Fawn Katzenschnupfen - Können wir noch was tun?

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Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Lila44

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Hallo zusammen,

habe im Moment etwas Zeit und möchte deswegen hier mal einen Thread für Fawns Schnupfen aufmachen. Vielleicht habt ihr Tipps was wir noch (besser) machen können. Ich habe auch ein paar Fragen. (Vorsicht lang).

Erstmal an ein paar Worte zum Herrn Kater: Vorneweg: Es geht ihm im Moment ziemlich gut, also akut ist soweit alles in Ordnung. Wenn er seine wilden 5 Minuten hat, wackeln die Wände. :grin: (Wird Zeit, dass er raus darf).

Fawn lebt seit November 2013 bei uns und kommt aus dem Tierheim. Dieses hat ihn im Frühjahr 2013 in ziemlich schlechten Zustand von einem Bauernhof aufgelesen. Er war abgemagert (ca. 4 Kilo, jetzt gutes Gewicht mit 5,1 Kilo), total Parasiten verseucht (Ohren waren schwarz vor Parasiten, Gewebe geschädigt (Blutohr), aber sonst jetzt alles ok), hatte eine offene Stelle hinterm Ohr, an welcher auch keine Haare mehr nachwachsen werden, hatte starken Schnupfen und entzündete Augen.

Ich weiß nicht alles was im Tierheim gemacht wurde, aber erzähle mal das was ich weiß.

Allgemeinzustand/ Blutbilder: Fawn wurde aufgepäppelt und es ging ihm vom Allgemeinzustand her langsam besser. Blutbilder (auch großes) wurde gemacht, einige Werte waren nicht so gut, aber das waren hauptsächlich Werte die mit dem Schnupfen/ Entzündungen einhergingen. Diese Blutwerte besserten sich auch alle deutlich. Unsere Tierärztin hier hat sich die Blutbilder (wurden mir mitgegeben) auch nochmal angeschaut, ein paar Werte nochmal nachkontrolliert (waren dann alle gut!) und den Fiv/ Felv-Test gemacht: negativ.

Schnupfen: Im Tierheim wurde festgestellt das Fawn schnupft, mal mehr mal weniger stark. Er hat dann eine verstopfte Nase und niest auch hin und wieder mal. Im Tierheim wurde gesagt, dass er Herpes hat. Ich muss aber sagen, dass ich hier keine schriftliche Bestätigung in Form eines Abstriches habe, ich kann also nicht sagen, ob das im Tierheim zu 100% festgestellt wurde.
Anders bei den Augen: Als wir ihn aufgenommen haben, hatte er noch eine Bindehautentzündung und tränende Augen. Hierzu gibt es einen Augenabstrich und einen negativen Befund auf Bakterien. Es steht also hier zumindest fest, dass Viren die Ursache sind. Ich habe aber nichts dazu gefunden, ob getestet wurde, ob es tatsächlich Herpes oder Calici ist. Die Augenentzündung wurde von uns mit unsere TA erfolgreich weiterbehandelt. Keine Entzündung mehr, nicht rot, es kneift nicht, tränt nicht, ist nur etwas feuchter als das andere Auge, was laut TA daran liegt, dass, soweit sie das von außen sehen kann, der Tränenkanal nicht mehr ganz in Ordnung ist (wahrscheinlich durch die lange Nicht-Behandlung). Laut TA ist das Auge aber im Moment völlig gesund. Wir müssen natürlich ein Auge drauf haben. Es gibt an diesem Auge noch einen irreperablen Hornhautschaden (wohl ebenfalls durch die lange Nicht-behandlung), der Fawn aber nicht beeinträchtigt.
Achja die TA hatte noch bevor ich irgendwas dazu gesagt habe, gemeint, dass das (Auge) nach Herpes aussieht. Ist wohl nicht der erste Fall.

Aktueller Stand: Fawn bekommt seit November 2x täglich L-Lysin und einmal täglich Immustim K. Ich habe das Gefühl, um so länger er hier ist, umso stabiler wird er. Ich hoffe das ist auch so.

Nach dem allerersten TA-Termin (TA-Termine sind leider Stress für ihn, obwohl er total brav ist, er kotet dann sogar mal aus Angst oder muss sich übergeben, wir hoffen, das wird noch besser, wenn er merkt er kommt jedes mal wieder hierher zurück.) hat er wieder stärker angefangen zu niesen, die Nase war merklich zu und er war wirklich einge Tage erledigt. Beim zweiten Termin (10 Tage später) war das ganze schon besser/ deutlich milder, beim letzten Termin (1. Leukose Impfung) hat er wieder aus Angst gekotet, war also gestresst, hat die Impfung und den Termin aber super weggesteckt. Leider ist dann erst mein Mann und dann ich krank geworden (Erkältung) und da hat er sich wohl auch etwas von uns geholt. Allerdings muss man sagen, es war alles harmlos. Die Nase hat gequitscht beim Schlafen, er hat etwas mehr (lauter) geschnarcht und an einem Tag ein paar Mal genossen. Jetzt höre ich zwar die Nase noch manchmal, aber es geht ihm ansonsten gut.

Fragen: Was können wir noch tun um das Immunsystem weiter zu verbessern? Ich habe von allerlei Immunphushern gelesen, aber woher weiß ich was das richtige ist? Oder sollen wir es eh erstmal bei dem belassen, was wir geben?

Kann ich L-Lysin langfristig geben? Ich lese dazu wiedersprüchliches. Meine TA meint (erstmal) ja.

Wie wichtig ist es zu wissen, ob es wirklich (nur) Herpes ist oder auch Calici? Sollte man nochmal einen Rachenabstrich machen? Wie funktioniert der eigentlich? Muss die Katze dazu in Narkose?

Wann sollte man Rachenabstriche machen um auf eventuelle Sekundärerreger (Bakterien) zu testen. Ich meine sie gesellen sich, wahrscheinlich relativ schnell dazu (bzw. wir bringen sie mit), wenn wieder eine schlechtere Phase ist, aber wenn er nur eine etwas verstopfte Nase hat und es wie jetzt recht flott wieder besser wird, würde ich ehrlich gesagt eh nur ungern Antibiotikum geben? Und dann ist es doch egal, oder? Wichtig ist das doch vor allem damit ich gezielt AB geben kann, oder? Ab wann (bei welcher "Schwere") gebt ihr AB?

Den Thread von FrauFreitag habe ich übrigens (mehrmals) gelesen und nach und nach auch immer besser verstanden (beim ersten Mal war ich etwas überfordert);). Die Links werden noch folgen. Meine TA hat mir einiges daraus übrigens auch erzählt, ich hoffe, dass ich bei ihr im Moment ganz gut aufgehoben bin. Wohne jetzt nicht mehr in der Nähe meiner Eltern und musste mir eine neue TA suchen.

Was wir sonst noch tun: Viel Lüften (damit die Luft nicht zu trocken wird; war aber eh schon immer so), aber nie mit Zug (nur ein Fenster auf bzw. die Fenster an einer Seite) und innen hat es 19,5 bis 20,5° (es ist also nicht kalt).

Und ich möchte gerne (sobald Autokauf - altes hinüber - in trockenen Tüchern ist, einen Inhaltor (Pariboy) kaufen und versuchen Fawn daran zu gewöhnen. Der tut mir sicher eh auch gut.

Achja und wegen Freigang: Ich kann natürlich verstehen, wenn einige von euch sagen, dass ein Schnupfer in Wohnunghaltung besser aufgehoben wäre. Allerdings hat Fawn sein bisherigens Leben ja draußen verbracht und hat jetzt (nach der Eingewöhnung) auch wirklich einen sehr starken Drang nach draußen. Davon abgesehen, dass ich mir gar nicht sicher bin, ob es möglich wäre oder er irgendwann auf die Barikaden geht, würden wir ihn mit reiner Wohnungshaltung mit Sicherheit sehr unglücklich machen.

Ok, ich glaube das war erstmal alles. Danke an alle die es lesen! :)
Wenn ihr noch Frage habt fragt bitte. Ich freue mich auf alle weiteren Anregungen und Tipps.

LG
 
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