Erste Schritte in Richtung barfen - Tipps und Hilfe benötigt

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Franny

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8. April 2016
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Hi zusammen..

Ich seh vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. ;-)
Seit letztem Donnerstag habe ich nun schon viel über das Barfen gelesen, hier im Forum, über die Linkliste und über Google und auch ein Buch von GU hab ich mir zugelegt.
Mir ist dennoch eine Menge unklar.
An Rezepte oder ähnliches wage ich mich noch nicht.

Aber soweit bin ich auch lange noch nicht.
Meine vier Katzen (4J., 3J., 19Wo & 15Wo.) sind sich rohes Fleisch nicht gewohnt, von mir haben sie es auch noch nie erhalten.
Ich denke, mit den Kleinen wird es ziemlich einfach, da sie bisher noch alles essen, die Grossen ddagegen sind sehr wählerisch.
Mein Kater frisst beispielsweise nur Trockenfutter. :( Eine Umgewöhnung auf Nassfutter hab ich schon versucht, klappt aber nicht.
Und da stellt sich mir auch bereits die erste Frage; sollte ich ihn erst an Nassfutter gewöhnen, oder direkt mit Rohfleisch veesuchen zu füttern? Im Internet sind die Meinungen darüber so ziemlich gespalten und vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit.

Ich hab ziemlich viel gelesen, dass ich die Katzen langsam an Barf gewöhnen soll. Ich dachte da daran, die Katzen zuerst einmal mit Rohfutter als Leckerlis daran zu gewöhnen und herauszufinden, was genau sie mögen. Haltet ihr das für eine gute Idee oder sollte ich ihnen direkt einen Napf mit Fleisch hinstellen?
Mit den Supplementen kenne ich mich noch viel zu wenig aus, weshalb ich es anfangs sowieso bei 20% Barf belassen werde.
Meine Idee war es eben, das Rohfleisch zuerst als Leckerli zu verwenden und dann, wenn ich weiss, was sie mögen, auf 20% umzusteigen, was ich dann immer mehr steigern möchte. (Ich werde bestimmt noch jede Menge Male um Hilfe bitten. ;-))

Welches Fleisch sollte ich den Katzen zu Anfang geben? Mein Trockenfutterjunge frisst ohnehin nur Geflügel, da versuche ich es wohl zuerst mit Hühnchen, Pute und Ente. Die anderen drei sind zumindest beim Dosenfutter ziemlich umfangreich. Sie fressen Rind, Lamm, Geflügel, Forelle, Seefisch und Thunfisch, wobei ich ihnen diesen nur sehr selten gebe. Kann ich es direkt mit diesen Fleisch-/Fischsorten versuchen, oder sollte ich mich auf eine bis drei beschränken? Und was genau vom Fleisch füttere ich?
Ich esse selbst kaum Fleisch, abgesehen von Hackfleisch kein anderes und daher kenne ich mich auch nicht wirklich damit aus. Sind Herzen oder Leber besser? Oder einfach Hühnerbrust? Es geht mit ja mal nur darum zu testen, was sie mögen und sie sollten daher nicht direkt mit dem unappetitlichsten Organ konfrontiert werden, dass ich zu bieten habe.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Futter tatsächlich roh verfüttert werden kann, besonders was Hühnchen betrifft. Bei manchen Internetseiten und auch im Buch, das ich gekauft habe, wird davon geredet, dass die Katzen Salmonellen auf Menschen übertragen können. Andere Seiten berichten davon, dass es ungefährlich ist. Was stimmt den nun? Muss Hühnchen angebraten werden?
Und wie sieht es mit dem restlichen Fleisch aus? Sollte ich es am Anfang um den Übergang zu erleichtern leicht anbraten?

Und dann hab ich noch eine Frage zu der 20%-Regel. Wenn ich meinen Katzen einmal wöchentlich Rohfleisch gebe, spielt es dann eine Rolle, wie fettreich oder mager das Fleisch ist? Muss das Dosenfutter trotzdem um dieselbe Menge reduziert werden oder gibt es da Unterschiede?

Eine letzte Frage habe ich noch.. Ich gehe in gut drei Wochen für zwei Wochen in den Urlaub. Sollte ich mit dem ganzen Projekt erst danach beginnen oder sind Leckerlies schon jetzt in Ordnung?

So.. Danke für die Geduld und das Lesen der vielen Fragen, ich bin sicher, ich habe einige vergessen. xD Ich danke für jeden Tipp, den ich erhalte und hoffe, dass ich das gemeinsam mit meinen Katzen hinkriege.
 
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Muggili

Muggili

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Schau mal, daß du zu SiRu hier Kontakt bekommst. Sie hat quasi Barf studiert.

Der Anfang ist schwer. Auf debarfst.de gibt es fertige Rezepte und einen Kalkulator.
Viel Erfolg
 
SiRu

SiRu

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:D @Muggili: Du übertreibst...
Trotzdem Danke für die Blumen.

@Franny:
Verschieb das eigentliche umstellen auf den Herbst - dann fressen Katzen i.A. besser. Das erleichtert die Umstellung.

Die Umstellung... tja, ich hab hier schon Kater gehabt, die waren 10 Jahre als sie bei mir einzogen. Kannten bis dahin nur Fefu - Nass- und Trockenfutter eher mäßiger Qualität (Lux, Felix, und ähnliches).
Morgens im Tierheim gab's Lux-Dose, 10 Stunden drauf bei mir hier vollsupplementiertes Barf. Umstellung gelaufen. (Das war im Juni 2012 - soviel zu: Im Herbst stellt sich's leichter um...)
Aktuell diskutier ich mit Leonie (die Dame ist 7) - sie ist seit März hier. Und Fleischstücke findet sie immer noch komisch. Barf pur auch...
Barf mit gewolftem Fleisch mit Nafu (die billigen Supermarktsorten:rolleyes:) ist schon fressbar...

Nur vom Mitlesen: Es kann einfacher sein, direkt vom Trofu auf Fleisch/Barf umzustellen. Fleisch - grade Fleisch in Stücken - macht ein ganz anderes Mäulchen-Gefühl als Nafu.
Außerdem kann man Fleischstücke wunderbar mit Trofubröseln panieren - riecht wie bekanntes Futter und lernt das neue Futter...

Auch bei 20% Fleisch würde ich zumindest Ca supplementieren - auf 1 kg Fleisch 1 feinzerbröselte Eierschale ist passend. (Reines Fleisch ist eine P-Bombe. Das geht letztlich auf Katzens Nieren - das muß ja nicht sein...)
Du kannst zum Einsteigen - bevor Du mit der nat. Supplementierung anfängst;) - das Fleisch mit Felini Complete versetzen. Felini Complete ist eine komplette Supplemente-Vormischung, wird stur nach Packungsbeilage gegeben (Meßlöffelchen wird mitgeliefert - Du brauchst da erst mal keine Feinwaage) und gibt ganz ordentliches Barf...

Welches GU-Buch auch immer Du hast - vergiß es. GU-Ratgeber können vieles, aber kein gutes Katzenfutter.
Ein gutes Barf-Buch wäre zum Beispiel von D.Fiedler Einfach barf.

Hähnchen kannst Du roh geben.
Salmonellen sind bei normaler Küchenhygiene für Dich kein Problem - und für die Katzen schon gar nicht. Deren Verdauungstrakt ist so aggressiv und so kurz, das Salmonellen praktisch keine Chance haben, Ärger zu machen.
Außerdem ist hühnchen ein recht weiches Fleisch - das kann auch die ungeübte Katze kleinkriegen.

Wenn Du 1 Rohfuttertag in der Woche machst, dann gibt es dann Rohfutter.
Und an den anderen Tagen halt Fefu.
Ob Deine Katzen dann am Rohfuttertag lieber das Filet oder das vollfette Stück wollen, musst Du Deine Katzen fragen.
(Ich würd mit Hühnerbein entbeint anfangen - mit der Haut. Alles in schmale längliche Stücke geschnitten.)

Ach, die Site die Muggili meinte, heißt dubarfst.de ...

Nachtrag:
Leber lässt Du erst mal: Das ist ein Vitamin A-Supplement.
Herzen können gegeben werden. In Maßen - Herz kann Dünnpfiff und/oder Kotzitis auslösen.
Hühnerherzen anfangs durchschneiden - halbieren oder in Scheiben. So'n Hühnerherz flutscht gerne weg...

Seefisch, überhaupt Fische: Lassen. Nicht geben. Da gibt's zuviele Risiken und Sonderfälle. Einige sind Vit-B1-Räuber (Thiaminasehaltig), andere sind unser Vit-D-Supplement, manche liefern zuviel Jod
 
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Muggili

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Ich sag's ja, sie hat Barf studiert:D

Obwohl ich jetzt schon einige Monate " drin" bin, lerne ich bei solche ausführlichem Antworten von SiRu immer noch dazu.
 
Kuro

Kuro

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Da bei mir grad Zeitdruck herrscht, lese ich jetzt mal nicht alles, bei SiRu bekommst du eindeutig gute Antworten.
Aber ich sehe, du erwähnst ein GU-Buch. Wie genau heißt es denn und wer steht als Autor drauf? Meine bisherigen Erfahrungen (allerdings nur vom Lesen anderswo) sagen, dass man damit im Winter gern ein Feuerchen machen darf, aber für mehr taugt es nicht. Ob dem wirklich so ist, bringen vielleicht Titel und Autor an den Tag, aber allgemein habe ich bei GU gekoppelt mit dem Thema Barf keine Hoffnung.

Ah, ich sehe, SiRu hat das auch erwähnt. Und ja, einfach barf unterschreibe ich sofort. Es ist eine gute Einstiegshilfe, aber natürlich sollte es nicht einzige Quelle bleiben (Weizenkeimöl ist so ein Stichwort, das wird mir da eindeutig zu oft erwähnt).
 

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