Freigänger und neuer Kater aus dem Tierheim

Lux

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Hallo Forum ,

ich habe bald eine Konstellation die viele hier kennen dürften und deswegen möchte ich fragen, welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt:

wir haben einen Freigänger, der nach Belieben rein und raus geht durch die Chip-Klappe. Jetzt haben wir uns doch entschieden, einen zweiten Kater aus dem Tierheim zu adoptieren (Spanien), er kommt in April an. Der zweite Kater hat sein ganzes Leben im Heim verbracht und kennt keine richtige Familie und keinen richtigen Freigang. Nach einer Zeit der Eingewöhnung (hoffentlich reicht einen Monat), wird er auch raus gehen dürfen.

Die Frage ist, was mache ich mit meinem Tiger bis dahin? Die Lösung auf der Hand ist, dass wir die Klappe zumachen und manuell steuern wenn er immer raus gehen will, damit der andere nicht auf die Idee kommt, von selber auszubüchsen. Die Nachteile sind aber klar, es ist lästig (besonders nachts), tagsüber wird er es auch nicht mögen, eingesperrt zu sein wenn wir nicht da sind und und und. Und das mehrere Wochen lang?

Leider kann die Klappe (Sureflap) den Chip nicht umgekehrt lesen, also auch beim rausgehen, sonst wäre das Ganze ein Kinderspiel. Wie habt ihr es in der gleichen Situation gemacht? Kann es sein, dass ich mir über den zweiten Kater zu viele Gedanken mache und er von sich aus gar nicht auf die Idee kommen würde, raus zu gehen durch eine Klappe die er gar nicht kennt und versteht? Wenigstens nachts wäre es eine Erleichterung, wenn die Klappe wie immer zugänglich wäre und unser Erster uns nicht auch noch deswegen wecken muss (macht er sonst immer, kuscheln um 4, Frühstück um 5 usw :D ).

Wie ist es bei Euch gegangen?
 
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Eifelkater

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Wir spielen hier momentan den Türöffner. Allerdings nur noch bis es das näöchste Mal am Wochenende gutes Wetter ist, dass wir mit draussen sitzen können. Hier wird das nämlich gerade echt nervig.

Aslan will nicht nur Julius hinterher, so dass es schwierig ist nur einen Kater rauszulassen, sondern Julius wartet in der Tür auch noch darauf das Aslan mitkommt. Wenn Julius draussen ist und Aslan drinnen, dauert es keine 5 Minuten bis lautstark an einer Tür randaliert wird, und Julius wieder rein will um dann wieder mit Aslan raus zu wollen.

Da Aslan jetzt auch bei jedem auf zuruf angetrabt kommt, denke ich das er ruhig mit Julius raus kann.
 
ottilie

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"er von sich aus gar nicht auf die Idee kommen würde, raus zu gehen durch eine Klappe die er gar nicht kennt und versteht?"

Ich habe die gleiche Konstellation wie Du.
Mein Neuzugang aus dem Tierheim will sogar bei geöffneter Terrassentür gar nicht rausgehen, er hat noch Angst davor.
Allerdings sitzt er immer an der Türschwelle, egal ob offen oder zu.
ich kippe sogar wenn ich dabei bin die Tür, weil das Schnuppern an der frischen Luft mag er auch so sehr.
Aber rausgehen? Nö

Ich schaue mir das seit ca. 2 Wochen an, er war 3 mal 3 Meter draußen

Beobachte den Neuen doch erst mal, Katzenklappe kennt er aus dem spanischen TH wahrscheinlich nicht.
Allerdings muss ich zugeben, dass mein Neuer sich vieles, was er nicht kannte, von meinem Erstkater abschaut...
 
Lux

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Eigentlich, wenn ich denke wie ich mit meinem Tiger bemüht habe, bis er die Klappe benutzen wollte.....

Warscheinlich werde ich sie, wenn ich nicht da bin, doch zumachen, aber ansonsten ist es tröstlich zu erfahren, dass es vielleicht doch nicht so eine grosse Gefahr wäre. Luft schnuppern und sich an die Umgebung gewöhnen kann der "Spanier" dann auf unserem Balkon, der ist gross und schön und bietet gute Aussicht auf den Garten.
 
seven

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Ich habe hier mal gelesen, dass jemand seine Chipklappe für diesen Fall verkehrt herum eingebaut hat. Dann können zwar alle Katzen von draußen rein aber nur die mit dem richtigen Chip raus. Vielleicht ist das ja die Lösung für euch.
 
Lux

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Wir können es aber nicht für einen Monat umbauen lassen :mad:, das lohnt sich finanziell nicht wirklich. Und da gibt es noch einen rotzfrechen Nachbarskater, der gerne das hochwertigere Futter von uns frisst :D.

Keine Erfahrungswerte weiter?
 
Grantelhuber

Grantelhuber

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Vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch, aber erkennt die Klappe den Chip von Kater Nr. 2 "einfach" so? Musst Du den nicht einspeichern? Wenn Du das nicht machst, kann Katerchen Nr 1 doch weiter rein und raus wie er will, oder?
 
Nyth

Nyth

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Kannst die Klappe so einstellen, dass sie sich nur noch nach Innen öffnet?

Dann musst du deinen Kater zwar per Hand raus lassen, aber er kommt wenigstens selbst rein.

Obwohl die meisten Katzen nicht allzu schnell dazu übergehen die Katzenklappe zu benutzen, ist es sonst eben doch ein ziemliches Risiko, zumal der Neuling ein Vorbild hätte.
Es hängt dann eben viel davon ab, wie sich der Neuankömmling allgemein verhält. Es kann sein, dass er unbedingt direkt raus möchte und es kann sein, dass ihm die Welt draußen einfach nur unheimlich und suspekt ist.

Wenigstens so 14 Tage würde ich kein Risiko eingehen. Wenn der neue Kater dann einen guten Eindruck macht, sich sicher bewegt und wohl fühlt, kannst du die Katzenklappe wieder komplett frei geben.
Wenn du sie komplett frei gibst, pass aber auf dass sie für den Fall der Fälle auf beide Kater reagiert. Nicht dass sich der Neue aussperrt. ;)
 
Lux

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Vielleicht stehe ich ja auf dem Schlauch, aber erkennt die Klappe den Chip von Kater Nr. 2 "einfach" so? Musst Du den nicht einspeichern? Wenn Du das nicht machst, kann Katerchen Nr 1 doch weiter rein und raus wie er will, oder?

Der Chip funktioniert bei diesen Klappen nur von aussen nach innen (leider), von innen kann jeder Tier rausgehen, egal ob mit oder ohne Chip. Das ist ja das Problem.

Ja, ich kann die Klappe so einstellen, dass der Kater trotzdem reinkommt, wenn er manuell rausgelassen wurde, aber es ist trotzdem genau so lästig.

Mich würde die Frage interessieren, ob die Fluchtgefahr bei einer neuen, reinen Wohnungskatze tatsächlich so gross ist, oder ich mache mir unnötig Gedanken.....Ich weiss aber dass es letztendlich von der Katze abhängt und die ist noch nicht da :)pink-heart:).
 
Nyth

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  • #10
Ich sags mal so: wenn du Pech hast, hat dein kleiner Spanier als Revier noch irgendein nettes Plätzchen in Spanien gespeichert und wird alles daran setzen, genau dorthin zu gelangen.
Inklusive dessen, dass er jede Fluchtmöglichkeit in deine Wohnung auf Herz und Nieren prüfen wird. Da braucht es dann nicht viel, um die Katzenklappe zu entdecken und sich einmalig durch zu zwängen.
Oder aber der Kater kennt sogar schon Katzenklappen, manche Tierheime haben zB angeschlossene Außengehege mit Katzenklappe.

Sprich, du kannst dich leider nicht darauf verlassen, dass er die Tür nicht kennt.

Für die Vergesellschaftung ziemlich suboptimal, aber wenn dein Kater arg Theater macht: Den neuen Kater in den ersten beiden Wochen über Nacht in einen anderen Bereich des Hauses sperren, von dem aus er keinen Zugang zur Katzenklappe hat.
 
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  • #11
Ich sags mal so: wenn du Pech hast, hat dein kleiner Spanier als Revier noch irgendein nettes Plätzchen in Spanien gespeichert und wird alles daran setzen, genau dorthin zu gelangen.

Der Spanier kennt Freigang noch gar nicht, wurde als Kätzchen ins Tierheim gebracht und lebt dort seit mehreren Jahren. Eigentlich wird die grosse Herausforderung die sein, ihn an einem sicheren Umgang mit der Freiheit zu gewöhnen, bis wir in den Urlaub fahren ;).

Danke für den Tipp mit der Trennung, mal sehen wie es wird. Dann muss unserer tagsüber, so lange niemand da ist, auch drin bleiben, hoffentlich wird das halbwegs Vergesellschaftungsfördernd.....
 
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Grantelhuber

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  • #12
Der Chip funktioniert bei diesen Klappen nur von aussen nach innen (leider), von innen kann jeder Tier rausgehen, egal ob mit oder ohne Chip. Das ist ja das Problem.


Ahhhhh sorry, das wusste ich nicht. Da ich einen Zweitjob als Türöffner habe, kam ich noch nie in die Verlegenheit, mich genauer mit einer Klappe zu beschäftigen :).
 
Nyth

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  • #13
Der Spanier kennt Freigang noch gar nicht, wurde als Kätzchen ins Tierheim gebracht und lebt dort seit mehreren Jahren. Eigentlich wird die grosse Herausforderung die sein, ihn an einem sicheren Umgang mit der Freiheit zu gewöhnen, bis wir in den Urlaub fahren .
Auch das Tierheim im Spanien kann im Kopf des Katers als "Heimatadresse" gespeichert sein. Wenn das der Fall ist und der Kater gelangt zu früh nach Draußen, wird er sich geradewegs auf den Weg zu diesem Tierheim machen.
Auch Wohnungskatzen haben leider diesen instinktiven Ortungssinn.


Was verstehst du denn unter sicheren Umgang mit der Freiheit wenn ich fragen darf?
 
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  • #14
Was verstehst du denn unter sicheren Umgang mit der Freiheit wenn ich fragen darf?

Na, dass er weiss dass wir sein Zuhause sind, wie und wo er reinkommt, dass er Autos als Gefahrenquelle erkennt, so was. Ich macher mir schon jetzt Sorgen, weil er erst Mitte April ankommt und wir in Juli schon im Urlaub sind, bis dahin muss das Zusammenleben und das rausgehen klappen. Unseren Tiger können wir während des Urlaubs unmöglich einsperren, das wäre Tiermisshandlung :oops:.
 
Nyth

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  • #15
Zuhause und Klappe leuchtet ein, aber wie willst du ihm den Punkt beibringen?
dass er Autos als Gefahrenquelle erkennt
 
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  • #16
Ich kann es ihm nicht beibringen, leider, kann nur beobachten und hoffen, dass er sich nicht komplett blind vor dem nächsten Auto wirft. Wir wohnen zwar in einer 30gen Zone, aber die Katzen hier passen schon halbwegs auf und rennen bei grösserem Motorlärm Richtung Garten und nicht Richtung Strasse.
 
Nyth

Nyth

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  • #17
Naja, das hängt aber von den Katzen ab.
30er Zone ist nicht schlecht, aber den Charakter der Katze im Voraus abschätzen oder Verkehrserziehung mit Katzen klappt leider nicht wirklich.

Ich drück aber natürlich die Daumen, dass der Neuankömmling auch eine gute Scheu vor Autos an den Tag legt.
 
Lux

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  • #18
Danke, uns ist auch klar, dass das Ganze ein Risiko ist. Zumal er nie Freigang hatte, aber wir waren der Meinung, dass der Kater endlich ein eigenes Zuhause verdient, nach fast 6 Jahren im Heim :pink-heart:.

Dafür kam unser erster Tiger komplett erzogen zu uns, wir mussten ihm absolut nichts beibringen (ausser Katzenklappebenutzung), im Gegenteil, er hat uns beigebracht wie schön es ist, mit einer Katze das Kopfkissen teilen zu müssen :D.
 
K

Kingeri

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41
  • #19
Hallo,

ich stehe nächste Woche vor dem selben Problem, weswegen ich diesen Thread für Ideen eurerseits nutzen möchte.

Ich ziehe mit meinen beiden Wohnungskatern zu meinem Freund, dieser hat eine ältere Freigängerdame. Sie kann durch eine einfache Katzenklappe Tag und Nacht raus wie sie möchte. Sie geht zwar nicht lange raus, aber gerne oft und macht z.B. ihr Geschäft nur draußen.

Ein Zimmer, welches sie nie nutzt, ist schon hergerichtet zur Eingewöhnung meiner beiden Kater.

Da der verwinkelte lange Flur mehrere Zwischentüren besitzt, könnte man sie anfangs auch so "aussperren" für eine Stunde, dass sie teilweise rein kann aber nicht ins komplette Haus. So könnten meine schon mal ein wenig die Umgebung erkunden. Ich würde dann nach 2-3 Tagen die drei zusammen lassen. Allgemeinwissen zur Vergesellschaftung, also die Erstkatze "bevorzugen" und den Katzen positive Gefühle beim Zusammentreffen geben usw. habe ich, zudem wollen wir vorsorglich 1-2 Feliway Stecker anbringen.

Falls die drei dann nach ein paar Tagen zusammen laufen können, also nicht mehr getrennt leben, wie mache ich das dann mit dem Freigang?

Die Altkatze möchte ja gerne jederzeit, die Neuankömmlinge sollen frühstens nach 4 Wochen raus.
Wenn die Altkatze nur dann rausgelassen werden kann, wenn wir da sind, fühlt sie sich dann nicht wieder total benachteiligt?

Ich habe auch schon viel negatives über Klappen mit Chiperkennung gelesen, weswegen ich denen nicht vertraue.

Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrungen oder einen Rat.

Liebe Grüße,
Kingeri
 
ottilie

ottilie

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  • #20
Grüß dich,
Du darfst dir für dein Anliegen gern einen neuen eigenen Beitrag aufmachen.
Dann wird es besser gelesen
 
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