Erkrankung wird nicht gefunden

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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Motzfussel

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  • #21
Wenn
- Kotprofil unauffällig
- Bauchspeicheldrüse ausgeschlossen,
Würde ich dringend einen Kontollultraschall machen.
Gibt der nichts her, würde ich unter der Verdachtsdiagnose IBD, Differentialdiagnose Lymphom einen Behandlungsversuch mit Prednisolon machen.
Wenn eine Chemo nicht infrage kommt, ist die Behandlung gleich.
Wenn Du es genau wissen möchtest, muss eine Spiegelung oder Probelaparatomie mit Gewebeuntersuchung gemacht werden. Dabei ist zu beachten, dass oft so viele entzündliche Zellen in den Darmwände sind, dass Tumorzellen nicht sicher nachweisbar sind.

Beim großen Mauser war es eine ähnliche Geschichte mit mal besserer, mal schlechterer Verträglichkeit, Gewichtsabnahme bei gutem Appetit, manchmal Kauern und Durchfall. Mit einem Unterschied: meine Tierärztin hatte schon beim ersten Schall den Verdacht auf ein Lymphom ausgesprochen.
Was Max Hase sagt.
Wir doktern seit rund 1,5 Jahren an einer ähnlichen Symptomatik herum.

Zum Hintergrund:
IBD (inflammatory bowel desease) ist eine Ausschlussdiagnose. Einiges kann man ohne OP ausschließen, als da wären:
- Darmparasiten und Dysbiosien (Kotprofil)
- Pankreatitis (Blutbild)
- andere Verdauungserkrankungen wie Gallensteine, Gastritis mit oder ohne Helicobacter (Ultraschall, Gastroskopie oder mal ne Probe des Erbrochenen ins Labor geben)
- Unverträglichkeiten (Ausschlussdiät, die aber bei euch falsch gelaufen zu sein scheint? Näheres unten)

Ist es nichts davon, bleiben, besonders bei ödematosen Darmwänden im Schall, noch die Differentialdiagnosen IBD und Lymphom übrig. Man kann ein Lymphom mit Prednisolon behandeln, man kann auch (zusätzlich) ne Chemotherapie geben. Eine IBD behandelt man standardmäßig mit Prednisolon. Ergo: Ja, für die Diagnostik muss der Kater aufgemacht werden. Man darf sich aber fragen, ob man die Diagnostik braucht, denn der Eingriff ist nicht ohne (wir haben ihn hinter uns) und ggf. läuft es eh auf die gleiche Behandlung hinaus. Also Prednisolon.

Zur Ausschlussdiät: Dabei schließt du nicht ein einzelnes Protein aus, sondern du gibst nur ein einzepnea Protein. Da es ja sein kann, dass er auch, aber nicht NUR auf Huhn reagiert. Also am Besten mit einem bisher nie gefressenen Protein anfangen (Pferd, Ziege, Schaf, die unüblicheren eben). Im Idealfall als pures Fleisch, da auch auf Zusätze reagiert werden kann. Alternativ gehen auch Reinfleischdosen. Normales Dosenfutter eher nicht, weil immer irgendwelche Zusätze drin sind, es kann z.B. auch ne Reaktion geben, wenn Eierschale als Calciumquelle enthalten ist. Oder Bindemittel und die müssen noch nichtmal deklariert werden.
 
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Poldi

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  • #22
Lily frisst immer noch nur ihr Cachet, da habe ich keine Futterumstellung gemacht.
Gegen den Helicobacter pylori bekam sie für 4 Wochen Synulox Suspension und Omeprazol.
Da für Lily bei einem Tumor keine Chemo in Frage kam, und die Alternativbehandlung beim Tumor die gleiche ist wie bei IBD, haben wir keine Laparatomie machen lassen.
Ich habe Cortison als Tabletten gegeben, Prednisolon.
 
Lillyrose

Lillyrose

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  • #23
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Max Hase

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  • #24
Mit welcher Begründung hält er ein CT für nicht nötig ?


Veränderungen der Darmflora sieht man darin nicht.
Pankreatitis nur im hochakuten Stadium vielleicht.
Parasiten sieht man nur, wenn es eine verkapselnde Sorte ist.
Lymphknotenschwellungen sieht man, kann ihre Ursache aber meist nicht besser zuordnen als im Schall.

Also: zielführender als CT ist Probenentnahme oder eben unter zwei Verdachtsdaignosen behandeln - nach erneutem Ultraschall.
 
Lillyrose

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  • #25
VerosCats

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  • #26
Wenn
- Kotprofil unauffällig
- Bauchspeicheldrüse ausgeschlossen,
Würde ich dringend einen Kontollultraschall machen.
Gibt der nichts her, würde ich unter der Verdachtsdiagnose IBD, Differentialdiagnose Lymphom einen Behandlungsversuch mit Prednisolon machen.
Wenn eine Chemo nicht infrage kommt, ist die Behandlung gleich.
Wenn Du es genau wissen möchtest, muss eine Spiegelung oder Probelaparatomie mit Gewebeuntersuchung gemacht werden. Dabei ist zu beachten, dass oft so viele entzündliche Zellen in den Darmwände sind, dass Tumorzellen nicht sicher nachweisbar sind.

Beim großen Mauser war es eine ähnliche Geschichte mit mal besserer, mal schlechterer Verträglichkeit, Gewichtsabnahme bei gutem Appetit, manchmal Kauern und Durchfall. Mit einem Unterschied: meine Tierärztin hatte schon beim ersten Schall den Verdacht auf ein Lymphom ausgesprochen.
Hallo und danke für die Antwort.
Alle genannten Beispiele wurden gemacht und ausgeschlossen. Sind nun bei der Theorie das es IBD ist. Lymphom wurde noch nicht genannt. Werde es aber mal ansprechen.
Danke für die vielen Infos und Anregungen.
 
VerosCats

VerosCats

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  • #27
Was Max Hase sagt.
Wir doktern seit rund 1,5 Jahren an einer ähnlichen Symptomatik herum.

Zum Hintergrund:
IBD (inflammatory bowel desease) ist eine Ausschlussdiagnose. Einiges kann man ohne OP ausschließen, als da wären:
- Darmparasiten und Dysbiosien (Kotprofil)
- Pankreatitis (Blutbild)
- andere Verdauungserkrankungen wie Gallensteine, Gastritis mit oder ohne Helicobacter (Ultraschall, Gastroskopie oder mal ne Probe des Erbrochenen ins Labor geben)
- Unverträglichkeiten (Ausschlussdiät, die aber bei euch falsch gelaufen zu sein scheint? Näheres unten)

Ist es nichts davon, bleiben, besonders bei ödematosen Darmwänden im Schall, noch die Differentialdiagnosen IBD und Lymphom übrig. Man kann ein Lymphom mit Prednisolon behandeln, man kann auch (zusätzlich) ne Chemotherapie geben. Eine IBD behandelt man standardmäßig mit Prednisolon. Ergo: Ja, für die Diagnostik muss der Kater aufgemacht werden. Man darf sich aber fragen, ob man die Diagnostik braucht, denn der Eingriff ist nicht ohne (wir haben ihn hinter uns) und ggf. läuft es eh auf die gleiche Behandlung hinaus. Also Prednisolon.

Zur Ausschlussdiät: Dabei schließt du nicht ein einzelnes Protein aus, sondern du gibst nur ein einzepnea Protein. Da es ja sein kann, dass er auch, aber nicht NUR auf Huhn reagiert. Also am Besten mit einem bisher nie gefressenen Protein anfangen (Pferd, Ziege, Schaf, die unüblicheren eben). Im Idealfall als pures Fleisch, da auch auf Zusätze reagiert werden kann. Alternativ gehen auch Reinfleischdosen. Normales Dosenfutter eher nicht, weil immer irgendwelche Zusätze drin sind, es kann z.B. auch ne Reaktion geben, wenn Eierschale als Calciumquelle enthalten ist. Oder Bindemittel und die müssen noch nichtmal deklariert werden.
Hallo Poldi. Vielen lieben Dank noch einmal für die ausführliche Erklärung.

Ich kämpfe da seit einem Jahr. Das wäre alles noch machbar wenn er nicht so schnell so viel abnehmen würde.. das macht mir große Sorgen.

Danke für die Info zum Thema diagnose. Ja ich mache mir eben Sorgen wegen der op. Zum einen wegen der Narkose und zum anderen eben wegen der aufschneiderei. Habe einfach auch bedenken ob das wieder gut verheilt. Er hat ja eh so Probleme mit dem Darm. Denke das könnte schwerer verheilen. Zudem ist er immer mal etwas schlapp und beim TA hat er große Angst. Das alles zusammen macht mit einfach Sorgen. Ist es möglich mit Prednisolon zu behandeln auf den Verdacht hin? Ist es irgendwie schädlich wenn es nicht diese Erkrankung ist? Aktuell spricht alles für IBD. Die Anzeichen für Lymphom sehen anders aus. Zumindest wenn ich rein nach Symptomatik gehe.

Ich bin einfach so unsicher was das richtige ist..
 
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Motzfussel

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  • #28
Ja ich mache mir eben Sorgen wegen der op. Zum einen wegen der Narkose und zum anderen eben wegen der aufschneiderei
Ich würde sie nicht machen. Und das sag ich als jemand, der sie gemacht hat. Nur war es bei uns ne richtige Sackgasse, denn:
Man sagt, ein unbehandeltes Lymphom müsste nach einem Jahr spätestens sehr, sehr deutliche Krankheitszeichen machen. Hatte er nicht. Er hat ständig erbrochen, war aber ansonsten fit. Wir haben es aber auch mit Predni, AB und AD nicht in den Griff bekommen. Was auch für eine IBD seltsam war. Also großes Rätselraten, keiner wusste, was das sein soll bei ihm. Deshalb doch die OP. Dabei wurde, weil sah seltsam aus, der Magen auch beprobt: Helikobacter. Kein Wunder kotzte er weiter. Den Keim hätte man ohne Aufschneiden finden können, aber immer wenn ich krähte "kann mal jemand den MAGEN... Für mich sieht das aus, als wär der Magen Schuld!" Hieß es "Nene, es ist der Darm". Weil der im Schall ja auffällig war. Nur hatte er eben Beides... Und so konnte es nicht besser werden, indem man nur den Darm behandelte.
Wäre klar gewesen, dass es nur IBD oder Lymphom sein kann und dass wir es über Zeit merken werden - ich hätte es nicht gemacht. Wir hatten viele OPs. Augen, Zähne... Keine hat die Tiere so fertig gemacht wie diese. Toby hat 1,5 Tage gebraucht, um wieder zu fressen. Zwei, um zu laufen. Und Toby ist eigentlich ein immer unruhiger, anhänglicher Geist. Der liegt nicht einfach rum! Wenn der sich nicht mehr rührt, weiß man, dem geht's richtig übel.

Habe einfach auch bedenken ob das wieder gut verheilt. Er hat ja eh so Probleme mit dem Darm. Denke das könnte schwerer verheilen.
Der Darm würde mir keine Sorgen machen bzgl. Heilung. Das ist ne kleine Stanzprobe, die entnommen und die Entnahmestelle verödet wird. Das ist in der Heilung ein Fliegenschiss. Die Bauchnaht ist ein anderes Thema. Die ist doll. Hier, so sah das aus:

43380442yi.jpg


Und das sieht übrigens super aus! Also super im Sinne von "sehr gute chirurgische Arbeit". Aber es ist halt ein großer Eingriff.


Ist es möglich mit Prednisolon zu behandeln auf den Verdacht hin?
Jain. Wenn nur IBD und Lymphom übrig bleiben, würde ich, mit allem, was ich heute weiß, mit Predni behandeln. Du musst aber auch wissen, dass es ne Alternativbehandlung in Form einer Chemo gibt. Die heilt aber nicht, die verzögert nur. Und dafür brauchst du natürlich ne Lymphomdiagnose. Also die OP.
Lebensverlängernd wirkt Predni auch. Ob weniger als die Chemo weiß ich nicht, ich hätte da aber die Haltung "Den Tagen mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage". Eine Katze kann ja nicht in die Zukunft denken und überlegen, dass sie aber gern 3 Monate mehr hätte. Die lebt im Moment. Und der Moment soll so beschwerdefrei wie möglich sein. Es ist also eine etwas andere Denkweise als beim Menschen, wo man eher geneigt wäre, ALLES zu versuchen, jeden Tag mehr herauszuholen. Davon haben Katzen nichts, wenn es keine guten Tage sind. Und die Nach-OP-Tage sind nicht gut.

Also ja, wenn du dich gegen die OP entscheidest und alles andere ausgeschlossen ist, kann man Predni so oder so geben. Es ist bei Katzen gut verträglich, weil sie natürlicher Weise einen Recht hohen Cortisolspiegel haben.
Aber 1: Es sind dennoch keine Smarties, weshalb ich vorher auf jeden Fall die AD nochmal ordentlich angehen würde. Dauerhaft Cortison in die Katze zu stecken, wenn es am Ende nur eine Unverträglichkeit ist, wäre... Naja. Kacke, ne?
Aber 2: Die meisten TÄ dosieren Predni falsch. Zu niedrig, zu kurz. Du musst hoch einsteigen (1-2mg/kg Körpergewicht) und dann unter Kontrollschalls laaaangsam reduzieren (in 1,25mg Schritten). Wenn der Darm im Schall OK aussieht. Sieht er nicht OK aus, nicht reduzieren.


Die Anzeichen für Lymphom sehen anders aus. Zumindest wenn ich rein nach Symptomatik gehe.
Welche Anzeichen meinst du? Im Schall ist das Bild gleich. Im Befinden bauen Lymphomkatzen mit der Zeit sehr deutlich ab.
 
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Poldi

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  • #29
Die Behandlung bei einem Lymphom (wenn man keine Chemo macht) wird mit Prednisolon gemacht, und bei IBD auch.
 
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paulaemilia

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  • #30
Hallo VerosCats,
Gibt es etwas Neues von euch?
 

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