sich auch unseren alten Kater ausgesucht, er ist total überfordert.
Nun kommt endlich verstärkung am Samstag.
 
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Dena

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  • #12
Also kommen wenn nur zwei Kitten in Frage?
Es gibt aber doch auch erwachsene Katzen mit sehr starkem
Spieltrieb oder? Meine Tante hat eine Katze und einen Kater und der
Kater spielt fast den ganzen Tag, während die Katze schläft.
Die beiden sind Geschwister und mit 12 Wochen zu ihr gekommen.
Mittlerweile sind beide 4 Jahre alt, der Kater hat sich aber nicht viel verändert.

Schade, hatte schon überlegt, die Mama und den Kleinen zu behalten.
Aber das funltioniert dann wohl auch nicht.

:sad:
 
Odin

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  • #13
Also kommen wenn nur zwei Kitten in Frage?
Es gibt aber doch auch erwachsene Katzen mit sehr starkem
Spieltrieb oder? Meine Tante hat eine Katze und einen Kater und der
Kater spielt fast den ganzen Tag, während die Katze schläft.
Die beiden sind Geschwister und mit 12 Wochen zu ihr gekommen.
Mittlerweile sind beide 4 Jahre alt, der Kater hat sich aber nicht viel verändert.

Schade, hatte schon überlegt, die Mama und den Kleinen zu behalten.
Aber das funltioniert dann wohl auch nicht.

:sad:

Kommt drauf an wie alt die Mama ist.Ich habe schon mehrfach Mutter und Kind vermittelt und es klappt prima!Allerdings waren sie unter 2 Jahre alt.

Wenn ihr aber nur sehr weing Zeit habt,würde ich das ganz sein lassen mit der Tierhaltung.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gwion

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  • #14
Wir haben ihn damals mit 12 Wochen zu uns geholt, und schon eine oder zwei Wochen später (weiß ich nicht mehr so genau, war in 1991) haben wir ihn raus gelassen.
Ich halte das für ein recht subjektives Beispiel.
Erstens kommt es total auf die Umgebung an, in die man das Kleine raus läßt. Wie sicher ist sie? Welche Katzen leben dort? Wie gehen die mit anderen um?

Zweitens würde ich persönlich ein 14/15 Wochen altes Tier nicht einfach rauslassen so nach dem Motto "so nun spiel mal schön mit den Nachbarn".

Drittens würde ich kein unkastriertes Tier in den Freigang schicken.

Daß das Tier als Erwachsener dann Sozialkontakte findet, ist ja schön und gut, aber bis es soweit ist, wäre gleichaltrige Gesellschaft wünschenswert.
In keiner Zeit des Katzenlebens ist der Bedarf nach sozialen Kontakten so ausgeprägt wie in den ersten 1, 2 Lebensjahren.

Konkret: beide Lösungen sind nicht wirklich geeignet.
Aber was spricht dagegen, ein 2. Kätzchen dazuzunehmen?
 
Odin

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  • #15
Hallo Dena,

ich sehe das mit der Einzelhaltung bei Freigang nicht so strikt. Aus Erfahrung mit meinem Kater Bobbi. Wir haben ihn damals mit 12 Wochen zu uns geholt, und schon eine oder zwei Wochen später (weiß ich nicht mehr so genau, war in 1991) haben wir ihn raus gelassen.
Es war überhaupt kein Problem, er hat sich Stück für Stück seine Welt erobert.

Da kannst du aber froh sein dass er wieder nach Hause gefunden hat!
Ein so kleines Kätzchen raus zu lassen ist sehr gefährlich!Vor allem nach einer so kurzen Eingewöhnunsphase!
 
Scan-Dal

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pffffffffffffffft...
  • #16
...Im Grunde ähnlich wie bei Einzelkindern, es fehlt in sehr sehr vielen Bereichen etwas Grundsätzliches....

dieser vergleich hinkt aber an allen ecken und kanten.
ein einzelkind wächst - im gegensatz zu dem katzenkind - niemals völlig isoliert auf.
in der regel hat es zumindest eine bezugsperson (im idealfall zwei: die eltern), geht alsbald in den kindergarten und später in die schule, hat freunde.
also soziale kontakte.
all das hat ein einzeln gehaltenes katzenwelpe in der wichtigsten zeit nämlich nicht.
bis es alt genug für den freigang ist, wurde schon zuviel wichtiges versäumt.
 
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Dena

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  • #17
Hallo Ihr Lieben!

Vielen Dank für die vielen Antworten!
Zum Glück hat sich jetzt doch eine neue Situation ergeben! :smile:
Die Familie, die Kätzchen Nr. 2 nimmt, hat sich in der Zwischenzeit über Katzenhaltung etc. informiert und hat nachgefragt, ob sie zwei Kitten haben
könnten, weil man die doch nicht alleine halten soll ;)
Somit gehen Bruder + Schwester gemeinsam in eine tolle Familie mit großem Garten. Mir fällt ein Stein vom Herzen!
Trotzdem bin ich schrecklich traurig, dass ich den Kleinen abgegeben muß!!!
Aber da sollte man doch nicht egoistisch sein und sich für das Beste für die Kitten entscheiden. Auch wenn es schwer fällt! Eben noch 5 Katzen im Haus, bald wieder ohne Tiere :-(

LG, Dena
 
Vierpfotenbande

Vierpfotenbande

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  • #18
Hallo Dena,

das sind ja tolle Neuigkeiten und sicher die bessere Lösung für Nr. 4.
 
Los Gatos

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  • #19
Das ist doch eine schöne Wendung, wenngleich es auch für dich ein bisschen traurig ist. Was ist denn mit der Mama nun?
 
Los Gatos

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  • #20
Wenn die eine Familie nun Nr. 2 und Nr. 4 nimmt, kommen dann 1, 3 und 5 zu verschiedenen Familien in Einzelhaltung?

Also das denke ich nicht. Steht ja so auch nicht da. Es waren die mama und vier Kitten. Also ist 1 wahrscheinlich die Mama.
Und da sich die Dena solche Sorgen um das Kätzchen gemacht hat, weil es in Einzelhaltung kommen sollte, wird sie nicht gleichen Zug die anderen einzeln abgegeben haben, oder?:verschmitzt:
 
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