Femurkopfresektion

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Hafermilch

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Hallo!

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Katzen, die eine Femurkopfresektion ( http://de.wikipedia.org/wiki/Femurkopfresektion ) hinter sich haben?

Können die danach wieder normal springen und klettern? Oder wird man das restl. Leben davon etwas merken?
 
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teddyfee

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Hey, unser Katerchen hatte die gleiche Verdachtsdiagnose...Hab selber gestern oder vorgestern dazu nen Thread gemacht ^^

Meine Internetrecherche und die Antworten der Anderen lassen vermuten, dass es danach gut weitergeht und toben, springen, hüpfen, drin sind....
 
Heirico

Heirico

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Diese OP's sind (wenn nötig) absolut Lebensqualitätgebend. Unser Kater hat beide Seiten operiert, es hat fast ein halbes Jahr gedauert bis alles wieder ok war und es geht ihm jetzt schon fast 3 Jahre ohne die femurköpfe blendend :pink-heart:
 
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Hafermilch

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Hey, unser Katerchen hatte die gleiche Verdachtsdiagnose...Hab selber gestern oder vorgestern dazu nen Thread gemacht ^^

Meine Internetrecherche und die Antworten der Anderen lassen vermuten, dass es danach gut weitergeht und toben, springen, hüpfen, drin sind....


Welche Verdachtsdiagnose? :D

Meine Whisky hat die OP erhalten, weil sie von einem Auto angefahren wurde. :oops:
 
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teddyfee

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Femurkopfnekrose. Da wird auch der Oberschenkelkopf entfernt. Aber dazu muss die Katze nicht angefahren worden sein ^^
Das isses ja nun aber gar nich..also bei uns..

Egal ^^
Wie geht es der Miez?
 
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Hafermilch

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Stimmt ist egal :D

Ihr geht es soweit gut! Sie hat offensichtlich weniger Schmerzen. Weil sie den Fuß mehr belastet. Die Hüfte ist ja auch gebrochen.

Leider hat sie jetzt auf das Antibiotikum Durchfall bekommen. So das wir es abgesetzt haben, die Wunden beobachten und nur noch das Schmerzmittel geben, welches ja auch Entzündungshemmend wirkt.

Langweilig ist ihr. Weil sie ja in der Wohnung bleiben muss. Und sehr viel anhänglicher und schmusiger ist sie seit dem Vorfall geworden.
Von meinen Hunden wird sie liebevoll umsorgt. Sie liegt entweder bei ihnen und kuschelt oder bei mir :pink-heart:
 
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Anja18

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Mutmach-Bericht

Hallo an alle,

Mein Kater wurde vor drei Monaten operiert und ihm wurde der Femurkopf auf der rechten Seite entfernt.
Natürlich war ich damals auch total fertig und wusste nicht was ich tun sollte... hab gegoogelt und nach Berichten gesucht.
Mit der (hoffentlich) kurzen Zusammenfassung möchte ich jedem Mutmachen dessen Katze operiert werden muss.
Ich würde es sofort wieder tun!!!!!

Ok Beginn:
Bei meinem Kater begann es schleichend, er lief manchmal etwas komisch aber es fiel nur auf wenn man genau hinsah, mir fiel auch auf das er sehr oft langgestreckt dalag wie eine platte Flunder und sich allgemein nicht so viel bewegte wie früher. Am Anfang dachte ich er wird einfach ein bisschen ruhiger.
Eines Abends kam ich heim und sah wie er sich am Kratzbaum ausstreckte und plötzlich in sich zusammensackte und dabei schrie.
Also sofort zum Tierarzt. Der hat geröntgt (leider ohne Narkose man bin ich sauer auf die Tierärztin gewesen) da wurde aber nichts Genaues gesehen. Wir wurden mit Schmerzmittel wieder heimgeschickt.
1 Woche später hab ich darauf bestanden das ein anderer Arzt es sich ansieht und der hat dann unter Narkose ein MRT angefertigt.
Da hab dann sogar ich als Laie gesehen dass der Kopf ab war. Ein Bruch im Oberschenkel.
Der Arzt hat mir dann sehr ausführlich erklärt was er tun möchte und wie das ganze abläuft. Ich wusste mein Kater kommt wohl nicht drum rum. 4 Tage später sollte er operiert werden es war die Hölle zu wissen das er Schmerzen hat, auch wenn das Schmerzmittel gut anschlug.
Der Arzt vertrat die Meinung das der Kater NICHT in einer Box gehalten werden sollte nach der OP aber eben auch nicht gleich auf alle Kratzbäume hochklettern soll. Er sollte sich bewegen können damit sich die Muskeln aufbauen können ohne das es gleich überlastet wird. Er empfahl mir ein Kinderlaufstall zu organisieren und den mit einem Katzennetz zu bespannen. Zum Glück hatte ich eine Bekannte die einen Laufstall hatte der 2x2 Meter maß also insgesamt groß genug für eine Schlafecke und ein kleines Katzenklo. Ich habe es schon zwei Tage vorher aufgebaut und darin gefüttert damit sich beide Katzen daran gewöhnen konnten. Das „Gehege“ stand im Wohnzimmer so war mein Kater immer bei uns und dem anderen Kater.
Zwei Tage vorher bekam er (auch auf Raten des Arztes) Arnika-Globuli.

Tag der OP und die ersten 10 Tage:
Der Tag der OP war für mich die Hölle… ich glaube das können die meisten hier nachvollziehen. Mein Mann holte ihn abends ab, und als ich nach Hause kam lag dieses kleine rasierte Häuflein Elend schon im Laufstall. Am ersten Abend hat er nur geschlafen. Zweimal hat er versucht aufzustehen und ist auf drei Beinen ein paar Schritte gegangen war aber letztendlich zu erschöpft.
Ab dem ersten Tag nach der OP bekam er Metacam das er super vertragen hat. Ich habe ihn dann auch vorsichtig zum normalen Katzenklo getragen (vorsichtig unter der Brust anheben und die Hinterbeine hängen lassen). Das kleine Klo im Laufstall hat er am Anfang nicht angenommen. Kaum auf dem großen Katzen Klo konnte er zumindest schon mal Urin absetzen. Ich hab mich nur einmal kurz weggedreht und als ich zurück schaute war der Kleine schon zum normalen Futternapf gehumpelt… er stand da und hatte das gesunde Bein in die Mitte geschoben um sich damit abzustützen. Mein anderer Kater stand direkt neben ihm und stützte ihn… ein süßen Bild.
Aber man merkte das es alles noch sehr anstrengen für ihn war und er verzog sich bald wieder in seinen Laufstall.
Wenn ich nicht da war und nachts war er in seinem Laufstall wenn ich da war durfte er auch ein Bisschen raus. Den Kragen trug er aber die ganze Zeit, das Risiko das die Wunde aufgeht war mir einfach zu groß. Die ersten zwei Tage nach der OP bekam er auch noch Arnika.
Als er am dritten Tag immer noch keinen Kot abgesetzt hatte wurde ich unruhig und der TA gab mir den Rat ein bisschen Thunfisch in Öl unter das Futter zu mischen. Das hat geholfen. Ich hätte nie gedacht das ich mich mal so über ein Häufchen freuen würde ;)
Die Tage vergingen und er kam immer öfter aus seinem Laufstall und ab dem 5. Tag begann er auch langsam wieder aufzutreten mit dem operierten Beinchen. Klar war die Hauptbelastung immer noch auf dem gesunden Bein aber es wurde besser.
Am 5. Tag stand er auch vor dem Sofa und zog sich mit den Vorderbeinen hoch. Er ist durch die Schmerzen vor der OP überhaupt nicht mehr zum Schmusen gekommen und plötzlich war er da und forderte meine ganze Liebe ein… ich hätte heulen können. Erstaunt war ich darüber das er sich auf die Seite mit der Narbe legte. Das war für mich ein gutes Zeichen dafür dass sie gut verheilt. Nachdem er ja auf der Narbe lag nahm ich ihm den Kragen ab damit er seine gesunde Seite putzen konnte. Fast 1,5 Stunden putzte er sich dann. Er hatte echt Nachholbedarf. Dieses Ritual mit Schmusen und Putzen bekam er jeden Abend wenn er zu mir aufs Sofa kam.
Die Wunde verheilte gut und ich brachte ab und zu etwas Bepanthen Wund und Heilsalbe auf. Ich finde das half wirklich sehr gut.
Am 7. Tag nach der OP sollte ich laut TA das Metacam absetzen. Ich war gespannt und wie erwartet kam natürlich ein Einbruch in seiner Beweglichkeit. Das war klar denn unter Schmerzmittel lief es sich einfacher für ihn. Nichts desto trotz lief er von Tag zu Tag besser und auch wirklich immer mehr und schneller. Man konnte wirklich bei der Genesung zusehen. Allerdings merkte man auch immer wieder wenn er sich überanstrengt hatte. Dann lahmte er wieder etwas und verzog sich in seine Laufstall
Am 10. Tag wurden die Fäden gezogen. Der TA war zufrieden mit dem Zustand und meinte der Kragen könnte jetzt abgelegt werden. Zuhause probierte ich es aus, aber Jaco ging sofort an die Wunde und leckte sie Wund. Also entschied ich dass der Kragen noch dran bleibt bist die Wunde richtig zu und verheilt ist. Der Kragen blieb noch 4 Tage dran. Mein Kleiner fand das zwar nicht so toll, aber da musste er durch…
Erstaunlich war, dass er sich ca. 2 Wochen nach der OP das erste Mal wieder hinsetzte. Ich war richtig erschrocken darüber da ich mich nicht erinnern konnte wann ich das letzte Mal gesehen hatte dass er saß. Ich war total happy. Er war von seiner Art her wieder ganz der „Alte“ er schmuste, und lief rum und er fing an den anderen Kater zu Ärgern.
Nach drei Wochen habe ich die großen Kratzbäume wieder aufgestellt. Und Schwups war mein Kater oben. Er ist nicht gesprungen aber geklettert.
Jetzt ist es ziemlich genau drei Monate her und man sieht ihm nicht mehr an das er operiert wurde. Er läuft ganz normal. Er rennt und klettert er rauft und schmust und das Beste ist er ist anscheinend Schmerzfrei.
Langsam fängt er auch an kleine Distanzen wieder hoch zu hüpfen wobei er das meiste mit den Vorderpfoten macht (er hat auch dementsprechend einen breiten Brustkorb bekommen).
Ich kann nur sagen das ich wirklich Angst vor der OP hatte aber es das Beste war was ich für meinen Kater tun konnte. Die Heilung erfolgt wirklich schnell. Ich kann nur Raten es nicht raus zu zögern. Gebt eurer Katze die Lebensqualität zurück.
Zu den Kosten kann ich sagen es hat 700€ gekostet. Ich hatte das Glück dass ich eine OP-Schutz Versicherung abgeschlossen hatte.

Ich hoffe ich konnte ein bisschen Helfen und den Ablauf beschreiben.
 
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ChrissiCooper

ChrissiCooper

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Ich häng mich hier mal dran ... danke Anja für den Bericht :).

Im Internet habe ich bisher eigentlich nur positive Berichte dazu gefunden, also schwere OP, doofe Zeit danach, aber ein gutes Ergebnis mit viel besserer Lebensqualität.

Mein Cosmo (7 Jahre) hat eine sehr schwere Arthrose in beiden Hüften, katastrophale Röntgenbilder (siehe auch hier: http://www.katzen-forum.net/aeussere-krankheiten/165398-jetzt-auch-noch-arthrose.html). Er kriegt aktuell täglich Onsior und auch unterstützend Arthrovet und Grünlippmuschel pur, aber das bringt nicht viel, weil es schon gravierend ist. Er ruht sehr viel und ich denke, so kann es ja auf Dauer nicht weitergehen. Das Thema Femurkopfresektion beidseitig steht im Raum und ich will das, falls notwenig, jetzt sehr schnell angehen, denn er wird ja nicht jünger und hat auch andere Baustellen.

Wenn ihr noch mehr Infos und Erfahrungsberichte habt, bitte her damit :).

Ich habe für diesen Freitag bereits einen Tierarzttermin, da Cosmo einen Knubbel am linken Kniegelenk hat. Fühlt sich weich an, ich hoffe es ist nichts Schlimmes :(. Außerdem für nächste Woche einen Termin bei einer Tierphysiotherapeutin, die zu uns nach Hause kommt. Will mich beraten lassen zum Thema Schmerztherapie, Physio und alles drumherum, und was ich jetzt noch tun kann - und ob und wann die Resektion sinnvoll ist.

Falls die OP konkret wird: Ich suche den besten Arzt in Berlin dafür, also idealerweise einen richtigen Spezialisten, der das schon 1000 mal gemacht hat. Weiß da jemand was? Kosten sind nicht wichtig.
 
tiger_bande

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  • #10
Danke schonmal für den Tipp :). Tierklinik fänd ich glaube ich eh eine ganz gute Wahl wegen der Nachsorgemöglichkeiten und Überwachung. Waaah, noch ist das letzte Wort ja nicht gesprochen, aber ich habe schon Angst davor ... :(

(edit: Die Bewertungen der Kleintierklinik sind zumindest online teilweise echt vernichtend ... da darf man zwar nicht alles drauf geben, aber es klingt schon krass?)

Unsere jetzige TÄ riet mir eher davon ab, weil Cosmo ja noch andere Baustellen hat (Probleme Bauchspeicheldrüse/Darm) und er dauerhaft Kortison kriegt. Sie meinte, bei einer OP müsste man vorher das Kortison absetzen. Stimmt das? Ist das ein Problem wegen Wundheilung ... ? Habe da noch nie drüber nachgedacht, muss mich aber eh noch ausführlich beraten lassen.
 
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tiger_bande

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  • #11
(edit: Die Bewertungen der Kleintierklinik sind zumindest online teilweise echt vernichtend ... da darf man zwar nicht alles drauf geben, aber es klingt schon krass?)

Die Kleintierklinik soll für allgemeinmedizinische Behandlungen nicht so doll sein, aber chirurgisch super. Persönlich war ich noch nicht da... :)
 
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  • #12
So, ich habe jetzt einen Termin bei Prof. Brunnberg in der Uniklinik nächste Woche Freitag.

War eben wegen was anderem beim TA mit Cosmo und sie sagt auch, sie würde das jetzt schnell angehen. Er läuft wie ein alter Opi und die Muskulatur ist fast komplett weg durch Schonung.

Die TÄ sagt, sie hält auch nicht in allen Punkten was von der Klinik, aber der Prof. ist wohl ein sehr guter Knochenchirurg und da würde sie auch hingehen bei einer solchen Sache.

*angst*
 
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Anja18

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  • #13
Hi,
na wie gehts deinem Kater jetzt? Seit ihr es schon angegangen? Ich hielt von der Tierklinik bei der ich war auch nicht so viel (bin normalerweise bei einer andere Tierärztin) aber da es im Knochenchirugie geht bin ich dann doch da hin gegangen. Die machen das einfach Routinemäßig und haben eine umfangreichere Nachsorge falls Bedarf besteht.

Jaco, Ferri und ich drücken die Daumen das alles gut geht.
Und Kopf hoch und positiv denken. Spiegelt sich alles auf deine Katze wieder :)
LG Anja
 
ChrissiCooper

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  • #14
Hallo Anja, danke fürs Daumendrücken :).

Ich habe erst diesen Freitag den Termin in der Tierklinik, bin mal gespannt. Habe mir heute die Röntgenbilder von meiner alten TA-Praxis in Köln schicken lassen und an den Prof. weitergeleitet.
 
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Anja18

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  • #15
Ich drück weiter die Daumen. Und meine Kater drücken die Pfoten.
:yeah:
 
ChrissiCooper

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  • #16
Werde berichten :).

Gestern war eine Tierphysiotherapeutin bei uns zuhause. Habe eine ganze Liste mit Übungen bekommen, die ich mit Cosmo machen soll, damit er wieder die Muskulatur aufbaut. Das müsste auf jeden Fall vor der OP geschehen, waren die Physioth. und ich uns einig.
 
Heirico

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  • #17
Da wäre ich mir nicht sicher.
Wenn er Schmerzen hat würde ich ihm nicht solche Übungen aufnötigen :(
Nach der OP an sich völlig einverstanden, da verliert er sowieso wieder muskeln und dann würde ich anfangen.
 
ChrissiCooper

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  • #18
Huhu,

also es ist leider schon so, dass die Oberschenkelmuskulatur bei Cosmo mittlerweile sehr, sehr schwach ausgebildet, fast abgebaut ist. Das kann man nicht mit einer "normalen" Katze mit guter Muskulatur vergleichen. Er würde damit nach einer OP nicht wie geplant auf die Beine kommen im wahrsten Sinne des Wortes, ein Muskelaufbau vorher wäre auf jeden Fall notwendig. Ohne die Femurköpfe hätte er keinen Halt mehr. In schnellen Notfällen kann man da wohl auch mit Anabolika was erreichen, aber auch dazu sind Übungen notwendig.

***

Aber hier mein Bericht von gestern:
Den Prof. fand ich gut. Er und eine andere Ärztin haben sich die Röntgenbilder angeschaut und ihn abgetastet und er ist auch ein bisschen gelaufen im Behandlungsraum.

Fazit: Keine OP, zumindest nicht in nächster Zeit (hurra :D). Der Prof. sagt, er würde diese schwere OP auf keinen Fall machen, wenn er sich Cosmo anschaut. Klar wäre der Zustand der Hüften nicht schön bzw. schlimm, aber er meinte (und da stimme ich voll zu), man beurteilt halt nicht die Bilder sondern die Katze. Und die Funktionsweise der Gelenke wäre noch so weit gegeben und der Aktionsradius in den Hüften so ausreichend groß, dass es nicht nötig ist. Nur bei einem Funktionsverlust (also wenn der Kopf aus dem Gelenk rausspringt oder so), würde er diese OP durchführen wollen.

Er hat dann noch getastet und innerhalb von einer Sekunde einen Kreuzbandriss im linken Knie entdeckt :eek:, den bisher kein anderer TA bermerkt hatte!!! Ätzend, oder??? Meinte aber, Katzen würde auch mit Kreuzbandriss ganz gut zurecht kommen und auch das würde er nicht operieren bzw. sieht keinen Bedarf.

Ich habe ein anderes Schmerzmittel bekommen (Novalgin), was sich besser mit Cosmos anderen Medis verträgt. Er soll abnehmen und kriegt Physiotherapie und Osteopathie. Der Prof. befürwortet die Physio auf jeden Fall; von den begleitenden Dingen wie Zeel, Grünlippmuschel etc. hält er nichts. Okay, da hat man 1000 Meinungen von 1000 Ärzten, vor allem Chirurgen sind ja manchmal eh nicht so Fan von alternativen Dingen.

Naja, jetzt bin ich erstmal erleichtert. Langsames Abnehmen steht auf dem Programm und (moderate) Übungen und Osteopathie.
 
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Anja18

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Beiträge
5
  • #19
Bericht nach einem Jahr

Hallo an alle,
ich hoffe euren Katzen geht es soweit wieder gut.

Ich möchte nur einen kurzen Bericht geben wie es meinem Kater jetzt nach 11 Monaten nach der OP geht.

Eigentlich kann ich es mit einem Wort sagen KLASSE.

Er läuft wieder ganz normal, er rennt und springt und kann beim spielen auch wieder ganz enge Kurven nehmen.

Springen tut er immer noch nicht so gerne. Aber 1 Meter geht schon wieder. Aber er war als Kitten schon eher der Klettermax.
Klettern tut er für sein Leben gerne.

Ich möchte nochmal allen Mut machen die vor der Entscheidung stehen seine Katze operieren zu lassen.
Ja die Entscheidung ist schwer
Ja die Woche nach der OP ist hart anstrengend und man möchte seinen kleinen Krümel am liebsten in Watte packen.
Aber,,
die Erfolge sind so schnell sichtbar und ein schmerzfreies leben wünschen wir alle doch unseren Katzen

LG Anja
 
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Baby_red

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Beiträge
901
  • #20
Freut mich zu lesen, dass diese OP bei Katzen wohl super gut anschlägt :)
Dass Chirurgen nicht viel von alternativer Therapie\Homöopathie halten, hab ich auch schon mitbekommen :(
Meine Hündin bekommt seid Januar Teufelskralle, Hagebutte und Kur mässig Clucosamine und Traumeel. Ich hatte sie damit, und mit gleichzeitiger Magnetfeldtherapie vor der OP 3 Monate schmerzfrei.

Vor knapp 3 Wochen war jetzt die Resektion rechts... Ein Grauß :(
Sie tritt nicht auf und die Muskeln sind weg.... :(

Ich hoffe, dass meine Miezen davor verschont bleiben...

Was meint ihr, wäre ein vorsorgliches Röntgen sinnvoll? Meine Miezen sind jetzt 12 aber bisher unauffällig. Aber habe gelesen, dass bei einem der Kopf einfach gebrochen war... Das macht mir schon Sorgen... :(
 
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