FIV - zugelaufener Kater - Rat gesucht

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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lightmanager

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Mein erster Beitrag und gleich eine etwas längere Geschichte...

Bis vor Kurzem hatten wir 2 Kater (Mickey und Momo) - vor etwas über 2 Wochen wurde unser geliebter Mickey an unserem ersten Urlaubstag überfahren...schöner Urlaub, könnt Ihr Euch sicher vorstellen. Er wurde gerade mal 3 Jahre alt. Das nur am Rande.

Nun ist es so, dass am Osterwochenende zum ersten Mal ein fremder, unkastrierter, schwarzer Kater in unserer Straße aufgetaucht ist, der vermutlich ausgesetzt worden war. In der Folgezeit sahen wir ihn immer wieder gemeinsam mit unserem kleinen, roten Momo durch die Gärten ziehen.
Plötzlich fehlte er dann für einige Wochen bis er im Juni, als es so heiß war, wieder auftauchte. Er war völlig abgemagert, struppig und konnte nur noch krächzen.
Ich hab dann sofort angefangen ihn zu füttern und mit Flüssigkeit zu versorgen - ich bin überzeugt, dass er in seinem Zustand und in der Hitze nicht mehr lange überlebt hätte.

Parallel haben wir dann einen Termin mit der Tierärztin unseres Vertrauens ausgemacht. Zwei Tage vorher haben wir ja dann unseren Mickey verloren und dann in Betracht gezogen unseren Streuner "Romeo" evtl. zu adoptieren. Beim ersten Besuch bei der Tierärztin stellte sich dann raus, dass der arme Kerl wohl eine massive Vergiftung haben musste. Sämtliche Schleimhäute einschließlich der normalen Haut waren zitronengelb. Das erklärte wohl auch seinen erbärmlichen Zustand.
Wir haben ihn dann die nächsten 1 1/2 Wochen mit Hilfe von homöopathischen Medikamenten aufgepeppelt und beim zweiten Besuch bei der TÄ sah er schon bedeutend besser aus und war auch schon deutlich munterer.

Auf unsere Frage, ob wir ihn wohl gemeinsam mit Momo in die Wohnung lassen sollten meinte die TÄ wir sollten zur Sicherheit ein paar Bluttests (Schnelltests) machen - gestestet wurde er auf FIP, FIV und FeLV. Leider war der Test auf FIV positiv.
Die TÄ riet uns dann, die beiden nicht unbedingt zusammen zu lassen und sie tunlichst auch nicht aus einer Schüssel futtern zu lassen.
Wir haben Momo dann auch testen lassen und wie erwartet ist er FIV negativ. Nun stellt sich die Frage - WAS TUN?

Romeo hat sein Plätzchen jetzt im Moment auf unserem Balkon, den er über einen Baum beliebig verlassen kann (er ist eben Freigang gewöhnt).
Man merkt auch, dass er von Tag zu Tag fitter wird und richtig aufblüht, sein Fell wird wieder schöner, er kann miauen und er frisst wie ein Scheunendrescher. An sich eigentlich lauter gute Zeichen.

Wir sind nun einfach etwas zwiegespalten, wie wir weiter verfahren wollen - zum Einen wollen wir Romeo zwar ein neues zu Hause geben und ihn bei uns aufnehmen, aber auch der anderen Seite machen wir uns Sorgen, dass er Momo evtl. anstecken könnte.
Wir sind beide den ganzen Tag berufstätig und die Katzen sind während dieser Zeit allein in der Wohnung, so dass man keine Kontrolle hat, ob sie sich vertragen.

Das andere Problem ist, dass Momo Freigang gewöhnt ist und es sehr, sehr schwierig wäre, Romeo dann ausschließlich in der Wohnung zu halten.

Wir haben dann noch darüber nachgedacht, zu versuchen, Romeo an einen Katzenhalter zu vermitteln, der evtl. schon FIV-Katzen hat, oder nur eine einzelne Katze möchte. Allerdings ist es, denke ich, schwierig eine potentiell kranke Katze zur vermitteln.

Welchen Rat würdet Ihr mir geben?

Schonmal vielen Dank im Voraus!
 
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birgitdoll

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Hallo
und herzlich Willkommen

Hier erstmal ein Link zu FIV

http://www.dr-von-rhein.de/Gesundheit/FIV/fiv.html

Wenn Ihr den Kleinen auf dem Balkon laßt,
und Euren Kater impfen würdet.
Hierzu müßtest Ihr den TA fragen,
wann der Impfschutz greift.
Dann könnte der Lütte vielleicht auch in die Wohnung.
Ob das klappt,
keine Ahnung.
Fragt Euren TA
LG
 
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lightmanager

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Schön und gut, aber impfen kann man gegen FIV nunmal nicht...
 
fischi11

fischi11

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Hallo,

also erstmal würde ich unbedingt einen zweiten FIV Test machen. Die Schnelltests können nämlich FALSCH Positiv sein! Deshalb bitte beim TA Blut abnehmen lassen und ins Labor schicken und dort nochmal nachtesten!

FIV überträgt sich NUR von BLUT ZU BLUT d.h. wenn die Katzen sich wirklich blutig beisen! Sie können trotzdem aus einer Schüssel fressen OHNE das euer MOMO sich anstecken könnte! Es gibt hier ein paar Foris die FIV positive mit negativen Katzen zusammen halten und es klappt gut!

Ich hoffe, die melden sich hier auch noch zu Wort!

Solange kein Bluttest gemacht wird, besteht noch Hoffnung das er negativ ist!

Ich drück die Daumen für den erneuten Test!

lg
anja
 
Jasmin

Jasmin

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Ich habe einen FIV-positiven Kater mit meiner negativen Vierertruppe über vier Jahre zusammen gehalten.
Sie haben gekuschelt, gerauft und gespielt, gemeinsam die Toilette benutzt, gemeinsam gefressen.
Leider ist unser FIV-Kater auf unserem eigenen Grundstück überfahren worden.
Es hat sich keine der anderen Katzen bei ihm angesteckt.

Da sich in eurem Fall die Kater sowieso schon kennen und offensichtlich auch mögen, würde ich den Romeo ganz einfach aufnehmen, euer Katerchen wird sich freuen wieder einen Kumpel zu haben. Das Risiko ist verschwindend gering, mir ist trotz gründlicher Recherche kein Fall bekannt geworden, bei dem sich Katzen, die miteinander friedlich im Haushalt leben, infiziert haben.

Das Risiko, daß euer Momo als Freigänger von einem unkastrierten positiven Tier gebissen wird, ist erheblich höher.

Es wäre schön, wenn der Romeo, der bestimmt nicht die besten Vermittlungsaussichten hat, bei euch ein Zuhause findet.

Liebe Grüsse
Anja
 
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Danke @ Jasmin + Fischi

Ich sehe die Lage eigentlich ganz ähnlich, bin aber immer wieder hin und hergerissen, insbesondere da mir die Sache mit Mickey immer noch sehr nahe geht.

Jetzt kurzfristig nochmal ein Tier zu verlieren wäre für mich der absolute Super-GAU.

Ich denke, wir werden uns bei einer anderen TÄ noch eine zweite Meinung einholen, sobald Romeo kräftig genug ist, damit wir ihn kastrieren lassen können. In Narkose kann man ihm dann auch besser Blut abnehmen.

So lange werden wir ihn wohl weiter auf dem Balkon logieren lassen. Er ist ja schon froh, dass er einen gemütlichen, trockenen und geschützten Platz hat, wo er schlafen und fressen kann. Zu Anfang, als er so schwach war, lag er nur vor dem Haus im Gebüsch, wie so ein Häufchen Elend.
 
Jasmin

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Danke @ Jasmin + Fischi

Ich sehe die Lage eigentlich ganz ähnlich, bin aber immer wieder hin und hergerissen, insbesondere da mir die Sache mit Mickey immer noch sehr nahe geht.

Jetzt kurzfristig nochmal ein Tier zu verlieren wäre für mich der absolute Super-GAU.

Ich denke, wir werden uns bei einer anderen TÄ noch eine zweite Meinung einholen, sobald Romeo kräftig genug ist, damit wir ihn kastrieren lassen können. In Narkose kann man ihm dann auch besser Blut abnehmen.

So lange werden wir ihn wohl weiter auf dem Balkon logieren lassen. Er ist ja schon froh, dass er einen gemütlichen, trockenen und geschützten Platz hat, wo er schlafen und fressen kann. Zu Anfang, als er so schwach war, lag er nur vor dem Haus im Gebüsch, wie so ein Häufchen Elend.

Bei vielen Tierärzten wirst du sehr harsche Kritik ernten, wenn du ihnen das Ansinnen vorträgst, positive und negative Tiere gemeinsam zu halten.
Als ich damals unseren erbärmlich aussehenden zugelaufenen Kater zur Kastration, zur Wundversorgung und zum Blutabnehmen gebracht habe, bekam ich eine halbe Stunde später einen Anruf: "Äh, wir würden den Kater gerne einschläfern, er ist im Schnelltest FIV-positiv!"
Antwort: " Es wird , wie besprochen, für den Kater alles Menschenmögliche getan und dann hole ich ihn ab!!"
Das Ergebnis bestätigte sich beim Western-Blot-Test und ich habe mir von meinem Tierarzt Sprüche wie "Unverantwortlich, wider besseres Wissen, gefährdet die anderen Katzen........."anhören müssen, bis mir der Kragen geplatzt ist.
Nachdem ich ihm angedroht habe mir mit meinen 15 Patienten einen anderen Tierarzt zu suchen, hat er einen Tierärztekongress zum Thema FIV besucht und nachdem er dann auf dem aktuellen Stand der Forschung war, fand er alles in Ordnung wie es war und hat sich um mein Fivchen ehrlich bemüht, was allerdings selten nötig war.

Liebe Grüsse
Anja
 
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lightmanager

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Ja, so ähnliche Aussagen haben wir von unserer TÄ auch bekommen; allerdings stand einschläfern zu keinen Zeitpunkt zur Diskussion.

Ich rette dem Tier nicht das Leben und lass es dann nach der überstandenen Vergiftung einschläfern...das wär ja wohl das Letzte.

Ich fürchte sowieso, dass wir ihn behalten müssen, denn unser hiesiger TSV zeigt nicht gerade das größte Engagement einen FIV-Kater zu vermitteln. Die Aussage lautete auf "unvermittelbar".
Aber was soll´s - er ist echt ein lieber Kerl und ich denke, er hat nach seiner schweren Zeit draußen noch ein schönes übriges Leben verdient.
 
Jasmin

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Ja, so ähnliche Aussagen haben wir von unserer TÄ auch bekommen; allerdings stand einschläfern zu keinen Zeitpunkt zur Diskussion.

Ich rette dem Tier nicht das Leben und lass es dann nach der überstandenen Vergiftung einschläfern...das wär ja wohl das Letzte.

Ich fürchte sowieso, dass wir ihn behalten müssen, denn unser hiesiger TSV zeigt nicht gerade das größte Engagement einen FIV-Kater zu vermitteln. Die Aussage lautete auf "unvermittelbar".
Aber was soll´s - er ist echt ein lieber Kerl und ich denke, er hat nach seiner schweren Zeit draußen noch ein schönes übriges Leben verdient.

Ich finde deine Einstellung absolut bewundernswert und bin wirklich glücklich, daß es Menschen gibt, die sich auch ein Herz für die Kranken, Heimatlosen und Schwervermittelbaren bewahrt haben, denn gerade die haben Hilfe am nötigsten.
Du hast einen Riesenvorteil, du weisst, daß dein Momo und Romeo sich vertragen, das war bei mir damals nicht der Fall, deswegen habe ich sie anfänglich separiert und nur unter Aufsicht zusammengelassen, aber es war überhaupt kein Problem, unser Ötzelmann war ein sozialer Kater, der als unkastrierter Streuner wohl schon sehr jung bei Revierkämpfen infiziert wurde.

Er war so dankbar für ein warmes Zuhause, regelmässiges Futter und Steicheleinheiten und er war der lustigste und fröhlichste kleine Kerl den man sich denken konnte. Obwohl er schon ca. 5 Jahre alt war als er zu uns kam, wurde er innerhalb von kürzester Zeit sehr zutraulich und häuslich.
Ich habe meine Entscheidung nicht eine Minute bereut und würde heute alles wieder genauso machen.

Gut, daß Romeo das grosse Glück hatte, bei euch zu landen.
Ich habe hier noch einen informativen Link für dich:http://www.igbengal.ch/Download/Health/Felines Immundefienz Virus_FIV.pdf

Liebe Grüsse
Anja
 
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  • #10
Ich mein, was bleibt mir denn übrig? Ich kann da einfach nicht wegschauen, so wie manch andere.
Das hab ich von meiner Mutter mitbekommen; meine Eltern wohnen am Ortsrand und man sollte nicht glauben, was uns in den letzten Jahren (zum Leidwesen meines Vaters ;)) Katzen zugelaufen sind. Für alle haben wir schlussendlich ein Daheim gefunden.

Jetzt wollen wir mal hoffen, dass wir den Romeo soweit aufgepäppelt bekommen, aber ich bin guter Hoffnung; er frisst wie ein Scheunendrescher und hat sich mittlerweile auf unserem Balkon häuslich eingerichtet.
Wäre auch gut, wenn wir, zumindest in diesem Monat, nicht mehr zum Tierarzt müssten. Nachdem Momo gestern Abend noch ne Biene oder Wespe gefressen hatte, die ihn in die Speiseröhre gestochen hatte, durften wir noch zum Notdienst.

Ich hab unserer Tierärztin schon gesagt, sie darf jetzt bald ein Bild von uns aufhängen als "Kunden des Monats". :D

So langsam werd ich echt arm, ich hab nach Mickey's Unfall als Erinnerung bei einem Gitarrenbauer eine neue Gitarre in Auftrag gegeben, die in Mickey's Fellfarbe lackiert wird und eine Einlegearbeit seiner Silhouette in Abalone und Perlmutt und seinen Namen in Perlmutt bekommt.
Manch anderer würde mich, angesichts der Kosten wohl für verrückt erklären, aber das ist es mir wert. Meine Frau lässt sich noch ein Medallion mit einer Fotogravur fertigen, aber da ich nunmal keinen Schmuck trage, sondern eher Musik mache...;)
 
alex2005

alex2005

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  • #11
Hallo,

wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, haben dein Katze und Romeo doch schon Kontakt draußen gehabt. Die beiden kennen sich, machen zusammen die Gärten unsicher. Da ist doch kein großer Unterschied, ob du den Kater aufnimmst oder nicht.

Ich hoffe, Momo ist bald wieder fit und meidet in Zukunft schwarzgelbe Insekten.
 
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lightmanager

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  • #12
Ja, das hast Du richtig verstanden, die beiden kennen sich schon - ich weiß allerdings nicht, wie Momo reagiert, wenn Romeo auf einmal in "seiner" Wohnung auftaucht.

Der Momo war heut morgen wieder einigermaßen fit, hatte ja von der TÄ ein abschwellendes Mittel und Antibiotika bekommen.
Aus purer Dankbarkeit hat er dann heute morgen auf meine Sportklamotten gepinkelt...
 
Jasmin

Jasmin

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Odenwald
  • #13
Ja, das hast Du richtig verstanden, die beiden kennen sich schon - ich weiß allerdings nicht, wie Momo reagiert, wenn Romeo auf einmal in "seiner" Wohnung auftaucht.

Der Momo war heut morgen wieder einigermaßen fit, hatte ja von der TÄ ein abschwellendes Mittel und Antibiotika bekommen.
Aus purer Dankbarkeit hat er dann heute morgen auf meine Sportklamotten gepinkelt...

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß Katzen besonders gerne auf verschwitzte Männerklamotten pinkeln:D, zwei meiner Kater haben das auch leidenschaftlich betrieben, aber wirklich nur auf die benutzten Klamotten, die mein Mann und mein Sohn so grosszügig überall verteilt haben.
Immerhin hat so etwas einen gewissen erzieherischen Wert:D, bei uns ist es jetzt viel ordentlicher.

Liebe Grüsse
Anja
 
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lightmanager

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  • #14
Irgendwie habe ich das Gefühl, daß Katzen besonders gerne auf verschwitzte Männerklamotten pinkeln:D

Von wegen und verschwitzt! Die waren ganz frisch; ich wollte gestern grade zum Sport als Monsieur mit seinem Insektenstich ankam und hab mich dann gleich wieder umgezogen.
 
Leni

Leni

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  • #15
Hi,

ach Du Arme. Ich kann mir richtig vorstellen, in welcher Zwickmühle Du Dich befindest.

Wir haben unsere Minka vor ca. 2 Jahren zusätzlich zu meinen zwei älteren Miezen dazugenommen.

Kurze Zeit später wurde sie krank und wir bekamen die Schockdiagnose FIV.
Da stehste erst mal da. (sie ist aber wieder top-fit)

Ich habe wirklich nächtelang im Internet verbracht und mir sämtliche Infos darüber geholt, die ich finden konnte.

Letztendlich haben wir beschlossen (eigentlich hatten wir das ja auch schon vorher) Minka natürlich zu behalten.

Unsere Bande kommt gut klar miteinander.

Und wie gesagt, sie fressen aus dem selben Napf, trinken aus dem selben, gehen aufs gleiche Klo usw...

Bisher hat sich noch niemand von den anderen beiden angesteckt.

Wie Du Dich natürlich letztendlich entscheidest, kann Dir niemand abnehmen. Denn es ist leichter darüber zu ratschlagen, wenn man nicht in dieser Situation ist. Die bisherigen (gesunden Miezen) liegen einem ja auch besonders am Herzen.

ich kann dir lediglich von unserer (guten) Erfahrung berichten

Ich wünsch dir viel Kraft und Mut
in Deiner Entscheidungsfindung

Deine Leni
 
Blackfire

Blackfire

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  • #16
Ja, so ähnliche Aussagen haben wir von unserer TÄ auch bekommen; allerdings stand einschläfern zu keinen Zeitpunkt zur Diskussion.

Ich rette dem Tier nicht das Leben und lass es dann nach der überstandenen Vergiftung einschläfern...das wär ja wohl das Letzte.

Ich fürchte sowieso, dass wir ihn behalten müssen, denn unser hiesiger TSV zeigt nicht gerade das größte Engagement einen FIV-Kater zu vermitteln. Die Aussage lautete auf "unvermittelbar".

Bei solchen Aussagen vom TSV geht mir echt der Hut hoch.

Ich halte seit fast einem Jahr einen FIV-positiven Kater mit einer ungetesteten Katze und einem negativ getesteten Kater zusammen. Solange es zwischen den Katzen nicht zu blutigen Raufereien kommt, ist das kein Problem. Mein TA scheint in der Hinsicht auch fitter zu sein, der hat jedenfalls nicht die Hände überm Kopf zusammengeschlagen, als ich ihm sagte, dass Miro FIV-positiv ist.

Da Dein Momo sich mit Romeo ja schon verträgt, wäre es sicher kein Problem, ihn in die Wohnung zu lassen. Probier das doch am Besten mal am Wochenende aus, wenn Du dabei sein kannst.
 
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lightmanager

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  • #17
Danke an Leni und Blackfire!

@Leni - ich bin ein Armer und keine Arme...;)

Kleines Update nach dem Wochenende - Romeo verlässt den Balkon eigentlich nur noch selten (kein Wunder bei der Hitze) und futtert wie bekloppt. Allein am Samstag hat er mindestens 700 g Nassfutter und nen Schwung Katzenmilch verputzt. Er wird auch zusehends fitter.

Ab und an kommt er dann auch ins Wohnzimmer gewackelt oder in die Küche, wenn´s mit dem Futter nicht schnell genug geht.
Am Samstag früh hat Momo ihn, laut meiner Frau, mal angebrummt, denn es ist ja im Moment Momo's alleinige Wohnung. ;)

Heute morgen haben sie sich aber durch die Scheibe angegurrt (Momo muss drinnen bleiben, solange wir arbeiten sind) und Momo wäre gerne zu ihm rausgegangen.

Alles in allem denke ich, dass wir die beiden schon aneinander gewöhnen können.

Heute muss Momo allerdings nochmal zu TA, da er seit seinem vermuteten Insektenstich immer noch nicht richtig frisst. Er macht den Eindruck, dass er zwar gern möchte, aber irgendwie nicht so recht kann.
Folglich haben wir meine Mum mobilisiert, die ihn heute zum durchchecken bringt.

Irgendwie kommen wir zu Zeit nicht zu Ruhe; erst Mickey's Unfall, dann die FIV-Diagnose bei Romeo und nun macht uns der Kleine Sorgen.
Wenn's kommt, dann kommt es leider immer wieder Dicke!
 
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lightmanager

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  • #18
Haben uns gestern nochmal eine Meinung zum Thema Romeo eingeholt. Wir waren mit Momo in der Tierklinik, da er imme rnoch nicht gefressen hatte. Er hatte es tatsächlich geschafft, einen ca. 10 cm langen Grashalm in Nase und Speiseröhre zu verkeilen. Na ja, es geht ihm wieder gut und wir sind wieder etwas ärmer...

Wir haben die TÄ dann auch zum Thema Zusammenführung mit Romeo gefragt und sie war kathegorisch dagegen, wegen der potenziellen Ansteckungsgefahr. Sie war sogar der Meinung, dass man über einschläfern nachdenken müsste, um die Ausbreitung von FIV zu verhindern. :mad:
Da wurde ich dann doch etwas säuerlich und habe ihr erklärt, dass das Einschläfern auf gar keinen Fall in Frage kommt, nur weil er ein Virus in sich trägt, dass möglicherweise in den nächsten Jahren zu einer Krankheit führt.

Ich meine HIV-positive Menschen werden ja auch nicht eingeschläfert...

Trotz allem bin ich mal wieder sehr zwiegespalten und hab mir auch schon überlegt, mir den FIV-Impfstoff aus den USA zu besorgen, der hier bei uns nicht zugelassen ist, damit wäre das Problem für Momo dann gelöst. Es stellt sich eben nur die Frage, ob unsere Tierärztin die Impfung durchführen würde - Kontakte in die Staaten hätte ich.

Ich denke mal, ich werd zunächst mal versuchen, ob sich nicht jemand findet, der schon eine FIV-Katze hat und bereit wäre, Romeo noch dazu zu nehmen. Wenn dann alle Stricke reißen und er bis zum Winter immer noch kein anderes Zuhause hat, dann wird er wohl bleiben müssen - ich kann den armen Kerl ja nicht draußen in der Kälte lassen.
 
fischi11

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  • #19
Hallo,

also zu der TÄ sag ich jetzt mal nix denn dafür gibts einfach keine Worte :mad:! Das sie bei dieser Einstellung kategoerisch gegen eine Zusammenführung mit eurem Kater ist is auch klar!!!
Und was ist mit den ganzen "Streunern" und/oder den Katzen wo man gar nicht weiß, das sie FIV haben :confused: Ohne Worte!

Dennoch kann ich deinen Zwiespalt verstehen. Wie sich das mit dem Impfstoff aus den USA verhält weiß ich nicht - da hab ich keine Ahnung.. Hoffe aber, das sich hier noch wer meldet der sich damit auskennt.

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich die Zusammenführung waagen - denn ganz ehrlich, ich denke der Großteil der Zusammenführung ist schon durch! Die Beiden kennen sich von draußen eurer teilt sich da ja schon sein Reich mit dem Romeo. Deshalb würde ich den Sommer nutzen und Romeo Zugang zu eurem Haus/Wohnung gewähren und ihn auch drin füttern. Ich glaube wirklich nicht, das da noch viel schief geht!

Romeo zu vermitteln wird sicherlich sehr, sehr schwierig sein und ein Umzug bedeutet ja auch Stress für ihn was sich negativ auf seine FIV Infektion auswirken kann.

Jedenfalls find ich es super toll, wie ihr euch um Romeo kümmert und nach Lösungen sucht!!! DAnke!
 
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  • #20
also zu der TÄ sag ich jetzt mal nix denn dafür gibts einfach keine Worte :mad:! !

Da kommt mir jetzt noch die Galle hoch!

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich die Zusammenführung waagen - denn ganz ehrlich, ich denke der Großteil der Zusammenführung ist schon durch! Die Beiden kennen sich von draußen eurer teilt sich da ja schon sein Reich mit dem Romeo. !

Heute morgen saßen beide schon gemeinsam auf dem Balkon und haben uns zusammen geweckt.
Am Abend zuvor haben sie sich gegenseitig durch den Garten gejagt und sich gebalt, aber eben alles spielerisch. Mich wundert es sowieso, dass ein unkastrierter Kater so verträglich ist.

Da es mit Romeo steil nach oben geht, werden wir ihn wohl trotzdem innerhalb der nächsten zwei Wochen kastrieren lassen und dann parallel noch den Western Blot-Bluttest machen lassen um bzgl. der Infektion sicher zu sein.


Deshalb würde ich den Sommer nutzen und Romeo Zugang zu eurem Haus/Wohnung gewähren und ihn auch drin füttern. Ich glaube wirklich nicht, das da noch viel schief geht!

Er kommt ja schon ab und zu rein und legt sich dann im Wohnzimmer auf den Teppich. Neulich hat ihn Momo zwar angebrummt, aber ich denke, das gibt sich.

Romeo zu vermitteln wird sicherlich sehr, sehr schwierig sein und ein Umzug bedeutet ja auch Stress für ihn was sich negativ auf seine FIV Infektion auswirken kann.

Wir waren ja bereits in Kontakt mit dem hiesigen Tierschutz, aber von der Seite kommt keinerlei Unterstützung. Da heißt es einfach, so ein Tier sei unvermittelbar.
Wenigstens wurde uns signalisiert, dass der TSV für die Kastration aufkommt; da bin ich irgendwo auch froh drum. Allein im Juli beliefen sich die TA-Kosten schon deutlich über 250 €...:eek:

Jedenfalls find ich es super toll, wie ihr euch um Romeo kümmert und nach Lösungen sucht!!! DAnke!

Lebewesen ist Lebewesen und ich denke jeder hat das Recht auf Hilfe und ein anständiges Leben - auch wenn es für manche Leute eben "nur Tiere" sind.

Wenn ich an die Sache mit Mickey denke kann ich nur sagen, dass der Verlust eine menschlichen Familienmitglieds kaum hätte schlimmer sein können.
 
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