Fibrosarkom wächst ganz langsam

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
B

Bleiente

Gast
Hallo Zusammen,

Der Fips ist jetzt 16 und hat seit 13 Monaten ein Fibrosarkom am Hinterlauf, 3 cm von der Pfote entfernt, siehe:
http://www.katzen-forum.net/innere-krankheiten/82376-geschwuer-am-hinterlauf-vom-fips.html

Seit Juli 2010 wurde es 3x operiert, nach der letzten OP im März haben wir uns dazu entschlossen, es nicht mehr operieren zu lassen, da es für Fips zu belastend war. In der Zwischenzeit ist es leider wieder deutlich, aber langsam gewachsen. Anscheindend streut es bei Fips nicht, Lunge ist o.k..

Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem Sarkom im Endstadium, irgendwann wird die "Beule" zu gross für das Gewebe und es wird aufplatzen ?

Wir könnten es jetzt rausschneiden lassen, aber die Wunde würde sich nicht mehr verschliessen lassen. An der Stelle ist einfach zu wenig Haut vorhanden nach 3 Operationen.

Also warten wir jetzt bis es aufplatzt.
Was wäre in der Hausapotheke nützlich ?
Kann man eine Entzündung bei einem Freigänger verhindern ?

Gruss Andi
 
Werbung:
Z

Zugvogel

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
44.190
Ort
BaWü
Es tut mir sehr leid, daß Fips eine solche Krankheit hat, trotz allem wünsche ich ihm von ganzem Herzen, daß seine Tage noch voller Leben sind ;)

Die Wunde würde ich einfach mit Notfalltropfen und Crab apple behandeln, beide Blüten gemischt in einer Flasche und immer wieder sanft auftupfen oder träufeln.
Sollte sich eine eitrige Entzündung entwickeln, dann käme noch Calendulaessez dazu.

Bei meinem Kater hatte die Wunde ziemlich bald genäßt und hätte ich es damals gewußt, hätte ich Heilderde draufgetupft.

Ich denke, mehr als die sekundären Symptome etwas lindern, kann man nicht mehr tun - außer drauf zu achten, daß in allen andren Dingen die Lebensqualität so gut wie möglich erhalten bleibt.

Aus der Homöopathie kenne ich Tarantula als Mittel gegen Tumor, habs aber noch nie eingesetzt und auch keinen Patienten erlebt, bei dem es zum Zuge kam.


Zugvogel
 
H

Hexe173

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
23.640
Alter
52
Ort
CLZ / Oberharz
Herrje, ich hasse diese Krankheit :( Kann gut nachempfinden wie es euch geht.

Unsere Prisca bekam eine lange Zeit Tarantula, auch direkt in die Knubbel,es verzögerte das Wachstum , aber bei ihr hatte der Krebs gestreut :(
 
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
Hallo Zugvogel, hallo Harlekin,

habt ihr einen Verband über die Stelle gebunden ?

Beim Fips ist es halt eine denkbar blöde Stelle.
Genau die Unterseite vom Hinterlauf.:mad:

Nach der ersten Operation war er alle 2 Tage beim Säubern und Verbandwechsel. Die TÄ hat den Verband am Fell festgetaped um ein Rutschen zu verhindern.

Später, wie es schon etwas verheilt war, haben wir ihn selber verbunden.
Das Festtapen haben wir ganz schnell gelassen weil das auf Dauer nicht geht.
Das ist recht schmerzhaft beim Entfernen und es zupft beim Laufen.

War der Verband zu locker, hat er ihn entfernt.
War er zu fest ist die Pfote angeschwollen :eek:.
Dann kam er oft mit nassem Verband an.

Tarantula verwendet unsere TÄ öfter bei Hunden als bei Katzen.
Bei einem Fibrosarkom an der Stelle hat es leider keinen Zweck weil es sich da nicht verkapseln kann.

Gruss Andi
 
H

Hexe173

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
23.640
Alter
52
Ort
CLZ / Oberharz
Nein , kein Verband, da sich darunter ja Bakterien sammeln könnten.Habe bei Prisca täglich die Wunden gespült und ihr einen luftigen Body angezogen.
 
Z

Zugvogel

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
44.190
Ort
BaWü
Unser Kater wurde auch nicht behandelt, weder Wunde gesäubert oder sonst was. Der TA meinte damals, man könne nichts machen. Das Sarkom war in Schulterhöhe, am Anfang etwa in der Mitte, fing aber dann an, etwas nach der Seite zu rutschen, wenn auch sehr minimal.
Tarantula hatte er abgelehnt mit den Worten, daß es dafür von viel zu spät sei :confused:


Zugvogel
 
H

Hexe173

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
23.640
Alter
52
Ort
CLZ / Oberharz
Oh je, wenn man die Wunde gar nicht behandelt, dann fördert es eher noch den negativen Verlauf, gerade wenn die Wunde nässt:confused:

Trocken und sauber war stets unsere Devise und an manchen Stellen heilte es sogar nochmal zu.
 
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
Heute muss ich leider Fips wieder nach oben holen. Das Fibro-Sarkom ist in den letzten Monaten relativ langsam gewachsen, allerdings ist es in den letzten 14 Tagen regelrecht explodiert. Wir waren eine zeitlang nicht da und sind regelrecht erschrocken, wie sehr es gewachsen ist. Momentan ist es noch nicht auf, allerdings an 2 Stellen ist die Haut schon sehr dünn.

Wir fragen uns nun, wie wir es, sollte es demnächst aufbrechen, behandeln sollen. Ein leichten Wundverband, ein Pflaster ????

Die Beule ist sehr gross, verursacht sie Schmerzen, müssen wir mit einer Schmerzbehandlung beginnen?

Fips ist eigentlich wie immer, verschmust, ausgeglichen, wir können keine Veränderung in seinem Verhalten feststellen. Aber bei Katzen weiss ja man nie.

Wie habt ihr eure Katze mit einem grossen Fibrosarkom behandelt? Wie sind eure Erfahrungen?

Dani
 
M

Mime

Forenprofi
Mitglied seit
2. März 2008
Beiträge
2.499
Hallo Dani!

Hab zwar keine Erfahrungen mit Fibrosarkomen, aber würde bei Fips nicht eine Amputation helfen können?

Katzen kommen doch im Allgemeinen auch gut mit drei Beinen klar.
 
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
  • #10
Hallo Mime,

eine Amputation hätte mit Sicherheit geholfen, dann hätten wir sie allerdings schon letztes Jahr machen lassen. Wir haben uns damals aus mehreren Gründen dagegen entschieden.

Wir haben Erfahrung mit einem amputierten Kater, Fips Bruder hat fast 7 Jahren mit 3 Beinen ein gutes Leben gehabt, bevor wir ihn Anfang Juli 2011 aufgrund seiner CNI einschläfern haben müssen. Fips ist jetzt 16 Jahre alt und wir wissen was so eine OP für eine Katze bedeutet und wie beschwerlich es sein kann auf 3 Beinen zu leben. Wäre er jünger, hätten wir es machen lassen. Jetzt wollen wir es ihm nicht mehr zumuten.

Wir suchen nach Alternativen. Nicht lebensverlängernd, sondern erleichternd, das wissen wir.

Dani
 
N

nurgast

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
15. Juli 2009
Beiträge
333
  • #11
Vielleicht kannst Du Dich ja noch an meine Schwarze erinnern.
Bei ihr wurden im Juli 2009 und im September 2010 jeweils Sarkome von*
der rechten Vorderpfote entfernt.
Im Februar diesen Jahres fing das Ding wieder an zu wachsen, erst ganz langsam.
Da sie ja u.a. an einer CNI, einer SDÜ und Spondylose leidet, hatte ich furchtbare Angst vor einer erneuten OP.*
Außerdem war mir ja klar, dass es an dieser Stelle einfach nicht weiträumig genug entfernt werden kann und es wohl auch Probleme beim Zunähen geben wird.
Irgendwie hoffte ich anscheinend auf ein Wunder, habe einige Mittel ausprobiert aber es half natürlich nichts.
Nach unserem Umzug wurde es immer größer, mich machte das völlig fertig, ich habe nur noch diese Riesenpfote gesehen dann meinte meine neue TÄ, eine Amputation wäre ihre letzte Chance, das hatte auch schon mein TA in Berlin gesagt. Auch eine sehr nette Userin hier aus dem Forum sagte zu mir, dass ich ihr diese letzte Chance geben soll.

Letzte Woche Donnerstag wurde meiner Kleinen also das Bein amputiert, heute ist also Tag 5 und ich bin jetzt schon so froh, dass wir das gemacht haben.*
Ich hatte immer gesagt, das käme absolut nicht in Frage aber der Gedanke, dass ich mich wahrscheinlich schon in kurzer Zeit nur wegen diesem blöden Ding hätte von ihr trennen müssen ( ständig der Gedanke im Hinterkopf, was passiert, wenn es platzt) gefiel mir gar nicht.
Seit gestern*läuft sie wieder locker ihre Haustiertreppen rauf und runter, ist an allem *interessiert, besonders an gek. Schinken.

Nach der Gabe von Tarantula und Kortison wurde es meiner Meinung nach
noch größer. Erst schimmerte es so bläulich durch das Fell, später dann rötlich.
Die TÄ meinte, das wären Hämatome.

Ich wünsche Euch alles, alles Gute.

Viele Grüße
 
Werbung:
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
  • #12
Schön, dass es deiner Schwarzen gut geht. Wie alt ist sie denn?

Grüsse
 
N

nurgast

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
15. Juli 2009
Beiträge
333
  • #13
Im August 15 geworden.

Und jetzt hoffe ich natürlich, dass wir noch eine Weile zusammen bleiben können.
 
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
  • #14
Das wünsche ich Euch von ganzem Herzen!!
 
N

nurgast

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
15. Juli 2009
Beiträge
333
  • #15
Dankeschön !
 
florinchen

florinchen

Forenprofi
Mitglied seit
4. Januar 2011
Beiträge
2.591
Ort
Nürnberg
  • #16
Heute muss ich leider Fips wieder nach oben holen. Das Fibro-Sarkom ist in den letzten Monaten relativ langsam gewachsen, allerdings ist es in den letzten 14 Tagen regelrecht explodiert. Wir waren eine zeitlang nicht da und sind regelrecht erschrocken, wie sehr es gewachsen ist. Momentan ist es noch nicht auf, allerdings an 2 Stellen ist die Haut schon sehr dünn.

Wir fragen uns nun, wie wir es, sollte es demnächst aufbrechen, behandeln sollen. Ein leichten Wundverband, ein Pflaster ????

Die Beule ist sehr gross, verursacht sie Schmerzen, müssen wir mit einer Schmerzbehandlung beginnen?

Fips ist eigentlich wie immer, verschmust, ausgeglichen, wir können keine Veränderung in seinem Verhalten feststellen. Aber bei Katzen weiss ja man nie.

Wie habt ihr eure Katze mit einem grossen Fibrosarkom behandelt? Wie sind eure Erfahrungen?

Dani



Mein Mäuschen hatte zuerst ein Osteosarkom an der Wirbelsäule, das wurde von einem Spezialisten operiert und anschließend von einer super THP behandelt und ist nicht wieder gekommen, Leider hat sie dann ein inoperables Fibrosarkom bekommen (woran sie letztendlich auch gestorben ist).
Ich denke, du hast genau die richtige Einstellung! Meine THP hat immer zu mir gesagt, ich muss mir darüber im Klaren sein, dass sowohl das Fibrosarkom und das Alter totbringend wären, wir aber Gini so lange wie möglich ein lebenswertes Leben bieten wollen. Sie bekam dann eine alternative Krebstherapie u.a. mit Schlangengift und Heilpilzen. Das Wachstum konnte dadurch nicht gestoppt werden, aber es wurde zumindest verlangsamt.
Zum Ende hin war der Tumor wirklich rießig (fast so groß wie ihr Köpfchen), aber er ist bis zum Schluss nicht aufgeplatzt. Unser TA hat uns auch bestätigt, dass Gini keine Schmerzen hatte, sie hat natürlich gemerkt, dass da etwas im Nacken ist, aber sie hatte nie Schmerzen. Wäre es so gewesen, hätte ich sie entweder erlöst oder ihr ein homöopathisches Schmerzmittel gegeben.

Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass du es merken würdest, wenn Fips nicht mehr kann oder er Schmerzen hätte.
 
B

Bleiente

Gast
  • #17
Vor zwei Tagen hat unsere TÄ eine nagel-neues Krebsmittel erwähnt das nur die Durchblutung von Krebszellen stört. Das Wachstum soll stark gebremst oder gestoppt werden.
Sie liest sich selber gerade ein.
Zum Namen des Präparates wollte sie noch nichts sagen.
Am Dienstag bekommen wir Bescheid.

Ich hoffe das es für den Krebstyp vom Fips geeignet ist.

Hat jemand auf der Front "Neues Krebsmittel" etwas mitbekommen ?
Ist eine Tablettenkur die 4 Wochen angewendet wird.

Bei Fips wächst das Sarkom irgendwie in Etappen.
Seit Ende August ist es eher etwas geschrumpft. Die Haut darüber ist robuster geworden.

Die TÄ meint wenn es aufgeht und der Fips schleckt haben wir keine Chance eine schwere Infektion zu vermeiden.

Gruss Andi
 
Z

Zugvogel

Forenprofi
Mitglied seit
15. Oktober 2006
Beiträge
44.190
Ort
BaWü
  • #18
Als neuestes Krebsmittel ist mir bisher nur Contergan aufgefallen. Die zellwachstumhindernde Eigenschaft, die so viel Unglück gebracht hat, soll als Mittel gegen Aids und Krebs erforscht werden.

Alle andren Mittel, die in der Molekularbiologie in Aussicht gestellt werden, sind noch lange, lange nicht entwickelt, geschweige denn erprobt.


Zugvogel
 
B

Bleiente

Gast
  • #19
Hallo Florinchen,

wenn das Zeug heftige Nebenwirkungen hat, vergleichbar mit so mancher Chemo beim Mensch, bekommt er es natürlich nicht.
Er soll sein restliches Katzenleben schon noch geniessen.

In der Uni München könnte man den Fips wöchentlich leicht sediert bestrahlen.
Würde ich ihm nie antun.

Er bekommt wieder mehr Fett ins Futter. Ich habe so den Eindruck das stark eiweissreiches Futter das Wachstum beschleunigt.

Meine Eltern haben den Fips 2 Wochen mit magerem Fleisch und KH-armem Felix verwöhnt.
Die Felix-Sorte hat 14% Eiweiss, 2.5% Fett und kein Getreide, jetzt springt purina auf den 'hochwertig Zug' auf.
Unser vorbereitetes BARF hat er bei meinen Eltern nicht gefressen. So sind die Katzen halt :mad:.

Gruss Andi
 
Zuletzt bearbeitet:
tinki

tinki

Forenprofi
Mitglied seit
13. Februar 2011
Beiträge
2.196
Ort
Nähe München
  • #20
Wir haben ja schon erzählt, dass der Tumor deutlich gewachsen ist. Leider musste ich heute feststellen, daß es zwar nicht aufgebrochen ist, aber es nässt. Spuren auf der Bettdecken waren deutlich zu erkennen. Jetzt ist es wieder trocken.

Fips ist absolut fit, sein Verhalten hat sich nicht verändert und ich kann es nicht verstehen, dass ihn diese große Beule am Fuss nicht stört. Er leckt auch nicht vermehrt daran.

Vielleicht kann jemand von Euch berichten, auf was wir uns einstellen müssen, auf was wir achten müssen.

Wir sind traurig und finde es einfach nur s....... was mit Fips passiert.

Dani
 
Werbung:

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben