Fundkatze und ein Happy End?

Bea

Bea

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Eine Mutmach-Geschicht für alle die ihre Katze noch vermissen.

Aber auch eine traurige Geschichte, von einer Katze die nach 6 Jahren wiedergefunden wurde:

Am Montag kam eine Fundmeldung über den Newsletter. Eine Fundkatze mit Tätowierung im Westerwald.

Sofort habe ich mir die Tätowierung geschnappt, mögliche TÄe rausgesucht und an die KHWW gemailt. Eigentlich wäre die Arbeit nicht notwendig gewesen, war der Kater doch bei Tasso registriert - aber gut war´s , sonst hätte ich nie davon erfahren. Über Tasso war die Besitzerin bereits gefunden worden.

Die erste Antwortmail kam ziemlich schnell:

"Hallo Frau xxx,

......
Vor rund 1 Std. hat sich die Halterin aus xxx gemeldet, Mecki war seit dem 21-´03-2002 vermisst, sie überlegt nun, ob sie ihn zurückhaben will, bestimmt wäre er ja jetzt ein Streuner und außerdem hätte es ihr damals so sehr weg getan, als er nicht mehr zurück kam, weiterhin weiß sie ja gar nicht, ob Mecki krank wäre.

Für die Tiere lohnen sich unsere Mühen allemal, aber selten für die Menschen!

Seit ich den Menschen kenne, liebe ich das Tier."

Mich hat diese Antwort ziemlich traurig gemacht. Die Frau hätte vor Freude in Ohnmacht fallen müssen - aber so eine Reaktion?

Diese nächste Mail auf Rückfragen erreichte mich dann heute morgen:

".....Gestern rief das Frauchen an, sie wäre OHNEHIN in xxx, käme dann mal vorbei um zu schauen, ob es ihr Kater wäre.

Sie wollte ihn dann gleich mitnehmen, sie hätte ja noch ein Körbchen und so von ihm daheim. Der Kater hat sie irgendwie nicht wirklich interessiert. Sie war entsetzt, dass sie was an uns zahlen sollte und fragte, wenn sie noch 2 Wochen überlegt hätte, ob es dann etwa noch teuer geworden wäre?

Menschen!!!"

Nun war mir nicht klar - hat sie ihn nun mitgenommen? Die Frau von der Katzenhilfe vermisst übrigens ihren eigenen Kater seit 2002 - sie setzt sich so sehr für Fundkatzen ein und hätte ein solches Glück wohl verdient.

Heute Abend bekam ich dann diese Nachricht:

"Wunder passieren wohl eher nur bei Leuten wie dem Frauchen von Mecki,
wenn mein Bursche wieder käme, es wäre ein Geschenk des Himmels,
sie sah Mecki eher als Ballast in ihren tierfreien Leben.

Ein Hund von uns hat sie freudig begrüßt und sie war lange mit der Hosenreinigung
beschäftigt. Wir haben angeboten Mecki im Tierheim zu lassen, was aber ihr
Verantwortungsgefühl dann doch nicht zuließ.

Mecki ist seit gestern abend wieder bei ihr, werde in 3-4 Wochen mal nachhaken,
wie er sich eingewöhnt hat, habe auch eine spätere Aufnahme zugesichert."

Recht hat sie.
 
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Leila

Leila

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Kaum zu glauben, sechs lange Jahre:) Ich denke, da nichts als und sofortige Freude über das Wiederfinden zu erwarten, ist einfach zuviel verlangt. Es muss doch auch eine große Portion Bitterkeit über die vergangene Zeit mitgespielt haben. Wer weiß, wie lange und wie intensiv gesucht wurde. Wie ein Streuner sieht er nicht aus, hat da jemand tatsächlich den tätowierten und bei Tasso vermißt gemeldeten Kater sechs Jahre lang für ausgesetzt gehalten? Ich finde die merkwürdigen Reaktionen der Besitzerin teilweise gar nicht so merkwürdig. Und na ja, die Hose gereinigt wegen dem Hund, hätte ich sicher auch gemacht:cool: Für mich auf jeden Fall ein happy end, wenn auch 6 Jahre zu spät;)
 

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