Freigänger evtl. gesünder und glücklicher als eine reine Hauskatze? Wer hat Erfahrungen mit beiden Haltungsformen?

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VoiceSi

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Ich stelle grad ernsthaft in Frage, ob ich meine beiden Katzen (5 Jahre alt) weiterhin als Hauskatzen halten sollte.
Wir wohnen an einem Feld in einer nicht zu sehr befahrenen Straße, ca. 250 m von der Ortsdurchfahrtsstraße entfernt.
Hatte früher 2 Freigänger und es ging immer alles gut. Sie wurden beide 17 Jahre alt und hatten am Ende andere gesundheitliche
Probleme.

Seit ich meine beiden "Neuen" hab, bin ich aber sehr ängstlich geworden und wollte sie eigentlich nicht mehr rauslassen (evtl. Katzenhasser,
etwas "empfindliche" Nachbarn bezügl. Katzenkot im Garten, viele Hunde, die hier Gassi geführt oder laufen lassen werden, etc.).

Aber ich fühle mich jeden beginnenden Frühling und Sommer schlechter damit, ihnen den Zugang zu der Abenteuerwelt da draußen zu verwehren. :(
Eine der beiden hat zur Zeit heftige Verdauungsprobleme (starke Verstopfung, mit ausgelöst durch Haarballen, wie es scheint) und auch der Magen
will nicht so, wie er soll. Ursachenforschung tierärztlich läuft, aber es kann eben auch stressbedingt sein... Möglich, dass sie von der anderen Katze evtl. gemobbt wird gelegentlich, auf dem Klo gestört und/oder beim Fressen, etc. obwohl wir wirklich sehr drauf achten, dass beide alles haben, was sie brauchen (3 Klos in diversen Räumen selbstverständlich, viel Spielzeug überall, Katzentunnel, Katzenspielbogen, Spielmäuse, etc.).
Aber evtl. hocken sie sich dennoch zuviel auf der Pelle für ihr Empfinden?

Nun weiß ich nicht, ob ich die ganze Situation vielleicht entspannen würde, wenn beide auch raus dürften... Vielleicht wären beide ausgeglichener, weil einfach viel beschäftigter und ausgelasteter durch die vielen kleinen Dinge da draußen?

Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass es einer bisherigen Hauskatze seit Freigang psychisch und physisch evtl. besser ging?

Lieben Dank im Voraus.
 
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Ursel1303

Ursel1303

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DAS kann wirklich keiner voraussagen oder raten *find* Wobei ich mir natürlich gut vorstellen kann, dass es beiden besser ginge, die Frage ist nur, in welche Richtung sie tendieren. Das weiß man halt nicht...

Ich hatte jahrelang Freigänger, davon wurden zwei überfahren, obwohl wir dörflich wohnen und bei Felix (im Juni 2000 er war erst 2 J.) der Verkehr auch noch sehr gering war, die Pünkti (sie war 3 J.) wurde 2015 in der 30ger Zone überfahren, wo die Straße wirklich nur noch zur Kläranlage führt und an Kocher runter und zu den Feldern.

250 m bis zur Durchgangsstrasse find ich auch keine Entfernung für eine Katze... aber war hier auch in etwa so, nur ca. 200 m.
Zum Glück hatten sie da nie den Drang, in diese Richtung zu gehen.

Natürlich kann es gut gehen, es geht gottweißwieviele male gut, hier ja auch... Bennie und Lisa mußte ich wegen Krankheit gehen lassen und Bennie wurde immerhin 13 Jahre alt. Andere Katzen hier wurden noch wesentlich älter und waren Vollblutfreigänger....

Allerdings gehen meine 4 seit sie klein sind, nur in den Garten. Der Unfalltod meiner Pünkti hat mich sehr mitgenommen und ich hab mir geschworen, ich mag keine Katze mehr von der Strasse holen müssen. Denen gehts aber mit ihrem eingezäunten Garten richtig gut und meinen Nerven auch. OK, nicht jeder hat Garten oder Balkon und manchmal kann oder mag man sie einfach nicht rauslassen....

Ich fürchte, entscheiden mußt Du das ganz alleine 😟
 
Louisella

Louisella

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Wir wohnen an einem Feld in einer nicht zu sehr befahrenen Straße, ca. 250 m von der Ortsdurchfahrtsstraße entfernt.
Auf Ortsdurchfahrtsstraßen wird (vor allem nachts) gerne ganz schön geheizt.
Und 250m sind für eine Katze ein Klacks, selbst Igel laufen weitere Strecken ohne Probleme.
Aber evtl. hocken sie sich dennoch zuviel auf der Pelle für ihr Empfinden?

Nun weiß ich nicht, ob ich die ganze Situation vielleicht entspannen würde, wenn beide auch raus dürften... Vielleicht wären beide ausgeglichener, weil einfach viel beschäftigter und ausgelasteter durch die vielen kleinen Dinge da draußen?
Wenn die beiden nicht so gut miteinander klarkommen (sind es Katze und Kater?) würde ich erstmal versuchen am Innenverhältnis zu arbeiten, evtl. auch darüber nachdenken eine drittes Katzentier dazu zu nehmen das die Situation eventuell entspannt.

Wenn Du ängstlich bist wegen der Gefahren draußen wirst Du auf Dauer mit Freigängern bei dieser Gefahrenlage (Durchgangsstraße) nicht glücklich.

Und nicht zu vergessen: Draußen gibt's auch noch andere Gefahren als "nur" überfahren zu werden - es lässt sich kaum vermeiden dass sie da ab und an Verletzungen mit bringen, ganz abgesehen von Zecken, Flöhen und ähnlichem Getier.
 
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Circe

Circe

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Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass es einer bisherigen Hauskatze seit Freigang psychisch und physisch evtl. besser ging?

Meine Mädels waren vor unserem Umzug 2 Jahre lang reine Hauskatzen. Wenn wir Besuch bekommen haben, ist Ivy untergetaucht und erst wieder rausgekommen, wenn die Luft rein war. Das fand ich immer sehr schade.

Seit die drei regelmäßig Freigang genießen dürfen, hat sich dieses Verhalten geändert. Besucher wissen jetzt wie die ominöse Ivy aussieht und zum Teil will sie sogar gestreichelt werden! Wir sind davon immer noch fasziniert :D

Unsere Sora mobbt auch gerne. Wenn sie allerdings tags viel draußen war ist sie abends zu müde. Dann ist hier zum Glück Ruhe. Also für uns war Freigang definitiv die richtige Entscheidung.. das sind aber natürlich nur persönliche Erfahrungswerte, die sicherlich nicht auf jeden Katzenhaushalt zutreffen.

Ich musste mich erst an den ungesicherten Freigang gewöhnen. Hätte mein Mann da mitgespielt, hätte ich lieber einen Teil des Gartens katzensicher umzäunt. Und das, obwohl wir in einer Spielstraße wohnen. Vielleicht hast du diese Möglichkeit? Oder erstmal die Fenster vernetzen?

Spielen die Beiden denn miteinander? Wie lastest du sie aus? Clickern kann ich dir zB sehr empfehlen.
 
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Die Sorgen und Probleme bei Freigängern kenn ich, wie gesagt... Hatten davor 17 Jahre lang 2 Freigänger incl. Zecken und Mäusen im Wohnzimmer. ;) Da sind wir gebrieft und erfahren. Hätte jetzt einfach gerne Erfahrungen von Menschen, die evtl. beide Haltungsformen schon "gelebt" haben und Unterschiede feststellten... um dann besser eine Entscheidung treffen zu können. Wenn es meinen beiden draußen wirklich besser gehen würde, nehm ich diese Sorgen gern wieder auf mich, um sie glücklicher zu machen.

Die zwei kamen bislang übrigens eigentlich immer gut miteinander klar... Bis zu einem Tierarztbesuch mit der einen vor einigen Wochen. Dachten wir zumindest. Sie zofften sich jedenfalls nur selten (die üblichen kleinen Kabbeleien) bis dahin. Und saßen ansonsten gern mal gemeinsam auf der Fensterbank oder zogen durchs Haus und suchen nach Abenteuern, bzw. die eine suchte und die andere schaute ihr gern dabei zu. ;) Dennoch kann ich nicht ausschließen, dass die eine der beiden von der anderen doch gelegentlich subtil gemobbt oder etwas unterdrückt wurde... 100%ig wissen wir's aber nicht.
 
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Meine Mädels waren vor unserem Umzug 2 Jahre lang reine Hauskatzen. Wenn wir Besuch bekommen haben, ist Ivy untergetaucht und erst wieder rausgekommen, wenn die Luft rein war. Das fand ich immer sehr schade.

Seit die drei regelmäßig Freigang genießen dürfen, hat sich dieses Verhalten geändert. Besucher wissen jetzt wie die ominöse Ivy aussieht und zum Teil will sie sogar gestreichelt werden! Wir sind davon immer noch fasziniert :D

Unsere Sora mobbt auch gerne. Wenn sie allerdings tags viel draußen war ist sie abends zu müde. Dann ist hier zum Glück Ruhe. Also für uns war Freigang definitiv die richtige Entscheidung.. das sind aber natürlich nur persönliche Erfahrungswerte, die sicherlich nicht auf jeden Katzenhaushalt zutreffen.

Ich musste mich erst an den ungesicherten Freigang gewöhnen. Hätte mein Mann da mitgespielt, hätte ich lieber einen Teil des Gartens katzensicher umzäunt. Und das, obwohl wir in einer Spielstraße wohnen. Vielleicht hast du diese Möglichkeit? Oder erstmal die Fenster vernetzen?

Spielen die Beiden denn miteinander? Wie lastest du sie aus? Clickern kann ich dir zB sehr empfehlen.

Ganz lieben Dank!! Das hilft mir sehr weiter. Und ja, unsere Lilou ist auch so eine, die bei Besuch schwupps nicht mehr gesehen wird, aber ansonsten nur unter uns hier gern mal den Chef raushängen lässt...

Die zwei ziehen gern mal gemeinsam durch's Haus (dürfen hier bis aufs Schlafzimmer in alle Zimmer über 2 Stockwerke), Lilou findet gern Abenteuer und Sunny schaut ihr aus sicherer Entfernung gern dabei zu oder fummelt danna uch gern mal mit. Ansonsten liebt Sunny ihr Mäuschen am Bande und Lilou ihren heißgeliebten Laserpointer (sie rennt schon auf uns zu, wenn das Ding nur klimpert beim aus der Tasche holen... ;) ), wenn wir mit beiden spielen. Clickern hab ich noch nicht probiert, aber kürzlich auch mal kurz reingelesen... Wäre noch eine Idee, das mal in Angriff zu nehmen.
 
Louisella

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Die Sorgen und Probleme bei Freigängern kenn ich, wie gesagt... Hatten davor 17 Jahre lang 2 Freigänger incl. Zecken und Mäusen im Wohnzimmer. ;) Da sind wir gebrieft und erfahren. Hätte jetzt einfach gerne Erfahrungen von Menschen, die evtl. beide Haltungsformen schon "gelebt" haben und Unterschiede feststellten... um dann besser eine Entscheidung treffen zu können. Wenn es meinen beiden draußen wirklich besser gehen würde, nehm ich diese Sorgen gern wieder auf mich, um sie glücklicher zu machen.
Es ist halt nicht gesagt dass es ihnen mit ungesichertem Freigang besser gehen würde - da draußen gibt's halt auch gerne mal Revierkämpfe usw. und wenn sie noch nie Freigang hatten werden sie draußen auch erstmal sehr unsicher sein.
Die zwei kamen bislang übrigens eigentlich immer gut miteinander klar... Bis zu einem Tierarztbesuch mit der einen vor einigen Wochen. Dachten wir zumindest. Sie zofften sich jedenfalls nur selten (die üblichen kleinen Kabbeleien) bis dahin. Und saßen ansonsten gern mal gemeinsam auf der Fensterbank oder zogen durchs Haus und suchen nach Abenteuern, bzw. die eine suchte und die andere schaute ihr gern dabei zu. ;) Dennoch kann ich nicht ausschließen, dass die eine der beiden von der anderen doch gelegentlich subtil gemobbt oder etwas unterdrückt wurde... 100%ig wissen wir's aber nicht.
Was war denn da beim Tierarzt?
Es sind beides weibliche Katzen?
 
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KatzeK

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Wenn es meinen beiden draußen wirklich besser gehen würde, nehm ich diese Sorgen gern wieder auf mich, um sie glücklicher zu machen.

Sieh es mal so: Wenn sie nicht raus möchten - es sie also nicht glücklich macht - werden sie auch nicht raus gehen solange Du sie nicht dazu zwingst. Also einfach anbieten und schauen ob sie es toll finden oder eher bäh.

Wenn sie da Lust drauf haben und Spaß dran dann gehen sie raus. Ist das nicht der Fall lassen sie es bleiben.
 
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Gesicherter Freigang wäre bei uns hier sehr kompliziert umzusetzen und wohl auch nur sehr kostenintensiv.
Ist ein Garten hinterm Haus mit vielen SChlupflöchern, die sich nur schwer schließen lassen würden. Die Zaunhöhe nach sämtlichen Seiten rund ums Haus so hoch zu ziehen, dass wirklich kein Katzentier drüberkommt, wäre definitiv nicht machbar.
 
Louisella

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  • #10
Ganz lieben Dank!! Das hilft mir sehr weiter. Und ja, unsere Lilou ist auch so eine, die bei Besuch schwupps nicht mehr gesehen wird, aber ansonsten nur unter uns hier gern mal den Chef raushängen lässt...
Wir haben auch eine extrem scheue Katze die kaum mal ein Besucher zu Gesicht bekommt.
Aber die verdrückt sich bei Besuch dann tatsächlich auch in den Freigang, was auch nicht immer sonderlich schön ist, vor allem weil sie dann nicht mal mehr zum Fressen vorbeischaut wenn der Besuch mal länger bleibt.
Freigang ist dafür also meiner Meinung nach keine Lösung (dafür braucht es aber auch keine Lösung, denn wenn die Katze keinen Besuch mag dann ist das halt so, Katzen müssen nicht auf jeden freudig zugehen, und gerade bei Freigängern will man das ja normalerweise auch garnicht dass sie sich an jeden ranschmeißen, das vergrößert nämlich das Risiko enorm dass sie geklaut werden oder angefüttert und stillschweigend übernommen).
 
sleepy

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  • #11
Die Entscheidung kannst nur du treffen. Mich hat im Sommer auch schon oft das schlechte Gewissen geplagt, dass die Katzen den ganzen Sommer in der heißen und stickigen Wohnung verbringen müssen.

Vor Jahren als Kater und Katze etwa drei oder vier Jahre alt waren, habe ich es gewagt und ihnen abends, wenn es draußen ruhiger wurde, die Haustür geöffnet. Einen Sommer lang hat das wunderbar funktioniert. Sie waren ein, zwei Stunden draußen und gegen Mitternacht wieder im Haus. Zufrieden und ausgeglichen. Zum Herbst hin als das Wetter schlechter wurde, habe ich den Freigang an einigen Abenden gar nicht angeboten, das wurde auch klaglos akzeptiert. Im Winter waren sie dann wieder reine Wohnungskatzen.

Im darauf folgenden Sommer war mein schlechtes Gewissen wieder da und ich habe sie wieder raus gelassen. Die Katze war nicht gerne alleine draußen, sie hat sich nur richtig wohl gefühlt, wenn der Kater an ihrer Seite war. Der hat aber seinen Aktionsradius beständig erweitert und nach ein paar Wochen seinen Freigang eingefordert und das nicht nur abends. Er hat sehr viele Mäuse gefangen und sich draußen rundum wohl gefühlt. Im Winter hat ihn aber ein Auto erwischt und aus war der Traum.

Der Katze habe ich den Freigang danach noch regelmäßig angeboten, sie war aber selten und auch immer nur kurz draußen. Mit einer anderen Katze an ihrer Seite ist sie dann wieder zur reinen Wohnungskatze geworden. Der Kater hat auf mich nie unzufrieden gewirkt, bevor ich ihm den Freigang gewährt habe, nur ich hatte dieses schlechte Gewissen ihnen so viele Eindrücke zu versagen.
 
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VoiceSi

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  • #12
Die Entscheidung kannst nur du treffen. Mich hat im Sommer auch schon oft das schlechte Gewissen geplagt, dass die Katzen den ganzen Sommer in der heißen und stickigen Wohnung verbringen müssen.

Vor Jahren als Kater und Katze etwa drei oder vier Jahre alt waren, habe ich es gewagt und ihnen abends, wenn es draußen ruhiger wurde, die Haustür geöffnet. Einen Sommer lang hat das wunderbar funktioniert. Sie waren ein, zwei Stunden draußen und gegen Mitternacht wieder im Haus. Zufrieden und ausgeglichen. Zum Herbst hin als das Wetter schlechter wurde, habe ich den Freigang an einigen Abenden gar nicht angeboten, das wurde auch klaglos akzeptiert. Im Winter waren sie dann wieder reine Wohnungskatzen.

Im darauf folgenden Sommer war mein schlechtes Gewissen wieder da und ich habe sie wieder raus gelassen. Die Katze war nicht gerne alleine draußen, sie hat sich nur richtig wohl gefühlt, wenn der Kater an ihrer Seite war. Der hat aber seinen Aktionsradius beständig erweitert und nach ein paar Wochen seinen Freigang eingefordert und das nicht nur abends. Er hat sehr viele Mäuse gefangen und sich draußen rundum wohl gefühlt. Im Winter hat ihn aber ein Auto erwischt und aus war der Traum.

Der Katze habe ich den Freigang danach noch regelmäßig angeboten, sie war aber selten und auch immer nur kurz draußen. Mit einer anderen Katze an ihrer Seite ist sie dann wieder zur reinen Wohnungskatze geworden. Der Kater hat auf mich nie unzufrieden gewirkt, bevor ich ihm den Freigang gewährt habe, nur ich hatte dieses schlechte Gewissen ihnen so viele Eindrücke zu versagen.

Ja, die Entscheidung muss und möchte ich alleine treffen... ;)
Aber für meine Entscheidung such ich grad nach Beiträgen, wie z. B. deinem. Danke dafür!! <3
 
Wasabikitten

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  • #13
Von unseren sechs sind zwei Freigänger und ich hab nicht das Gefühl, das die anderen unglücklicher sind, geplant war das allerdings nicht. Zwei haben einfach Angst vor draußen, mit Alva werden wir Freigang probieren,wenn sie sich noch etwas eingelebt hat und Rocky hatte ein Weilchen Freigang ,wurde uns aber zwei mal geklaut,wir haben ihn dann drinn gelassen und er hat keinen Freigang eingefordert,also blieb er drinn...die Nichtfreigänger wollen natürlich mehr bespielt werden ,aber sie spielen auch sehr viel miteinander, die Freigänger machen mehr ihr Ding.und gerade Lilly sehe ich bei gutem Wetter den ganzen Tag nicht,abends haben wir dafür eine supperschmuserin.
Ich finde beides hat seine Vor und Nachteile,nervenschonender ist natürlich wohnungshaltung,aber wenn ich sehe wie glücklich die zwei durch den Garten toben,hab ich den anderen gegenüber schon ein schlechtes Gewissen...
Was mir bei dir Sorgen machen würde,ist die Straße,aber ein Umfeld ganz ohne Gefahr gibt's wohl nicht und Lilly kam auch schon mit Bisswunden nach Hause.
 
GiMaLu

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  • #14
Als wir in eine Wohnung gezogen sind, wo ich den Katzen Freigang gewähren konnte, war Gismo und Maja ca. 2 Jahre alt.
Beide hatten nie den Drang gezeigt raus gehen zu wollen, aber mich hatte das schlechte Gewissen gepackt ihnen das nicht zumindest mal angeboten zu haben.
Am Wochenende bei schönsten Sonnenschein Tür auf und los. Gimso ist langsam raus getappst und hat stetig seinen Radius gesteigert. Maja blieb lieber drinne oder bei mir in der Nähe, wenn ich draußen war. Ganz selten ist sie wirklich mal außer Sichtweite gewesen und hat gejagt, aber wenn dann immer mit Beute. Lumi geht auch nicht gerne raus. Sie ist einfach zu ängstlich und bleibt lieber in der Fensterbank und schreit mich an, wenn ich in der Sonne sitze.
Gismo fordert mittlerweile auch im Winter und manchmal auch bei schlechtem Wetter seinen Freigang, bevorzugt bei Sonnenauf- und -untergang. Er ist seitdem er regelmäßig raus geht (obwohl dies meist nur max. 30-60 Minuten sind) um einiges ausgeglichener, kommt aber auch mal ein paar Tage ohne Freigang aus.
 
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Motzkatze

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  • #15
Es wird immer deine Entscheidung bleiben.
Es gibt aber noch andere Gefahren, als nur die Strasse.
Der Freigängerkater meiner besten Freundin kam eine Woche nicht nach Hause. Da er kein Streuner ist und sonst immer noch Hause kam und inzwischen wieder kommt, liegt die Vermutung nahe, dass er von jemanden eingesperrt und gefüttert wurde.
Vielleicht wollte jemand billig an eine Katze kommen und hat ihn erst wieder rausgelassen, als er die Suchplakate entdeckt hat.
Zurück ist der Kater erst seit einer Woche.
Das es meiner Freundin nicht gut ging, als er weg war und sie nicht wusste, ob er noch lebt, versteht sich von selbst.
Auch meine, inzwischen verstorbene Katze Furia wurde fremdgefüttert und kam dann nicht oder kaum noch nach Hause. Ich wusste irgendwann, wer sie fütterte und wo ich Furia finden konnte, wenn sie nicht nach Hause kam, aber trotzdem war das eine unschöne Zeit.
Nach Furias Tod wurde ich von den Fremdfütterern gefragt, ob ich mir wieder eine Katze anschaffen will.
Seitdem sind meine Neuzugänge Wohnungskatzen.
Ich habe aber auch noch einen Freigängerkater.
 
Louisella

Louisella

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  • #16
Auch meine, inzwischen verstorbene Katze Furia wurde fremdgefüttert und kam dann nicht oder kaum noch nach Hause.
Ich bin bis heute felsenfest überzeugt dass auch unser Louis auf diesem Weg abhanden kam.
Und wie man ja auch gerade aktuell in einem Thread hier lesen kann haben viele da kein Unrechtsbewusstsein und fragen noch nicht einmal nach woher das Tier kommt, das ihnen angeblich "zugelaufen" ist, hängen keine Zettel auf, melden das auch nicht irgendwo und lassen auch nicht auf Chip prüfen (weil sie garnicht erst mit dem Tier zum Tierarzt gehen).
 
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KatzeK

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  • #17
haben viele da kein Unrechtsbewusstsein

Ja, das beobachte ich auch verstärkt und mittlerweile wäre mein Hauptbeweggrund Madame einzusperren (was ihr allerdings gar nicht gefallen würde) die Angst vor diesen Menschen.

Da scheint sich so ein neuer "Tierschutzgedanke" Bahn zu brechen, Stichwort: Katzen sichern. Aber anstatt die Tiere die grundlos "gesichert" werden dann wenigstens zum Tierarzt oder ins Tierheim zu bringen damit der Besitzer ausfindig gemacht werden kann bzw. der eine Chance hat sein Tier zu finden werden sie einfach in die Wohnung gesperrt und der "Sicherer" fühlt sich auch noch so als hätte er die Welt gerettet. (n)
 
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  • #18
Es wird immer deine Entscheidung bleiben.
Es gibt aber noch andere Gefahren, als nur die Strasse.
Der Freigängerkater meiner besten Freundin kam eine Woche nicht nach Hause. Da er kein Streuner ist und sonst immer noch Hause kam und inzwischen wieder kommt, liegt die Vermutung nahe, dass er von jemanden eingesperrt und gefüttert wurde.
Vielleicht wollte jemand billig an eine Katze kommen und hat ihn erst wieder rausgelassen, als er die Suchplakate entdeckt hat.
Zurück ist der Kater erst seit einer Woche.
Das es meiner Freundin nicht gut ging, als er weg war und sie nicht wusste, ob er noch lebt, versteht sich von selbst.
Auch meine, inzwischen verstorbene Katze Furia wurde fremdgefüttert und kam dann nicht oder kaum noch nach Hause. Ich wusste irgendwann, wer sie fütterte und wo ich Furia finden konnte, wenn sie nicht nach Hause kam, aber trotzdem war das eine unschöne Zeit.
Nach Furias Tod wurde ich von den Fremdfütterern gefragt, ob ich mir wieder eine Katze anschaffen will.
Seitdem sind meine Neuzugänge Wohnungskatzen.
Ich habe aber auch noch einen Freigängerkater.

Und wie ist nun deine Erfahrung zum Unterschied Freigang/Hauskatze?
 
Louisella

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  • #19
Da scheint sich so ein neuer "Tierschutzgedanke" Bahn zu brechen, Stichwort: Katzen sichern. Aber anstatt die Tiere die grundlos "gesichert" werden dann wenigstens zum Tierarzt oder ins Tierheim zu bringen damit der Besitzer ausfindig gemacht werden kann bzw. der eine Chance hat sein Tier zu finden werden sie einfach in die Wohnung gesperrt und der "Sicherer" fühlt sich auch noch so als hätte er die Welt gerettet. (n)
Ja, ganz schlimm.
Sichern ist schon OK wenn es der Katze sichtlich schlecht geht, also sie extrem abgemagert ist, struppiges Fell hat, übermässigen Zeckenbefall (also von mehreren Tagen) hat oder verletzt ist.
Aber nicht ohne entsprechenden Grund!
Nur weil eine Katze einen besucht oder bettelt heisst das noch lange nicht dass sie Hilfe brüchte!

Ich mach mir immer ganz fürchterliche Sorgen wenn Ella grad mal wieder besonders "löchrig" aussieht, sie hat zwar vergleichsweise selten mal 'ne Zecke, aber an der Stelle fällt ihr dann eben das Fell aus und es dauert bis es nachgewachsen ist.
Oder jetzt gerade, der Eosinophile Granulomkomplex hat mal wieder zugeschlagen und sie rennt mit Halbglatze durch die Gegend weil da eben auch die Haare ausgefallen sind.
Zum Glück ist Ella ein Extrem-Scheuchen und meidet Menschen - die lässt sich nicht so einfach einfangen...
 
Louisella

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  • #20
Und wie ist nun deine Erfahrung zum Unterschied Freigang/Hauskatze?
Also meine Erfahrung dazu ist - und das wurde hier auch schon erwähnt:
Es hängt von der jeweiligen Katze ab!
Ella, die Hardcore-Freigängerin, würde elendiglich eingehen wenn sie dauerhaft eingesperrt würde.
Andere Katzen kommen prima ohne Freigang aus (mit solchen habe ich in einer WG gelebt - die hatten zwar einen kleinen Innenhof für gesicherten Freigang, haben das aber eher selten wahrgenommen und wären vermutlich auch ohne ausgekommen).
 
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