Esosinophiles Granulom - Pollenallergie?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Mimiau

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Hallo zusammen,

vielleicht kennt sich Jemand hier ein wenig mit dem Krankheitsbild eosinophiles Granulom aus. Minou lebt nun schon 3 Jahre bei uns. Als wir in damals bekamen, kam schnell eine dicke Lippe zum Vorschein. Wir gingen zum TA, welcher damals die Diagnose stellte. Die Futterumstellung auf Pferd half nicht wirklich bzw. dachten wir jedes Mal, sie würde helfen, aber nun fanden wir in letzten 2 Jahren raus, dass Minous Zunge sich nur entzündet, sobald es anfängt richtig warm zu werden und der starke Pollenflug losgeht. An dem Futter wurde nie was geändert. Die Schübe wurden seit wir ihn hatten nun immer etwas kürzer. Ganz zu Beginn, als er zu uns kam, mussten wir ihm tatsächlich fast 10 Monate mit Cortison behandeln, weil es nicht anders ging. War auch sehr unschön und am Ende zwang uns die Tierärztin auch das Kortison sofort absetzen, weil das Risiko, dass er Diabetes kriegt zu, letztendlich hoch war. Wir fühlten uns da total hilflos, weil wir keinerlei Alternative hatten. Zum Glück war es schon November und demnach kam nach Absetzen des Kortison kein weiterer Schub mehr. Letztes Jahr kam der erste Schub dann zum Glück erst Mitte März und dauerte bis Anfang November an. Dieses Jahr fängt es zum Glück erst jetzt an. Das kam nun wieder mal relativ schlagartig bzw. nahezu explosionsartig. Vor paar 5 Tagen hatte er noch nichts im Maul, nun 2 dicke Pickel + 3 kleine Pickel. Demnach sind wir uns nun mittlerweile sehr sicher, dass es mit dem Pollenflug zusammenhängen muss.

Wir vermuten, da Minou damals als Wohnungskatze in einer Stadt aufgewachsen ist, er halt seit er bei uns ist und umgeben ist von Wald und Sträuchern, sein Körper dementsprechend darauf reagiert, weil die Vorgängerin scheinbar in den 2 Jahren nie Probleme damit hatte oder mit ihm zum Arzt musste. Aus Sicherheit haben wir das auch von ihrem TA bestätigen lassen, weil wir Sorge hatten, dass sie einfach nur ne "kranke" Katze loswerden wollte. Jedoch weiß ich nicht genau, ob diese Erkrankung überhaupt irgendwie mit Pollenflug zusammenhängen kann und inwiefern es da Möglichkeiten gibt langfristig ne andere Lösung zu finden.

Ich habe was von Hyposensibilisierung gelesen, weiß aber nicht, ob das bei Minou überhaupt in Frage käme, weil ich glaube, dass ne normale Allergie und das EG Komplex vermutlich zwei paar Schuh sind. Dennoch will ich morgen nicht einfach wieder nur zum TA gehen, um mir wieder nur Tabletten verschreiben zu lassen und nach Hause zu gehen und ihn bis November mit Kortison vollzupumpen. Ich weiß, es ist meistens die einzige Lösung, aber vllt gibt es andere Lösungsansätze oder auch homoöpatische, die weniger schädigend sind.

Würdet ihr eigentlich eventuell zu einem Allergietest raten oder wäre das nur rausgeschmissenes Geld? Es wäre ja vermutlich interessant zu wissen, gegen welche Pollen er allergisch ist oder bringt dieses Wissen uns am Ende nicht weiter?

Ich bin froh, dass die Schübe jetzt innerhalb der 3 Jahre kürzer geworden sind, trotzdem würde ihn gerne einen langfristigeren Ansatz finden. Haltet ihr es für sinnvoll, mal einen Heilpraktiker statt einem TA aufzusuchen? Bei den Tierärzten hab ich oft das Gefühl abgewimmelt zu werden, weil die Kortisontherapie einfacher erscheint als vielleicht mal noch was anderes auszuprobieren. Vielleicht könnt ihr mir paar Tipps geben auch bezüglich des Termins morgen, welche Fragen ich stellen sollte.

Außerdem würdet ihr generell raten weiterhin Pferd zu füttern? Leider sind ich und mein Mann keine Großverdiener, die monatlichen Kosten von 80 Euro an Katzenfutter für 2 Katzen sind schon relativ heftig :( ..ich will nicht sagen, ich würds nicht weiterhin für beide machen, aber es gäbe auch theoretisch noch andere hochwertige Sorten die günstiger wären als das von Vetconcept. Dennoch will ich auch nicht Minous Gesundheit so einfach aufs Spiel setzen. Jedoch kann man eigentlich ausschließen, dass es nicht am Futter liegen kann, zumal die von der Vorgängerin nur mit Felix gefüttert wurden und er nie eine allergische Reaktion gezeigt hat..
 
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bohemian muse

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Die Ursache des eosinophilen Granulomkomplexes sind bis heute nicht gesichert bekennt, aber ein allergisches Geschehen scheint tatsächlich bei vielen betroffenen Katzen eine Rolle zu spielen.
Bei unserem Kater Francis ist einer der Auslöser beispielsweise eine Glutenunverträglichkeit, was ich vor etwa 6 Jahren im Rahmen einer Ausschlussdiät herausgefunden habe. Seit er in Folge dessen auf eine 100% glutenfreie Ernährung umgestellt wurde, hat er nur noch 2-3 Ausbrüche im Jahr.

Ist Minou Freigänger oder Wohnungskatze? Habt ihr mal über einen Luftfilter in der Wohnung nachgedacht, um die Belastung durch Pollen zu reduzieren?
 
oneironautin93

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Außerdem würdet ihr generell raten weiterhin Pferd zu füttern? Leider sind ich und mein Mann keine Großverdiener, die monatlichen Kosten von 80 Euro an Katzenfutter für 2 Katzen sind schon relativ heftig :( ..ich will nicht sagen, ich würds nicht weiterhin für beide machen, aber es gäbe auch theoretisch noch andere hochwertige Sorten die günstiger wären als das von Vetconcept.

Es gibt auch von anderen Marken Pferd-Mono, z.B. von Select Gold das Pure Adult Pferd. Das kostet glaub ich 0,47€/100g, meine Fiona bekommt das auch, ist auch ohne Getreide und nicht totales Schrottfutter (das enthaltene Inulin ist zwar ein Zucker, aber Inulin ist sogar ganz hilfreich im Futter, gibt verschiedene Studien dazu) Von Mjamjam und Ropocat gibt es auch Mono-Pferd, ich weiß aber nicht wie die kostenmäßig ausfallen im Vergleich zum Vetconcept. Bei Vetconcept ist am Allergikerfutter übrigens auch nichts besonderes, ich hab da vor ein paar Monaten(?) mal angerufen. Die Produktion findet gemischt statt wie bei jedem anderen Hersteller auch, also was z.B. Kreuzkontamination anbelangt machen die auch nicht mehr als alle anderen. Mir wurde am Telefon allerdings gesagt dass bei denen keine Bindemittel (Johannisbrotkernmehl, Cassia Gum) drin sind, ob das stimmt sei aber mal dahingestellt...angegeben werden muss es ja nicht. Und diese Ölbeimischungen wie auch bei Catz Finefood sehe ich ebenfalls kritisch, das hat für mich nichts mit hochwertigem Futter zu tun, ist nur ein billiger Weg um die Nährwerte zu pimpen.
 
bohemian muse

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Außerdem würdet ihr generell raten weiterhin Pferd zu füttern? Leider sind ich und mein Mann keine Großverdiener, die monatlichen Kosten von 80 Euro an Katzenfutter für 2 Katzen sind schon relativ heftig :( ..ich will nicht sagen, ich würds nicht weiterhin für beide machen, aber es gäbe auch theoretisch noch andere hochwertige Sorten die günstiger wären als das von Vetconcept. Dennoch will ich auch nicht Minous Gesundheit so einfach aufs Spiel setzen. Jedoch kann man eigentlich ausschließen, dass es nicht am Futter liegen kann, zumal die von der Vorgängerin nur mit Felix gefüttert wurden und er nie eine allergische Reaktion gezeigt hat..

Ihr füttert jetzt schon seit 2 Jahren ausschließlich VetConcept Pferd?
Das ist eigentlich nicht der Sinn einer Ausschlussdiät.
Man wählt für die Ausschlussdiät eine Sorte wie Pferd, um herauszufinden, ob die Katze möglicherweise eine Unverträglichkeit auf bestimmte Proteine (die häufigsten Auslöser sind Rind, Fisch und Geflügel) hat. Wenn sich durch die Fütterung innerhalb von 6-8 Wochen allerdings keine Besserung einstellt, kann man davon ausgehen, dass auch keine Unverträglichkeit vorliegt.
Ich würde daher empfehlen zukünftig wieder auf eine normale und abwechslungsreichere Ernährung umzustellen (verschiedene Marken und Proteinsorten).
 
Louisella

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Ich weiß, es ist meistens die einzige Lösung, aber vllt gibt es andere Lösungsansätze oder auch homoöpatische, die weniger schädigend sind.
Ella reagiert anscheinend auf Grasmilben mit EG - ganz sicher wissen wir's aber nicht. Aktuell hat sie ein- bis zweimal im Jahr einen Schub, dann bekommt sie eine Cortison-Spritze und danach ist wieder alles gut.

Wir haben es eine Zeitlang mit Homöopathie versucht obwohl ich zugegebenermaßen davon nicht wirklich was halte - aber wer heilt hat Recht, also war's einen Versuch wert. Leider hat's nicht funktioniert. Heisst aber nicht dass das nicht funktionieren könnte - Versuch macht kluch. Ist zumindest keine teure Therapie, von daher...
 
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Mimiau

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Ihr füttert jetzt schon seit 2 Jahren ausschließlich VetConcept Pferd?
Das ist eigentlich nicht der Sinn einer Ausschlussdiät.
Man wählt für die Ausschlussdiät eine Sorte wie Pferd, um herauszufinden, ob die Katze möglicherweise eine Unverträglichkeit auf bestimmte Proteine (die häufigsten Auslöser sind Rind, Fisch und Geflügel) hat. Wenn sich durch die Fütterung innerhalb von 6-8 Wochen allerdings keine Besserung einstellt, kann man davon ausgehen, dass auch keine Unverträglichkeit vorliegt.
Ich würde daher empfehlen zukünftig wieder auf eine normale und abwechslungsreichere Ernährung umzustellen (verschiedene Marken und Proteinsorten).
Also laut meiner Ärztin ist es generell kein Problem nur VetConcept Pferd zu füttern, dabei hatten wir es erstmal dabei belassen. Zumal wir erstmal schauen wollten, ob Ausbrüche wiederkommen oder nicht. Er hat das auch immer gut vertragen und da wir nicht wussten, woher die Pickel kommen, wollte ich nicht noch zusätzlich anfangen das Futter zu wechseln, falls es doch daher käme. Nur mittlerweile können wir es praktisch ausschließen, weil er nun 7 Monate NICHTS hatte und wir haben nichts an der Ernährung umgestellt. Trotzdem hat er nun wieder einen Schub. Demnach werden wir noch überlegen, ob wir vom Futter her nochmal auf was anderes umsteigen. Wir wissen wie eine Ausschlussdiät funktioniert, aber wir waren ehrlich gesagt sehr skeptisch, weil als wir Minou bekamen, er Cachet bekam und das monatelang gut ging. Plötzlich kam der Frühling und siehe da, er bekam eine dicke Lippe. Dann hatte er noch eine juckende Pfote und hat sich wie doof gekratzt. Das kam zum Glück nur einmal vor und danach nie wieder. Ich glaubte direkt eher an die Umwelteinflüsse, weil wir hier wie gesagt direkt nebenan einen Wald haben und Minou vorher in einer Stadt großgeworden ist wo er sowas wie Pollen eher weniger ausgesetzt war wie hier ausserhalb auf dem Land. Aber die TA pochte damals darauf, dass es eher meisten am Futter liegt und meinte, wir sollen auf Pferd umsteigen. Sie meinte dann selber, dass ne Ausschlussdiät meist super aufwendig ist, man das machen kann, aber im Endeffekt wenn er das Pferd verträgt, könne man auch gleich dabei bleiben. Haben uns dann damals auch dazu entschieden, weil so eine Ausschlussdiät viel Geduld kostet und es mit dem Pferd wunderbar geklappt hat. Nur haben wir dann festgestellt, dass trotz des Pferdes die Schübe im Frühling/Sommer wieder kamen und dann immer gegen Oktober aufgehört haben.
 
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Ella reagiert anscheinend auf Grasmilben mit EG - ganz sicher wissen wir's aber nicht. Aktuell hat sie ein- bis zweimal im Jahr einen Schub, dann bekommt sie eine Cortison-Spritze und danach ist wieder alles gut.

Wir haben es eine Zeitlang mit Homöopathie versucht obwohl ich zugegebenermaßen davon nicht wirklich was halte - aber wer heilt hat Recht, also war's einen Versuch wert. Leider hat's nicht funktioniert. Heisst aber nicht dass das nicht funktionieren könnte - Versuch macht kluch. Ist zumindest keine teure Therapie, von daher...
Habt ihr einn Glück, wenn da zwei Spritzen im Jahr reichen..Ihr meint damit aber nur eine Spritze, oder ein Depot? Minou bekommt wenn immer nur Tabletten. Zu Beginn erstmal hohe Dosis bis die bösen Pickel weg sind, ab da senken wir dann die Dosis immer. Letztes Jahr waren wir dann irgendwann bei 1/4 jeden 2. Tag. Das ist dann immerhin keine besorgniserregende Menge. Jetzt zu Beginn tuts mir schon wieder Leid, weil ihn das direkt so weghaut. Er ist dann träge und müde, man merkt einfach, dass er sofort ein ganz anderer ist :( hoffe, wir kriegen das wieder schnell in den Griff. Es ist ärgerlich, dass wir heutzutage noch nichts besseres gefunden haben als Kortison...Für den Menschen gibt es ja auch verschiedene Tabletten für Allergien, schade, dass es für Katzen nur Kortison gibt...Ich wills nicht verteufeln, aber die Nebenwirkungen geben einem sehr zu denken. Und wegen einer blöden Allergie sag ich mal sich was noch schlimmeres wie Diabetes einzufangen, ist super ärgerlich. Auch wenn man dafür denke ich echt schon Langzeittherapie machen muss, damit es soweit kommt..so weit kommts bei uns ja eher nicht.
 

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