Fundkater macht Jagd auf meine Katze

B

Burgerbraterin

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Hallo an alle!
Ich fang mal von vorne an.^^
Ich habe eine 3,5 jährige, kastrierte Katze, sie ist praktisch mein Baby und ist sehr auf mich fixiert.
Im Dezember 2010 streunte in unserer Nachbarschaft ein total verschmutzter, hungriger Kater umher, der genauso aussieht wie meine Katze. Er kam auch immer an mein Fenster und ich habe ihm Futter angeboten. Am 27.12. hat er sich schließlich das erste Mal in meine Wohnung getraut und ich habe natürlich die Chance genutzt und ihn gleich eingefangen. Schon am nächsten Tag war er nicht mehr ängstlich. Er hat sich an mich geschmiegt und die Streicheleinheiten genossen. Ich habe natürlich in der Nachbarschaft und beim Tierheim nachgefragt aber keiner vermisste den Kater. Auch auf meine Anzeigen hat sich bisher niemand gemeldet. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, da ich ihn natürlich gerne behalte. Mittlerweile ist er kastriert, gechipt und geimpft.

Eigentlich wär alles super, wenn er sich nur nicht so blöd gegenüber meiner Katze verhalten würde. Er jagd ständig hinter ihr her und scheucht sie unters Bett oder die Couch. Sobald sie darunter hervorkommt stürzt er sich wieder auf sie. Nur wenn er müde ist, lässt er die Kleine in Ruhe. Er beißt sie sogar und sie bepinkelt sich dann.
Sie faucht ihn jetzt natürlich immer an, selbst wenn er mal nichts "Böses" will.

Zu mir ist er dann wiederum sehr lieb und verschmust. Er schläft sogar in meinem Bett. Am liebsten auf meiner Brust.

Ich weiß nicht so recht was ich machen soll, da ich ihn auf garkeinen Fall ins Tierheim geben möchte.

Meine Tierärztin meinte, die beiden Katzen müssten das unter sich selbst ausmachen und ich könne nix tun. Da muss es doch aber irgendwas geben, was ich machen kann! Könnt ihr mir helfen? :confused:

Liebe Grüße,
Laura


(Sorry für die abgehackte Schreibweise und die Rechtschreibfehler, ich bin gerade total erkältet und nicht ganz bei Sinnen^^)


Fragenkatalog

1. Art der Zusammenführung (Zutreffendes ankreuzen):
(X) neue Katze(n) zu ansässiger Katze(n)
(_) neue Katzen werden zusammengeführt
(_) ansässige Katzen verstehen sich nicht mehr

2. Fragen zur Katze:
- Wieviele Katzen leben jetzt im Haushalt? 2
- Ist eine oder sind mehrere Katze neu hinzu- oder weggekommen (Tod, Abgabe)? Ein Fundkater kam hinzu.
- War die neue bzw. die ansässige Katze bisher ein Einzeltier? Habe schonmal ein Jahr in ner WG mit einer anderen Katze gewohnt,
die ansässige Katze war also schonmal an andere Katzen gewohnt. Wie das bei dem Fundkater aussah weiß ich nicht.
- Seit wann gibt es Probleme? Seit Anfang an.

Angaben zu den Tieren:
Katze, ca. 3,5 Jahre, gesund, wohnt seit ihrer 13. Lebenswoche bei mir. Sie ist kastriert und sehr auf mich fixiert. Hört perfekt auf ihren Namen.
Kater, ca. 3 Jahre, gesund, wohnt seit 27.12.10 bei mir. Er wurde nach einer Woche kastriert. Ist mir gegenüber sehr verschmust.

3. Fragen zu den Lebensumständen der Katze:
- Wohnungskatze/Freigänger? Dürfen 2 Stunden pro Tag nach draußen.

4. Wie äußert sich das Problem?
- kommt es zu Kämpfen, wenn ja, wie schwer sind diese (blutig?): Es kommt zu Kämpfen, Blut ist bisher nicht geflossen.
- wurde eine Katze während der Auseinandersetzung unsauber (Kot/Urin)? Die ansässige Katze uriniert wenn der Kater sie angreift.
- wird eine Katze aus einem Bereich der Wohnung permanent vertrieben und wo hält sie sich dann auf? Ja, die ansässige Katze wird unters Bett gejagt.
- wie oft kommt es zu Streitigkeiten? Kater jagd die Katze ständig weg, es sei denn er schläft. Ca. 10 Mal pro Tag beißt er sie.

5. Fragen zu deinen Lebensumständen:
- Nichts besonderes passiert.

6. Was hast du schon unternommen?
- Felifriend Spray
- räumliche Trennung für einen Tag
- greifst Du bei Streitigkeiten ein: Ja, wenn er sie beißt.
 
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Marita6584

Marita6584

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Wie alt ist der Kater denn? Wenn er noch sehr jung ist, dann will er vielleicht nur spielen.
Genau das Gleiche spielt sich zur Zeit bei mir ab. Ich habe zu meiner 4-jährigen Katze einen 12Wochen alten Kater geholt. Inzwischen ist er 2 Monate hier und sehr mutig geworden. Auch er geht auf Fiene los, springt sie an und will mit ihr spielen. Natürlich faucht sie ihn dann an.
Aber vor einer Woche habe ich beobachtet, wie sie ihn abgeleckt hat. Und die beiden begrüßen sich, wenn sie von ihren Ausflügen nach Hause kommt.
Manchmal scheint sie sich auch über den kleinen Racker zu amüsieren.
Hab also noch ein wenig Geduld, es wird schon.:smile:
 
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Burgerbraterin

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Hab jetzt genauere Angaben zu den Tieren eingefügt s.o. :)
 
Marita6584

Marita6584

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Aha, also konnte ich Dir nicht weiter helfen, das tut mir leid. Das ist wirklich schwierig. Es ist zwar ein ganz blöder Rat, und ich gebe ihn nicht gerne, aber mir fällt wirklich nichts anderes ein, als noch ein wenig abzuwarten und gleichzeitig nach einem neuen Zuhause für den Kater zu suchen. Er muß ja nicht unbedingt im Tierheim landen.
Aber vielleicht hat jemand anderes noch eine bessere Idee, ich wünsche es euch sehr.
 
B

Burgerbraterin

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Aha, also konnte ich Dir nicht weiter helfen, das tut mir leid. Das ist wirklich schwierig. Es ist zwar ein ganz blöder Rat, und ich gebe ihn nicht gerne, aber mir fällt wirklich nichts anderes ein, als noch ein wenig abzuwarten und gleichzeitig nach einem neuen Zuhause für den Kater zu suchen. Er muß ja nicht unbedingt im Tierheim landen.
Aber vielleicht hat jemand anderes noch eine bessere Idee, ich wünsche es euch sehr.

ohje :( ich hoffe echt, die beiden lernen noch sich zu verstehen. danke für dein mitgefühl!
 
Wladimir-Coco

Wladimir-Coco

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Hallo Laura,

ich hatte gerade eine Katzenpsychologin und THP da, weil ich wissen wollte wie ich mich am besten verhalte bei Streitereien und so den Anfängen wehren kann.

Ich habe einen Kater und eine Katze, Geschwister, beide sind jetzt gute 9 Monate alt, alles noch ok und im Rahmen und Coco ist auch nicht verängstigt (wie deine, Pinkeln ist ein Zeichen großer Angst, fauchen zeigt Angst). Aber sie haben sich eben "auseinandergelebt" als Kater und Kätzin und der ranghöhere Wladimir meint ab und zu Coco so lange druch die Wohnung jagen zu müssen bis sie nach draußen verschwindet (katzenklappe) , besonders dann wenn er inniglich mit mir geschmust hat.

Nun: Er möchte sie am liebsten aus seinem Revier vertreiben so dass er Schmusen und essen nur für sich hat. Garkeine so dumme Idee ;) (Revierverhalten endet nicht mit einer Kastration, wie ich von der KaPsych gelernt habe)
Wie kann man sie also davon überzeugen dass sie hierher und zusammengehören?

1. Gerüche tauschen. Katzen orientieren sich primär über Gerüche.
Indem sie kratzen, verteilen sie ihre Geruchsspuren im Haus und wissen: hier bin ich sicher und Zuhause. Jede Katze hat ihren eigenen Geruch.

Du gehst jetzt zu der Katze und nimmst ihr durch Streicheln am Kinn und an den Backen ihren Geruch ab und gehst zum Kater und reibst ihm die Hand in den Nacken. Denn da kommt er nur schlecht hin zum Putzen, deswegen muss es da sein :). dann nimmst du seinen Geruch an Backe und Kinn durch streicheln ab und streichst ihn der Katze in den Nacken. Dadurch fangen die Katzen an, nacheinander, sozusagen nach sich selbst zu riechen, und sie betrachten sich nicht mehr so als fremde. Das macht das angreifen schwieriger.
Das muss man mehrmals täglich machen, am anfang besonders häufig, sie sollen ja was lernen, besonders der Kater. Aber man sollte auch nciht damit aufhören, wenn es besser wird.

Nachdem ich das das erste Mal gemacht hatte, haben sie zum erstenmal seit Wochen wieder zusammen gelegen. :)

2. Immer zusammen füttern. Mahlzeiten, JEDES Leckerchen gibt es nur gemeinsam. Das ist vor allem für ihn wichtig.
Zumindest diese Wohltat gibt es nur, wenn sie in der Nähe ist und auch eins bekommt. Sonst kommt er auf dumme Gedanken ;)

3. verhalten bei Streitigkeiten:
Die KaPsych meint, man kann bei Rangstreitigkeiten auch steuernd eingreifen. Du mußt also nicht tatenlos zusehen, wie der Kater Haustyrann wird. Es reicht wenn er ein bisschen Herr im Haus spielen darf. Aber du als Ranghöchste darfst bestimmen wie weiter er bei ihr gehen darf.

Und da kannst du ab jetzt agressives Verhalten von seiner Seite unterbinden.

Agressives Verhalten bei Katzen beginnt schon mit Starren. Der Kater starrt dann die Kätzin an, lässt sich nicht aus den Augen, ist wie hypnotisiert, verfolgt jeden ihrer Schritte und bewegt sich soweit hinter ihr her, dass er sie immer im Blick hat. Bis er dann seinen Angriff startet.

Immer wenn du shcon diese Anfänge mitbekommst, stellst du dich dazwischen - buchstäblich mit dem Körper. Es geht darum sich zu verhalten wie eine Katze, d.h. nicht mit dem Kater in dem Moment zu reden, ihn nicht anzuschauen - denn das alles wäre schon nette menschliche aufmerksamkeit selbst mit böser Stimme - sondern nur die Blickachse zu unterbinden.

Wenn ich nicht mit dem Körper dazwischenkomme, halte ich ihm die Hand vor sein Gesicht. Er versucht dann natürlich auszuweichen, wechselt auch seinen platz. Ich hinterher. Manchmal geht das so schnell, dann stürzt er sich schon auf sie - da ist es natürlich schwer mit dem Körper dazwischen zu kommen, wäre aber auch das Ziel, wenn er sie beispielsweise in eine Ecke getreiben hat.
Wenn er nicht ablassen will - dann mußt du schauen, dass du sie erwischt und hochnimmst, sie streichelst, sie in sicherheit bringst. Und ihn ignorierst fürs erste.

Nicht böse sein, nicht wütend, kein Schubsen, NICHT bedrohlich auf ihn zugehen, ihn ausschimpfen, ihn vertreiben, ihn vielleicht runterdrücken, so dass er kapiert du bist hier der chef, das weiß er sowieso, braucht man alles nicht. nur ignorieren, nicht anschauen, nicht streicheln - und dich um SIE kümmern.

Durch die Hand vor dem Kopf und dem Körper dazwischen berühre ich ihn auch nicht, er kommt so auch nicht unter Stress und fühlt sich bedroht. funktioniert trotzdem prima zum beispiel auch, wenn er sie von einem Lieblingsplatz vertreiben will: einfach die Hand vor den kopf halten und er kann sie nicht mehr vertreiben und zieht dann von selbst ab, ohne dass ICH als Agressor auftreten mußte.

So kann er lernen: Wenn ich die Kätzing dominieren will und angreife, wird es entweder furchtbar langweilig und am Ende bekommt SIE die Streicheleinheiten und die Aufmerksamkeit.:eek: Das will er natürlich nicht.

Irgendwann wenn du ihn mit der Hand vor dem Kopf und dem dazwischenkrabbeln genug genervt hast, wird er anfangen schon im Starr-Stadium aufzugeben, oder wenn er sie in die Ecke getrieben hat und du dazwischen hängst, wird er sich dann abdrehen und anderen Dingen zuwenden - und DANN streichelst du IHN und lobst IHN.

So lernt er: wenn ich sie in Ruhe lasse, bekomme ich Streicheln und Augmerksamkeit.



Das ist natürlich etwas aufwendig zu beginn, aber jetzt eine Woche nachdem ich damit angefangen habe, merke ich schon eine deutliche Wirkung. Coco wirkte vorher zwar überhaupt nciht verschüchtert auf mich, aber ich muss sagen, sie ist jetzt häufiger drinnen, wirkt insgesamt selbstbewußter und entspannter, zufriedener.

Und Wladimir spielt jetzt auch mal mit sich, einem Spieltier oder animiert sie ganz süß zum Spielen - weil das Spiel "Coco scheuchen und rausjagen" jetzt out ist.

Der Aufwand zahlt sich also ziemlich schnell aus.


Ich frage mich ob es in deinem Fall vielleicht sogar das beste ist, die beiden erstmal zu trennen, wenn du außer Haus bist. Damit die Katze shcneller wieder Selbstbewußtsein bekommen kann. Denn wenn du weg bist, wird er natürlich erstmal seine Spiele weiterttreiben.

Wenn nur der Kater bei dir im Bett schläft, kann mir vorstellen, dass es auch helfen kann, wenn du jetzt erstmal etwas auf Distanz zu ihm gehst, und ihn erstmal nicht mehr bei dir schlafen lässt. Ich hatte bei Wladimir immer den eindruck, dass er besonders gerne Coco vertreibt, wenn er mich ganz für sich hatte. Die KaPsych hat mir diese Beobachtung bestätigt. Wenn du dem Kater klarmachst, dass er nicht dein Favorit ist, der ganz nah bei dir sein und schlafen darf, kann ihn das auch erstmal im Guten verunsichern. Er soll ja neu lernen sich in eine dreier-Konstellation einzufügen und nicht mehr die Hoffnung hegen, dass er und Frauchen das Superteam sind, und man die Katze am besten vertreibt.

Ich wünsche dir viel Glück!
Und halte uns auf dem Laufenden.
 
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Janosch

Janosch

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Ohje, ich kenne dein Problem.
Ich hatte das mit meinem Pflegi Janosch, der ging dermaßen auf meine Leni los.
Leni hat sich auch vor lauter Angst vollgemacht.
Bei den Beißereien ist Blut geflossen und einmal hat Janosch mich gebissen als ich ihn von Leni zerren wollte.
Ich habe es dann nach mehreren Versuchen aufgegeben ihn in meine Truppe einfügen zu wollen.
Da war nichts zu machen.:(
 
Jeans

Jeans

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26. April 2008
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Bei Freiburg
Hallo Laura,

ich hatte gerade eine Katzenpsychologin und THP da, weil ich wissen wollte wie ich mich am besten verhalte bei Streitereien und so den Anfängen wehren kann.

Ich habe einen Kater und eine Katze, Geschwister, beide sind jetzt gute 9 Monate alt, alles noch ok und im Rahmen und Coco ist auch nicht verängstigt (wie deine, Pinkeln ist ein Zeichen großer Angst, fauchen zeigt Angst). Aber sie haben sich eben "auseinandergelebt" als Kater und Kätzin und der ranghöhere Wladimir meint ab und zu Coco so lange druch die Wohnung jagen zu müssen bis sie nach draußen verschwindet (katzenklappe) , besonders dann wenn er inniglich mit mir geschmust hat.

Nun: Er möchte sie am liebsten aus seinem Revier vertreiben so dass er Schmusen und essen nur für sich hat. Garkeine so dumme Idee ;) (Revierverhalten endet nicht mit einer Kastration, wie ich von der KaPsych gelernt habe)
Wie kann man sie also davon überzeugen dass sie hierher und zusammengehören?

1. Gerüche tauschen. Katzen orientieren sich primär über Gerüche.
Indem sie kratzen, verteilen sie ihre Geruchsspuren im Haus und wissen: hier bin ich sicher und Zuhause. Jede Katze hat ihren eigenen Geruch.

Du gehst jetzt zu der Katze und nimmst ihr durch Streicheln am Kinn und an den Backen ihren Geruch ab und gehst zum Kater und reibst ihm die Hand in den Nacken. Denn da kommt er nur schlecht hin zum Putzen, deswegen muss es da sein :). dann nimmst du seinen Geruch an Backe und Kinn durch streicheln ab und streichst ihn der Katze in den Nacken. Dadurch fangen die Katzen an, nacheinander, sozusagen nach sich selbst zu riechen, und sie betrachten sich nicht mehr so als fremde. Das macht das angreifen schwieriger.
Das muss man mehrmals täglich machen, am anfang besonders häufig, sie sollen ja was lernen, besonders der Kater. Aber man sollte auch nciht damit aufhören, wenn es besser wird.

Nachdem ich das das erste Mal gemacht hatte, haben sie zum erstenmal seit Wochen wieder zusammen gelegen. :)

2. Immer zusammen füttern. Mahlzeiten, JEDES Leckerchen gibt es nur gemeinsam. Das ist vor allem für ihn wichtig.
Zumindest diese Wohltat gibt es nur, wenn sie in der Nähe ist und auch eins bekommt. Sonst kommt er auf dumme Gedanken ;)

3. verhalten bei Streitigkeiten:
Die KaPsych meint, man kann bei Rangstreitigkeiten auch steuernd eingreifen. Du mußt also nicht tatenlos zusehen, wie der Kater Haustyrann wird. Es reicht wenn er ein bisschen Herr im Haus spielen darf. Aber du als Ranghöchste darfst bestimmen wie weiter er bei ihr gehen darf.

Und da kannst du ab jetzt agressives Verhalten von seiner Seite unterbinden.

Agressives Verhalten bei Katzen beginnt schon mit Starren. Der Kater starrt dann die Kätzin an, lässt sich nicht aus den Augen, ist wie hypnotisiert, verfolgt jeden ihrer Schritte und bewegt sich soweit hinter ihr her, dass er sie immer im Blick hat. Bis er dann seinen Angriff startet.

Immer wenn du shcon diese Anfänge mitbekommst, stellst du dich dazwischen - buchstäblich mit dem Körper. Es geht darum sich zu verhalten wie eine Katze, d.h. nicht mit dem Kater in dem Moment zu reden, ihn nicht anzuschauen - denn das alles wäre schon nette menschliche aufmerksamkeit selbst mit böser Stimme - sondern nur die Blickachse zu unterbinden.

Wenn ich nicht mit dem Körper dazwischenkomme, halte ich ihm die Hand vor sein Gesicht. Er versucht dann natürlich auszuweichen, wechselt auch seinen platz. Ich hinterher. Manchmal geht das so schnell, dann stürzt er sich schon auf sie - da ist es natürlich schwer mit dem Körper dazwischen zu kommen, wäre aber auch das Ziel, wenn er sie beispielsweise in eine Ecke getreiben hat.
Wenn er nicht ablassen will - dann mußt du schauen, dass du sie erwischt und hochnimmst, sie streichelst, sie in sicherheit bringst. Und ihn ignorierst fürs erste.

Nicht böse sein, nicht wütend, kein Schubsen, NICHT bedrohlich auf ihn zugehen, ihn ausschimpfen, ihn vertreiben, ihn vielleicht runterdrücken, so dass er kapiert du bist hier der chef, das weiß er sowieso, braucht man alles nicht. nur ignorieren, nicht anschauen, nicht streicheln - und dich um SIE kümmern.

Durch die Hand vor dem Kopf und dem Körper dazwischen berühre ich ihn auch nicht, er kommt so auch nicht unter Stress und fühlt sich bedroht. funktioniert trotzdem prima zum beispiel auch, wenn er sie von einem Lieblingsplatz vertreiben will: einfach die Hand vor den kopf halten und er kann sie nicht mehr vertreiben und zieht dann von selbst ab, ohne dass ICH als Agressor auftreten mußte.

So kann er lernen: Wenn ich die Kätzing dominieren will und angreife, wird es entweder furchtbar langweilig und am Ende bekommt SIE die Streicheleinheiten und die Aufmerksamkeit.:eek: Das will er natürlich nicht.

Irgendwann wenn du ihn mit der Hand vor dem Kopf und dem dazwischenkrabbeln genug genervt hast, wird er anfangen schon im Starr-Stadium aufzugeben, oder wenn er sie in die Ecke getrieben hat und du dazwischen hängst, wird er sich dann abdrehen und anderen Dingen zuwenden - und DANN streichelst du IHN und lobst IHN.

So lernt er: wenn ich sie in Ruhe lasse, bekomme ich Streicheln und Augmerksamkeit.



Das ist natürlich etwas aufwendig zu beginn, aber jetzt eine Woche nachdem ich damit angefangen habe, merke ich schon eine deutliche Wirkung. Coco wirkte vorher zwar überhaupt nciht verschüchtert auf mich, aber ich muss sagen, sie ist jetzt häufiger drinnen, wirkt insgesamt selbstbewußter und entspannter, zufriedener.

Und Wladimir spielt jetzt auch mal mit sich, einem Spieltier oder animiert sie ganz süß zum Spielen - weil das Spiel "Coco scheuchen und rausjagen" jetzt out ist.

Der Aufwand zahlt sich also ziemlich schnell aus.


Ich frage mich ob es in deinem Fall vielleicht sogar das beste ist, die beiden erstmal zu trennen, wenn du außer Haus bist. Damit die Katze shcneller wieder Selbstbewußtsein bekommen kann. Denn wenn du weg bist, wird er natürlich erstmal seine Spiele weiterttreiben.

Wenn nur der Kater bei dir im Bett schläft, kann mir vorstellen, dass es auch helfen kann, wenn du jetzt erstmal etwas auf Distanz zu ihm gehst, und ihn erstmal nicht mehr bei dir schlafen lässt. Ich hatte bei Wladimir immer den eindruck, dass er besonders gerne Coco vertreibt, wenn er mich ganz für sich hatte. Die KaPsych hat mir diese Beobachtung bestätigt. Wenn du dem Kater klarmachst, dass er nicht dein Favorit ist, der ganz nah bei dir sein und schlafen darf, kann ihn das auch erstmal im Guten verunsichern. Er soll ja neu lernen sich in eine dreier-Konstellation einzufügen und nicht mehr die Hoffnung hegen, dass er und Frauchen das Superteam sind, und man die Katze am besten vertreibt.

Ich wünsche dir viel Glück!
Und halte uns auf dem Laufenden.

Oh weeeh... Catharine...
Dafür hast du wahrscheionlich noch nen Batzen Geld bezahlt, ja?

Das kannst du in jedem Forum nachlesen, was dir da empfohlen wurde.
Genau SO habe ich damals meine Olive und meine Jeans zusammengeführt...

Ganz für lau. Hat mich keinen Cent gekostet.

Viele andere Foris hier z.B. ebenfalls nicht...

Das alles was dir da geraten wurde klingt so als hätten die THP und Tierpsychologin sich das alles selbst aus irgendwelchen Foren und Webseiten "zusammengelesen".
 
Wladimir-Coco

Wladimir-Coco

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309
Ich habe aber keine Zeit für viele Foren, conny.
Oder für JEDES Forum.

Und ich habe diese Ratschläge noch nie hier gelesen.
Obwohl ich weiß wie die Suchenfunktion funktioniert.
Und sie auch schon oft benutzt habe.

Vom systematischen Gerüche austauschen - und damit ist nciht 'mit einem T-Shirt abrubbeln gemeint' - habe ich hier noch nie gelesen.
Und von diesem emotional neutralen mit dem Körper dazwischen gehen und die Blickachse unterbinden.
Es geht ja nicht nur um so ein vages "Das Selbstbewußtsein des unterlegenen Tieres stärken". Und mal streicheln und rausnehmen bei einem angriff. DAS habe ich hier schon gelesen.
Sondern darum das dominierende Tier fundiert etwas lernen zu lassen.


Vielleicht hast DU ja das irgendwo gepostet.
Und ich habs auf die Schnelle nicht gefunden.
Und du warst gerade jetzt drauf und dran das hier für die Teilnehmerin genauso zu posten.
Was für ein Zufall. ;)


Mir ist die Zeit zu schade stundenlang in Foren recherchieren.
Mir hat die KaPsych innerhalb einer halben Stunde alle Informationen gegeben, die ich brauchte.
Und mein Stundenlohn ist höher als der von der THP :D.
Insofern hat es sich ganz schnell amortisiert.

Also kannst du das Mitleid ruhig stecken lassen.
:D
 
Niki ta

Niki ta

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19. August 2010
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  • #10
Liebe Catharine,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Fand ich sehr interessant und aus eigener Beobachtung kann ich das auch nachvollziehen.

Ich habe hier 3 Geschwister und Niki schreit immer als würde sie abgemurkst, wenn sie mit ihren Brüdern rangelt. Dabei fängt sie meistens an:eek:
Sie hat schon bei ihrer Mama geschrieen, wenn sie geputzt wurde. Der war das egal, sie wurde trotzdem geputzt. Sie ist auch sonst sehr gesprächig.

Am Anfang habe ich die 3 immer machen lassen, aber jetzt sind sie 2 Jahre alt und langsam reicht es mir und jetzt gehe ich hin, stelle mich dazwischen, oder halte auch die Hand hin. Und jedesmal wird sofort der spielerische Kampf abgebrochen und sie laufen zusammen raus. Inzwischen schreit sie fast gar nicht mehr.:aetschbaetsch1:. Sie ist so clever und hat sofort gelernt , das ich mich dann einmische:zufrieden:

Liebe Grüße
Nikita
 
Flauschwolke

Flauschwolke

Forenprofi
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21. Oktober 2010
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Frankfurt/M
  • #11
hm, was wohl aus den beiden Katzen der Burgerbraterin geworden ist?

ich fand die Tips mit dem gezielten Duftaustausch auch einleuchtend, werde das so auch mal probiern.

wir hatten ja neulich auch die katzenpsychologin da, ich glaube wenn man seine katzen wirklich gern hat, klammert man sich an jeden strohalm...:sad:
 
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Marita6584

Marita6584

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16. Dezember 2010
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Eckernförde
  • #12
Hm, mich würde auch interressieren, wie es weiter gegangen ist.
 

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