Gruselige Erlebnisse mit den Fellnasen

hoppelmoppel

hoppelmoppel

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Ich möchte hier einen Fred eröffnen, wo wirklich gruselige Erlebnisse mit den Katzies geschildert werden.

Für den Anfang so einige Erlebnisse von mir ... *bleichwerddabei* ... noch in der Erinnerung daran.

Das Erste war heute ... mir war richtig schlecht nach dem Abwenden der Gefahr.

Ich hatte gekocht (besser gesagt Frikadellen gebraten) und dann zum lüften das Küchenfenster geklappt (Küchenfenster geht nachhintenraus und es stehen grosse Pflanzen davor und verdecken die Öffnung wenn geklappt, deshalb dachte ich ... und das entgegengesetzte war ganz offen und gesichert). Ich sitze hier am Schreibtisch ... es war zu ruhig (ihr kennt das *g*) ... ich geh gucken ... Hoppel liegt im Flur vor der Küchentür ... kein Tigger in Sicht ... ich scanne die Küche und Tigger (mein *Hochhinaus*) sitzt doch wahrhaftig oben auf dem geklappten Fenster ... ich erstarre ... nachdenkwastun ... (das einklemmen ist wegen der Bauweise keine Gefahr, aber er passt dadurch und danach geht es 3 Stock abwärts und unten ist einfach Stein) ... Idee ... leise Namen rufen und bisschen Trofu (ist absolutes Lekkerlie hier) auf den Boden schmeissen ... ... ... puuuuuuh ... Tigger runtergesprungen und Gefahr gebannt ... Fenster zu!!! ...
Ab sofort mach ich nur noch die Oberlichter auf ... in den Zwischenraum (Bauweise) passt kein Katerkopf ... ich hab zwar schon viel gesichert hier, aber demnächst kommen noch Kippfenstersicherungen dazu!

Der allererste Schreck war allerdings ... ich wache morgens auf und Hoppel schmust mich an ... ich geh in die Küche, Hoppel schmust mir um die Beine, ich geh aufs Klo und Hoppel versucht MEIN Klopapier zu fangen.
Es war noch Winter ... Hmmm ... ich vermisse Tigger ... ich suche die Wohnung ab nach Tigger ... ich rufe Tigger ... kein Tigger ... nachdenk ... nochmal Suche nach Tigger ... erfolglos ...
Ich habe im Winter einen dicken Vorhang an der Wohnungstür und schloss die Tür nicht ab, Tür hat innen eine Klinke.
Ich heb diesen Vorhang hoch ... und sehe, die Wohnungstür ist offen ... Horror ... zieh mir schnell Bademantel und Puschen an und trab so durchs Treppenhaus ... erst hoch ... nöö ... kein Tigger ... dann runter ... hab zwischendurch so Szenarien vor Augen: Tigger ganz runter gelaufen und jemand hat die aufgelassen oder so ... zwei Etagen tiefer hab ich ihn dann aufgesammelt, völlig verwirrt und seeeehr anschmiegsam.
Seidem wird die Wohnungstür sehr konsequent abgeschlossen *grin*

Wenn hier jemand für Angst und Schrecken sorgt ist es Tigger ... er sollte sowas wie ein Testkater für Sicherheitslücken im Katzenhaushalt werden, er spürt sie erbarmungslos auf :oha:

Ich hatte vorher schon Katzen ... aber die waren nicht so "nach oben orientiert" wie Tigger ...
Ich dachte, ich hätte eine Katzensichere und Katzengerechte Wohnung, aber Tigger belehrt mich grade eines Besseren :stumm:
 
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Julianchen

Julianchen

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in der Nähe von Delitzsch...
da kann ich auch geschichten erzählen, die sehr unterschiedliche formen von grusel hervorriefen:

1.

Das war vor 3 Wochen kurz bevor das unwetter über sachsen hinwegzog. ich bin nochmal kurz in die wanne gesprungen und hatte mich entschieden, das erste mal während dieser zeit die tür zum balkon offen zu lassen. während ich so in der wanne vor mich hin döste wurde es draußen doch langsam sehr dunkel. da das recht schnell ging, hatte ich auch kein licht an. nach einer verträumten phase sah ich dann mal wieder zum badfenster und fuhr vor schreck fast an die decke, als mich zwei riesen augen beobachteten. jonny saß außen auf dem fensterbrett und schaute mir beim baden zu. eigentlich harmlose situation, da der balkon auch übers badfenster reicht. aber die dunklen wolken und der unerwartete beobachter haben mir die haare zu berge stehen lassen :D

2.

ich komm am montag von der arbeit heim. der erste heiße arbeitstag. normalerweise kommen mir meine jungs hinter der tür entgegen. diesmal kam nur jonny. ich schaute ins schlafzimmer. da lag emil auf meinem bett auf der seite mit dem rücken zur tür. alle glieder grade von sich gestreckt. ich ging näher hin - keine reaktion. ich rief seinen namen - kein zucken. dasselbe als ich noch näher hinging und nochmals rief. ich würde langsam nervös und schaute, ob er atmet. ich kopf dachte ich schon an die notfallnummer vom tierarzt. erst als ich dann ein weiteres mal rief und schon direkt am bett stand, bequemte sich der kleine prinz, dann doch das köpfchen zu heben. hilfe, war ich erleichtert. er hatte auch so nichts weiter. er hat einfach nur SEHR tief geschlafen. aber ich dachte nur TU DAS NIE WIEDER!!!!

macht doch nichts mehr spaß als dosi mal ordentlich zu schocken :rolleyes:
 
minna e

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ich weiß noch, wie mein luka mir einen heidenschrecken eingejagt hat...

der mister "spring ins feld" geht mir ja regelmäßig mehr oder minder über tische und bänke. und das oftmals in einem unglaublichem affenzahn.

der herr rauscht also wieder in altebkannter kamikazemanier über die fensterbank auf die kommode, auf den schlafzimmerschrank und wieder abwärts.... der rückweg im affenzahn dann wegen des schwungs über den heizkörper und dann normalerweise wieder auf den boden....

nur - das er diesmal mit einer kralle in den heizungsschlitzen hängengebleiben ist :eek::eek::eek: der kater schreit wie am spieß und zappelt wie ein wild gewordener handfeger.... ich habe selten eine solche panik geschoben.

ich bin sofort hin und hab ihn gepackt. war etwas wahnsinn in der situation, denn er hat natürlich ordentlich gekratzt. gsd konnte ich ihn halten und damit diese unglaubliche kraft auf die einzelne kralle/ zehe abschwächen.

und langsam beruhigen konnte ich den kater dann auch. durch diese entlastung bekam er dann den zeh aus der fiesen falle - und ich bin heute noch MAßLOS erleichtert, dass es recht glimpflig abgegangen ist.

die kralle war ab - aber es ist alles verheilt und er hat sich weder eine zerrung oder schlimmeres geholt. *puh*
 
Wednesday

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Oje, solch eine "Schreckensgeschichte" hab ich mit meinem Mephisto erlebt.

Damals habe ich noch in Landshut gewohnt, mit Mephisto und seinem leider verstorbenen Brüderchen Wednesday. Er war ca. 1 1/2 Jahe alt damals.

Es war Advent und ich war bis ca. Mitternacht bei einer Freundin beim Plätzchenbacken. Als ich heimkam, hat mich nur Wednesday begrüßt. Ich lebte damals in einer 2-Zimmerwohnung im 5. Stock. Tja, ich alles abgesucht, kein Mephi, bin runtergerannt, weil ich dachte er sei mir evtl. beim Türeaufmachen entwischt und ich habe ihn nicht gesehen.. weit und breit kein Mephisto. Langsam wurde ich panisch, er kann doch nicht einfach verschwunden sein, alle Fenster waren zu.

Dann wollte ich mich auf mein Bett setzen und habe etwas großes, katzenähnliches gespürt. Panik, ich habe noch mal alles abgetastet..es war Mephisto, durch die Decke fühlte es sich nicht gut an, es kam auch keinerlei Reaktion, gar nichts, irgendwie leblos.

Panik war perfekt, ich habe zu heulen angefangen und panisch die Betten untersucht, er hat sich ein kleines Loch in die Bettdecke gebissen (mit Federn gefüllt) und ist ganz hinten rein gekrochen (also richtig rein, zwischen die Federn)!! Es war furchtbar, habe eine Schere geholt und mein Bettzeug auseinandergeschnitten, weil ich ihn sonst nicht rausbekommen hätte.

Tja, der vormals schwarze Kater war dann ganz weiß von den Federn und etwas verdattert. Ich denke, er wäre mir erstickt, wenn ich nicht rechtzeitig heim gekommen wäre.

So sitze ich also verheult in meiner Wohnung, die mittlerweile total voller Federn war und zwei Miezen um mich herum die vergnügt nach dem ersten Schrecken mit den vielen "tollen" Federn spielen..:grummel:

Solche kleinen Monster, seit dem durfte Mephi nicht mehr ins Schlafzimmer! :aetschbaetsch1::aetschbaetsch1:
 
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osa

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tja, ich habe eine "Gruselgeschichte", bei der der Ausgang erst nach ner Weile gut war:

Als Laila noch recht klein war, hatte ich mal ne Woche lang seeehr wenig Zeit für sie, und da habe ich sie zu nem lieben Freund gebracht, da der mehr Zeit für sie hatte.
Er hat sie beim Lüften mit in die Küche genommen, und bei der Kontrolle, ob er das Fenster wieder zu machen kann, ist sie natürlich durch die Tür gewitscht und war schneller am Fensterbrett, als er schauen konnte.
Hat er sich erschreckt, und einen Schrei getan. Hat sich die Katze erschreckt und einen Satz getan. Leider nach draußen.
2. Stock mit Hochparterre, unten große Mülltonnen und Teer.

Also in die Tierklinik: Lungenriß und Trümmerfraktur des Becken.

War teuer, hat ca. 2 Wochen intensive Pflege bedeutet, und ist zum Glück tatsächlich folgenlos ausgeheilt (vielleicht war sie hinterher nicht mehr so "sprunggewaltig", aber ca. 1,20m aus dem Stand ging und das finde ich ausreichend)

Seitdem habe ich etwas Paranoia, was Katzen und Stürze angeht...

lg,
 
Katzenpack

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da kann ich auch geschichten erzählen, die sehr unterschiedliche formen von grusel hervorriefen:

1.

Das war vor 3 Wochen kurz bevor das unwetter über sachsen hinwegzog. ich bin nochmal kurz in die wanne gesprungen und hatte mich entschieden, das erste mal während dieser zeit die tür zum balkon offen zu lassen. während ich so in der wanne vor mich hin döste wurde es draußen doch langsam sehr dunkel. da das recht schnell ging, hatte ich auch kein licht an. nach einer verträumten phase sah ich dann mal wieder zum badfenster und fuhr vor schreck fast an die decke, als mich zwei riesen augen beobachteten. jonny saß außen auf dem fensterbrett und schaute mir beim baden zu. eigentlich harmlose situation, da der balkon auch übers badfenster reicht. aber die dunklen wolken und der unerwartete beobachter haben mir die haare zu berge stehen lassen :D

Also, bei der Story musste ich jetzt ordentlich vor mich hin prusten!

Meine "Gruselstory" ist zum Glück glimpflich verlaufen.

Wir haben ein ziemlich großes Haus, zwei Etagen und das Dachgeschoss ist auch noch ausgebaut, wo meine Schwester und ihr Freund z.Z. logiert. Ich gehe mit meinen Jungs immer ab und an mal hoch, dass die beiden sich an den Hund gewöhnen und weil's natürlich saumäßig interessant für die Beiden ist.
Jedenfalls saß ich im Wohnzimmer und rufe meine Schwester - keine Reaktion. Dann kommt sie kreidebleich ins Zimmer und sagt "Anja, Du darfst jetzt nicht böse sein...", ich natürlich gleich Wunder wie gedacht was passiert ist.
Sie erzählte mir dann, dass ihr Freund gerade in der Küche war, hoch konzentriert beim Stullen schmieren und ein verträumter Blick Richtung Fenster wandert und ihn zwei gelbe Augen interessiert beobachten. HINTER dem GESCHLOSSENEN Fenster. Auf dem Dach sitzend. Er hat nur schnell meine Schwester ins angrenzende Schlafzimmer geführt (ich sollte von der Aktion ja nichts mitkriegen), wo sie feststellten, dass sie vergessen hatten, das zum Lüften weit geöffnete Fenster zu schließen. Mein 2. Kater stand auch schon auf dem Fensterbrett (wurde gleich weggescheucht). Nach dem alles rufen und locken nichts brachte und Katerchen sich in der Steigung des Daches verkalkuliert hatte und er nicht mehr zum Fenster hoch kam, half nur ein beherzter Griff und irgendwie haben sie ihn an seinem Fell wieder reingekriegt.
Und das alles während man nichts ahnend auf der Couch im Nachbarzimmer sitzt...
 
Loreia

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Ich hab auch mal was gruseliges erlebt. Hat zwar nur ganz bedingt was mit Luna zu tun, aber war sehr sehr gruselig :D Ich poste es dennoch mal hier rein... hoffe das ist ok :)

Also, es war mitten in der Nacht, glaub so 2/3 Uhr. Auf einmal werd ich von einem ganz merkwürdigen Geräusch geweckt. Da ich an einer Hauptstraße mit Hotel und Supermarkt wohne und ja zuerst auch nicht wusste, wie spät es ist, dachte ich, dass da wieder mal ein LKW unten steht, Ware ablädt und halt den Motor laufen hat. Das passiert ab und an früh morgens, wenn der Supermarkt sein Brot etc. bekommt. Dann check ich so ganz langsam... scheiße, das kommt aus der Wohnung... Ich bin dann todesmutig aufgestanden und in die Küche gelaufen, die direkt an mein Schlafzimmer angrenzt (hab keinen Flur, man muss also durch die Küche ins Schlafzimmer). Meine Dunstabzugshaube ist angegangen! Ich hab sie ausgemacht und Luna kurz angemeckert "Mach das ja nie wieder" - Licht aus, ab ins Bett.. eingenickt.. wach geworden und gedacht "Ey, was geht ab, das kann die Katze nicht gewesen sein!" Der Abstand von Arbeitsplatte zu Haube ist vieeel zu groß und soviel motorische Fähigkeiten trau ich ihr auch nicht zu, dass sie diesen Schalter da umlegen kann. Den muss man so zur Seite wegschieben, zudem geht das sehr sehr schwer... und da lag ich dann wach und hab gerätselt und mir die wildesten Gedanken gemacht... Ne Kollegin meinte am anderen Morgen, dass ihr das auch schonmal passiert sei. Der Schalter war vielleicht nicht richtig eingerastet und hat sich dann wohl bewegt, als in der Nacht mal ne Erschütterung war. Hab nen Nachbarn, der geht mitten in der Nacht arbeiten und knallt die Tür immer so, dass das ganze Haus wackelt.

Ich hätte mir in dieser Nacht wirklich sehr gewünscht, dass ich es auf Luna hätte schieben können. Wobei ich dann wohl auch erwarten könnte, dass sie den Herd anstellt und mir was leckeres kocht :rolleyes: :cool:
 
Semolina

Semolina

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Meine Mitternachts-Grusel-Story: Seit einem Jahr lebt Flori bei mir. Flori ist taub und kommt nachts so richtig auf Touren. Darum schlafe ich seit einem Jahr auch mit Ohrenstöpseln, denn sonst komme ich vor lauter "Rumms" und "Polter" nicht in den Schlaf.

Dennoch wurde ich des Nächtens wach. Duster war's, und leises Klirren drang trotz Proppen ans Gehör. Hm. Kater spielt. Ignorieren.

Klirr.

Ähm ... klirr ...? Klirr ist vielleicht nicht gut. Klirr ist definitiv beunruhigender als Rumms und Polter. Was macht der da? Besser doch mal aufstehen und nachschauen.

In die Küche. Licht an. OH MEIN GOTT!!!!!

Der Hängeschrank mit meinen Gläsern stand offen. Im Hängeschrank saß Flori. Unten auf dem gefliesten Boden lagen die zersplitterten Reste von etwa einem Dutzend Gläsern. Flori strahlte mich an, mauzte glücklich, und peng! flog das nächste Glas im hohen Bogen auf den Boden und zersprang in tausend Teile: Schööön! Mama guck mal, wie das springt und funkelt!

Schweißausbruch. Kater mit nackten rosa Füßen im Schrank, Frauchen mit nackten rosa Füßen am Rande der Küche, zwischen uns ein prachtvoll blitzendes Meer aus Scherben. Was nun? Flori schickte sich bereits an, aus dem Schrank zu springen und zu mir zu laufen. Hätte ich mich umgedreht, um mir Schuhe zu holen, hätte er sich verletzt, wäre ich durch die Scherben gelaufen, hätte ich mich verletzt.

Unsere Rettung: Der Kühlschrank! Ich pirschte mich ganz am Rand der Scherben an den Kühlschrank an und machte die Tür auf, und Flori reagierte zum Glück genauso, wie ich gehofft hatte: Er sprang auf die Anrichte statt auf den Boden und steckte den Kopf in den Kühlschrank, und ich konnte ihn packen und in Sicherheit bringen.

Und um Mitternacht die Küche fegen ...;)

LG,
Bianka
 
K

Kizem

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Hallo,
da kann ich auch was dazu beisteuern. Wir sind ja noch nicht soooo lange Katzenbesitzer, aber einen großen Schrecken haben wir schon hinter uns. Wir wohnen in einem Haus in 1 1/2 geschossiger Bauweise. Sprich die oberen Zimmer haben jeweils Dachschrägen. Unser Plüsch wollte meinem Mann im Computerzimmer Gesellschaft leisten. Dachfenster war offen.... Mein Mann war der Meinung wir haben intelligente Katzen: "Die springen doch nicht ins Nichts." Plötzlich hörte mein Mann nur noch krrrrrrrrrrrrrrr....also ein langgezogenes Kratzgeräusch. Glücklicherweise konnte er es gleich zuordnen und war sofort am Fenster. Da wir ein ziemlich steiles Dach haben, hatte Plüsch keine Chancen sich festzuhalten und ist die komplette Dachschräge runtergerutscht (die Kratzspuren auf den Dachziegeln sieht man heute noch). Er saß dann in der Regenrinne..... Mein Mann hat sich der ganzen Länge nach zum Dachfenster rausgelehnt, die Hände ausgestreckt und Plüsch ist ohne zu zögern mit einem Satz in seine Hände gesprungen. Natürlich nicht ohne sich dort richtig gut festzuhalten....aber diese Wunden hatte mein Göttergatte verdient ! Seitdem bleiben die Dachfenster zu !
Unsere Frita ist glücklicherweise nicht ganz so risikofreudig und in allem viel vorsichtiger.
 
T

tapsangel

Gast
  • #10
Da kann ich auch eine kleine Geschichte beitragen:

Meine Tochter war mit ihrem damaligen Freund für eine Woche in Urlaub, mein Mann zur Reha und ich hatte das Vergnügen, ihre beiden Kater hier zur Pflege zu haben, damit ich nicht so alleine sein sollte.

Ich kam an dem bewußten Freitag abends total gestresst von der Arbeit nach Hause, hab mir direkt meinen Schlafanzug angeogen, wollte mir später was zu essen machen, die Kater vorher noch gefüttert und war dann kurz auf dem Balkon/Laubengang, die Blumen gießen. Hatte die Türe dabei angelehnt gelassen und als ich wieder rein kam, hatte ich ein komisches Gefühl und hab die beiden Kater gesucht. Einer war sofort gefunden, der zweite blieb trotz genauester Suche verschwunden.

Ich hab voll die Panik deswegen bekommen, hab mir voller Panik vorgestellt, Findus hätte sich an mir vorbei rausgeschlichen und wär jetzt draußen. Ich hab mir eine Knabberstange und ich dachte, meinen Schlüssel genommen, bin damit raus auf den Laubengang, hab die Tür hinter mir zugezogen und zwischen den Balkonmöbeln etc. nach Findus gerufen und gesucht. Meine Panik wurde immer größer, weil wir ebenfalls im 3. Stock wohnen, nicht auszudenken, wenn er von dieser Höhe auf das Vordach im ersten Stock gestürzt wäre.

Ich wollte dann wieder rein, mir was überziehen und erst da hab ich gemerkt, daß ich zwar die Knabberstange, aber nicht den Schlüssel mit rausgenommen hatte. Der Laubengang zum Treppenhaus wird bei uns auch immer abgeschlossen, so daß ich nun da im Schlafanzug saß, keine Möglichkeit hatte, Hilfe zu holen und so warten mußte, bis mal jemand auf den Hof kommt und wollte dann rufen.

Es wurde zwischenzeitlich immer kälter, GsD hing dort noch eine frisch gewaschene Wolldecke, die ich mir noch klamm übergeworfen habe.

So hab ich dort mindestens 2 Std. gesessen und gewartet, zur Erinnerung, Freitag Abend war es. Als denn endlich jemand kam, hab ich gerufen, man solle mir doch bitte einen Schlüsseldienst suchen, ich hätte mich ausgesperrt. Bei hier ansässigen Schlüsseldiensten ging niemand ans Telefon, so daß man nach einigen Versuchen dann irgendeinen bestellt hat. Bis der kam, vergingen nochmal mindestens 1,5 Std., gefühlte 4 Std., ich hatte ja weder eine Uhr, noch ein Handy da, so daß ich kein Zeitgefühl hatte.

Bis der dann die erste Tür auf hatte, dauerte ewig. Seine erste Frage war, ob ich genügend Geld zu Hause hätte, weil er sofort bar kassieren müsse. Ich hab dann nur an mir runter geguckt und gesagt, ich hätte überhaupt kein Geld zu Hause und er müsse mir sowieso noch die Eingangstüre öffnen, ich könne da nicht 1 Woche auf meine Familie warten. Auch das dauerte noch, von wegen, Scheckkarte und zack, auf ist die Tür. Entweder konnte er das nicht wirklich oder das sieht nur im Fernsehen so leicht aus. Die Nachbarn, männlich, haben sich einen gegrinst, wie ich da gehockt habe und haben neugierig zugeschaut, wie man eine Tür knackt.

Als die letzte Tür endlich auf war, war von keinem Kater was zu sehen, was aber verständlich ist.

Ich durfte dann doch mit Scheckkarte bezahlen, so viel Geld hat meines Wissen eh niemand mal eben so zu Hause. An die 300,- EUR hat es gekostet incl. eines neuen Zylinders, den zweiten haben wir später selbst erneuert.

Ich hab mich danach erst mal beruhigt, mit Trofu gerappelt und gerufen und gesucht, bis ich endlich beide in der Wohnung gefunden habe. Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, so hab ich mich einerseits gefreut, andererseits über mich selbst geärgert.

Das wünsch ich noch nicht mal meinem ärgsten Feind, das könnt Ihr mir glauben.
 
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