Freigänger zickt wegen Katzenbaby

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Ironsamurai

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Hallo und Guten Morgen,

ich habe ein sehr großes Problem. Vor etwa zwei Jahren ist uns ein Kater zugelaufen, der vom Tierarzt auf ca. ein bis anderthalb Jahre geschätzt wurde. Selbst mein damaliger Kater, der kurz danach an einer Nierenkrankheit verstarb, akzeptiert ihn und so durfte er bleiben.
Charlie, wie wir ihn tauften, ist eine Seele von Katze. Er ist lieb und akzeptiert jedes andere Tier. Da wir auf dem Land leben, haben wir in der Scheune natürlich Mäuse. Doch Charlie fängt keine Mäuse, er schmust mit ihnen. Von vielen Leuten aus dem Dorf bekommen wir Fundtiere, die wir dann aufpäppeln und an den Tierschutz weitergeben. Von Katzen, Hunden, Hasen über Papageien und sogar verletzte Falken. Egal was kam, Charlie hat alle akzeptiert. Selbst einen sehr dominanten alten Kater.

Seit Freitag haben wir ein vier Wochen altes Katerchen. Spaziergänger haben ihn aus einem Abfluss befreit und zu uns gebracht. Eine weitere Suche ergab, dass der kleine alleine unterwegs war und keiner weiß wohin er gehört. Also ab zum Tierarzt und der kleine muss aufgepäppelt werden.
Doch da beginnt das Problem. Seitdem der kleine im Haus ist, er sitzt in seiner Babybox, kommt unser Charlie nicht mehr ins Haus. Er frisst auch nichts mehr. Er faucht uns an und kratzt und beißt uns. Er verhält sich wie ein pubertierender Teenager.
Gestern Abend kam er ins Haus, er nutzt Tag und Nacht eine Katzenklappe, hat ein wenig gefressen und wir konnten ihn auch normal Streicheln. Den kleinen in seinem "Laufstall" hat er nicht mal beachtet. Wir dachten schon, OK jetzt klappt das. Charlie ging rüber zum Laufstall um nach dem kleinen zu sehen, doch der kleine Findus war so erschrocken, dass er unseren Charlie anfauchte.
Charlie verließ daraufhin fluchtartig das Haus und ist die ganze Nacht nicht heim gekommen. Heute Morgen als ich meinen Frühstückskaffee auf meiner Bank vorm Haus trank, kam Charlie zu mir und ließ sich streicheln, wollte dann ins Haus und blieb vor der Katzenklappe stehen. Als ich aufstand um ihm die Tür zu öffnen ist er schnell in die Scheune gelaufen und hat laut geweint.

Was sollen wir nur tun? So ein Verhalten kenne ich von Charlie nicht. Mich stört es dass er nicht ins Haus kommt und dass er nichts frisst.
Eigentlich haben wir entschieden dass der kleine Findus bei uns bleiben soll, aber so wie es im moment aussieht, schaffen wir es nicht mal den kleinen solange zu behalten bis er zwölf Wochen alt ist. Ich möchte auch nicht, dass Charlie wegläuft. Ich bin gerade sehr verzweifelt.

Liebe Grüße, Sven
 
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Gwion

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Wenn ich das richtig verstehe, ist der Kleine bei euch die einzige Katze?
Dann wäre ein Behalten ohnehin für ihn eine eher schlechte Lösung. Er braucht andere Katzen um Sozialverhalten zu lernen und als Kitten braucht er andere Kitten, mit denen er spielen und kuscheln kann.

Es wäre IMHO besser, wenn er zu anderen Kitten käme - besteht da eine Möglichkeit?
Wenn er bleiben dürfte, dann könnte doch aber auch ein älteres Kitten einziehen. Weniger ideal, aber auch machbar.

Was Charlie angeht:
Wenn er Pflegis gewohnt ist, ist sein Verhalten, vor allem, daß er nicht frißt, sehr ungewöhnlich.

Ich würde überlegen, ob er vielleicht etwas hat und das nur zufällig mit dem Einzug des Kleinen zusammenfällt.
Daher ev. TA und wenn der letzte Befund schon länger her ist auch Blut- und ev. Harnbefund.
Und natürlich auch Zähne checken lassen.

Sollte er aber gesund sein, wird scih vermutlich nicht mehr feststellen lassen, warum er gerade jetzt so reagiert.

Die einzige Möglichkeit wäre dann ihn sehr zu "umwerben", anfangs auf jeden Fall abseits des Kitten.
 
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Ironsamurai

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Wenn ich das richtig verstehe, ist der Kleine bei euch die einzige Katze?

Nein, Charlie ist eigentlich unsere einzige Katze.

Was Charlie angeht:
Wenn er Pflegis gewohnt ist, ist sein Verhalten, vor allem, daß er nicht frißt, sehr ungewöhnlich.

Ich würde überlegen, ob er vielleicht etwas hat und das nur zufällig mit dem Einzug des Kleinen zusammenfällt.
Daher ev. TA und wenn der letzte Befund schon länger her ist auch Blut- und ev. Harnbefund.
Und natürlich auch Zähne checken lassen.

Wir waren erst letzte Woche mit Charlie beim Tierarzt, da war alles in Ordnung.

Ich habe mir schon überlegt, da Charlie ein Streuner war aber kastriert war, dass er vielleicht wegen einem Kitten mal irgendwie Probleme hatte. Denn er stellt sich nur bei den kleinen so an, nicht bei großen Katzen.
 
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Gwion

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Margitsina

Margitsina

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Der Kleine brauch zwingend einen kleinen katerkumpel zum Spielen.
Euer größer wird sich dann dran gewöhnen, gib ihm Zeit.

Jede Katze sollte einen Kumpel haben, Einzelhaltung ist nicht gut.
 

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