extrem scheuer "Baby"-Kater

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Indiana Jones

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Hallo zusammen,

wir haben uns vor einiger Zeit entschlossen zu all den anderen Tieren noch eine Katze zu holen. Sie wird Freigänger werden. Wir haben einen Resthof mit Scheune und Stallungen wo man viele Mäuse findet. Wir leben in einem Dorf mit wenig befahrenen Straßen.

Zuerst wollten wir im Tierheim gucken, aber dann hat unsere TÄ uns über Katzenjunge berichtet im Nachbardorf die dringend ein Zuhause benötigen. So kamen wir zu Cooper.

Vor 2 Wochen kam er zu uns. Da war er 10 Wochen alt. Viel zu jung, aber die Jungen leben mit der Mutter eher "verwildert" auf dem Hof. Er kennt keinen Menschenkontakt. Sie kamen nur an als gefüttert wurde in der Waschküche, aber mehr auch nicht. Er lebte also bis dato "draußen". In den nächsten Wochen wird unsere TÄ versuchen die dort lebenden 3 Katzen zu fangen um sie zu kastrieren, damit sich nicht erneut Nachwuchs einstellt.

Nun sind wir Katzenneulinge. Sicher nicht die besten Voraussetzungen für den Kleinen. :oops:

Da er erst eingefangen werden musste, war er demensprechend verstört. Ich habe den Transportkorb in mein Büro gestellt, geöffnet und bin gegangen. In meinem Büro befindet sich der Kratzbaum, die Toilette, Futter, Wasser und ein Spielzeug. Am nächsten Morgen war das Futter gegessen, die Toilette benutzt und am zweiten Tag hat er auch das Spielzeug benutzt weil es unter meinem Schreibtisch lag.

Und genau dorthin hat er sich zurück gezogen. Er wird nur aktiv wenn niemand im Büro ist. Bin ich hier, rede ich mit ihm ganz ruhig. Erzähle mir selber was damit er meine Stimme hört. Ab und an habe ich Leckerli unter den Schreibtisch gekugelt. Anfangs hat er gefaucht, 1 Woche später dann nicht mehr.

Nur, sobald ich ein Versteck von ihm gefunden habe, sucht er sich sofort ein Neues. Er ist nun 2 Wochen und 1 Tag bei uns und wir haben ihn erst 2x gesehen. Jedesmal nur wenn wir ins Büro kamen und er grad auf Klo saß oder am Fressnapf. Wir haben in begrüßt und er ist sofort weggehuscht.

Egal was wir machen. Ruhig sein, nur am Schreibtisch sitzen, ruhig mit ihm reden, Spielzeug rausholen (Katzenminze oder ähnliches), er kommt nie hervor.

Nun weiß ich dass jede Katze ihre eigene Zeit braucht. Die soll er auch bekommen. Ich bezweifle aber das wir auf dem richtigen Weg sind. Reines Bauchgefühl.

Mein Büro ist im 2. Stock und ca. 25qm groß. Direkt daneben liegt das Büro von meinem Mann mit ca. 20qm. Als er letztens morgens früh dort rein ging hat er vergessen seine Türe zu schließen. Da kam auf einmal Cooper an und latschte in sein Büro und versteckte sich sofort unter dem Schreibtisch dort. Nun lassen wir die beiden Büros offen, da wir nicht wissen in welchem er sich grade aufhält. Er leert weiterhin seinen Napf, benutzt das Klo und schleppt mein selbst genähtes Spieli durch die Gegend.

Was kann ich noch machen damit er versteht dass wir ihm nichts tun? :(
 
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merline

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Hallo Heike,schön dass Du Dich angemeldet hast. :)

Also mal als erstes:

Dein Katerchen ist es gewöhnt mit seinen Geschwistern draussen zu sein und nun wird er dort weggenommen ,kommt ganz allein in eine völlig fremde Umgebung ohne Artgenossen und zu anderen Tieren die er nicht kennt und ist ganz allein :sad:

Er ist allein und hat fürchterliche Angst.

Kannst Du noch ein Geschwisterchen oder ein anderes Kitten dazu holen?,am besten eins da mindestens 12 Wochen bei der Mama war ,besser noch 16 Wochen da ist die Katzenerziehung dann nämlich abgeschlossen.. Deine anderen Tiere haben ja auch alle Artgenossen bei sich und Katzen sind sehr soziale Tiere.Die zwar alleine jagen aber nicht alleine leben wollen. Ist für kein Lebewesen schön.
 
Kaly

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Du beschreibst euren Kater so, dass man merkt, du machst dir wirklich Gedanken.
Danke, machen viele andere Neulinge nicht. :)

Die großen Problemstellen hast du ebenfalls bereits treffend beschrieben: zu früh von seiner Familie getrennt, zu wenig Menschenkontakt bisher.

Helfen könnte ein weiterer Katerkumpel, am besten aus einer privaten Pflegestelle, im Alter von 12 - 16 Wochen.
Private Pflegestelle deshalb, weil diese Tiere mit Menschen in deren Alltag leben.
Kumpel deshalb, weil man von dem prima abgucken kann. :)

Es kann trotzdem sein, dass euer Kleiner immer etwas scheuer bleibt - aber glaub mir, zu sehen, wie so kleine Angsthasen vertrauter werden (im Rahmen ihrer Möglichkeiten), ist jede "Anstrengung" wert.
 
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Indiana Jones

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Hallo Ela,

der Gedanke kam uns auch schon. Wir haben dazu auch einige Leute befragt. Viele meinten, wenn wir noch ein Geschwister von ihm holen dann verbrüdern die beiden sich und verstecken sich zusammen. Ich bin da bauchgefühl mäßig zwiegespalten. Hatte schon nach ein paar Tagen überlegt ob es nicht besser wäre noch eins von den Geschwistern zu holen.

Dieses Geschwisterchen wäre aber auch extrem menschenscheu. Muss erst eingefangen werden.

Würden die beiden sich denn vertragen? Jetzt sind seine Geschwister 12 Wochen alt und leben noch auf dem Bauernhof. Ein anderes Kätzlein dass menschengeprägt ist und lange bei der Mutter sein konnte findet man hier eher nicht. :( Im Tierheim sind die kleinen Katzen meist ohne ihre Mutter, dafür Menschen gewöhnt.

Wir haben im Dorf viele Katzen umher laufen. Wir dachten das es ihm so an Sozialpartnern nicht fehlen würde. Zumindest wurde uns es so berichtet und nach eigener Recherche klang das plausibel. Aber wie Du schriebst, wir halten alle unsere Tiere gemeinsam und das Katerchen ist alleine. :oops: Wir möchten nicht dass eins unserer Tiere leidet. Aber ein jeder den wir fragten hat immer eine andere Meinung und Erfahrung als der andere. Da ist es als Neuling schwer zu differenzieren was nun richtig ist oder sein könnte.

Ich hätte nie gedacht dass er so extrem verängstigt sein könnte.
 
Kaly

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Kumpel, die gut sozialisiert und wenig ängstlich sind, findest du hier im Forum bei den Notfellchen.
Die werden euch sogar gebracht. ;)
 
LucyMarie

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Wir haben dazu auch einige Leute befragt. Viele meinten, wenn wir noch ein Geschwister von ihm holen dann verbrüdern die beiden sich und verstecken sich zusammen.

Ja, anfangs würden die beiden sich vielleicht zusammen verstecken. Ich glaube aber nicht, dass sich das nicht ändern wird. Ich könnte mir vorstellen, dass er alleine tatsächlich eher scheu bleibt, dass aber ein Mitkater (selbst wenn Nr. 2 zunächst auch erstmal scheu ist) auf Dauer genug Vertrauen gibt, sich allmählich an Euch ranzutrauen - auch wenn Nr. 1 vielleicht immer ein bisschen vorsichtiger sein wird. Vielleicht wäre es da aber wirklich besser, einen Kater dazuzuholen, der ein kleines bisschen älter und nicht genauso ängstlich ist, sondern an Menschen gewöhnt ist. Ein Geschwisterkind hilft Euch da evtl. nicht wirklich weiter.
 
merline

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Wenn Du ein gut sozialisiertes und vor an allem Menschen gewöhntes Katzenkind dazu holst, wofür ich auch wie Kaly am ehesten plädiere, wird der kleine sich schneller abgucken und lernen dass Menschen gar nicht so übel sind. Ausserdem kannst Du davon ausgehen wenn Du Ihn jetzt alleine hältst hat er bis er bei Euch in Freigang darf ,denn das geht ja erst nachdem er alt genug ,kastriert und durchgeimpft ist, die kätzische Sprache und das Verhalten verlernt und das gibt dann wiederum Probleme draussen mit anderen Katzen.
Ich möchte nochmal auf Kalys Posts hinweisen und geb Dir jetzt im Anschliss mal ein Paar Links zu bestimmten Themen hier im Forum da kannst Du dich richtig und ausführlich informieren :) Und dann sehen wir mal weiter ,wir finden bestimmt eine Lösung :)
 
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Indiana Jones

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Du beschreibst euren Kater so, dass man merkt, du machst dir wirklich Gedanken.

Jede Menge. Tagtäglich. Ich versuche nicht zu viel im Büro zu sein damit er Ruhe hat, aber auch oft genug dass er merkt ich bin da und tue ihm nix. Ich Google meine Finger wund und frage jeden der eine Katze hat. Die Antworten könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich soll den Kater hungern lassen...nein mache ich nicht. Habe ich bei meinen Hunden nicht angewandt und werde dies auch nie tun.

Als wir unsere Hühner geholt haben, haben wir im Netz gegooglt und die Dorfbewohner befragt was Hühner so an Stallmaßen benötigen. Da haben sich mir Fußnägel und alles andere gekräuselt. :eek: Es gibt gar keine "Mindestvorschriften", außer genügend Wasser und gutes Futter. Prima. Das kanns nicht sein. Als wir dann unseren Hühnerstall und Auslauf für 9 Hühner fertig hatten, kam nur.... das reicht aber für 20 Hühner. :confused: Nee, sind 9 und dürfen viel Platz haben.

Dasselbe bei Kaninchen. Noch viel schlimmer. Wenn ich sehe dass Nachbarn die in Mengen im engsten Käfig haben....ohne Worte. Hanni und Nanni dürfen laufen und hüpfen. Nicht im Haus, okay, aber da gehören meiner Meinung nach Kaninchen auch nicht unbedingt rein. Sie haben die Stallungen zum Teil und können da pesen und auch draußen sein um die Wiesen zu ernten.

Helfen könnte ein weiterer Katerkumpel, am besten aus einer privaten Pflegestelle, im Alter von 12 - 16 Wochen.

Das werden wir hier auf dem Dorf eher nicht finden.

aber glaub mir, zu sehen, wie so kleine Angsthasen vertrauter werden (im Rahmen ihrer Möglichkeiten), ist jede "Anstrengung" wert

Wir haben vor einigen Wochen einen Feldhasen aufgezogen. Ein Wildtier das Menschen scheut. Den "groß" zu ziehen war wahrlich nicht leicht. Noch schwieriger ihm Menschen wieder leidlich zu machen damit er sie scheut und seinem Instinkt folgt.

Wir sind zwar bei weitem nicht Tier-Unerfahren, aber um unser Katerchen bin ich echt besorgt und weiß einfach nicht weiter.
 
merline

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Und los gehts,ich hoffe Du hast Lust auf viel lesen;)

http://www.katzen-forum.net/die-anf...aeckchen-fuer-forums-und-katzenanfaenger.html


Der hier ist zum schauen und zum schmachten ;)

http://www.katzen-forum.net/die-anfaenger/8827-warum-zwei-katzen-besser-sind-als-eine.html

Viel Spaß ich denke fürs erste bist Du damit schon gut informiert danach gehts dann weiter ;)

Edit: einen passenden Kumpel kannst Du hier übers Forum finden :)

Edit2: Den 2. Thread musst Du natürlich nicht komplett durackern,der ist nur so als "Appetizer" gedacht :D
 
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  • #10
Du solltest auf jeden Fall Gesellschaft für ihn holen und wenn das sein Geschwisterchen ist, wird er sich sicher sehr darüber freuen. So feinfühlig wie du über Tiere schreibst, bin ich mir sicher, dass du es schaffst, dass Herz von einer oder besser von zwei scheuen Katzen zu erobern. :)

Verbringe ruhig Zeit im Arbeitszimmer und lies dem Katerchen vor. So lernt er deine Stimme kennen und du gibst ihm die Möglichkeit, dich zu beobachten. Bring ihm Leckerchen mit und versuche ihn mit einem Spielzeug zu locken. Keine Sorge, das wird schon.
 
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LucyMarie

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  • #11
Das werden wir hier auf dem Dorf eher nicht finden.

Müsst Ihr ja nicht. Ihr habt doch sicher irgendwo in Eurer Nähe einen Tierschutzverein - vielleicht gibt es dort ja Kontakte zu privaten Pflegestellen? Oder vielleicht hat auch jemand hier im Forum eine gute Idee für einen Zweitkater? Ich denke wirklich, dass Euch ein genauso menschenscheues Geschwisterchen nicht so richtig weiterbringen wird...
 
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Indiana Jones

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  • #12
Und los gehts,ich hoffe Du hast Lust auf viel lesen;)

Ich lese für mein Leben gerne :D

Vielen Dank für die Links. Sie waren super informativ. Also hat mich mein Bauchgefühl nicht getäuscht damals als ich spontan meinte es muss eine zweite Katze her.

Aber haben wir genug Platz für zwei? Sorry für die in Euren Augen wahrscheinlich dümmliche Frage. Wir haben ca. 180 qm Wohnfläche, Scheune und Stallungen. Aber unsere Nachbarn haben auch alle Katzen. Gibt es da unter den Katzen nicht evtl. Stress und Ärger?

Da ernähre ich unsere Hunde seit jeher mit Fleisch und kaufe für den Kater Baby-Futter in Dosen und Trocken. Nun lese ich das man Katzen auch barfen kann.

Ich oute mich mal. :oops: In der Hoffnung das nicht so viele aufschreien. Mein Mann und ich sind Jäger. Ergo werden unsere Hund auch von all dem ernährt was man für Menschen nicht "verwerten" kann. Darf unser Katerchen davon auch was abhaben?
Angemerkt sei, wir sind keine dieser schießwütigen Idioten die jeden Hund oder Katze abknallen die sich zeigen. Wir schießen generell hier niemals Hund oder Katze. Egal was diese grade anstellen. Es ist auch ein absolutes Ammenmärchen dass die Katzen alle Jungvögel dezimieren. Das tun andere Wildarten, nicht nur Katzen. Und unser Wachtelhund hat schon Vögel im Flug gefangen, leider :mad:, wozu eine Katze wohl eher nicht imstande ist. Das nur dazu.

Ich wünsche mir so sehr dass unser kleines Katerchen keine Angst mehr vor uns hat.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #13
Aber haben wir genug Platz für zwei? Sorry für die in Euren Augen wahrscheinlich dümmliche Frage. Wir haben ca. 180 qm Wohnfläche, Scheune und Stallungen. Aber unsere Nachbarn haben auch alle Katzen. Gibt es da unter den Katzen nicht evtl. Stress und Ärger?

Da ernähre ich unsere Hunde seit jeher mit Fleisch und kaufe für den Kater Baby-Futter in Dosen und Trocken. Nun lese ich das man Katzen auch barfen kann.

Ich oute mich mal. :oops: In der Hoffnung das nicht so viele aufschreien. Mein Mann und ich sind Jäger. Ergo werden unsere Hund auch von all dem ernährt was man für Menschen nicht "verwerten" kann. Darf unser Katerchen davon auch was abhaben?
Angemerkt sei, wir sind keine dieser schießwütigen Idioten die jeden Hund oder Katze abknallen die sich zeigen. Wir schießen generell hier niemals Hund oder Katze. Egal was diese grade anstellen. Es ist auch ein absolutes Ammenmärchen dass die Katzen alle Jungvögel dezimieren. Das tun andere Wildarten, nicht nur Katzen. Und unser Wachtelhund hat schon Vögel im Flug gefangen, leider :mad:, wozu eine Katze wohl eher nicht imstande ist. Das nur dazu.

Ich wünsche mir so sehr dass unser kleines Katerchen keine Angst mehr vor uns hat.

Klar wird es Ärger mit den Nachbarskatzen geben, das bleibt nicht aus. Aber höchstwahrscheinlich wird es auch Freundschaften geben. Katzen sind da nicht großartig anders als wir. Uns passt auch nicht jede Nase. Mein Merlin hat z.B. häufig Stress mit dem dicken Max von gegenüber. Max ist aber sowieso ein ziemlicher Rüpel, heute morgen hatte er einige Schrammen auf der Nase. Nicht von Merlin, sondern von dem dritten Nachbarskater, der dem Rüpel auch schon mal eins auf die Zwölf gibt.

Dafür steht mein Merlin aber total auf Nachbars Fienchen. Da wird dann nicht gefaucht und gekreischt, sondern genäselt. Und auch Pitti von gegenüber darf sich stressfrei durch unseren Garten bewegen.

Und was die Katzen und die Vögel angeht, darfst Du Dich als Jägerin in Zukunft gerne einmischen, wenn hier mal wieder andere Jäger und sonstige "Vogelschützer" aufschlagen, die das Abknallen von Katzen und Hunden legitim finden, weil die ja angeblich für das Aussterben diverser Vogelarten verantwortlich sind;) So ein Exemplar hatten wir erst kürzlich hier. Hält selbst Katzen, schießt aber Katzen ab, wenn sie seiner Meinung nach wildern:rolleyes:

Und ja, Katzen dürfen ohne weiteres Wild wie Reh oder Fasan fressen. Nur bitte kein Wildschwein, das bitte nur gekocht verfüttern.

Dein Katerchen wird schon noch Vertrauen zu Euch bekommen, bei kleinen Scheuchen dauert es einfach und es braucht Geduld, Geduld und nochmals Geduld.
 
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merline

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  • #14
Also am Platz scheitert es bei Euch garantiert nicht :)

Barfen bei Katzen ist nicht so einfach wie beim Hund,da die einen Carnivoren und der andere omnivor ist.

Beim Katzenbarf "bastelst" Du quasi das Beuttier nach,sprich Du muss supplementieren. dazu gibt hier im Unterforum BARF jede Menge Info,das ist ein ziemlich komplexes Thema aber du liest ja gerne ;)

http://www.katzen-forum.net/barfen/

Kittenfutter ist wirklich unnötig ,gib Ihm gutes Nassfutter unddavon soviel er will,Kitten dürfen fressen soviel sie wollen.

Nassfutter:

http://www.katzen-forum.net/nassfutter/

Zu Trockenfutter stand ja im Begrüßungspäckchen einiges drin. Lass Dich da blos nicht bequatschen Trockenfutter ist und bleibt ungesund .

Also ich hab mit Jägern keine Probleme solange Sie anständig sind. Eine meiner liebsten Kunden ist Fleischermeister und Jäger;) Was glaubst Du was alles in meiner Truhe und in meinem Kühlschrank lagert ;)

Ich denke da Ihr ja auch Hunde habt ist Dir Aujetzki ein Begriff?" bei Katzen geht die Pseudowut immer lethal aus und auch wenn Deutschland seit 2000 als Aujetzki frei gilt würd ich weder Wildschwein noch Hausschwein roh verfüttern. Eine 100%ige Garantie gibts nicht und mir wäre das Risiko zu groß.

Zu Deinen anderen Fragen hat Dir "Maiglöckchen " ja schon geantwortet,da ist nix mehr hinzuzufügen. :)

Ich find es wirklich toll das Du Dir soviel Gedanken machst und um Rat bittest und diesen auch annimmst,das ist eine wahre Wohltat zu den vielen anderen die den Weg hierfinden :)
Und wenn jemand anfangen sollte zu stänkern weil Du Euch als Jäger geoutet hast gibts noch nen kleinen Tipp am Rande;)

Einfach nicht drauf eingehen ;)
 
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Indiana Jones

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  • #15
wenn hier mal wieder andere Jäger und sonstige "Vogelschützer" aufschlagen, die das Abknallen von Katzen und Hunden legitim finden, weil die ja angeblich für das Aussterben diverser Vogelarten verantwortlich sind;) So ein Exemplar hatten wir erst kürzlich hier. Hält selbst Katzen, schießt aber Katzen ab, wenn sie seiner Meinung nach wildern:rolleyes:

:wow::stumm:

Wie kann man nur so dumm sein. Wir haben bei uns einige Wildkatzen im Revier. Herrliche Tiere. Wunderbar zu beobachten und Gott sei Dank unter Schutz gestellt. Wildkatzen haben also bahn frein und die Hauskatzen nicht? Ist etwas quer wirr gedacht. Es ist selbstredend dass "Haus"-Tiere Schaden anrichten, aber das tun andere Tiere auch. Wildschweine sind wahrlich übel. Bei uns gibt es auch Luchse die Schaden anrichten. Rehe, Rotwild und Co. Diese Tiere brauchen Futter, das ist eben so. Als Jäger ist man dazu da den Wildbestand (und dazu keine Katzen und Hunde) so zu hegen dass keine Überpopulation besteht und keine Krankheiten auftreten.

Und ja, Katzen dürfen ohne weiteres Wild wie Reh oder Fasan fressen. Nur bitte kein Wildschwein, das bitte nur gekocht verfüttern.

Klar. Das dürfen unsere Hunde auch nicht. Unsere beiden Jagdhunde sind eh schon gefährdet genug weil sie mit Wildschweinen in Kontakt kommen.

Klein Katerchen Cooper ist grad aufs Töpfchen gegangen während ich hier sitze und schreibe :) Ich konnte ihn endlich mal wieder sehen. Den kleinen schwarzen Puschelkopf :pink-heart:
 
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Lukretia92

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  • #16
Hey :)
Meine Mama ist auch Jägerin und hat dieselbe Einstellung wie ihr. Auch wenn sie selbst weder Hunde- noch Katzenhalterin ist.

Also Platz habt ihr definitiv genug :D da könnt ihr auch noch mehr Katzen aufnehmen. Gibt ganz viele in Tierheimen und Pflegestellen, die einen Platz suchen :rolleyes:

Übrigens haben wir unsere zwei auch aus einer Pflegestelle. Weil du meintest es gibt bei euch keine. Für unsere sind wir auch eine relativ weite Strecke gefahren. Wir haben sie hier im Forum in der Notfellchen-Ecke gefunden und ich versichere dir, die haben auf uns gewartet :grin:

Dass sich die zwei verbrüdern ist übrigens Blödsinn ;) Was allerdings stimmt, sie gucken sich Sachen voneinander ab. Ich sag dir kurz, wies bei uns war:
Felici ist eine absolute "Mit-mir-kann-man-alles-machen-Katze". Von Anfang an ließ sie sich streicheln, auf den Arm nehmen, kuscheln, knuddeln, was man will ^^ Dicha hingegen hat Angst vor Händen. Sie streicht einem zwar um die Beine, aber sobald man versucht hat, sie zu streicheln, wars vorbei ;)
Trotzdem haben wir natürlich regelmäßig mit Felici gekuschelt und plötzlich kam Dicha auch an und wollte gestreichelt werden. :) :) kannst dir ja vielleicht vorstellen, wie einem da das Herz aufgeht. Inzwischen kann ich sie auch streicheln, wenn Felici nicht dabei ist. Sie muss nur kurz die Hand beschnuppern, dann ists okay :)
Was ich damit sagen will, wenn ihr ein älteres Kätzchen aus einer Pflegestelle nehmt (oder auch zwei, weil ihr ja so viel Platz habt :D), dann schaut sich euer Kleiner wahrscheinlich das Verhalten von denen ab. Wenn ihr zwei zahme Kuschelmonster holt, wird er auch kommen :) Man brauch nur etwas Geduld.
Keine Katze MÖCHTE Angst haben ;) Das im Hinterkopf, dann wird sie sie irgendwann verlieren :)
 
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Indiana Jones

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  • #17
Manches mal wird einem eine Entscheidung die man nicht treffen kann, weil man nicht sicher ist was richtig oder falsch ist, einfach abgenommen. Wir grübelten immer noch ob Cooper einen Gefährten bekommt und wenn ja, welchen und woher, etc...

Gestern Abend um 21 Uhr ist uns eine völlig verwahrloste abgemagerte junge Katze zugelaufen. Ich habe sie angeschaut und war fassungslos. Sie ist in keinster Weise scheu. Hat sich sofort über das Futter hergemacht und eine ganze Dose gefressen.

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Dann wollte sie auf meinem Schoß schlafen. Alles andere war unmöglich. So saß ich da und streichelte vorsichtig dieses Häuflein an Knochen. Da ich noch nie eine Katze hatte (und eigentlich "Angst" vor ihnen habe) war ich unsicher ob ich ihr weh tun könnte. Sie gurrte in einer Tour vor sich hin.

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Und dann geschah das Wunder. Cooper tauchte auf. Völlig fassungslos :cool: und starrte mich und das kleine Bündel auf meinem Schoß an. Ich redete mit ihm und er blieb ca. 1m von mir entfernt sitzen. Das hier ist also unser hübscher Cooper.

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Ich schrieb noch gestern Abend unsere Nachbarin an die auch unsere TÄ ist. Sie machte für mich die Praxis direkt heute ganz früh auf.

Ergebnis: Milben im Ohr (10 Stäbchen mit purem schwarzem Dreck) Flöhe in Mengen, Würmer hat er auch und leicht vergrößerte Nieren weil er keine Flüssigkeit bekam. Er wiegt nur 800g und ist geschätzt max. knapp 8 Wochen alt.

Ich habe ihn Lenny getauft und egal wem dieser kleine Kater mal gehört hat, der bekommt ihn sicher nicht wieder. Lenny war so lieb beim TA. Kein Gefauche, nichts, er wollte immer nur schmusen. Leider musste er eine Chemiekeule bekommen und wir beobachten ihn nun ganz genau damit wir sofort bemerken wenn es ihm schlechter gehen sollte. Er frisst sehr gut, er trinkt seit ein paar Stunden auch endlich und das recht gut. Er ist total verspielt, will immer schmusen und hat eben sogar in meiner Anwesenheit kurz mit Cooper getobt. Selbst als mein Mann mit im Büro war kam Cooper raus.

Lenny

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FF....
 
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  • #18
weiter mit Schmuse-Lenny

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und plötzlich tauchte Cooper auf und fraß in meiner Anwesenheit :eek:

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links Cooper, rechts Lenny

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Lenny beim spielen

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woraufhin Cooper erneut auftauchte und mit Lenny spielen wollte

ctta4yt8n9leyc6uj.jpg


Ich hoffe nur dass Lenny die Chemiebombe einigermaßen wegstecken kann und wieder gesund wird.
 
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Ba-Wü
  • #19
Herzlichen Glückwunsch, das Schicksal hat für euch entschieden und hat offensichtlich richtig gelegen. Die beiden sind wirklich allerliebst und daran, dass sich Cooper jetzt zeigt, siehst du ja schon, wie richtig der Gedanke mit der zweiten Katze war!
 
merline

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  • #20
Drecks Tele 2:mad::mad::mad:
dauernd schmeissen die mich aus dem Netz:grr:
Also 4. Versuch zu antworten:



:D:D:D:D Ich würde sagen da hat das Schicksal mal nachgeholfen:)

Siehste, kaum ist ein Spielkamerad da taut auch Cooper auf ;)

Ich freu mich unbändig und der kleine Prinz ist ja eine richtige Schönheit:pink-heart:

Wart mal ab wenn er größer ist und sich gesund gefuttert hat dann haste 2 Herzensbrecher. :)
 
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