Großer Trampel und kleines Kätzchen

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MaikBaik

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Hallo, ich glaube wir haben ein Problem...
Kurz zu unserer Situation: Seit drei Jahren wohnt Björn bei uns. Als er aus dem Tierheim kam kam war er sehr scheu und zurückhaltend. Es hat lange gedauert bis wir ihn anfassen durften, hochheben geht immer noch nicht und wenn es ihm zu bunt wird haut er auch mal zu. Man muss bei ihm ganz feine Antennen haben. In der Zeit in der er bei uns war, war er auch ab und zu für ein paar Wochen in der Katzenpension und ist dort mit den anderen Katzen richtig aufgeblüht. Wir haben uns dann entscheiden eine weitere Katze dazu zu holen, weil er die Gesellschaft doch sehr genießt.

Es sollte eine Katze werden, da Björn wie gesagt noch sehr unsicher ist und wir Angst hatten dass er von einem Kater unterdrückt werden würde.

Vor 5 Tagen haben wir Paula aus dem Tierheim geholt. Sie ist ca 2 Jahre (Björn ca 6-7, das weiß man nicht genau).
Außerdem ist sie recht zierlich im Gegensatz zu unserem Kater. Sie war aber sehr aufgeschlossen und neugierig als sie hier ankam.
Beide waren sehr neugierig aufeinander, also hatten wir sie nach einem Tag schon unter Aufsicht zusammen gelassen. Sie haben sich beschnuppert und es schien alles gut. Björn hat sie hat mit etwas Abstand beobachtet und wirkte ein wenig verdutzt, aber interessiert. Er ist dann immer wieder zu ihr um zu schnuppern und sie hat ihn angefaucht wenn es ihr zu viel wurde. Und dann hat das Drama angefangen. Er hat ihr eine verpasst und sie ist vor Schreck unter den Sessel geflüchtet. Von da an hat Diebin immer angeknurrt und angefaucht wenn er ihr zu nahe kam. Das hat ihn scheinbar noch mehr angestachelt und er verfolgt sie jetzt durch die Wohnung (inzwischen schon wieder seltener) und belagert sie (leider auch am Klo). Er kann seine Kraft auch glaube ich gar nicht einschätzen und versteht nicht, dass er erstmal etwas sanfter sein muss bis sie auch aufgetaut ist und spielen will.
Fressen tun die beiden sehr entspannt nebeneinander, sie mopst sich sogar sein Futter unter der Nase weg und er lässt sie gewähren. Aber direkt nach dem Füttern wird er wieder angefaucht und angebrummt.
Heute Nacht war es sogar so schlimm, dass sie sich eingekotet hat weil sie nicht vom Schrank kam weil der Kater zu ihr hoch ist.
Er ist dabei nicht mal aggressiv. Er geht hauptsächlich entspannt zu ihr und will sie beschnuppern. Meistens zieht er auch wieder ab wenn sie Theater macht. Aber dann andererseits springt er auch manchmal auf sie drauf oder haut nach ihr zieht sich dann aber sofort wieder zurück, als hätte er selbst Schiss das was zurück kommt.
Wir haben die beiden inzwischen auch wieder getrennt. Das sie mal zur Ruhe kommen kann und in Ruhe aufs Klo kann.

Ich hoffe sehr, dass die beiden sich doch noch zusammenraufen können.
Vielleicht habt ihr hier ja Tipps wie wir das angehen können. Das Hauptproblem ist glaube ich, dass sie sich von ihm so eingeschüchtert fühlt obwohl er wirklich selten was macht und das eher durch ihr Theater was sie veranstaltet angestachelt wird. Aber wie kann ich ihr da die Angst nehmen? Am Ende macht er dann doch wieder was und die hat wieder Angst, macht Theater, das sorgt wieder dafür, dass er auf sie drauf geht. Das ist irgendwo ein Teufelskreis...


Danke fürs lesen! Ich hoffe irgendjemand hier kann uns helfen.
 
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Razielle

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Es wär gut gewesen sich vorher zu belesen, und ob eine Katze statt Kater eine gute Wahl war wird sich auch noch zeigen, aktuell sieht es nicht so aus.
Katzen zusammenführen
Wenn du das durchliest weißt du was du falsch gemacht hast und wie es besser geht.
BTW, ein friedlicher Start heißt nicht dass alles gut ist. Oft kracht es erst nach ein paar Tagen richtig, wenn die Bestandskatze gemerkt hat die Konkurrenz ist gekommen um zu bleiben und die Neue die Umgebung und die Stärke ihres „Gegners“ abgeschätzt hat. Deswegen macht man eine langsame Zusammenführung und schmeißt erwachsene Katzen nicht einfach so zusammen.
 
minna e

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die neue katze in einen abgeschlossen raum. dann könnt ihr direkt eine gittertür basteln (geht gut mit einer billigen passenden tür, ausschnitt und netz rein und die eigentlich tür solange wegstellen)

ich denke, die beiden können sich schon anfreunden. ob es die wirklich dicke freundschaft wird? schwer zu sagen.
 
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MaikBaik

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Es wär gut gewesen sich vorher zu belesen, und ob eine Katze statt Kater eine gute Wahl war wird sich auch noch zeigen, aktuell sieht es nicht so aus.
Katzen zusammenführen
Wenn du das durchliest weißt du was du falsch gemacht hast und wie es besser geht.
BTW, ein friedlicher Start heißt nicht dass alles gut ist. Oft kracht es erst nach ein paar Tagen richtig, wenn die Bestandskatze gemerkt hat die Konkurrenz ist gekommen um zu bleiben und die Neue die Umgebung und die Stärke ihres „Gegners“ abgeschätzt hat. Deswegen macht man eine langsame Zusammenführung und schmeißt erwachsene Katzen nicht einfach so zusammen.

Danke, das werde ich mir auf jeden Fall noch mal durchlesen. Ich hab tatsächlich viel vorher dazu gelesen und auch mit Leuten gesprochen die schon häufiger Zusammenführungen gemacht haben die haben ebenso wie die im Tierheim gesagt, den ersten Tag getrennt lassen, bis sich die neue Katze eingelebt hat (was hier sehr schnell ging) und wenn beide neugierig aufeinander sind zusammen lassen und dann einfach laufen lassen und aushalten. Das ist bei uns aber wohl nicht der richtige Weg, auch wenn es für viele zu klappen scheint.
 
basco09

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Willkommen!

Also einkoten auf erhöhter Stelle ist schon ein ziemlicher Hilferuf, das sollte nicht passieren! Da kann ein Unsauberkeitsproblem drohen, das will niemand.
Wir haben es auch erst 2 Wochen so versucht und es hat nicht geklappt, also musste eine Gittertür her. Daran haben wir dann 2 Wochen mit gleichzeitigem Füttern und Spielen beidseits gearbeitet, erst auf Abstand dann immer näher, dann konnten wir nach 2 Wochen zusammen führen. Bitte lies Dich in die langsame Zusammenführung ein. Ich kann auch das Buch der Katzenflüsterer von Jackson Galaxy empfehlen, da steht das alles drin... und Dufttausch nicht vergessen...
 
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Kayalina

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Das Kind ist nun leider in den Brunnen gefallen und die Katze hat einmal so Panik bekommen, dass sie sich eingekotet hat. Daher solltest du dir auch überlegen was du machst, wenn der Versuch der langsamen Vergesellschaftung jetzt scheitert. Bei manchen Katzen wiegen derart negative Erlebnisse mit einem speziellen Artgenossen so schwer, dass es da nichts mehr zu kitten gibt.
Ich finde den Versuch mit der Gittertür richtig und sinnvoll und das kann auch gut Wochen dauern. Aber bitte behalte die Katze dabei im Blick und schau wie sie auf den Kater reagiert und ob die Vergesellschaftung die beste Lösung für sie ist.
 
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MaikBaik

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Danke schonmal für eure Tips! Ich werde auf jeden Fall heute noch in den Baumarkt und eine Gittertür basteln. Und mir das Buch mal anschauen.
 
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MaikBaik

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Ich glaube tatsächlich, dass sie hauptsächlich da oben ihr Geschäft verrichtet hat, weil sie sich nicht getraut hat runter zu kommen. Dabei haben die beiden am Vormittag noch zusammen auf zwei Sesseln nebeneinander geschlafen. Ich dachte eigentlich wir wären auf einem guten Weg. Dass das dann plötzlich so krass kippt hätte ich nicht gedacht. Zumal der Kater eigentlich gar nicht auf den Schrank kommt, weil nicht über die schmalen Regale laufen kann. Zumindest konnte er das bisher nicht. Ich hab keine Ahnung was da genau passiert ist, da wir schon im Bett waren. Ich hoffe nur das gibt sich wieder wenn wir es jetzt nochmal ganz langsam und sachte versuchen.
wenn es wirklich gar nicht klappt müssen wir halt mit dem Tierheim sprechen wie es weiter geht. Aber ich würde dem ganzen schon mal mindestens einen Monat Zeit geben und schauen ob wir Fortschritte machen
 
Razielle

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Ich persönlich finde das Buch besser : Katzenzusammenführung mit Herz und Verstand: Amazon.de: Hauschild, Christine: Bücher

10 €, wenn du gebraucht kaufst. Jackson Galaxy ist halt sehr....amerikanisch, sag ich mal.
Und Gittertür: Kauf die billigste Standardinnentür, ca 30 - 40 €, Klinke nimmste von der Tür die aktuell drin ist, säg unten einen Ausschnitt aus, tacker Kaninchendraht drüber , fertig. Wenn sie ausgedient hat kommt sie auf den Sperrmüll, es sei denn sie wird noch für Katzenklappentraining gebraucht.

Ich hatte es auch so gelesen dass die Katze sich nicht direkt und ursächlich vor Angst eingekotet hat, sondern nur nicht vom Schrank runter wollte. Ansonsten wär an der Stelle game over gewesen, das hätte Todesangst bedeutet und ist kaum noch zu kitten.
 
Kayalina

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  • #10
Ich glaube tatsächlich, dass sie hauptsächlich da oben ihr Geschäft verrichtet hat, weil sie sich nicht getraut hat runter zu kommen.
War sie denn verschmiert, hatte den Kot im Fell oder sowas?
Wenn sie "nur" (auch das wär nicht gut) dort oben Kot abgesetzt hat, würde sie das so machen wie auf dem Klo auch, also sprich die Katze bleibt sauber und sie liegt danach möglichst weit davon weg. Wenn sie richtig unter sich gemacht hat, dann ist das wirklich nicht nur Angst, sondern Panik. Das verstehe ich unter dem "eingekotet" im Eingangspost.
 
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MaikBaik

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  • #11
Ja, die kleine hatte kein Kot am Fell. Sie hat quasi in die Ritze zwischen Schrank und Wand gemacht. Kot und Urin und danach saß sie wieder unter dem Sessel. Die Stelle war quasi der „Eingang“ auf den Schrank. Könnte es auch sein dass sie versucht hat diesen Bereich als ihr Revier zu markieren und vor dem Kater zu verteidigen?
 
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basco09

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  • #12
Nein! Sie hat sich nicht auf die Toilette getraut!
 
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  • #13
So, die Gittertür ist eingebaut und das Buch hab ich auch grade abgeholt. Da werde ich mich jetzt mal an der systematischen Zusammenführung orientieren. Vielen Dank für eure Hilfe!
 
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  • #14
Kurzes Update: Als ich vorhin die Tür eingebaut habe war die Zimmertür noch offen, so dass beide Katzen sich sehen konnten, das Gitter war aber schon drin, also durch konnten sie nicht. Und siehe da beide kommen ans Gitter und beschnuppern sich, der Kater lässt sich hinfallen und räkelt sich und sie reibt sich am Gitter und legt sich auch gemütlich daneben. Als wäre nie irgendwas zwischen den beiden vorgefallen. Ich denke also es gibt noch Hoffnung :)
 
bootsmann67

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  • #15
wie ist denn nun, nach 2 Tagen, so der Stand der Dinge?

Olaf
 
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  • #16
Wie haben sie mit der Gittertür getrennt und lassen es jetzt langsam angehen. Begegnungen gibt was nur, wenn wir dabei sind. Sie sind beide recht offen einander gegenüber. Man glaubt kaum dass was vorgefallen ist. Sie begrüßen sich mit Nase an Nase am Gitter. Der Kater wirkt sehr entspannt. Schaut weg, legt sich hin, schnüffelt rum, putzt sich (alles recht nah am Gitter). Und Paula legt sich auch hin, fordert Streicheleinheiten ein und putzt sich auch aber so ca 1,5/2 Meter weg von der Tür. Wenn wir sie grade nicht beaufsichtigen können machen wir die normale Tür auch zu, so dass es keine unbegleiteten Begegnungen gibt. Das klappt auch ganz gut, weil sie sowieso nicht immer da sitzen. Kater schläft dann meist in einem anderen Raum und Paula hat es sich auf dem Schrank bequem gemacht. Aber beide ganz entspannt. Geräusche des anderen erregen scheinbar keinerlei Aufmerksamkeit mehr. Wir machen das jetzt nochmal bis Montag und dann versuchen wir es wieder mit langsamer Annäherung ohne Gitter. Aber nur zeitweise und immer unter Aufsicht und mit vielen Leckerlies
 
basco09

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  • #17
Ich würde nicht von bewachten Gitterbegegnungen direkt zum bewachten Öffnen übergehen. Das macht Jackson Galaxy nicht so! Bei mir kämen zuerst unbewachte freie Begegnungen am Gitter. Außerdem, beim gleichzeitigen Füttern oder Spielen am Gitter solltet ihr schon ohne Vorfälle beide bis ans Gitter bekommen können. Sonst würde ich noch keine freien Begegnungen versuchen.
 
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minna e

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  • #18
lasst doch das gitter, wenn es so läuft. bei einer begegnung daran brauchen die m. e. keine begleitung. und je weniger aufhebens ihr macht, desto weniger aufregung kommt auf.
 
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MaikBaik

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  • #19
Ich würde nicht von bewachten Gitterbegegnungen direkt zum bewachten Öffnen übergehen. Das macht Jackson Galaxy nicht so! Bei mir kämen zuerst unbewachte freie Begegnungen am Gitter. Außerdem, beim gleichzeitigen Füttern oder Spielen am Gitter solltet ihr schon ohne Vorfälle beide bis ans Gitter bekommen können. Sonst würde ich noch keine freien Begegnungen versuchen.
Ja natürlich. Das wäre erstmal der nächste Schritt bevor wir sie ohne Gitter zusammen lassen. Bis jetzt machen sich die beiden ganz gut
 

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