Erfahrungsberichte: Alpha-Chloralose, Bromethalin und andere Ratten- und Mäusegifte als Gefahr für Freigänger

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Hallo an alle!

Dieser Thread soll als reiner Erfahrungsberichte-Thread dienen, für diejenigen, die auf der Suche nach Antworten sind.

Ich bin kein Fachmann (-frau) aber ich habe früher immer nur "das Eine" Rattengift gekannt, das ein inneres Verbluten der Tiere herbeiführt. Daher möchte ich alle, die Freigänger-Katzen besitzen, bitten daran zu denken, das es nicht nur dieses eine Gift gibt, sondern auch andere, wie bspw. Alpha-Chloralose, das insbesondere durch eine Entstehung von Untertemperatur und dem damit verbunden "erfrieren" der Tiere zu Tode führt, was letztlich auf das Versagen der Körperfunktionen zurück zu führen ist. Aus Erfahrung lernt man.. wird man klug... heißt es. Aber JEDER von uns, der seine Katzen draußen laufen lässt, sollte auch informiert sein, was immer mal passieren kann.

Inzwischen habe ich auch andere Gifte der Mäuse- und Rattenbekämpfung kennengelernt. 4 Monate sind seit Mana's Tod bald um. Ich habe einen Blog gefunden, indem ich Mana's Symptome zu 98% wiedererkenne ...bis auf das Erbrechen (aber sie fraß auch nichts mehr). Erbrochen hatte sie immer mal in der Zeit zuvor und ich dachte, weil sie so viele Mäuse frisst, wäre es wegen Würmer etc.. Erst vor 6 Monaten hatte sie Spulwürmer erbrochen. Sie war immer draußen, deswegen hatte ich wenig bis fast gar keinen Überblick über sowas und auch nicht über Kot- & Urinabsatz. Heute denke ich, dass bei der Menge Mäuse, die sie gefressen hat... über die lange Zeit.... auch Organe schon stark geschädigt wurden. Oftmals lag sie "wie mit Bauschmerzen" da, aber sie entspannte sich schnell, wenn man zu ihr ging. Heute weiß ich, das Katzen "Meister im Verbergen von Schmerzen" sind. Damals wusste ich das nicht. Auch Melli hatte vor kurzem auf dem Feld aus purem Glück eine Maus erwischt. Wahrscheinlich, weil die (vergiftete) Maus langsam war. Melli ist eine miese Jägerin. Die nächsten zwei Tage lag sie oft wie Mana da, erbrach auch einige Male, wobei sie extrem viel Gras fraß. Die eine Maus reichte zum Glück nicht aus. Mit dem TA war ich in Kontakt.

In diesem Winter schlief Mana auch sehr viel... ungewöhnlich viel. Ich dachte, das ist so, weil sie schon fast 13 Jahre alt ist. Nein, das denke ich jetzt nicht mehr, denn Melli ist genauso alt und war bisher auch immer viel am schlafen. Aber seit die Schilddrüse eingestellt ist sie richtig temperamentvoll geworden. Das kenne ich nicht von ihr, aber es ist schön zu sehen, wie sie auf einmal Bäume erklimmt, wie sie beim Spaziergang plötzlich einen Sprint hinlegt und den Wind fängt (aus purer Freude). Das hatte Mana sonst auch immer gemacht... bis der Herbst begann. Es hatte daher eher organische Gründe, aber da die letzte Blutuntersuchung erst 10 Monate her war und das Ergebnis ohne Befund war, hatte ich da nicht dran gedacht. Heute würde ich lieber eine Blutuntersuchung zu viel machen als zu wenig.

Der Text, in dem Blog, den ich fand, war: "Frisst eine Katze eine vergiftete Maus, zeigt sie Symptome wie Verkrampfungen, erweiterte Pupillen, Zuckungen, einen unsicheren Gang oder auch Erbrechen. Dazu kommt eine massive Untertemperatur von 34 oder 35 Grad – das ist sehr wenig, wenn man bedenkt, dass eine Katze 39 Grad Normaltemperatur hat. Der einzige Vorteil des Giftes ist, dass die Auswirkungen gut behandelbar sind, wenn man schnell reagiert. Wer bei seinem Tier ähnliche Symptome feststellt, sollte so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen. Warte keinen Tag ab, sondern handle sofort. Am nächsten Tag sind die Tiere schon kurz davor, ins Koma zu fallen." Behandelt man die Tiere richtig und am Besten sofort, sind die Erfolgsaussichten recht gut. Bei Mana denke ich, waren die Schäden bereits zu groß und ich hätte sie nicht mehr retten können... erst recht nicht mit dem TA, bei dem wir waren (!).

Daher bitte ich alle, die eine Vergiftung bei ihren Tieren auch nur im entferntesten Vermuten: Bitte, lasst Euch nicht von den Tierärzten mit oberflächlichen Diagnosen und Behandlungen - so wie bei meiner Mana und mir - abfertigen. Einen durch Ratten/Mäusegift vergiftete Katze sollte meiner Meinung nach IMMER tierärztlich stationär überwacht werden. Holt euch auch ruhig noch einen zweite Meinung in einer anderen Praxis ein.

Falls andere hier im Forum vergiftete Katzen haben/hatten, die gestorben oder gerettet wurden, dann könnt ihr hier gerne schreiben, damit andere, die über Vergiftungen von Katzen Informationen suchen, davon lesen können. Natürlich gibt es auch schädliche Pflanzen, aber mir geht es hier um insbesondere von MENSCHEN gemachte Gifte, die unsachgemäß oder willentlich so angewendet werden, das sie unsere Freigänger vergiften.

Am Schluss möchte ich Euch noch bitten, KEINE Diskussionen in diesem Thread zu führen, sondern teilt hier lediglich Eure Erfahrungen mit, wenn ihr wollt. Ich habe vor 4 Monaten Informationen gesucht, aber irgendwie nichts gefunden, es war, als wäre ich nicht ich selbst gewesen, ich war wie geblockt. Daher wäre ein Thread mit reinen Erfahrungsberichten vielleicht einmal sinnvoll.

Vielen Dank! Sahera
 
A

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