Fundkatze mit FIV

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
MiniMio

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Hallo!
Wir haben vor mittlerweile ca. 6 Wochen eine junge Katze gefunden, die wir, da sie ziemlich schlecht zurecht war, mitgenommen und zum TA gebracht haben. Die Kleine - Minnie heißt sie mittlerweile - wohnt seitdem bei meinen Eltern in Quarantäne im Keller. (Zum Glück ist der Keller echt groß, hat Tageslicht-Fenster und fungiert teilweise als Arbeitszimmer -- also die Miez hat es da ganz gut...)
Schon der erste Bluttest bei Minnie war FIV positiv ausgefallen, die TÄ sagte da auch schon, dass die weißen Blutkörperchen reduziert seien. Gestern haben wir nun trotzdem nochmal nachtesten lassen - das Ergebnis war wieder positiv und die weißen Bliutkörperchen waren noch weiter abgesunken (genaue Zahlen muss ich nochmal erfragen).
Minnie hatte außerdem extreme Probleme mit Haarlingen. Sie war zwischenzeitig fast kahl und hatte große Wunden, die wir mittlerweile in den Griff bekommen haben; aber das war natürlich auch eine starke gesundheitliche Belastung. Der anfängliche Schnupfen ist mittlerweile auch weg.
Minnie bekommt sei dem ersten Test Zylexis, bis jetzt alle zwei Wochen. Nachdem nun die weißen Blutkörperchen weiter abgefallen sind, wollen die TÄ aber lieber einmal die Woche Zylexis geben. Minnie ist allerdings recht ängstlich, TA-Besuche sind extremer Stress für sie.
Daher frage ich mich jetzt, ob ich das Zylexis nicht prinzipiell selber spritzen könnte. Natürlich spreche ich unsere TÄ darauf an, aber ich dachte, ich höre hier schonmal nach, ob jemand Erfahrungen damit hat.
Außerdem würde ich mich natürlich über Tipps jeder Art freuen, was die Versorgung einer FIV-Mieze betrifft. Für uns ist das nämlich Neuland...gibt es noch irgendetwas was man Minnie Gutes tun könnte?

Ich würde mich über jede Anregung freuen!
 
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williwaw

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Lass Dir von Deiner Tierärztin zeigen, wie man subkutan spritzt, dann ist es nicht schwer. Im Internet gibt es auch entsprechende Anleitungen.
Beim Transport der Zylexisfläschchen achte nur darauf, dass Du sie ausreichend und gleichmäßig kühl lagerst. Auf Temperaturschwankungen reagiert der Wirkstoff empfindlich.

PS: Prinzipiell habe ich aber keine Ahnung, ob Zylexis bei FIV-Katzen angebracht ist? Wenn der Schnupfen fast weg ist, ist es vielleicht nicht mehr nötig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei der Bildung weißer Blutkörperchen hilft - ?
 
Frau Sue

Frau Sue

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Hmm ... FIVies sollte man eigentlich keine Medikamente geben, die das Immunsystem pushen oder unterdrücken. Darunter fällt wohl auch Zylexis.

Gibt es da vielleicht bessere Alternativen?
 
Melcorrado

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Ich kenne das auch nur so das man das Immunsystem nicht pushen soll, aber persönliche Erfahrung hab ich da nicht.
Mit welchen Testverfahren wurde getestet?
 
Taskali

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Ich wollte nochmal nachfragen, ob du dir sicher bist, daß du Fiv meinst und nicht Felv(?) - das rapide Absinken der Blutkörperchen ist untypisch für Fiv - bei Fiv sind die Sekundärerkrankungen in der Regel das Problem, nicht die Blutwerte - bei Felv jedoch ist das typisch (Leukose)...
 
MiniMio

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Mhhh...ne, es geht schon um FIV. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es doch bei FIV so, dass das Immunsystem stark unterdrückt ist, weil es zu einem Schwund an weißen Blutkörperchen kommt. So hat es der TA zumindest ganz grob erklärt. Und dann kommt es eben zu einer hohen Auftretenswahrscheinlichkeit von Sekundärinfektionen, gegen die sich der Körper nicht vernünftig wehren kann. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Getestet wurde übrigens mit einem Test, der von einem auf den nächsten Tag fertig war - ich denke, dass müsste dementsprechend der ELISA gewesen sein, oder? Ich weiß, dass der Schnelltest nicht 100% sicher ist, aber nach dem zweiten positiven Ergebnis und dem der TÄ zufoolge zur Erkrankung passenden Blutbild, hielt die TÄ weitere Tests für unnötig? Oder würdet ihr nochmal einen weiteren Test durchführen?

Die Sache mit dem Zylexis irritiert mich schon seit einiger Zeit. Ich hab nämlich schon mehrmals im Forum gelesen, dass eben Medis, die das Immunsystem pushen bei FIV-Katzen nicht gegeben werden sollen. Unser TA-Team schwört aber darauf und meinte, dass sie bereits gute Erfolge mit dieser Behandlung bei FIV-positiven Tieren erzielt hätten - sie haben mir das so erklärt, dass das Zylexis eben de Immunsystem soweit wie möglich auf die Sprünge hilft und zur Vermehrung der weißen Blutkörperchen beiträgt. Jetzt weiß ich natürlich nicht, was ich glauben soll... (die beiden TÄ waren bis jetzt eigentlich (fast) immer extrem souverän und haben bei unseren Miezen schon "exotischere" Krankheiten als FIV erfolgreich behandelt).

Hat denn niemand von euch jemals von der Zylexis-Behandlung FIV-positiver Katzen gehört oder sogar eigene Erfahrungen gemacht?
 
Taskali

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Die Ausführungen sind so schon richtig zu Fiv, nur kenne ich bei Fiv nicht so einen schnellen Verlauf, sondern ganz ganz schleichend. Mein Fiv-Streuner Linciko ist z.B. 15 Jahre geworden - wenn bei einem jungen Tier innerhalb weniger Wochen der Abfall derart rapide ist, dann ist das für Fiv echt ungewöhnlich...

Wegen Zylexis hatte mich damals, als ich mich anfing über Fiv einzulesen auch versucht schlau zu machen und hab konträre Meinungen gefunden. Einige haben drauf geschwört, andere haben ganz schlechte Erfahrungen gemacht damit. Für mich klang die Variante, daß es gefährlich sein kann als logischer, da man eben beim pushen des Immunsystems bei Fiv auch nunmal zeitgleich auch das Virus pusht, da es ja an die Blutkörperchen gekoppelt ist. Somit bin ich da der Überzeugung "dont touch a running System" - sprich: ich würde es bei einer Katze die soweit trotz Fiv ganz fit ist nicht geben und Sekundärinfektionen effektiv mit üblichen Mitteln behandeln. Allerdings muß man bei einer kranken Fiv-Katze der man mit üblichen Mitteln nicht beikommt dann wieder die Dinge anders bewerten und auch mal zu Mitteln greifen, die man bei Fiv sonst nicht geben würde. Das muß man dann je nach Situation immer gut abwägen.
 
Melcorrado

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Ich würde mit PCR oder Western Blot nachtesten lassen. Der Elisa ist häufiger falsch positiv.
 

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