Freigängerkatze als Einzelkatze?

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Bartok

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Hallo liebe Fories,

Nachdem ich sonst nur stiller (und unregistrierter) Mitleser war, habe ich heute eine Frage. Ich hatte zwar schon eine Katze, aber diese war eine totale Einzelkatze, so dass sich die Frage nach einer Zweitkatze selbst wenn ich gewollt hätte nicht gestellt hat.

Nachdem mein Liebling leider nach kurzer schwerer Krankheit von uns gegangen ist, haben wir einen offenbar ausgesetzten Kater aufgenommen, der vor einigen Monaten einer Familie zugelaufen war, sich aber dort weder mit den vorhandenen Katzen noch mit deren Hunden verstanden hat und deshalb dort nicht bleiben konnte.

Er ist weder gechippt, noch tätowiert und war auch nicht kastriert. Im Tierheim lag keine Vermisstenanzeige vor und ich konnte ihn auch in einer Suchdatenbank bundesweit finden. Da wir nun davon ausgehen, dass sein ursprünglicher Besitzer nicht aufzufinden sein wird, wohnt er nun bei uns. Entwurmt und kastriert ist er jetzt und nächste Woche bekommt er die ersten Impfungen.

Wenn er grundimmunisiert ist, sich hier eingelebt und die Kastration verdaut hat soll er natürlich wieder ein Freigänger werden (er würde am liebsten jetzt schon wieder raus). Mein Tierarzt schätzt sein Alter auf knapp über ein Jahr.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob er ein Einzelkater blieben soll oder nicht. Es gibt zwar in der Nachbarschaft auch Katzen, diese waren unserer vorherigen Katze gegenüber aber eher feindlich eingestellt (und vice versa)... Ignorieren war da das höchste der Gefühle. Nun konnte er aber nicht bei den Vorbesitzern bleiben, da er sich dort mit den Katzen nicht verstanden hat (da allerdings noch unkastriert). Tue ich ihm einen Gefällen, wenn ich einen Katzenkumpel organisiere? Oder will er lieber alleine bleiben, wo er nicht um essen kämpfen muss und ihn keiner jagt? Was denkt ihr?
 
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huckelberry

huckelberry

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Ja, du tust ihm einen gefallen wenn du ihm einen anderen Kater holst.
Mit einem Jahr ist er noch sehr jung, suche ihm einen Katerkumpel im gleichem Alter und mit ähnlichem Charakter.
Auch Freigängerkatzen, brauchen Gesellschaft, es gibt die Wintermonate in denen sie mehr im Haus sind.
Meine sind auch draußen zusammen unterwegs.
 
Margitsina

Margitsina

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Aber klar, bitte einen gleichalten Kumpel holen. :)
 
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Bitte versuche es mit einem Katzenkumpel.

Wenn ich meine Katze hier sehe, wie die noch nach fast drei Jahren ihren Kater vermisst.

Ich würde sofort , aber Katze will keinen Kumpel/Kumpeline mehr.
 
Rickie

Rickie

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Ehrlich gesagt, fand ich es immer schoen, wenn Manfred und Ramses draussen zusammen durch die Gegend gezogen sind.
Mit einem Jahr ist der Kater auch noch zu jung, um ihn als strikten Einzelkater abzustempeln.
Also ich wuerde es schon versuchen, ihm einen Kumpel zu holen.

Und bitte lass ihn erst 4 bis 6 Wochen nach der Kastra hinaus, auch sollte er komplett geimpft, gechipt und registriert sein.

Schoen, dass Du ihm ein Zuhause gibst.:)
 
Paty

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Ich habe drei Kater und die sind auch draußen immer zusammen unterwegs.

Mit fremden Katzen wird sehr selten draußen Freundschaft geschlossen, da geht es meist ums Revier.

Es ist auch draußen mit einem Kumpel schöner:D
 
Tilawin

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Ich habe drei Kater und die sind auch draußen immer zusammen unterwegs.

Mit fremden Katzen wird sehr selten draußen Freundschaft geschlossen, da geht es meist ums Revier.

Es ist auch draußen mit einem Kumpel schöner:D

Dem kann ich nur zustimmen :)

Als Jungkater wird seine Vergesellschaftung nicht schwierig sein, aber er hat sein ganzes Leben lang etwas von seinem vierbeinigen Freund! Katzen sind draußen oft Feinde (oder unterhalten lockere Freundschaften) aber Zuhause sieht das ganz anders aus. Und meine drei laufen auch draußen zusammen rum... :)
Ich würde ihm auf jeden Fall einen Kumpel zur Seite stellen. Dass er sich als unkastrierter Kater mit den anderen Katzen nicht verstanden hat ist normal.

Der mögliche Kumpel sollte ca. gleichalt sein und ihm charakterlich ähnlich. Natürlich muss auch er kastriert sein (vorher nicht zusammen lassen) und mehrere Wochen Zuhause bleiben, bevor er raus darf.
 
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Bartok

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Danke für eure Meinungen! Mittlerweile ist die erste Impfrunde durch, eine Kotprobe wurde auch untersucht (zum Glück alles in Ordnung) und in drei Wochen kommt die zweite Impfrunde. Danach soll er nach Meinung meiner Tierärztin noch weitere zwei Wochen im Haus bleiben und erst danach Freigang bekommen.

Wenn wir uns jetzt auf die Suche nach einem Kumpel machen, wann ist dafür der beste Zeitpunkt? Die Zeit, in der er noch nicht vollständig immunisiert ist, würde ich auf jeden Fall noch abwarten, aber wie lange danach? Sollte er sich erstmal an den Freigang und die Umgebung hier gewöhnt haben? Und was ist dann mit dem Kumpel? Der Arme sitzt dann ja erstmal vier bis sechs Wochen im Haus, während unser Kleiner schon fröhlich draußen umherzieht. Gibt das keinen Streit?

Der mögliche Kumpel sollte ca. gleichalt sein und ihm charakterlich ähnlich.

:wow: :eek: Dann reißen die beiden hier gemeinsam die Bude ab und wir müssen alles festnageln. Ich habe noch nie eine Katze erlebt, die dermaßen aktiv, schnell und lebhaft ist wie dieser Kater. Aber es ist logisch, dass er einen ähnlich veranlagten Freund einem ruhigeren Gefährten vorzieht.

Wie macht an sich denn am besten auf die Suche? Geht man im Tierheim vorbei und beschreibt den Charakter des bereits vorhandenen Tieres? Ein bisschen möchte ich dabei natürlich auch, dass wir uns in den neuen Kater verlieben.
 
ottilie

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Du kannst hier in der Rubrik Tierschutz unter den Notfellchen ein Gesuch aufgeben.
Dann werden Dir mögliche Kandidaten vorgestellt.
Die kommen viel von Pflegestellen, und haben den Vorteil dass sie sehr genau beschrieben werden
Denn die Pflegestellen kennen ihre Tiere sehr genau und können sagen wer zu euch passen könnte.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #10
Hallo,

ich würde eher auf Pflegestellen von Tierschutzorgas suchen, weil die ihre Schützlinge zum einen oft besser einschätzen können, zum anderen sich die Katzen bei Familienanschluss oft auch anders verhalten als im Tierheim. auch anders verhalten als im Tierheim.

Und ich würde den neuen Kater dazu holen, bevor es Freigang gibt.

Inwiefern hat er sich denn bei der Familie nicht mit den anderen Katzen verstanden, was genau ging dort ab?
 
Margitsina

Margitsina

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  • #11
Ich würde auch raten, den Kater umgehend dazu zu holen, damit sich beide eingewöhnen und dann beide Freigang bekommen können.
Ist deutlich einfacher, als wenn einer schon raus kann und bereits der Chef ist.
Dann ist auch eine Vergesellschaftung aufwendiger und alles dauert insgesamt länger.
 
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Bartok

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  • #12
Inwiefern hat er sich denn bei der Familie nicht mit den anderen Katzen verstanden, was genau ging dort ab?

Das kann ich auch nur aus den Erzählungen wiedergeben, da ich die Leute ja nicht kannte. Sie haben wohl, als kein Besitzer ermittelt werden konnte versucht ihn bei sich wohnen zu lassen. Er hat sich da wohl mit dem vorhandenen Kater wild geprügelt und die Katzen ständig besprungen. Und ist bei den Nachbarn ins Haus gelaufen und hat deren Katzen aufgemischt, was bei den Nachbarn nicht gut ankam. Nun war er ja da auch noch nicht kastriert, so dass mir das nicht als so ungewöhnliches Verhalten vorkam. Unser (kastrierter) Kater ist hier auch bei allen Nachbarn in die Häuser gelaufen und hat sich dort umgesehen und deren Katzen aufgemischt... Und bis die Revierverhältnisse geklärt waren gab es auch häufiger Zoff.
 

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